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Platz 5:
Native Construct – Quiet World
Dieses Album habe ich schon seit Dezember 2015. Irgendwie ist mir das “damals” total durchgerutscht. (wie bestimmt auch einiges, was dieses jahr so rausgekommen ist ….. das haue ich Euch dann 2017 um die Ohren … muhaha). Jedenfalls habe ich das jetzt im Herbst erst “wieder”entdeckt und bin begeistert. Ok, das ist schon frickeln, bis der Arzt kommt. Aber was die Jungs (und ja, Männer sind das irgendwie noch nicht höhö) da rausgehauen haben, ist beachtlich. Insbesondere, da es ja vermutlich so gewesen ist, dass auf der CD keys, Streicher UND drums (*shocked*) programmiert wurden !
ProgMetal, symphonische Thetralik, Jazzeinsprengsel …. manchmal erinnert es (wegen der “Zirkus”-Thetralik) an A.C.T.
Und wer detailliertere Beschreibungen lesen mag, den verweise ich hier mal auf die diversen Kritiken in den babyblauen-seiten.de
Platz 4:
Needlepoint – Aimless Mary
Heute steht dann mal ganz unter dem Motto “and now for something completely different”
Ich mag seit den Anfängen den Cantebury Sound. Ob Egg, Hatfield & the North oder viele weitere, vor allem aber Caravan. Insbesondere “In the Land of Grey and Pink” gehört für mich zu meinen TOP10 Alben aller Zeiten. Diese Musik mit ihren wunderschönen Melodien (ich sage nur: Richard Sinclair !), geschmeidigen Grooves und fantastischen Orgelsoli ….. das kann ich immer wieder mit höchstem Genuss hören.
Und jetzt höre ich diese inzwischen dritte CD von Needlepoint (die beiden vorigen haben übringens mit diesem Sound hier nur sehr sehr wenig zu tun) und alle Ingredienzien des für mich “klassischen” Canterbury Sounds sind vorhanden: der Gesang erinnert sehr an R. Sinclair, auch Orgelsoli sind da …. vom allerersten Hördurchgang an war diese CD auf meiner Top-Liste !
Das folgende Musikbeispiel ist leider in der Tube das einzig auffindbare. Es ist nicht das beste Stück der Platte. Aber der geneigte Leser wird sicherlich woanders Hörproben finden.
Platz 3:
Abigail’s Ghost – Black Plastic Sun
Nun sind wir auf dem Treppchen angekommen und dazu gibt es wieder eine Anekdote: ich höre ja sehr viel Musik im Auto. mp3 auf USB-Stick. Habe mehrere davon, die ich immer wieder mal neu bespiele. Und wenn ich jetzt einen Stick in den slot stecke, dann fängt der an, das Lied zu spielen, welches intern auf Verzeichnis 1, Track 1 liegt. Erst wenn das Autoradio den Stick komplett gelesen hat, kann ich mir was anderes auswählen. Und dieser Track 1 war auf einem der Sticks Thereafter von Abigail’s Ghost. Und damit ist dieses Lied garantiert das, welches ich in diesem Jahr am allermeisten gehört habe. Aber wäre nicht die ganze Platte von gleicher Qualität, hätte ich häufiger weggeswitcht. Hab ich aber nicht, weil hier “melodieseliger” Art-Rock geboten wird. Es ist eher ruhig (trotz diverser Bratgitarren) und geschmeidig. Und wunderschön.
Ich zitiere mal aus den babyblauen-Seiten:
“Alles in allem wendet sich diese CD an Progliebhaber mit starkem Hang zu Melodie. Diese können auch bedenkenlos zugreifen, alle anderen seien gewarnt. AG spielen sehr dezent und sind mir einen Tick zu ruhig.”
Stimmt, bis auf das “zu ruhig”. Wer Anathemas Weather Sytsnes mag oder die CDs von Fjieri, der liegt hier auch richtig.
Den Erstling dieser Band fand ich 2007 auch schon klasse. Nr. 2 ist an mir vorbeigegangen. Diese CD hier mag ich einfach immer wieder total gerne hören.
Thereafter ist in der Tube nicht freigegeben, hier erklingt dieser beschwingte 3/4-Takter so ab 1.25 min.
Platz 2:
Ashby – Fragmental
Diese CD habe ich auch schon seit Ende 2015 (Ich verspreche aber, Platz 1 ist aus 2016). Hat mich sofort begeistert. Prog Matel aus deutschen Landen mit einer Sängerin, die mal nicht elfengleich singt, sondern Soul in der Stimme hat. Eigenständig.
Klasse Songs, klasse Arrangements, klasse gespielt.
Mehr brauche ich da gar nicht zu schreiben.
Jetzt aber: DIE CD des Jahres 2016:
[0:00] Eine Geräuschkulisse. Klingt wie rückwärts abgespielt
[0:28] Das Introriff wird vorgestellt
[0:40] Eine Slidegitarre spielt eine pre-verse hookline
[1:03] Verse 1, Gesang mit Effekt drauf, der Vers wird mit dem Introriff gespielt
[1:08] geiler Drumfill
[1:26] der Prechorus, das ganze “öffnet” sich
[1.38] Chorus. Mehrstimmiger Gesang erzeugt “Weite”. Diese Melodie ist ein Ohrwurm. Man ist das geil.
[2:01] die pre-verse slidegitarre ist wieder da
[2.13} Vers 2, gleiche Harmonien, aber nicht das abgehackte Riff aus Verse 1, sondern straighterer Beat, Gesang ohne Effekte
[2:35] Pre-Chorus
[2:47] Chorus 2 (Müllerchen hat wieder dieses breite Grinsen im Gesicht)
[3:10] die Bridge, sehr beatleseque (haben auch Tears for Fears schon so ähnlich geklaut)
[3.46] Chorus 3, diesmal dynamisch runter, ohne Rhythmusgruppe. Wow, was für ein Arrangement
[4:10] die Gitarrenfigur,welche schon vorher paarmal auftauchte, trennt die Chrusse
[4:12] und noch mal Chorus, wir wollen doch das breite Grinsen nicht verlieren
[4:42] erstes kleine Keyboardsolo, bisserl Gesang, noch und dann:
[4:58] der Schlussgroove beginnt, zunächst noch weitgehend ohne Solopassagen
[5:21] Gitarrensolo, der Mann kann was
[5:41] ja, frickeln auch …
[5:45] Keyboard und Gitarre unisono, rhythmisch und melodisch vertrackt, geilomat
[6:10] 2. Gitarrensolo, rockigerer Sound
[6:31] der Keyboared übernimmt. Frickelt genauso geil (außerdem liebe ich minimoog-sounds)
[7:06] wieder unisono, das erinnert an Humble Stance von Saga
[7:24] mit der gleichen Geräuschkulisse wie am Anfang endet die Nummer
Jaja, das ist kein lupenreiner Prog, das ist angeproggter AOR. Dann ist das halt so und ich liebe halt angeproggten Prog.
Hört Euch mal in der Tube I will survive von Seventh Key an. Das ist die gleiche Richtung und das war 2013 bei mir ganz weit oben !
Außerdem habe ich beim Analysieren von “Forest Fire” festgestellt, dass diese Art des Arrangierens (Intro, preverse-hook, verse, chorus, bridge, Solo usw) die Blaupasue für viele Stücke meiner CD gewesen ist. *grins*
Daher absolut unangefochten mein Jahressieger !
(und ich höre gerade nochmal den Track von Seventh Key. Das ist auch diese Blaupause. Mann, ist diese Nummer immer noch geil. Auch der Refrain, wo “die Sonne aufgeht”. Ich bin absolut melodieselig ……. und riesengroßer Fan von Toto !)
Tataaaaa:
Southern Empire – Southern Empire
Platz 10:
Travis Larson Band – Shift happens Live
Ich weiß gar nicht mehr, wo der Tipp herkam (war es dieses Forum?). Ich weiß auch gar, wo ich gelesen habe, dass sich diese Musik irgendwo zwischen Jeff Beck, Rush und Steve Morse verortet …
Jedenfalls als Gitarrist mit Affinität zu Prog und JazzRock höre ich natürlich auch die Flitzefinger. Instrumentaler Gitarrenrock mit Einflüssen aus Jazz und Funk. Da ist ist (inzwischen auch nicht mehr soooo oft) mein Ding. Ob Satriani, Vai, Petrucci (ich meine hier sein wirklich tolles SoloAlbum), Eric Johnso oder Andy Timmons, alles gute Jungs. Und dann höre ich zum ersten Mal Travis Larson, der aber schon länger unterwegs ist und diverse CDs raus hat. Tja, und dieses LiveWerk hats zur Heyvy Rotation gebracht. Die Band (vor allem die Bassistin ist klasse) groovt wie Sau, es ist abwechslungsreich. Der Frickelfaktor ist vorhanden,ohne im Vordergruns zu stehen. Daher imho berechtigt in den TOP 10:
Platz 9:
Dean Watson – Fantasizer!
Diesmal bin ich sicher, dass der Tipp aus der FB-Gruppe “progrock-dt” stammt. Weiß aber leider nicht mehr, von wem. DANKE!
Wir bleiben – wie gestern – im Bereich der Instrumentalmusik. Das hier ist imho eher proggiger JazzRock. Beim hören denke ich immer mal wieder an Derek Sherinian (Inertia ist für mich seine beste CD). Manchmal denke ich aufgrund des Bombastes auch an ELP.
Soweit ich die recht spärlichen Infos im Netz gefunden habe, ist Dean Watson Multiinstrumentalist, spielt also zumindest die keyboards und Gitarren selber. Alle Achtung, weil beides auf extrem hohem technischen und musikalischen Niveau.
OK, der Frickelfaktor ist hier schon ziemlich hoch. Alzu schräges wird aber nicht geboten. Das hat der geneigte Leser ja bestimmt schon mitbekommen, dass ich melodie- und harmoniesüchtig bin (wenn es nicht gerade um MAGMA geht, aber auch das ist wieder eine andere Geschichte).
Und ja, dieses Werk ist von 2014. Aber ich habe es dieses Jahr erst entdeckt, also … wtf lol
Mr. Dean Watson: Thank you for the great music !
Platz 8:
Ed Bernard – Polydactyl
So langsam geht es auf die TOP-Alben der Top15 zu. Und da sind wir auch schon wieder im Progbereich. Wenngleich Ed Bernard hier stilistisch sehr viel breiter aufgestellt ist als bei seiner Stammband Druckfarben. Bis auf Drums und sehr spärliche Gastbeiträge spielt es alles selber ein und das sehr abwechslungsreich. Denkt man beim ersten Track noch an ein JazzRock-Frickel Gewitter, kommen in Track 2 sogleich Gesang und Sinn für Melodie hinzu, um dann in eine folkige Weise überzuleiten, die mit Schmiss zelebriert wird, um dann die Nummer doch noch in proggige Gefilde zu leiten. Und so abwechslungsreich geht es die dreiviertel Stunde dann auch weiter. Große hooks oder Wiedererkennungsmomente suche ich hier zwar auch vergeblich, aber insgesamt ist das ein Album, was mich übers Jahr immer wieder begleitet und erfreut hat.
Platz 7:
Tigran Hamasyan – Mockroot
Jaja, ich weiß … die ist auch schon von 2015. Ich brauch halt manchmal was länger *lol*
Jazz war dieses Jahr bei mir sehr sparsam auf dem Plattenteller. Die Homegrounded von Joe Krieg fand ich klasse. Auch, dass Steps Ahead mit Steppin’ out nach vielen Jahren mal wieder was rausgebracht haben, fand ich klasse. Übrigens beides CDs mit personeller Erweiterung in Form von Bläsergruppen. Steh ich ja immer wieder drauf. (ich schweife schon wieder ab).
Tigran Hamsyan hätte ich schon früher auf dem Zettel haben können. Wenn man nämlich mal die CD-booklets liest (was mir zunehmend schwerer fällt bei jetzt schon 2,0 auf der Lesehilfe) … dann hätte ich gewusst, dass der auch schon bei dem von mir sehr geschätzten Dhafer Youssef dabei war.
Verwurzelt in armenischer Musiktradition und gleichzeitig sehr moderner Klavierjazz. Diese CD entfaltet ihre Wirkung am bestens, wenn man sie als ganzes hört. Hier somit nur ein Appetithappen:
Platz 6:
Kristoffer Gildenlöw – The Rain
Jetzt wird es ernst mit den vorderen Plätzen. Und diese CD hier ist mit Sicherheit diejenige, die die schönste Musik enthält. Und sie wäre bei meiner Freundin auch mdst. zwei Plätze weiter vorne gelandet.
Kristoffer Gildenlöw legt hier ein Konzeptalbum vor mit der Thematik Demenz. Der Protagonist verliert sich mehr und mehr. Und das ist genail musikalisch umgesetzt. Das ist eigentlich weder Progressive noch Rock, eher kammermusikalisches Songwriting. Zumeist wird der Gesang von Klavier, dezentem Bass und Drums sowie oft von einer Geige begleitet. 16 Tracks auf 55 Minuten. Das sind minimalistische Miniaturen. Wunderschön. Getragen. Traurig.
Kleine Melodien, die sich verfestigen und Songs, welche Pat 1 und Part 2 haben, wiederkehren.
Ich möchte gerne meinen Lieblingssong aus diesem Album hier verlinken, dazu muss aber die Sperre überwunden werden:
Ansonsten gibt es Songs aus diesem Album auch ohne Sperre in der Tube ….

So, Freunde der Qualitätsmusik, meine Jahresbestenliste ist fertig.
In den nächsten Tagen gibt es meine persönlichen Favoriten des Jahres 2016. 15 Stück. Ist viel zu wenig. Vielleicht mache ich nächstes Jahr 25. Oder 24 (Atzventzkalender?) ….

Vorab schon mal die Platten, die vermutlich die Plätze 16-25 eingenommen hätten (dann habt ihr ja immer noch genug Möglichkeit, zu raten, was kommt und was ganz “vergessen” wurde ….):

Patricia Kaas – Patricia Kaas
Jacob Collier – In my room
Motorpsycho – Here be Monsters
Elysian Fields – Ghosts of No
Kansas – The Preludit Implicit
Steps Ahead – Steppin’ out
David Bowie – Black Star
Santana IV
Iamthemorning – Lighthouse
Melle Golyzniak Duda – Breaking Habits
Platz 15:
Big Big Train – A Stone’s Throw from the Line
Als dieses Ranking fertig wurde, habe ich mich gefragt: warum die? warum nicht eine andere der schönen Live-Doppelpacks? Es hätte ja auch A.C.T. – Trifles ans Pandemonium sein können? Neee, von der Band ist Circus Pandemonium mein Referenzwerk und (ganz ehrlich) auch die einzige CD, die man braucht.
Oder Barock Project – Vivo … schließlich waren die ja in 2015 ganz weit vorne … Nöö, auch nicht. Manches höre ich ein-zwei-mal und dann gerät das in Vergessenheit (obwohl die Vivo auch klasse ist)
und dann komt diese Live-DoCD von BBT und ich freu mich wie ein Grinsepferd. Die English Electric war meine erste, die fand ich schön. Folklore ist bestimmt nicht schlechter, hat mich aber nicht überraschen können. Aber diese 2 Stunden Livedarbietung ist so ein Rundum-Sorglos-Paket. Da freue ich mich einfach, dass die so schöne Musik machen. Und ja, schon hier wird deutlich: ich, der Frickelgitarrist, stehe auf Vocals, hooklines, Chorarrangements … und davon, insbesondere letzterem verstehen die inzwischen acht Musiker dieser Band ganz schön viel.
(wäre diese CD nicht noch diesen Monat reingekommen, wäre übrigens Meller Golyzniak Duda jetzt hier besprochen worden. Die gefällt mir auch sehr gut, weil das eine interessante Mischung aus verschiedenen Zutaten ist, aber das ist eine andere Geschichte).
Bis morgen denn …
Platz 14:
Universe Effects – In the Haze that surrounds us
Ich höre ja ziemlich viel Musik im Auto. mp3 über USB-Stick. Und immer wenn ich einen meiner Sticks wechsele, spielt der automatisch erst mal genau die Cd, die wohl im Speicher “vorne” ist. Das führt dazu, dass ich einige CDs wirklich richtig oft im Auto angeboten bekomme und dann auch oft gehört habe. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte, das würde nämlich direkt zu Platz 3 führen …..
Also, shuffle-modus. Und da höre ich dann immer wieder die neue Dream Theater. Stop. Dream Theater? Die haben doch dieses jahr diese … ähm … merkwürdige Konzept-DoCD rausgebracht, die mir vielleicht gefallen würde, wenn man das auf eine CD komprimiert hätte. Außerdem: Dream Theater habe ich doch seit Octavarium mit abgeschlossen. Und dann merke ich auf einmal, dass ich die beste Dream Theater CD höre, die Dream Theater nicht aufgenommen hat. Ähm, es gibt ja noch andere fähige DT-Klone …. vielleicht sollte ich sagen, ich höre dann ein Album, welches ein gutes DT-Album wäre, wenn es denn von DT wäre?
Genug über DT geredet. Das ist ist ProgMetal, an dem ich nichts auszusetzen habe. Fähige Instrumentalisten, gute Kompostitionen und ein Sänger, der(zumindest im Auto) wirklich sehr nach LaBrie klingt. Und ich finde, dass die eine Kritik in den babyblauen-seiten dieser CD nicht gerecht wird. Wenn ich das lese, hört sich das so la la an. Ich finde diese CD klasse (sonst würde ich ja auch in diesem Rahmen hier nicht drüber schreiben.
Platz 13:
Alin Coen Band – Alles was ich hab Live
Für einen Moment (oder auch die nächsten paar Tage) verlassen wir mal den Bereich Prog.
Ich muss es zugeben, ab und zu habe ich den Bundesvision Song Contest geguckt. Und ganz gelegentlich habe ich da Perlen entdeckt (die dann zumeist auf den hinteren Plätzen landeten). So z.B. die wunderbare Dania König mit ihrer damaligen Band Königwerq, deren erste CD immer noch regelmäßig bei mir läuft. Aber auch das ist eine andere Geschichte. Irgendwann habe ich dann beim BSC Alin Coen gehört und fand das recht interessant. Es verging einige zeit, da las ich in der “Gitarre&Bass” einen Artikel über diese Band und das klang spannend. Also: die beiden damals erhältlichen CDs gekauft und siehe da: es war spannend.
Ich gebe ja zu, dass ich mit deutscher Musik (also deutschen Texten) nicht oft was anfangen kann. Viele der angesagten Songwriter finde ich “geht so” (Clueso) bis hin zu geht gar nicht (Andreas Bourani, Tim Bendzko). Und wenn ich deutsche Musik höre, dann sind es zumeist Frauen, die mich musikalisch begeistern. Wie z.B. die oben genannte Dania König, wie die wunderbaren Christina Lux oder Meike Koester. Oder eben Alin Coen.
Neben wunderschönen Songs ist es insbesondere die Band, die diese Songs sehr spannend (und irgendwie “anders”) arrangiert.
Und da ich mir diese Sängerin/Band auch schon live gegeben habe, freut mich natürlich besonders, dieses Live-Feeling konserviert haben zu können.
Hört selbst mal rein
Platz 12:
Gov’t Mule – The Tel-Star Sessions
Wir bleiben noch ein wenig außerhalb des Prog-Kosmos.
Ich bin seit Anfang der 70er riesengroßer Southern-Rock Fan. Ob LynSkyn, 38 Special, die Outlaws oder vor allem die Allman Brothers. Und ich war auch schon Warren Haynes Fan, bevor es Gov’t Mule gab. Denn schon 93 gab es sein Soloalbum “Tales of Ordinary Madness”.
Und dann knallte dieses Blues-Jam-Rock Trio in meine Gehörgänge. Und da ich nicht nur Southern Rock liebe sondern auch Power Trios und auch das schon seit den frühen 70gern (Grand Funk, Robin Trower, Rory Gallagher), so waren die ersten 4 GT-Alben für mich eine Offenbarung.
Und mal am Rande: im Laufe meiner Zeit als Hobbygitarrist gab es wenige Gitarristen, die ich so geil fand, dass ich “so wie die klingen” wollte (Chronologisch: Rory Gallagher, Les Dudek, Eric Johnson und … tataa: Warren Haynes). Was ich natürlich auch nie geschaftt habe *grins*
Tja und dann verstarb 2000 der Bassist Allen Woody und Gov’t Mule war danach (insbesondere dann als Quartett) nie wieder die Band wie vorher.
Noch ne kleiner Abschweifung: es gibt so Bands, da hätte ich gerne eine von mir zusammengestellte Kompilation, die dann ein 16-Punkte-Album ergeben würde (z.B. von den FloKis). Gov’t Mule ist auch so eine Band. Nehmen wir die ersten vier Alben (also alle mit A. Woody): Gov’t Mule, Live at Roseland Ballroom, Dose und Life before Insanity … und machen da ne DoCD- Kompilation draus ….. Zack: 16 Punkte !
Tja, und nun ist etwas über 20 Jahre später diese CD rausgekommen, welche Material enthält, welches im wesentlichen Rohfassungen von Songs sind, die später auf den CDs zu finden sind, sowie einige sehr schöne Cover, wie auch das beiliegende Beispiel.
Ja, das ist Gov’t Mule, wie ich das mag und daher hab ich diese CD auch hier in das Top-Ranking bekommen.
Platz 11:
Marcus King – Soul Insight
Verbleiben wir noch einen Moment im Genre Blues Rock (dann ist aber auch genug). Meine große Blues Rock Begeisterung hat schon bessere Tage gesehen. Vieles in diesem Genre langweilt mich inzwischen. Und so haben es weder die neue CD von Henrik Freischlader (obwohl die Reduzierung der Band zum Trio gut getan hat und diese CD doch einige sehr spanneden Momente hat) noch die CD der Blue Poets (mit Marcus Deml, und da mag ich die Sachen von Errorhead lieber) hier in die Auswahl geschafft. Dafür dieser sehr junge Kerl, der ja inzwischen schon seine 2. CD raus hat, welche von Warren Haynes produziert wurde und die Band zum Sextett erweitert (plus 2 Bläser) sieht. Und wo mit Blues, Soul, Funk, Jam eine bunte Melange in der Tradition von Haynes oder Derek Trucks geboten wird. Was mir an der zweiten CD auffällt, ist der stellenweise sehr untransparente Sound. Das mag ich nicht. Und deswegen – und weil auf dem Erstling alles noch etwas roher und dreckiger klingt – hat es auch der Erstling in diese Liste geschaftt. Das Hörbeispiel ist vielleicht etwas untypisch, dafür aber eine wunderschöne Ballade.
Und wer jetzt genug vom Blues(Rock) hat: in den TOP 10 wird dieses Genre nicht mehr vertreten sein … 😉

Rock History: 1991

Die 90er. Es geht für mich ja nix über das Jahrzehnt, in welchem ich musikalisch sozialisiert wurde. Das waren die 70er. Danach kam das SynthiePop-Jahrzehnt der 80er (ich sage nur: DX-7 Sounds. Klingen heute gräußlich, gell?). Und dann? Dann kam der Grunge. Für mich, der ich schon jeher den Kopfanteil sehr betone (würde ich sonst Progressive und Jazz-Rock als die Stile haben, wo ich die absolut meisten Platten habe?), die absolute Hölle. Musik , die klingt, als wäre nicht nur das technische Behrsschen des Instrumentes überflüssig, sondern sogar noch Gitarre stimmen entbehrlich?

Was mag da wohl an interessanter Musik übrig bleiben? Aber keine Sorge, auch ohne großes Airplay gab es in jedem Jahrzehnt genug Musik aus einer breiten Stilpalette, die den Weg auf meinen Plattenteller, bzw. in den CD-Schacht gefunden hat. Fangen wir also an:

Dan Ar Braz – Borders of Salt

Der bretonische Gitarrist, der in den frühen 70ern bei Alan Stivell gespielt hat, hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche Veröffentlichungen gemacht. Da ist sehr viel Licht, aber auch viel Schatten (unhörbarer Schmalz teilweise) dabei. Diese Cd hier ist großes Kino. In Gedanken sitze ich da in der Bretagne auf einem Felsen und schaue aufs Meer. Großes Kino.

Be Mine or Run – Be Mine or Run

Das Berliner Trio (voc, g. b) um den schottischen Gitarristen Ian Melrose hat in den frühen 90ern mehrere CDs veröffentlicht mit SongwriterMusik, die durch die instrumentale Finesse der beiden Saitenzauberer (ich sag nur: fretless bass !) sehr spannend ist. Bzw. war. Lange nicht mehr gehört.

Crash Test Dummies – The Ghost that haunts me

Folk Rock, wie er damals von mehreren Bands (siehe auch weiter unten) gespielt wurde, habe ich auch immer gerne gehört.

Francis Dunnery – Welcome to the real world

Nach dem Ende von It Bites war ich traurig. Diese CD war seinerzeit nur als japanischer Import (für 70 DM) erhältlich. Musste ich haben. Ist bis heute meine liebste Dunnery, weil er danach zunehmend auf das virtuose Gitarrenspiel verzichtete (siehe shice-90er Grunge *g*) und damit für mich langweilig wurde.Das hier ist auch ganz großes Kino.

Heartland – Heartland

Ich mag ja AOR. Leicht härterer Rock mit deutlichen Songstrukturen und großen hooklines (wenns nicht gerede Bon Jovi ist *g*). So wie in den 80ern Honeymoon Suite. Das hier ist auch sowas. War damals ein Hit bei mir …. heute längst vergessen.

Ronnie Johnson – Give em enough rope

Keine Ahnung, wo dieser englische Gitarrist herkam und was der sonst so gemacht hat. Instrumentaler Gitarrentrio-Rock. Mit einer sehr gelungenen Coverversion von Zappas “Sofa”.

Ronnie Jordan – The Antidote

Jazz Gitarrist des Smooth- oder Acid-Jazz, das Spiel erinnert an Goerge Benson. Geniale – und sehr schnelle – Version von So what (Miles Davis), welche ich so auch schon in der Setliste hatte.

Kenny Loggins – Leap of Faith

Quer durch alle Jahrzehnte sind auch immer wieder Songwriter dabei. Wenn die Musik dann auch noch so wunderbar arrangiert wurde wie hier, ist alles gut.

Van Morrison – Hyms to the Silence

Für mich einer der wirklich großen Songwriter. Allerdings sind weder alle Werke klasse noch oftmals komplette CDs. Das hier ist eine meiner Lieblingsplatten von ihm.

Mr. Big – Lean into it

Wie die erste, ist auch das hier großes Rock-Gefrickel, gleichzeitig jedoch schöne Songstrukturen. Ist auch lange her. HairMetal (u.ä.) war ja wegens dieser DilletantenMucke nicht mehr angesagt. Das hier ist immer noch klasse. Allerdings habe ich auch diese Band sehr lange nicht mehr gehört.

Tom Petty – Into the great white open

War meine erste Petty Platte, ist immer noch meine liebste.

Pippo Pollina – Nuovi giorni di settembre

Habe ich erst viel viel später entdeckt. Von der ersten bis zur letzten Note eine schöne Platte. Und bei “Madre” könnte ich jedesmal Pippi in die Augen kriegen …

Red Hot Chili Peppers – Sex Blood Sugar Magik

Vielleicht waren sie vor dieser Platte rauher und ungeschliffener, auf jden Fall waren sie danach nie wieder so gut. Neben der ersten Living Colour für mich die Blaupasue des Crossover-Funk-Rock.

Spirit of the West – Go figure

Folk-Rock aus Canada. Einige Songs dieser CD, vor allem “Far too canadian” waren damals Ohrwürmer für mich.

Curtis Stigers – Curtis Stigers

“I wonder why” war nicht nur ein Radio-Ohrwurm. Er war für mich zugleich der Beweis, dass mehrere Aspekte von Musik dazu führen können, dass ich einen Aha-Effekt habe. Das ist nicht nur eine wunderschöne Ballade. Das ist mein Lieblingsrhythmus, nämlich ein geshuffelter 3/4. (ganeu wie das Zappa-Stück Sofa, welches eines der wenigen ist, deren Melodie ich mal komplett transkribiert habe. Und dabei habe ich mir verdammt lange einen “abgeklopft”, bis ich die Ta-ta-ta Ta-ta-ta Ta-ta-ta Rhythmik verinnerlicht hatte)

Gino Vannelli – Live

DIE große G.V. Platte ist natürlich Brother to brother, wobei das gewiss nicht die einzig tolle CD ist. Viele Jahre später quasi eine Live-Best-Of hat mich sehr erfreut (wobei das nun auch wieder ein Indiz dafür ist, dass ich in den 70ern hängengeblieben sein könnte *g*)

Stevie Ray Vaughan – The Sky is crying

Fand ich damals gar nicht soo toll. Blues Rock war in den 90ern nicht meins. Habe ich erst später erkannt, was für ein wirklich großer Gitarristdas war. Ist gewiss nicht seine einzige gute CD.

Chris Whitley – Living with the law

Spätere Platten sind ja noch rauher und tlw. sparsamer instrumentiert. Das hier fand und finde ich wirklich großes Kino.

Frank Zappa – Make a Jazz Noise her

Die zweite DoCD mit Songs seiner 88er LiveBand, die wirklich großartig war (und die ich live gesehen habe). Vllt. nicht ganz so überragend wie die The best Band you never heard…, aber egal. Zappa geht (fast) immer.

Ich finde, das ist eine ganz schön bunte Palette an Musik (auch ohne Grunge höhö). Was mir allerdings auffällt, ist, dass im Gegensatz zu vielen wirklichen Klassikern aus den 70ern, ausdieser Liste der überwiegende Teil heute für mich nur sehr selten bis gar nicht mehr gehört wird. Bin halt doch ein Kind der 70er ….

Aber da kommen ja noch ein paar Jahre dieses Jahrzehnts.

Vielleicht kann der ein oder andere Leser dieses blogs ja was füpr sich entdecken.

Ist es ein Zeichen dafür, dass diesen Monat nicht viel bemerkenswertes reingekommen ist? Oder zuviel und nichts davon wirklich intensive gehört wurde? Weil die CD des Monats habe ich schon seit 12.2015, aber die ist komplett durchgerutscht und erst jetzt wieder rausgekramt worden und richtig häufig gelaufen.

1. Native Construct – Quiet World

Ich möchte an dieser Stelle mal auf die www.babyblaue-seiten.de verweisen. Dort wurde diese CD auch ausführlich besprochen. Was diese jungen Burschen da an ProgMetal (gewürzt durch einige andere eklektische Zutaten) abliefern, ist schon sehr bemerkenswert. Hoher Frickenfaktor. Und was die allein im ersten Track an Ideen unterbringen, reicht bei anderen für ne ganze CD. Sollte aber bewusst und nicht nebenbei gehört werden. Dann kann einen das leicht überfordern.

2. Alin Coen Band – Alles was ich hab – Live

Ich habe diese Sängerin ja bereit vor einiger Zeit live gesehen und war sehr begeistert. Insbesondere von den außergewöhnlichen Arrangements der Band haben es mir angetan und machen den besonderen Reiz aus. Jetzt live auch auf CD. Ich freu mich.

Patricia Kaas – Patricia Kaas

Ich liebe diese Sängerin seit Jahren. Also, ähm, ihre Musik. Und nach vielen Jahren des Wartens (dazwischen gab es einige Cover-Projekte, die mich nicht interessiert haben) gibt es nun wieder eine neue CD mit eigener Musik und die ist gewohnt klasse.

Obwohl ich dachte, diesen Monta war nicht viel, war es doch viel. Bloß, dass wenig wirklich nachhaltig hängengeblieben ist.

An Endless Sporadic – Magic Machine ist abgefahrene eklektische Mucke, bei der der erste (und einzige) Hördurchgang nicht für ein abschließendes Statement reicht.

Blind Ego – Liquid hab ich auch nur einmal gehört. Mit RPWL kann ich nicht so besonders viel anfangen und hier stört mich insbesondere der Metal-Sänger. Auch wenn ich der Presse das Konzept mit den mehreren Sängern gelobt wird, hätte ich mir hier bei Beschränkung auf den Sänger von Subsignal mehr Konsistenz gewünscht. Aber dann hätte ich vermutlich auch ne Subsignal CD hören können …

Ob nach der Trennung von Triumph noch irgendwas von Herrn Emmett musikalisch relevant war, muss jeder Hörer für sich beantworten. Jedenfalls fand ich das Projekt Airtime – Liberty Manifesto von 2007 ziemlich gelungen. Die neue CD ist ok. Kann man hören. Essenziell ist das gewiss nicht.

Free Human Zoo – Freedom Now! ist eine französische Band, bei der der Chef der Drummer ist. Kommt bekannt vor? Naja, Vergleiche mit Magma treffen nur ganz marginal zu. Ebenso Vergleiche mit Gong. Höchsten noch mit Pierre Moerlen’s Gong. Das hier ist Jazz-Rock mit hohem Improvisationsanteil, viel Gebläse und immer wieder Gitarrensoli, die an Zappa erinnern. Abgefahrener Shice. Geil.

Für Glenn Hughes – Resonate gilt das gleiche, wie bei Rik Emmett. Solide, aber nicht essenziell. Dazu muss ich aber anmerken, dass meine Lieblings-Hughes seit eh und je die Feel ist, weil es da viel souliger (Stevie Wonder lässt grüßen) klingt, als auf allen folgenden CDs (auch wenn die Produktion recht mittelmäßig ist).

Izz – AMpersand Vol. 2 ist wieder eine Sammlung von Outtakes wie Vol. 1. Ja, Izz ist toll. Die Trademarks, für die ich diese Band liebe, sind auch vorhanden. Dennoch sind mir einige andere Alben als Gesamtwerk viel lieber.

Eric Johnson – EJ ist ein Akustikalbum meines ehemaligen Lieblingsgitarristen. Und ja, das ist schön. Dennoch: Eric Johnson, dass IST der Trademarksound mit Legato-Gitarren. Fehlt hier. Also: ein nettes Akustikalbum ohne EJ drin.

Markus King – The Marcus King Band ist das von Warren Haynes produzierte Zweitwerk dieses jungen und begnadeten Gitarristen. Die Band ist inzwischen zum Sextett erweitert worden (zwei Bläser). Irgendwie gefällt mir der Erstling besser. Das ist auf der einen Seite etwas ungeschliffener und roher. Auf der anderen Seite finde ich, dass die neue CD in weiten Teilen einen ziemlich intransparenten Sound hat. Und sowas mag ich nicht.

Travis Larson – Annica ist ein Gitarrist, den ich erst dieses Jahr entdeckt habe. Instrumentale Gitarrenmucke irgendwo zwischen Vai. atrinai, Johnson und anderen Virtuosen. Ohne jetzt nur auf Virtuosität und Gefrickel zu setzen. Die Live-CD Shift happens habe ich dieses Jahr häufiger gehört.

Aynsley Lister – Eyes wide open wird den Fan nicht enttäuschen. Punkt.

Meller Golyzniak Duda – Breaking Habits ist ein neues Projekt unter Mitwirkung von Marius Duda. Nein, Riverside ist da nicht drin. Das ist roherer Trio-Rock. Sehr geil die mehrfach vorkommenden Stellen, wo über einen Ein-Akkord-Groove ein Slidegitarrensolo läuft. Bei Silde sollte man jetzt aber nicht an Derek Trucks denken. Das hier ist elegischer. Sehr stimmungsvoll. Werde ich mir häufiger reinziehen.

Riverside – Eye of the Soundscape ist nur was für Fans der Ambient-Seite dieser Band. Das, was Riverside für mich einzigartig macht, fehlt hier. Wer Tangerine Dream (was ich tue), mag das hier goutieren (was ich nicht tue).

Stick Men – Prog Noir wird gewiss in einschlägigen Kreisen dieses Jahr sehr weit oben gehandelt. Da ich sehr wenig mit den 90er Crimson anfangen kann, hat mich dieses Album beim ersten Hören auch nicht erreicht. …

Sting – 57th & 9th macht wieder Rock. Ok. Schön. Weiter im Text …

Den Multiinstrumentalisten Dean Watson kannte ich nicht. Solche Geheimtipps gibt es immer in der progrock-dt community. Zwischen 2010 und 2014 sind drei Alben erschienen, die allerfinstes JazzRock-Gefrickel mit tollen Keyboards und ebenso virtuosen Gitarren enthalten. Die Fantasizer! von 2014 wird es dieses Jahr in die Top15 Liste schaffen. Geiler Shice !

war doch verdammt viel ….. viel Spaß beim Entdecken und schöne Atzventzkrantzkertzen  *lol*

Und ab jetzt bin ich schon dabei, die Top-15 Liste für 2016 aufzustellen.

1. Joe Krieg – Homegrounded

Da ist die CD des Monats schon zum zweiten Mal hintereinander aus dem Bereich Jazz. Aber hier kann ich nicht anders. Wenn ein Jazz Gitarrist im Quartett musiziert, dann kann das eine schöne Sache sein. Wenn die Stücke dann noch für einen 5-köpfigen Bläsersatz arrangiert sind, dann ist die Chance sehr groß, dass ich das mag. So ist z.B. die Quiet vom Scofield meine Lieblings-CD von ihm, und zwar nicht, weil er da akustische Nylonstring spielt und somit gar nicht nach Scofield klingt, sondern, weil da ein größerer Bläsersatz dabei ist. Aber das ist eine andere Geschichte. Hier beim Joe aus Würzburg stimmt jedenfalls alles: Songs, Performance, Arrangements. Großes Kino !

2. King Crimson – Radical Action …

Jetzt beiße ich mich ja sowas von in den Allerwertesten, dass ich die dieses Jahr nicht live gesehen habe. Ich konnte mir das aber auch nicht wirklich vorstellen. K.C. hat mich ja seit den 90gern nicht mehr so geflasht wie vor allem in den 70gern. Und dann noch mit drei Drummern. Was soll das bloß geben. Tja, auf der 3-fach Live kann man sich davon überzeugen. Die Setliste beinhaltet zahlreiche Klassiker aus allen Phasen und die Performance stimmt. Geile CD.

3. Hundred Seventy Split – Tracks

Anfang 2015 habe ich die live gesehen und danach das Live-Album montaelang rauf- und runtergehört. So ein Überflieger ist das neue Studioalbum nicht. Das ist alles sehr solide und handwerklich gut, aber es ist und bleibt Blues Rock, wie schon tausendmal gehört. Ist mir aber egal. Ich mag diese Band. Punkt.

Desweiteren:

Blackberry Smoke – Like an Arrow ist für Freunde des Genres genauso eine Empfehlung wie Doyle Bramhall II – Rich Man. Gute Mucke, kommt insbesondere im Auto rüber.

Gong – Rejoice! I’m dead! zeigt, dass auch ohne Daevid Allen der Spirit dieser Band weiterlebt.

Oceans of Slumber – Winter liegt irgendwo im Grenzbereich von Metal und Prog (ohne ProgMetal zu sein … hihi) und verdient einen Hördurchgang.

Opeth – Sorceress kann mich nach zwei Hördurchgängen nicht so vom Hocker reißen wie der Vorgänger, vielleicht kommt das noch.

John Scofield – Country for old men wollte ich zunächst gar nicht hören. Weil, ähm, nach einigen doch eher schwachen Alben spielt der auf die alten Tage jetzt auch noch Country? Das ganze ist aber viel jazziger als ich es erwartet habe.

Shamblemaths – Shamblemaths ist eine Melnage aus ganz vielen Zutaten zumeist progressiver Art und muss häufiger gehört werden, weil sich das zu entdecken lohnt. Glaub ich jedenfalls. Ist aber auch eher anstrengend, oops, fordernd, als entspannend.

Und wer vom Meister nicht genug bekommen kann, sollte sich Frank Zappa – Road Tages Venue 2, Helsnki 1973 reinziehen, weil hier eine der besten Zappa-Bands aller Zeiten auf der Bühne stand.

Und die neuen von Bonamassa und Clapton hab ich zwar, aber noch nicht gehört, weil mich das nicht wirklich interessiert ….

1. Steps Ahead – Steppin’ out

Nach vielen Jahren endlich wieder mal was neues von dieser tollen Band. So richtig neu sind die Songs nicht, aber die Arrangements. Denn hier treffen Mikle Mainieri (vib), Chuck Loeb (g), Bill Evans (sax), Tom Kennedy (b) und Steve Smith (dr) auf eine 14 köpfige Bläsersektion der wdr bigband. Ich mag alles von StepsAhead, egal in welcher Besetzung und große Bläsersätze liebe ich auch. Was soll da noch schiefgehen.

2. Kansas – The Prelude Implicit

War ja – Vorfreude auf das neue Output einer meiner (vielen) Favoriten aus den “guten” alten Tagen – heißer Kandidat auf den Montassieg. Die vielen Kritiken innerhalb der Prog-community sehen dieses Album ja eher (unter)durchschnittlich. Ok, verglichen mit den Großtaten ist das auch sicherlich kein Meisterwerk. Klar fehlen Steve Walsh und Kerry Livgren. ABER: es sind kansas-typische Melodien, Refrain, hooks. Es ist der Wiedererkennungseffekt der Geige. Es gibt krumme (progaffine) Takte. Und mit The voyage of eight eighteen sogareinen Titel, der den Vergleich mit den großen Werken nicht wirklich scheuen muss. Ich mag dieses Album. Punkt.

3. Travis Larson – Shift happens Live

irgendwo im Netz diesen Namen aufgeschnappt und mal bei spotify (ich weiß, das böse Wort …..) reingehört. Instrumentales Gitarren-Trio. Ja, es hat Anleihen an Joe Satriani oder Eric Johnson oder andere aus diesem Bereich. Dennoch ein Gitarrist mit eigenständiger Stimme. Könnte man sich mehr von geben.

Und dann waren da noch:

The Blues Poets – The Blue Poets

Marcus Demls neues Projekt ist mehr Blues Rock, auch wenn die Instrumentierung des Quartetts (Voc, g, b, dr) keine andere ist als bei der alten Band. Mit “goodbye” gibt es auch direkt voll was auf die Ohren. Ein klasse Blues-Rock-Riff. Geht leider nicht so weiter, was allerdings ja sicherlich iwann ermüdend bzw. langweilig wäre. Sehr schön ist der Gitarrensound, das ist alles sehr transparent und ohne viele Overdubs. Schöne Platte, wobei ich noch nicht genau weiß, warum ich das nicht (noch) besser finde.

Dhafer Youssef – Diwan of beauty and odd

Ich mag einfach alles von diesem genialen Musiker, wobei nach zweimaligem Hören auch diese CD nicht so überwältigend ankommt wie einige der Vorgänger. Vllt habe ich mein persönliches Meisterwerk von D.Y. halt schon gefunden.

Und dann habe ich (auch spotify) mal in Marillion – FEAR reingehört. Aber mit dieser band werde ich in diesem Leben nicht mehr warm. Das plätschert (musikalisch) für mich alles relativ belanglos vor sich hin. YMMV

Und dann wars das diesen Monat auch schon. Leider hatte ich nicht sooo viel Zeit zum Mucke hören. Aber nächsten Monat gibts Kommentare zu den neuen Werken von Opeth, King Crimson, Gong, Andreas Kümmert und einigen anderen ….

Rock History: 1980

Diese Liste ist nicht wirklich lang. Woran mag das liegen? Vielleicht hatten einige meiner Helden ihre besten Werke bereits veröffentlicht, einige andere wollten noch entdeckt werden … oder diese Zeit markiert den Übergang der 70er zu den 80ern. In der Nachbetrachtung halte ich dieses Jahrzehnt ja immer für musikalisch relativ unergiebig. Was aber nicht wirklich stimmt. Klar war es für mich nicht so gewaltig stilbahnedn wie die 70er, in denen ich – musikalisch – groß geworden bin. Und auch wenn einige Stilarten des Rocks (z.B. Prog, Southern) in den 80ern nicht gerade einen Hochphase hatten, so gab es doch anderes zu entdecken. Fangen wir einfach mal an:

Bill Bruford – Gradualla going tornado

Die ersten vier Bruford-Scheiben (tlw. mit Allan Holdsworth) habe ich rauf und runter gehört. Geiler Jazz Rock der zweiten Generation

Larry Carlton – Strikes twice

Dieser Studiogitarrist, der auf tausenden Platten zu hören ist, hat auch viele gute CDs unter eigenem Namen gemacht. Manches eher Fusion, manches auf Akustikgitarre. Das Frühwerk ist moch Jazz-Rock beeinflusst.
George Duke – A brazilian love affair

Vom Zappa-Musiker über sehr funkigen Jazz-Rock hin zu ziemlich schmalzigem Fahrstuhl-Schmuse-Fusion hat der George Duke ja alles hinbekommen. Daher ist das Werk mit Vorsicht zu genießen. Hier verbindet er funkygen Fusion mit Latin. Das kann man ohne Bedeken aus seinem Werk empfehlen.

Mike Flemming – Mike Flemming

Manchmal kriegt man Platten in die Finger, wo man sich fragt, woher man das hat. Weil es Interpreten sind, über die man eigentluch nichts weiß, heute im Netz nichts findet und die auch sonst kaum wer kennt. Das hier gehört dazu und habe ich seiner Zeit viel und gerne gehört.

Michael Franks – Crossfire Live

Ich liebe diese Fusion-Pop Musik und diesen Sänger mit der unaufgeregten vibratolosen Stimme. Und habe viele Platten davon. Diese hier ist eine der schönsten.

Hired Help Band – Hired Help Band

Jazzige Rockmusik a la Chicago bzw. Blood, Sweat & Tears von einer deutschen Band mit amerikanischen Musikern. Diese Band war eine der Stammbands in der Bonner Jazz Gallerie. Hab ich daher sehr oft live gesehen/gehört.
Ideal – Ideal

“Deine blauen Augen machen mich so sentimental” … schallte es aus allen Radios. Und auch wenn ich mit NDW fast gar nix anfangen konnte und kann, ich habe Ideal live in den Bonner Rheinterrassen gesehen und das war der Oberhammer. Diese saucoole blonde Frau an ihrer Orgel, EffJott an der Gitarre und eine minimalistisch und dennoch schweinegeil groovende Rhythmusgruppe. Und dann diese Texte. Das hier ist ein Klassiker.

Jeff Lorber – Wizard Island

Ja, die 80er waren das Jahrzehnt, wo Jazz Rock eher Fusion war. Wenns so locker kommt wie hier, wars auch ne feine Sache.
John Martyn – Grace and Danger

Das hier ist bestimmt nicht seine beste CD und der (mainstreamige-kommerzielle) Einfluss von Phil Collins, der diese CD produziert (und eingetrommelt) hat ist auch nicht zu unterschätzen, aber diese CD war der Einstieg in das Werk dieses bis heute weit unterschätzten Songwriters. und mit ‘Sweet little mystery’ ist auch einer meiner Lieblingssongs auf der Platte. Ich habe inzwischen alles von J.M. Das sagt doch eine ganze Menge. Für mich einer der größten Songwriter aller Zeiten.

Max Webster – Universal Juveniles

Die kanadische Band um Sänger/Gitarristen Kim Mitchell ist hierzulande genau so weitgehend unbekannt, wie Band bzw Gitarrist in Kanada zu den MegaActs zählten. Ist Mitchell im Solowerk etwas mainstreamig/AOR-artiger unterwegs, so haben die Kompositionen von Max Webster oftmals einen etwas skurrilen Touch. Von den regulär erschienenen Platten ist das hier imho die insgesamt stärkste. Wer diese Band nicht kennt: antesten !

Joni Mitchell – Shodows and light

Die kanadische Grand-Dame des Songwritings, umgeben von renomierten “Begleit”-Musikern aus der Jazz-Szene, mit einer Setliste, die die Essenz ihres damaligen Werkes darstellt. Das kann nicht schiefgehen. Im Gegenteil. Höchstleistung aller Beteiligten.

Ozzy Osbourne – Blizzard of Ozz

Der Beginn der Solokarriere von Ozzy war verbunden mit dem komentenhaften Aufstieg seines Gitarristen, Randy Rhoads, der dann ja leider viel zu schnell von uns gegangen ist. Daher ist es immer Spekulation, was dieser Saitenmagier noch für eine Entwicklung genommen hätte. Für mich ist das Solo in Crazy Train das geilste Rockgitarrensollo aller Zeiten. In 16 Takten ist alles drin, was es an Gimmicks so gibt und die Dramaturgie ist perfekt. Und auf der CD sind einige weitere Klassiker aus Ozzys Repertoire enthalten.

Rush – Permanent Waves

Ist bis heute meine Lieblings-CD von Rush, auch wenn es diesmal nicht die Erste war, die ich in den Fingern hatte. Und auch wenn viele Proggies das Nachfolgewerk ‘Moving Pictures’ für das beste der Band halten, das hier ist mein Favorit. Diese CD habe ich inhaliert. 6 Songs, kein Durchhänger, keine Note, die nicht da ist, wo sie hingehört. Definitiv eines meiner TOP10-Alben aller Zeiten !

Saga – Silent Knight

Sagas Erstling hatte bereits einige Klassiker (Humble Stance mit dem geilen Soloteil), das Zweitwerk war eher umstritten, auch wenn ich es genau so liebe, aber ich denke, der klassische Saga-Sound findet auf Silent Knight seine Vollendung.

Spliff – Radio Show

Nach dem Bruch der Nina Hagen Band machte die Band als Spliff weiter und legte sofort mit der Spliff Radio Show ein Meisterwerk hin. Als Konzeptalbum, welches sich mit der Musikindustrie beschäftigt, musizieren sich die vier Musiker durch die ganze Bandbreite des Rock (von Reggae bis JazzRock) und das auf einem hohen Niveau. Konzeot und Songs stimmen auch, so dass das ganze eine runde Sache ist. (habe ich damals auch live in Bonn gesehen)

Toto – Hydra

Toto fand ich schon vor Rosanna geil. Und ein Song wie Hydra geht ja wohl fast als Progressive durch.
So, den Rest findet ihr in den Jahren zuvor bzw. danach.

1. Gov’t Mule – The Tel Star Sessions
Die letzten CDs von Gov’t Mule sind alle irgendwie nicht wirklich bei mir angekommen. Ich kenne auch den Grund. Diese band hatte ihre beste Zeit als Trio und das mit dem leider verstorbenen Allen Woody am Bass. Und nun sind die ersten Aufnahmen dieser Band, also noch vor der ersten regulräen CD, nach 20 Jahren editiert und veröffentlicht worden. Und dort findet sich genau die Trio-Qualität, die ich auf den dann folgenden 3-4 CDs für mich entdecken und lieben konnte. Einige der Tracks wurden später für die CDs neu aufgenommen, einige andere sind Cover-Songs und auch die zeigen bereits, was diese Band für ein geiles Repertoire hat, selbst, wenn es die Songs nicht geschrieben hat. Daherkann ich gar nicht anders, als diese CD zur Platte des Monats zu machen.

2. Needlepoint – Aimless Mary

Wenn irgendwo das Label “Canterbury” genannt wird, horche ich auf, bin ich doch seit vielen Jahren ein Fan dieses Genres und gehört doch Caravan’s In the land of grey and pink gewiss zu meinen TOP-20 Platten aller Zeiten. Und was da (leider bisher nur via spotify) aus den Boxen tönt, ist Canterbury. Und zwar vom feinsten. Mehr muss ich dazu nicht sagen. (Die älteren CDs dieser Gruppe sollen stilistisch anders sein, aber davon habe ich mich noch nicht überzeugen können)

3. Universe Effects – In the haze that surrounds us

Wer auf ProgMetal steht, Dream Theater und ähnliches mag, der sollte sich das hier mal anhören. Songwriting, Arrangements, musikalisches Können, Frickelfactor, alles vorhanden und zwar reichlich. Gute Band, gute CD.

So, eigentlich dachte ich, diesen Monat bekomme ich kaum was empfohlen, da ich wenig Musik gehört habe. Während der Olympia-Zeit hab ich Sport geguckt, den ich sonst vier Jahre lang nicht sehe (bzw. zu sehen bekomme), dann war ich noch ein paar Tage unterwegs und außerdem geht auch einiges an Zeit für die Organisation der Live Stage 2016 drauf, die ja auch bald stattfinden wird. Dennoch bin ich erstaunt, was da noch alles zusammen gekommen ist, auch wenn ich das meiste nur 1-2 mal über spotify quergehört habe. Ich weiß, dieses Medium ist für Musiker der Sündenfall, weil das dort verdiente Geld nicht da ankommt, wo die Leistung generiert wurde. Zugleich ist das eine Hörquelle für Ersteindrücke, die mich zumindest vor etlichen Fehlkäufen waren kann ….. ambivalentes Thema ….

Barock Project – Vivo

Das war ja eine der im letzten Jahr neu entdeckten Bands für mich. Jetzt gibt es eine Live DoCD. Nur kurz reingehört. Scheint gut zu sein.

Blackfoot – Southern Native

Ricky Medlocke hat diese Band reanimiert, fungiert aber nur noch als Producer. Also spielen da jetzt vier Jungs, die mit der Band, wie wir sie kennen aus den 80ern, nichts zu tun haben. Ob man das gutfinden muss, weiß ich nicht. Die Musik ist nett, aber ob man das braucht, mag ich auch noch nicht abschließnend bewerten. Rockt aber ganz ordentlich los.

Gary Hoey – Dust and Bones

Für Blues-Rock Freunde könnte das ne gute Sache sein. Insgesamt finde ich das ganze Genre in letzter zeit relativ austauschbar. Sind aber so ca. 3 Kracher drauf, die ich jederzeit auf einen Sampler packen würde.

Drew Holcomb & the Neighbors – Live at the Ryman

Die beiden Studio CDs habe ich eine Zeitlang rauf und runter gehört. Live klingt es country-lastiger. Weiß ich noch nicht, was ich davon halten soll.

Lithium Dawn – Tearing back the Veil I: Ascension

Modernerer ProgMetal mit Ambient und Dub-Zutaten. Interessant, aber ohne dass da wirklich nach 2-maligem Hören was hängengeblieben ist.

Katharina Maschmeyer Quartet – Duck on Ice, flying Cow

Auf einen Facebook-Tipp hin, hab ich das gesucht, das neue Album nicht gefunden und auch das hier gibt es nur in Ausszügen (bei Spotify), aber die vier dort verfügbaren Nummern klingen gut. Eher Jazz-Rock als Jazz in der Besetzung sax, g, b, dr. Ja, schöne Sache.

Snarky Puppy – We like it here

Das ist eigentlich eine DVD. Hab ich mir von youtube als audio runtergezogen, ums auch mal im Auto hören zu können. Was bei youtube ständig breitestes Grinsen ins Gesicht zaubert, kommt als Audio – zumindest im Auto – nicht an. Jedenfalls nicht an dem Tag, wo ich das gehört habe. Neuer Versuch muss her …. (und dabei wäre das fast Tipp des Monats geworden).

Riley Walker – Golden sings that have been sung

Ganz anders als der Vorgänger und doch ganz Riley Walker. Ich höre immer noch gewisse Anklänge an John Martyn. Werde ich bestimmt noch häufiger hören.

Viel Spaß beim Entdecken.

1. Philophobia – New Horizons

Ich höre normalerweise so gut wie keinen Heavy Metal. Bin da somit auch kein Spezialist. Und wenn mein Freund Oli Zangl jetzt sagt, er hätte nach vielen Jahren endlich mal wieder ein Heavy Metal Album gemacht, dann wäre ich spontan nicht darauf gekommen, dieses hier mal zu besprechen. Aber: ich bin mir beim Ergebnis gar nicht so sicher, ob diese Schublade überhaupt so passend ist. Vielleicht ist da ja auch ein Schuss AOR/Stadion Rock drin? Vielleicht gefällt dieses Album ja dem Night Ranger Fan eher als dem von Iron Maiden ?
Ist auch wurscht, es ist nämlich einfach sehr sehr gute Musik drauf. Mehrmaliges Hören bringt folgendes zu Tage: 1. ist es schön, dass man immer wieder neue Details entdeckt (da hat der Oli auch mächtig viel Herzblut reingesteckt !), 2. entwickeln sich einige Tracks zu Ohrwürmern und 3. sollte man die CD ganz durchhören, weil die ersten drei Tracks (imho) nicht die stärksten der CD sind. Kaufempfehlung !

2. Jacob Collier – In my House

Schon die vielen youtube Videos, wo Jacob Collier entweder a cappella songs umarrangiert oder aber alle Instrumente selber spielt, zeugt von der Genialität dieses noch sehr jungen Musikers. War also nur eine Frage der Zeit, wann der entdeckt und produziert würde. Nach einmaligen Hören erinnert mich viel an die genialen Songs from the key of live von Stevie Wonder. Allerdings ist es mein Spontanempfinden, dass vieles an dieser CD hier auch etwas überambitioniert ist. Das ist an vielen Stellen einfach ein Tuck zu viel. Falls das verständlich ausgedrückt ist. Es ist großartig. Zur Genialität fehlen noch ein paar Jahre Erfahrung.

3. Scorpion Child – Acid Roulette

Robert Plant ist für mich ja DER Rocksänger überhaupt. Von daher ist alles, was auch nur annähernd so klingt, schon mal hörenswert. Und diese CD ist für mich aktuell das beste, was die Sparte Retro Rock zu bieten hat.

Thema Retro Rock: Pristine – Reboot finde ich gut, Wucan – Sow the Wind schlagen die Brücke von RetroRock zu KrautRock, Wolvespirit – Free und Palace of the King – White bird, burn the sky habe ich auch diesen Monat gehört und für gut befunden.

Anderson / Stolt – Invention of Knowledge

Wenn zwei so wichtige Musiker des Progressive Rock gemeinsame Sache machen, dann ist die Erwartungshaltung riesengroß. Tja, jetzt habe ich das Album zweimal gehört und festgestellt, dass man fast 15 Minuten auf das erste Gitarrensolo warten muss. Anders ausgedrückt, beim Hören dachte ich sehr häufig: warum singt der Anderson denn so viel?  *grins* Entdeckt es selber und bldet Euch ein eigenes Urteil

Ayreon – The Theatre Equation

The Human Equation besitze ich nicht. Daher kann ich zur Studioversion nichts sagen. Als DVD ist das eine interessante Gechichte, die man sich sicherlich mehrmals geben muss, um die Story und die einzelnen Charaktere zu checken. Musiklaisch hat mich Herr Lucassen noch nie wirklich vom Hocker gerissen. Das ist hier auch nicht anders.

Jeff beck – Loud Hailer

Einmal gehört. Ohne Wertung. Becks Gitarrengewimmer geht mir zunehmend auf den Senkel.

Radiohead – A Moon shaped Pool

Ich bin kein Kenner dieser Band, habe außer OK Computer auch nix und bin somit gewiss kein FanBoy. Was ich hier höre gefällt mir.

Ricinn – Lian

Metal-Prog-Oper-Chormusik-Melange der anderen Art. Weiß ich selber noch nicht, was ich davon halten soll. Ist was für die “Über-den”Tellerrand-Gucker/Hörer”.

Siggi Schwarz – Heart & Soul

Wenn man sich zwei wirklich tolle Sänger/Innen wie Andreas Kümmert und Jessy Martens sowie einen klasse Gitarristen wie Geoff Whitehorn ins Boot holt und eine durchaus attraktive Setlist von Coversongs beackert, könnte das richtig geil werden. Warum diese Produktion trotzdem über weite Stellen blutleer klingt, kann ich mir auch nicht erklären. Vllt sind es die (langweiligen) Arrangements, ick weeß et niche ….

Steven Tyler – We’re all somebody from somewhere

Der Sänger von Aerosmith veröffentlicht ein Soloalbum und das klingt über weite Strecken nach Country Rock. Passt erstaunlich gut zusammen und auch in dem Genre ist Tyler als Sänger einfach ne Bank.

Unitopia – The Garden

Meine letzte CD des Monats (Southern Empire) ist ja quasi die Nachfolgeband von Unitopia. Also konnte ich nicht widerstehen, mir von denen auch ein Album zu besorgen. Und dann auch noch eine DoppelCD. Folglich ist da soviel Material drauf, dass ich das auch erst zweimal gehört habe. Gut, ohne mich jetzt spontan so zu flashen wie Southern Empire.

Und obwohl ich dachte, diesen Monat wäre ja kaum was passiert, ist es doch wieder recht viel Zeugs zum entdecken geworden. Viel Spaß mit dem neuen Ohrenfutter.

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