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1. Malady – Toinen Toista. Malady machen Canterbury. Und mit Canterbury assoziiere ich immer sofort „In the Land of grey and pink“ von Caravan. Und wenn irgendwas auch nur annähernd wie diese Platte klingt, mag ich das.

2. The Blue Poets – Live Power. Marcus Deml und seine neue Band habe ich vor kurzem Live in Berlin gesehen. Ich kenne keinen Gitarristen, der dynamischer spielt. Großes Gitarrenkino !

3. Stefan Grasse – Entre Cielo e Tierra. Stefan grasse ist ein Nylonstring-Gitarrist, der schon Tango gemacht hat. Oder Minimal-Music. Hier hat er Musik zwischen World Jazz und Klassik gemacht mit einer interessanten Instrumentierung (u.a. Akkordeon, Klarinette, Vibraphon). Schöne Musik.

Und dann gab es da noch:

Ulla Haesen – Rio. Noch eine deutsche Nylonstring- Gitarristin. Brasilianischer Samba aus der Eifel. Schöne Sommerplatte.

Haken – L-1VE gibt einen guten Überblick über das bisherige Schaffen, allerdings klingen die Stücke live fast wie die Studioversionen. Dürfte es daher kaum in meine Jahreswertung schaffen.

Gregor Hilden Organ Trio – First Take. Auch was feines für ne Autofahrt im Sommer.

Loreena McKennitt – Lost Souls. Wenn ich schreibe „klingt wie immer“, dann ist das Jammern auf höchstem Niveau. Das ist – wie immer – ganz großes Kino.

Not a good Sign – Icebound einmal gehört, keine Wertung

Ring van Möbius – Past the Evening Sun  dito

The Sea Within – The Sea Within Immerhin schon zweimal gehört. Und auch wenn ich Fanboy von Stolt und Gildenlöw bin, reißt mich das spontan auch nicht vom Hocker. Das ist gut. Aber „Gut“ ist bei den beiden Protagonisten irgendwie zu wenig …

Umphrey’s McGee – It’s you ist ne runde und coole Sache.

So, das wars im wesentlichen für diesen Monat. Reicht ja auch, gelle?

Und hier die Top15 der letzten 12 Monate:

01 Smalltape – The Ocean
02 Allman Brothers – The Fox Box
03 Zappa – Roxy Performances
04 Steve Winwood – Greatest Hits Live
05 Johannes Luley – Qitara
06 Gleb Kolyadin – GK
07 Zappa – Halloween 77
08 Mystery – Second Home
09 Christina Lux – Leise Bilde
10 Nik Bärtsch – Awase
11 Põhja Kõnn
12 The Tangent – Slow Rust …
13 Motorpsycho – The Tower
14 Big Big Train – The second brightest Star
15 Matthew’s Southern Comfort – Like a Radio

Zuerst sachte ich ja, da kommt diesen Monat nix. Bzw. ich hätte keine Zeit. Ich hab nämlich mit nem Kumpel Festpattentausch gemacht … und nun hab ich ca 300 „neue“ CDs auf der Platte. Aber fast nur Kram aus dem 70gern … aber zum Monatsende hin wares die Veröffentlichungen zahlreich, daher kam da dann doch noch ne Menge zeugs bei rum:

1. Nik Bärtsch – Awase. Ich mag diese Band generell. Aber was die hier im Bereich Minimal Jazz wieder abgeliefert haben, ist snesationell. Und schön, dass ich das bei einem Gewinnspiel der progrock-dt – Community gewonnen habe.

2. Dirty Soul Revival – Brave New World klingt wie eine recht harte Version von Lynyrd Skynyrd. Ja, das hat man alles irgendwie schon mal gehört. Aber mit welchem Drive die Jungs diese Musik zelebrieren, ist echt Klasse.

3. Toundra – Vortex Ja, in den Communities wird geunkt, dass diese Form des Instrunetalen Rock von anderen Bands besser dargeboten wird. Ich mag diese Platte. Auflegen, laut hören, sich drin verlieren.

Tja, und der „Rest“ in alphbetischer Reihenfolge.

Arena – Double Vision. Ich kenne fast nichts von dieser Band. Daher weiß ich jetzt so spontan nicht, ob das ne gute, ne bessere oder ne überflüssige CD ihres Outputs ist. Der Ersteindruck ist ok undich höre mir das noch mal genauer an.

I am the manic Whale – Everything beautiful in Time ist zwar schon vo 2015, aber wer Retro-Prog mag, sollte sich diese Band mal geben. Da ist incl. zweier Longtracks alles drin, was des Proggerherz erfreut. Außer er mag es derb-deftiger.

Lazuli – Saison 8 ist zwar angekommen, hab ich aber noch nicht geschafft, zu hören.

Lunatic Soul – Under the fragmented Sky. Ich mag Duda. Ich mag seine Melodien. Ich magauch, wenn er seine Musik mit worldmusic Elementen versieht. Seine moderneren Sounds mag ich nicht. Hier scheinen davon weniger vorhanden zu sein als auf dem Vorgänger.

Needlepoint – The Diary of Robert Reverie ist wie der Vorgänger weitgehend Canterbury Musik. Das mag ich. Wenn aber eine CD nur 34 Minuten lang ist, finde ich das unverschämt kurz. Und wenn jedesmal, wenn die Band sich grad (so bei Minute 3:30) eingegroovt hat und bei Caravan ein zehnminütiges Orgelsolo anstünde, der Song ausgeblendet wird, finde ich das voll doof. Punktabzug.

The Sheepdogs – Changing Colours ist Americana, Westcoast und Southern Rock. Zumeist ziemlich kurze Stücke und ob mir das wirklich gefällt, zeigt ein zukünftiger Hördurchgang.

Spock’s Beard – Noise Floor ist im Endeffekt mehr Prog, als der vorabveröffentliche Track vermuten ließ. Trotzdem bleibt da nix hängen. Irgendwie ist das kompositorisch durchschnittlich. Oder was auch immer. Aber nach einem recht konzentrierten Hördurchgang gefällt es mir einfach nicht.

Subsignal – La Muerta ist auch viel eher A.O.R. als Prog. Aber wenn man die Progbrille absetzt, ist das richtig geile Mucke. Hätte einen Platz auf dem Treppchen verdient und ich möchte nicht ausschließen, dass das am Jahresende noch auftauchen wird.

Riley Walker – Deafman Glance. Seine erste fand ich toll. Die zweite ist an mir vorbeigegangen und diese hier hab ich erst einmal gehört. Ähm, spontangeflasht hats mich nicht, aber wer weiß?

Und hier noch die Top15-Liste der letzten 12 Monats

01 Smalltape – The Ocean
02 Allman Brothers – Fox Box
03 Gov’t Mule – Revolution come …
04 Johannes Luley – Qitara
05 Frank Zappa – Roxy Performances
06 Erjy Lyytinen – Stolen Moments
07 Steve Winwood – Greatets Hits Live
08 Frank Zappa – Halloween 77
09 Gleb Kolyadin – GK
10 Mystery – Second Home
11 Christina Lux – Leise Bilder
12 Tangent – Slow Rust
13 Motorpsycho – The Tower
14 Big Big Train – The second brightest Star
15 Põhja Kõnn – Põhja Kõnn

Diesen Monat war ich privat ziemlich eingespannt, daher gibt es fast nichts zu berichten. Zwar gebit es in meiner Musikdatenbank 71 neue Einträge, aber das sind weitgehend Sammlungsvervollständigungen mit 70er Jahre Musik.

1. Philipp Rumsch Ensemble – Reflections. Bevor ich mir hier einen beim Beschreiben abbreche, teile ich lieber einen link. Ob diese Platte am Jahresende in meinem Top15 auftauchen wird, wage ich mal zu bezweifeln. Aktuell mag ich die gebotene Musik sehr gerne entdecken.

Philipp Rumsch Ensemble

2. The Avengers – On a Mission ist zwar auch schon von 2012, aber kam gerade frisch rein und das ist Jazz Rock, wie ich ihn mag. Der mir bis dato vollkommen unbekannte Gitarrist Beledo (und wer Henderson, Holdsworth oder Scofield mag, darf das hier gerne testhören), Adam Holzman (keyb) und die eingespielte Rhythmusgruppe Lincoln Goines (b) und Kim Plainfield (dr) frickeln sich einen ab und das gekonnt. Hier wird das (Jazz-Rock) Rad nicht neu erfunden, aber auf hohem Niveau zelebriert.

3. JCM – Heroes, das sind Jon Hiseman, Clem Clemson und Mick Clarke und somit 3/6 von Colosseum. Als Blues-Rock-Gitarrentrio sind die jetzt am Start und das ist fein. Besonders, wenn bekannte Stücke wie The Kettle (Colosseum) oder Four Day Creep (Humble Pie) interpretiert werden. Die eigenen Stücke sind solide. Auch hier gilt, dass das Rad nicht neu erfunden wird.

Sarah Kim – Dances ist Klassik, interpretiert auf einer großen Orgel. Ich denke immer, so eine Orgel, das ist Bombast und Dynamik. Und wenn ich das dann höre, fehlt mir genau diese Dynamik. Vermutlich höre ich das zu Hause zu leise ….. *grübel*

Juha Kujanpää – Niin kauas kuin siivet kantaa ist die dritte CD dieses finnischen Musikers und imho die, die mir am wenigsten gefällt. Während die beiden Vorgänger an etlichen Stellen an dem von mir geliebten Pekka Pohjola erinnern, gibt es hier nur wenige für mich zündende Momente, dafür zu viel „plärrende“ Folklore.

Und damit bin ich für diesen Monat auch schon durch.

Hier noch die Top15 der letzten 12 Monate:

01 Smalltape – The Ocean
02 Allman Brothers – Fox Box
03 Erja Lyytinen – Stolen Moments
04 Gov’t Mule – Revolution come …
05 Johannes Luley – Qitara
06 Frank Zappa – Roxy Performances
07 Steve Winwood – Greatest Hits Live
08 Frank Zappa – Halloween 77
09 Mystery – Second Home
10 Eveline’s Dust – The Painkeeper
11 Gleb Kolyadin – G.K.
12 The Tangent – Slow Rust …
13 Motorpsycho – The Tower
14 Big Big Train – The second brightest Star
15 Christina Lux – Leise Bilder

 

1. Christina Lux – Leise Bilder. Christina Lux hat uns Fans lange (seit 2011) auf ein neues Studioalbum warten lassen. Diesmal ist es ein Album ganz in deutsch geworden. Und auch diesmal ist es wundervoll geworden. Live oft gesehen und dabei zumeist als Solokünstlerin, liebe ich Ihr Songwriting, ihre Grooves und die zuhörneswerten Texte. Was dem ganzen dann noch das Sahnehäubchen aufsetzt, ist, wenn es im Studio kongeniale Partner gibt, die aus den Songs Arrangements überbordender Fülle machen. Ohne jetzt die Essenz zu verschleiern. Also bereichernd statt zukleisternd. 2011 gelang dies in Zusammenhang mit dem wundervollen Reentko Dirks. Und das Album Playground ist auch bis heute mein Favorit. Bei der aktuellen CD ist es Oliver George, der eine ganze Band an Instrumenten bedient und eine absolut hervorragende Arbeit abgeliefert/beigetragen hat. Des weiteren gibt es Gäste, aber bitte entdeckt dieses Album selber. Zu bestellen bei Christina.

2. Gleb Kolyadin – Gleb Kolyadin. Der Pianist von Iamthemorning hat ein Solowerk herausgebracht, welches konzertanten Progressive mit Elementen des Jazz Rock verbindet, eine fantastsiche Band bietet mit zahlreichen bekannten Namen und tolle, spannende Musik enthält.

3. Põhja Kõnn – Põhja Kõnn aus Estland klingen wie die wiederauferstandenen Gentle Giant. Und da das eine meiner ewigen Lieblingsbands war/ist, finde ich diese CD klasse.

Diesen Monat habe ich fast 60 neue (und alte) CDs durchgehört bzw. der Sammlung zugefügt, allerdings auch einige (Sammel)Boxen, wie von Earth, Wind & Fire oder Weather Report. Auch ne Menge richtig altes Zeug war dabei, wie zB alle CDs von Frumpy. Die aktuellen Entdeckungen in alphabetischer Reihenfolge:

Dukes of the Orient – Dukes of the Orient mit John Payne und Eric Norlander setzen da an, wo Asia feat. John Payne aufgehört haben. Das ist leicht bombastischer AOR. Gut gemacht. Nicht essenziell.

Electric Swan – Windblown ist Retro-Blues-Rock und macht Spaß.

Steve Gadd Band – Steve Gadd Band mit u.a. Michael Landau und Jimmy Johnson ist recht entspannter Jazz. Könnte imho mehr Ecken und Kanten haben.

Anna von Hausswolff – Dead Magic ist wie schon der Vorgänger (und mehr kenne ich nicht) gr0ßes Kino, allerdings nix für nebenbei. Muss ich noch mal konzentrierte durchhören.

Gregor Hilden & Richie Arndt – Moments bietet eineige Klassiker im Gitarren-Duo-Arrangement. Schön entspannt musiziert. Kenne von Richie jedoch CDs, die für mich größeres Kino bieten.

Kino – Radio Voltaire wird in Prog-Kreisen ja sehr kontrovers diskutiert bzw. tlw. richtig niedergemacht. Kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt jede Menge gute hooklines, schöne Keyboard-Arbeit von John Beck (It Bites) und auch einige nette Gitarrensoli. Das ist keine Platte des Jahres, aber durchaus hörbar. Wer AOR mit einer Prise Porg mag, kann da reinhören.

Michael Landau – Rock Bottom. Mit dem Solowerk tue ich mich schwer, solange da nicht Burning Water draufsteht. Und das Schwertun hört auch auf dieser CD nicht auf. *grübel*

Matthews Southern Comfort – Like a Radio ist nur ganz ganz knapp am Treppchen vorbeigeschrammt. Das ist große Singer-Songwriter-Kunst. Tolle Songs in tollen Arrangements. Sehr lekker !

Mile Marker Zero – The 5th Row wurde mir in der Prog-Community vorgeschlagen. Leider stehe ich derzeit nicht auf Frickel-Gedengel. Das ist technisch hervorragend, berührt mich aber nicht.

Perfect Beings – Vier hab ich jetzt fünfmal gehört und ich weiß immer noch nicht, was ich davon halten soll. Das fängt so dermaßen geil an … und verliert sich dann in einer stilistischen Vielfalt, die mich, ja was? Überfordert? Keine Ahnung, ich habe es noch nicht rausgefunden …

Und das wars im wesentlichen. Reicht ja auch, oder?

Und hier wieder die TOP15 der letzten 12 Monate:

01 Smalltape – The Ocean
02 Erjy Lyytinen – Stolen Moments
03 Allman Brothers – The Fox Box
04 Gov’t Mule – Revolution come …
05 Johannes Luley – Qitara
06 Eveline’s Dust – The Painkeeper
07 Frank Zappa – Roxy Performances
08 Mystery – Second Home
09 Steve Winwood – Greatest Hits Live
10 Frank Zappa – Halloween 77
11 The Anchoress – Confessions …
12 Motorpsycho – The Tower
13 The Tangent – Slow Rust …
14 Big Big Train – The second brightest Star
15 Becca Stevens – Regina

Diesen Monat habe ich vorwiegend Sammlungen vervollständigt, also jede Menge richtig alte Sachen im CD-Schacht gehabt, so z.B. Asia, Birth Control, Caravan, Triumph, Steve Winwood …. Daher ist Musik aus 2018 nach wie vor Mangelware.

1. Frank Zappa – The Roxy Performances ist auch nix neues, aber diese 7CD Box beinhaltet Material der Zappa-Band-Inkarnation, die ich nach wie vor für die beste halte. Die Setlisten gehen auch weit über dashinaus, was uns bisher als Roxy & Elsewhere bekannt war.

2. Frank Zappa – Halloween 77 beinhaltet insgesamt über 15 Stunden Musik mit 6 kompletten Konzerten. Hier sind z.B. die ersten vier Konzerte mit absolut identischer Setliste. Das ist also schon für den Hardcore Fan. Insgesamt aber auch exzellentes Futter, weil die Performances dieser Band ebenfalls über jegliche Kritik erhaben sind.

3. Juha Kujanpää – Tales and Travels. Dieser finnische Musiker erinnert mich an Pekka Pohjola. Da gibt es auch was aktuelleres von, aber ich habe mit dem Erstling einer Triloghie angefangen. Die beiden Folgeplatten werde ich mir auch noch besorgen.

Und dann, auch nicht ganz aktuell, groovt Dam’nco – From Paris with Love wie Sau. Die Long Distance Calling – Boundless finde ich ganz ok, aber insgesamt ist das eher nicht meine Musik. Da fehlen mir als Zutaten zwingende Hooks und Gitarrensoli  … lol

Henrik Schwearz – Instruments finde ich sehr spannend. Da wird “moderne” Dancemusic auf “klassischen” Instrumenten und ohne Drums interpretiert, wasd dem ganzen einen minimal music Touch gibt. Tolle Sache. (wäre auch in die top 3 gekommen, wenn da nicht dieses Zappa-TAGE gewesen wären.

Und – wie bereits oben gesagt, alles andere, was diesen Monat so durchgerauscht ist, waren olle Kamellen …..

Fast vergessen:  Die Top-15 Platten der letzten 12 Monate

1. Smalltape – The Ocean
2. Erja Lyytinen – Stolen Moments
3. Gov’t Mule – Revolution come …
4. Allman Brothers – Fox Box
5. Johannes Luley – Qitara
6. Eveline’s Dust – The Painkeeper
7. Mystery – Second Home
8. The Anchoress – Confessions …
9. Motorpsycho – The Tower
10. The Tangent – Slow Rust …
11. Steve Winwood – Greatest Hits Live
12. Big Big Train – The second brightest Star
13. Frank Zappa – The Roxy Performances
14. Becca Stevens – Regina
15. Frank Zappa – Halloween 77

1. King Crimson – The Sailor’s Tales. Was für eine Box. Aus den Jahren 71 und 72 nicht nur die Alben “In the Wake of Poseidon”, “Lizard”, “Islands” und “Earthbound”, sondern auf 21 CDs sowie einigen BlueRays und DVDs alles, was es noch aus dieser zeit an Live-Dokumenten gibt. Und nicht nur gehören die drei Studio-Alben zu dem besten, was diese Band je gemacht hat, auch muss man attstieren, dass die Quartettbesetzung mit Fripp, Collins, Burell und Wallace eine verdammt geile Live-Band war. Diese Box ist – für einen Crimson-Fan – ein Muss.

2. B3 – Get up! Live at the A-Trane ist für mich mehr Spielman drin als in seinem anderen Projekt, wo er in bad company ist. Und live ist as mal richtig geil.

3. Chick Corea – Steve Gadd – Chinese Butterfly ist eine tolle neue DoCD mit einigen richtig langen Songs. Allein die Neufassung von Return to Forever ist megageil. Ob diese weitgehende Jam-Musik am Ende des Jahres in meiner Top-15-Liste auftauchen wird, wage ich allerdings zu bezweifeln.

Und dann habe ich deisen Monat ziemlich viel minimal music gehört. Philip Glass’ Aguas da Amazonia gleich in der Fassung des Ensemble Uakti (1999) sowie die Orchesterfassung mit dem MDR Sinfonieorchester von 2017. Geile Musik. Jeroen van Veens “Riley in C” ist ebenfalls eine tolle Interpretation dieses Genre-Klassikers. Vaclav Zimpel – Lines wird dem minimal Fan auch gefallen dürfen.

Klassik, aber kein minimal ist Zara Levina – The Piano Concertos. Das ist tolle russische Klassik.

Und bevor ich das vergesse: Wolfgang Niedecken – Reinrassije Strooßekööter bietet ser schön neu arrangierte Songs aus dem Niedeck’schen Fundus.

Und jetzt noch monatlich was neues: die Top-15-CDs der letzten 12 Monate. Im Vergleich zu meiner Top-15-Liste aus dem Dezember fliegen hier alles CDs, die im Januar 2017 im blog erwähnt wurden, raus. Nächsten Monat finden dann alle CDs aus Feb.17 keinen Eingang mehr in die Liste … oder so ähnlich. Ist noch nicht ganz ausgegoren, was ich hier beginne.

01 Smalltape – The Ocean
02 Jonas Lindberg – Pathfinder
03 Erja Lyytinen – Stolen Moments
04 Gov’t Mule – Revolution come …
05 Eveline’s Dust – Painkeeper
06 Allman Brothers Band – The Fox Box
07 Johannes Luley – Qitara
08 SONAA – Turquoise Purple Pink
09 The Anchoress – Confessions …
10 Motorpsycho – The Tower
11 Mystery – Second Home
12 The Tangent – Slow Rust …
13 Becca Stevens – Regina
14 Big Big Train – The second brightest Star
15 Steve Winwood – Greatest Hits Live

So, jetzt kommen die Top 5. Und das sind wirklich die Top 5. Mit deutlichem Abstand zu Platz 6. Intern haben sich in den letzten Wochen noch kleine Verschiebungen ergaben, aber hier sind sie:

Platz 5: Erja Lyytinen – Stolen Moments

Ja schon klar, hier wird das Rad nicht neu erfunden. Und oberflächlich betrachtet sind die Songs aus aus dem Baukasten Blues Rock und Artverwandtes, also Soul-Blues, Ballade usw…. ABER: die Songs sind alle klasse, es sind hinreichend hooklines da und Erja singt sowohl klasse als sie auch die Gitarre beherrscht. Und auch wenn das Gitarrensolo in Black Ocean durchkomponiert ist, finde ich das bei jedem Hören grandios.

https://www.youtube.com/watch?v=Ae8SAXVJwks

Platz 4: Jonas Lindberg – Pathfinder

Ich liebe RetroProg. Wie zB die ersten 3-4 Alben der Flower Kings. Und das hier ist DAS RetroProg Album, auf das ich von den FloKis seit Jahren warte. Alles Songs klasse. Hooklines, Arrangement, Instrumentalparts, Frickelfaktor, gleichzeitig Wohlklang. Ich LIEBE diese CD.

https://www.youtube.com/watch?v=1MpXzc9AHS4 

Platz 3: Smalltape – The Ocean

DIE Entdeckung des Jahres. Ich verweise einfach mal auf meine ausführliche Einzelrezension:

https://www.hans-ulrich-mueller.de/2017/07/18/cd-einzelrezension-smalltape-the-ocean/

https://www.youtube.com/watch?v=9nTLjdO6o8I 

Platz 2: KA MA Quartet – A love supreme

John Coltrane’s Album “A love supreme” gehrört für mich zu den größten Meisterwerken, die nicht nur im Jazz je produziert wurden. Diese Platte hat eine Spiritualität, die seinesgleichen sucht. Und nun hat sich das KA MA Quartet um die Saxophonistin Katharina Maschmeier, erweitert um den Percussionisten Niipy Noya, dieser Musik angenommen und das Werk eigenständig interpretiert und geichzieitg den Geist eingefangen. Riesengroßes Kino und lange Anwärter auf die Platte des Jahres !

https://www.youtube.com/watch?v=lcMx2MRqDdM 

Platz 1: Pain of Salvation – In the passing Light of Day

Zu Beginn des Jahres knallte diese CD in meine Ohren und die Geschichte, die uns Daniel Gildenlöw hier über seine heftige Erkrankung und den Kampf zurück ins Leben schildert, finde ich schlichtweg genial umgesetzt. Und daher gab es bis Juni nichts an CDs, was der Pole Position nahe kommen konnte. Dann hörte ich immer häufiger KA MA Quartet und es pendelte. Und dann kam der 2.10. mit meiner persönlichen Diagnose und dann war es plötzlich eine persönliche Geschichte:

This passing light of day
Is not the end
Is not the end

https://www.youtube.com/watch?v=oEk-csUrQp8 

Platz 10: Johannes Luley – Qitara

Ich zitiere aus meinem blog von November: erinnert mich sofort an die Soloveröffentlichungen des von mir sehr verehrten Corrado Rustici. Auch hier wird eine wunderbare Melange von World Music bis Jazz Rock geboten. Das ganze spannend und abwechslungsreich von der ersten bis zur letzten Minute. Tolle CD (und dabei finde ich zB die beiden CDs der Perfect Beings gar nicht so umwerfend)

Platz 9: Sons of Noel and Adrian – Turquoise Purple Pink

Ich stehe ja auf so merkwürdigen und melancholischen Art Pop, wie er z.B. von Rhys Marsh präsentoert wird. Das hier hat auch so einen gewissen morbiden Charme (und war somit nix für 4. Quartal).

Platz 8: The Anchoress – Confessions of a Romance Novelist

Ist zwar schon von 2016, aber das hier war von allen Art Pop Sachen, die so reinkamen (Beatrix Players, Schooltree) wohl die, die bei mir am meisten gelaufen ist.

Platz 7: Eveline’s Dust – The Painkeeper

Ich habe ganz viele Progressive Veröffentlichungen durchgehört und vieles hat mir spontan gar nicht zugesagt (z.B. neue Wobbler), fand ich schlechter als den Vorgänger (z.B. neue Special Providence, Lunatic Soul) oder es hat halt einfach beim ersten Mal nicht sooo gezündet (Caligula’s Horse) und ist dann untergegangen. Diese CD hier hat es irgendwie geschafft, immer wieder mal durchgehört zu werden.

Platz 6: Gov’t Mule – Revolution come … Revolution go

In der Frühphase dieser Band (bis zum Tod von Allen Woody 2000) war ich glühender Fan dieser Band bzw. dieser Trioformation. Danach konnte mich Gov’t Mule nie wieder so fesseln. Das war alles nicht wirklich schlecht, aber irgendwie fand ich das halt auch nicht mehr so überragend. Und dann kommt 2017 die neue CD, ich habe eigentlich keine große Erwartungen … und dann ist die richtig gut. Die beste Platte seit vielen Jahren.

Und sorry, dass ich bis hier keine youtube-links zu den CDs beigefügt habe. Das ist mir dieses Jahr alles zu viel Arbeit. Aber bei den Top 5 wird es links geben.

Morgen gehts dann weiter. Ich hoffe ihr seid auf die Top-Platzierungen gespannt.

Vorbemerkung:

Es gab zwei Dinge, die dafür gesorgt haben, dass ich 2017 gar nicht mal so viele neuere Platten durchgehört habe bzw. vieles auch nach einem Hördurchgang in der Versenkung verschwand, was vielleicht ein Fehler war.
Nr. 1 ist spotify. Segen und Fluch zugleich. Führte bei mir aber dazu, dass ich extrem viel 70er Musik über spotify konsumiert habe. Wo dann natürlich die Zeit für Neuentdeckungen fehlt.
Nr. 2 ist meine persönliche Situation. Seit dem 2.10. hatte ich mit Diagnose, Operation und anschließender (und noch nicht abgeschlossener) Geneseung zu tun. Da war mein Kopf für Musik wirklich nicht frei. Und wenn ich Musik gehört habe, dann altbekannte Wohlfühlmusik (70er King Crimson, It Bites, Max Webster z.B.), während mir neue, also unbekannte Musik zu anstrengend war.
Daher sind hier einige CDs in die Top 15 gerutscht, die ich zwar übers Jahr verteilt recht oft gehört habe, die aber in einigen Jahren gewiss keine Rolle in meinem “Repertoire” spielen werden. Vermutlich. Naja, 2018 wird besser.
And so here we go:

Platz 15: Tangent – The slow Rust of forgotten Machinery

Ich habe ja lange geglaubt, die ersten drei Tangent CDs sind alles was man braucht (und die mag ich bis heute sehr gerne), während die danach folgenden alle überflüssig sind. Mit der 17er Veröffentlichung hat mich die Band um Andy Tillison überrascht. Gute Platte.

Platz 14: Mystery – Second Home

Ich mag diese Melodieseligkeit, diese Opulenz, diesen Bombast und dass das einfach “schöner” Prog ist. Hat mir im Krankenhaus geholfen. Punkt.

Platz 13: Becca Stevens – Regina

Einige wenige (Art-)Pop Veröffentlichungen haben mein Ohr erreicht und die ein oder andere ist irgendwie hängengeblieben. Diese hier war im Juni aufgetaucht und sammelte so viele Punkte, dass es reichte, obwohl diese CD im 4. Quartal keine Rolle mehr spielte.

Platz 12: Motorpsycho – The Tower

Ich liebe diese Band seit Jahren. Und auch wenn “The deaf defying Unicorn” das absolute Überalbum ist, haben die Jungs keine schlechte Platte am Start. Auch hier wurden genug Punkte gesammelt, dass es nicht relevant war, dass ich während der “krank”-Phase mit der Platte gar nichts anfangen konnte.

Platz 11: Allman Brothers Band – The Fox Box

2003 war ein gutes Jahr für die Brothers. Mit Warren Haynes und Derek Trucks hatten sie zwei wirklich exzellente Gitarristen am Start. Sie veröffentlichten ihr letztes Studioalbum, welches wirklich klasse ist und mit den Großtaten der 70er mithalten kann. Auch die DVD “Live at the Beacon” dokumentiert, dass diese Band voll im Saft steht. Und dann spielen die drei Abende im September 2003 im Fox Theatre, Atlanta. 55 Songs, wovon nur “Dreams an jeden Abends gespielt wurde. Ansonsten keine einzige Tracküberschneidung. Und nun auf 8 CDs veröffentlicht. Eine große Werkschau einer Band, deren Spielfreunde an diesem Abenden so groß war, dass zB “Elisabeth Reed” etwas über 40 Minuten dauert … wäre diese CD früher im Jahr gekommen, wären die Top 10 sicher gewesen. GANZ großes Kino !

Diesen Monat war ich weitgehend “out of order”, so dass die Tipps ein bisschen kurz ausfallen werden.

1. Johannes Luley – Qitara erinnert mich sofort an die Soloveröffentlichungen des von mir sehr verehrten Corrado Rustici. Auch hier wird eine wunderbare Melange von World Music bis Jazz Rock geboten. Das ganze spannend und abwechslungsreich von der ersten bis zur letzten Minute.

2. Mystery – Second Home. Diese Live DoCD hat dem ein oder anderem Progger bestimmt zu wenig Ecken und Kanten. Kann sein. Aber ich liebe diese Melodieseligkeit, diese Oppulenz, diesen Bombast. Ich mag das einfach.

3. Selig – Kashmir Karma Ich habe diese Band sehr spät entdeckt, nämlich mit dem Vorgänger “Magma”. Was ich an dieser CD mag, wird hier fortgesetzt: tolle Songs in tollen Arrangements. Gute Platte.

Allman Brothers Band – Live at Great Woods 91 (DVD) habe ich mir gegönnt und es zeigt die Band mit den Gitarristen Dickey Betts und Warren Haynes.

Kansas – Leftoverture Live & Beyond. Ähm, tja, in den FB-Progressive-Gruppen wegen sehr viel “autotune” auf den vocals sehr gescholten, muss ich beim hören jedoch gestehen, dass selbst diese CD, die nicht an die großen Live-Platten ranreicht, wieder mal bewusst macht, was Kansas für eine geile Band war und welche geilen Songs die Jungs geschrieben haben.

Von Hertzen Brothers – War is over. Als ich den Titelsong hörte, dachte ich, wow, weil geil ist das denn. Ein Longtrack mit allem, was das Progger-Herz höher schlägen lässt. Auch wenn der Rest gute, spannende, interessante Musik ist, kommts an die ersten 12 Minuten nicht wirklich ran.

Steve Walsh – Black Butterfly ist AOR. Ich habs einmal gehört, daher ist eine Beurteilung nicht wirklich möglich. Mit der Über-CD “Glossolalia” hat das hier allerdings rein gar nichts zu tun.

Yes – Topographic Drama Live. Boar, ist das peinlich.

Und das wars dann auch schon.

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