CD des Monats (2026.10): Joanne Shaw Taylor – The Trouble With Love
Okt. 31st, 2026 by muelrich
01 Joanne Shaw Taylor – The Trouble With Love
Acht der zehn Songs des neuen Albums wurden ja auf spotify schon im Laufe des Jahres veröffentlicht. Jetzt ist das Album komplett. Und ja, ich bin hardcore-Fanboy, daher nicht objektiv. Das Album davor fand ich stärker, aber da hab ich die ja auch live gesehen. (23.10.) Jetzt hab ichs mehrere Male gehört. Nein, das neue ist dem Vorgänger ebenbürtig. Keine Füller drauf. Und, wie mein Schatz bemerkte: da klingt nicht jedes Lied gleich … 😉 (31.10.)
02 Nicola Lori – Around The Earth
Ich bin ja großer Fan von Fjieri (oder war? weil, gibt es diese Band noch?) und auch von Stefano Panunzi. Und die Ankündigung dieses Alben im JFK-Katalog ließ mich erst mal den Vorgänger hören (siehe unten). Und ja, das ist großartige Musik und landet garantiert in meinen Top-15 für dieses Jahr. (31.10.)
03 The Pineapple Thief – Far And Wide
Spätestens seit Gavin Harrison mit seinem fantastischen Drumming die Musik dieser Band veredelt, bin ich Fan. Und so enttäuscht auch die neue Platte nicht. Das tönt gut. (09.10.) Aber auch bei mehrmaligem Durchhören bleibt da relativ wenig hängen. Da tönen viele Songs recht gleichartig (31.10.)
Allen-Forrester Band – Red Dirt Town
Wenn in einer der Zeitschriften (Eclipsed, Rocks, o.ä.) was von Blues- und Southern Rock steht, horche ich als Genre-Fan auf. Was ich hier höre, empfinde ich als Durchschnittsware. Weit entfernt vom Treppchen. (16.10.)
Confusion Field – Resilience Remains
Ja, läuft gut durch, auf die Dauer aber irgendwie recht gleichförmig… (06.10.)
Bobbie Dazzle – Star Power
Zufallsfund auf Spotify. Bobbie Dazzle, das ist eine catsuit-tragende Glamrock-Sängerin, die auch mal die Querflöte in ihre Songs einbaut. Das ist geradeaus und macht bestimmt im Auto Spaß. Ansonsten aber nix, was den eloquenten, eklektischen Musik-Connaisseur erquicken könnte ……(05.10.)
Flower Kings – Hope
Die ersten 5-6 Platten, damals in den 90ern, fand ich total klasse. Wobei man auch da schon sagen muss, dass ich eigentlich immer nur eine selbstgebastelte Kompilation mit den 10-Minütern höre. Irgendwann wars mir dann zu viel. Trotzdem höre ich jedes neue Album. Und mit zwei Longtrcks war da dann doch eine gewisse Erwartung …. und heute dann gehört. Was für eine langweilige Scheibe …… (23.10.)
Rachel Flowers – All That
War das vorige (und schon das vorvorige?) Album noch irgendwo im Umfeld von Prog und Jazz-Rock zu verorten, würde ich das neue Album – wäre das ein Sänger – als Crooner-Musik bezeichnen. Ich gebe der Platte einen zweiten Versuch …. und ja, das hat zwar Null Proganteil, ist aber ne schöne Sache. Und Rachel hat mal wieder alle Vocals und alle Instrumente selber eingespielt (06.10)
Christopher Gordon – MacBeth
Hochgelobt im JKF-Katalog. Einmal gehört. Weiß noch nicht, was ich davon halten soll. Zunächst mal ist das instrumental, also keine Rock-Oper. Und dann stilistisch sehr, sehr weit gefächert. Da stehen Rock-Tracks neben Streichernummern und Bläser-Jazz. Und das – bisher – ohne erkennbaren Zusammenhang. Mal sehen, ob sich das mir noch erschließt ….. (31.10.)
Nicola Lori – Urban Vision (2024)
Naja, noch nicht ganz „notes from the past“ ….. beim Hören dachte ich sofort an Stefano Panunzi bzw. Fjieri. Ähm, kein Wunder, hat der Lori doch dort mitgewirkt. Das ist großes Kino. Atmosphärischer und abwechslungsreicher Art Rock. Wäre das neu, wäre es das Album des Monats. Aber Werk Nr. 2 ist ja auf dem Weg …… (16.10.)
Konstyntyn Napolov – Pictures Of One’s Exhibiton
Die Pictures habe ich in unzähligen Variationen: Klavier, Orchester, Orgel, russische Folkloreinstrumente, Big Band und vieles mehr. Das hier ist eine Version für Klavier und Perkussion. Ergänzt um drei „Fremd“-Kompositionen, welche imho entbehrlich sind. Und die Pictures sind in dieser Bearbeitung auch nicht meins … (24.10.)
Ozric Tentacles – Harmonic Mind
Ich bin gewiss kein Kenner der Psychedelic Rocks oder Space Rocks, aber das lässt einen ordentlich durch den Orbit fliegen 😉 (01.10.)
The Ocean – Solaris
Auf Spotify nur zur Hälfte gehört. Kann ich nichts mit anfangen ….. ich bin derzeit aber auch viel lieber die zahlreichen spotify-playlists mit Beatles Covers am durchstöbern ….. (05.10.)
Tom Penaguin – II
Nie vorher gehört, den Namen. Französischer Multiinstrumentalist. Klingt sehr stark von der Canterbury Scene beeinflusst. Rein instrumental. Werde ich detaillierter hören. Spannendes Ding. (02.10.)
Stoppok – Hoppla Hoppla
Mit meinem unplugged Projekt AnderCover spielen wir ja auch einige Titel von Stoppok. Daher bin ich Fan. Toller Songwriter, toller Gitarrist und die Texte haben auch was zu sagen. Von daher wird man da nie enttäuscht. (10.10.)
These Wicked Rivers – Fire And Folklore
Blues, Southern, Soul und ein bisserl Americana, von fünf bärtigen langhaarigen Musikern aus England. Schöne Platte. (02.10.)
News from the past:
The Beatles – Rubber Soul Special 2CD Deluxe Edition
Ob der neue Mix wirklich ne Verbesserung darstellt, müssen Leute entscheiden, deren Ohren besser sind als meine …. die 16 Bonustracks jedenfalls bestehn zu 50% aus instrumentalen backing tracks. Man merkt also, dass bei der damaligen 4-Spur-Technik die Ausbeute an für den Entstehungsprozess der Songs interessanten Zwischenschritte nicht mehr sooo ergiebig war. (05.10.)
Giacomo Bondi and The Apple Pies – The Beatles Reinvented (2007)
Gut hörbare Versionen, aber wirklich neu erfunden hat ers auch nicht ….. daher: nicht essenziell (25.10.)
Peter Lipa – Beatles In Blue(s) (2003)
Peter Lipa ist ein slowakischer Jazz-Sänger/Musiker, der mir unbekannt war. Mdst. 80% aller Beatles Coverversionen kommen imho nicht an die Genialität der Originale ran. Und auch hier finde ich das ähnlich suboptimal wie z.B. auch die Hard-Rock-Versionen auf „Butchering The Beatles“. Beatles im Jazzgewand gibt es z.B. von Michael Bublé deutlich angenehmer. (19.10.)
Lumsk – Fremmede Toner (2023)
im neuen Eclipsed Magazin bespricht Fabian Broicher die neue Lumsk vor, die morgen erscheint. Da habe ich mir den Vorgänger reingezogen. Und ja, diese schwermütige, melancholische Musik aus Norwegen berührt mich. Das ist klasse. (29.10.)
John Martyn – Live From The Camden Palace 1984 (DVD – 2012)
John Martyn ist mein Lieblings-Songwriter. Irgendwann – und das muss so um 1984 gewesen sein, gabe es im Radio eine ganze Stunde lang einen Live-Mitschnitt von ihm. Und genau diese intensive Musik ist auch auf diese DVD eingefangen. Sehr verwundert war ich, dass hier gar kein Bassist am Start ist. Jedenfalls war John Martyn 1984 schon weit weg vom Akustikgitarre-spielenden Songwriter. Hier dominieren elektronische Synthesizer und echo-beladene E-Gitarren. Ich bin da Hardcore-Fan (07.10.)
MonaLisa Twins – Play Beatles & More (2014)
Zwillingsschwestern aus Österreich, inzwischen in Liverpool ansässig. Das hier ist die erste von inzwischen vier Beatles & More Coverplatten. Das sind einige ganz gelungene Songs drauf. (20.10.)
Weather Report Special:
Joe Zawinul – Zawinul (1971)
Wayne Shorter – Odyssey Of Iska (1971)
Ich lese ja gerade „Elegant People“, die Bandgeschichte von Weather Report. Und dort kann man sehr gut nachvollziehen, wie die einzelnen Musiker von ihren Bandjobs über Soloplatten zu Weather Report gekommen sind. Und ich bin ja großer Fan von Mysterious Traveller und Black Market – mehr noch als von Heavy Weather – und fremdel mit dem Frühwerk. Und jetzt erschließt sich mir auch warum: Das alles steht noch viel zu sehr unter dem Einfluß von Mils Davis‘ Bitches Brew, wo ich ja auch nichts mit anfangen kann…… (15.10.)
Herbie Mann – The Wailing Dervishes (1967)
Die Platte wurde auch in der Weather Report Biographie erwähnt, wobei das keiner der WR-Musiker mitgespielt hat. Warum also …. müsste ich nachschlagen … aber das ein recht frühes Beispiel für World-usic-Jazz, weil da orientalische Instrumente (wie zB Oud) mit am Start sind. Das tönt ziemlich gut (16.10.)
Weather Report – Live In Cologne 1983 (2011)
Die Nach-Jaco-Zeit dieser Band mag ja kompositorisch nicht mehr die gleiche Klasse gehabt haben, aber live waren die immer noch ganz schön am kochen. Allein die Nummer „Two lines“ zeigt, was Omar Hakim und Victor Bailey für eine treibende Rhythmusgruppe waren. Hammer, die Nummer. (21.10.)
Wie jeden Monat, die Top-15 der letzten 12 Monate:
01 (01) Fearful Symmetry – I’ve Started…
02 (02) Minor Gold – Way To The Sun
03 (03) Spock’s Beard – The Archeoptimist
04 (04) Green Desert Tree – Fighting Dragons
05 (05) Brons – The Fellowship
06 (06) Tedeschi Trucks Band – Future Soul
07 (11) L.J. Kennedy – Synthetic
08 (07) Mike Finnegan – Mike Finnegan
09 (09) Stefano Panunzi – Caravaggio
10 (08) Steve Morse Band – Triangulation
11 (14) Solstice – Clann: The Stable Gathering
12 (12) Big Big Train – Woodcut
13 (13) Moron Police
14 (15) The Sheepdogs -Keep out of the Storm
15 (-) The Reckoners – Where The Hell Am I
