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Was für ein Monat. Ich muss dringend mal was am Hörverhalten ändern. Ich habe soooooo viele neue Sachen angecheckt und kaum was davon mehr als einmal gehört …..

1. Bruce Hornsby – Absolute Zero

Den Mann hatte ich seit Jahrzehnten nicht mehr auf dem Schirm. Aufgrund diverser positiver Rezensionen reingehört und das könnte eine ähnlich geile (und damit Kandidat für die Jares-Top-15) Sache werden wie die neue Joe Jackson. Das ist absolut eigenständige und spannende Musik.

2. Good Fall – Editor’s Letter

Ein Kumpel in der Facebook Gruppe  [progrock-dt] hat diese Platte vorgestellt und mein erster Kommentar dazu war: „Bei den Stilrichtungen, die Du hier listest, weiß ich, dass das nix für mich ist“. Antwort: „Schade, Du verpasst was“. Recht hatte er …… das ist Prog, so wie Prog im Jahr 2019 Klingen kann. Spannendes Ding !

3. Animal Society – Rise

Der Tipp kam vom gleichen Kumpel. Hier ist es Jazz-Rock der nicht funny“ riecht, sondern so klingt, wie Jazz-Rock im Jahr 2019 klingen kann. Ebenfalls spannend !

Und mit diesen Neuentdeckungen habe ich mich gegen zwei übliche Verdächtige entschieden, die hier aufs Treppchen gehören:

Zappa in New York 40th Anniversary 5-CD Edition

Über diese CD braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Mit (oder nach) Roxy&Elsewhere sicherlich das beste, was zu Lebzeiten an Live-Platten gekommen ist. Grandiose Besetzung, grandiose Setliste. Und jetzt hier als Komplettprogramm …. sehr geil !

Toto – 40 Tours around the Sun

Toto ist immer geil. Die Setliste ist evtl. nicht ganz so spannend wie bei der 35th in Poland. Aber die Rhthmusgruppe ist klasse. Die backing vocals sind klasse. Joesph Williams ist in Form und Luke ist eh der Größte.

In alphabetischer Reihenfolge:

Appearance of Nothing – In Times of Darkness ist Prog-Rock aus der Schweiz, besser gesagt Prog-Metal. Toll gemacht, derzeit nicht meine bevorzugte Stilrichtung

Cyril – The Way through bietet die Qualität, für die Marek Arnold seit Jahren steht.

Eveline’S Dust – k. klingt beim Ersthören sehr vielversprechend. Läuft bestimmt häufiger.

Chris Forsyth – All Time Present ist Jam Rock. Er singt wenig (was auch besser so ist), dafür kommen die Gitarrenriffs und Licks mit fast minimalistisch-repetitiver Intensität.

Veronique Gayot – Wild Cat ist produziert und eingespielt von Timo Gross. Geile Sängerin, gute Produktion.

Huis – Neither in Heaven (2016) ist NeoProg und für Fans des Genres hörenswert, ohne irgendwas großartig neues zu bieten.

Louise Lemón – A broken Heart is an open Heart Diese Sängerin wird mit Anna von Hauswolff verglichen. Kann ich nicht nachvollziehen. Insbesondere, weil hier statt einer Orgel das Piano das beherrschende Instrument ist. Ob ich das mag, weiß ich noch nicht.

Lonely Robot – Under Stars ist noch weniger Prog als die letzte Kino …. mal sehen, was Hördurchlauf Nr. 2 an weiteren Erkenntnissen bringt.

Lucy in Blue – In Flight … kann ich nichts zu schreiben … scheint keinen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben.

Maraton – Meta auch nicht, obwohl ich das erst vorgestern gehört habe …

Monkey3 – Sphere klingt ziemlich fett. Wo das im Schaffen dieser Band steht, kann ich nicht beurteilen. Erstkontakt.

Mother of Millions – Artefacts wurde einmal gehört. Kein Urteil…

Mt. Amber – Another Moon ist die neue Band von Philipp Nespital (Smalltape). Ob das so einschlagen wird, wird sich zeigen.

OVRFWRD – Blurring the Lines … ist Instrumantal Prog, sehr abwechslungsreich und nach einmaligem Hören auch nicht zu beurteilen

Seven Steps to the Green Door – The?Lie Qualitätsarbeit von Marek Arnold, deutlich progressiver als Cyril

….. puuh, war das viel.

Und wie immer: die Top 15 der letzten 12 Monate:

01 (01) Southern Empire – Civilisation
02 (02) Blue Poets – Live
03 (03) Nik Bärtsch – Awase
04 (04) It Bites – Live in London
05 (05) Argos – Unidentified Dying Objects
06 (06) Kraan – Trio Years
07 (07) Lazuli – Saison 8
08 (13) Joe Jackson – Fool
09 (08) Subsignal – La Muerta
10 (09) Malady – Toinen Toista
11 (10) Fido plays Zappa – Atlantis & Elsewhere
12 (11) Kamasi Washington – Heaven & Earth
13 (14) Dream Machine – Breaking the Circle
14 (12) Here on Earth – Thallium
15 (15) Mad Fellaz – III

 

 

Das war vielleicht ein voller Monat. Wahnsinn. Ich bin noch nicht ml dazu gekommen, alles zu hören, was da ab physischen CDs bzw. mp3-Erwerbungen oder Playlisten reingekommen ist.

1. Green Desert Tree – Progressive Worlds kam erst gestern und hat mich sofort sowas von geflasht. Das ist der Erstling einer deutschen (berliner) Band. Im der Eclipsed-Rezi werden Vergleiche zu Echolyn oder Not a Good Sign aufgestellt. Kann ich spontan weder bestätigen noch dementieren. Das Werk ist ein Konzeptalbum und musiklaisch sehr vielseitig und jede Minute interessant umgesetzt. Das wird garantiert in die Jahres-Top-15 kommen.

2. A.C.T – Rebirth Seit Circus Pandemonium (Platz 3 der Jahres Top-15 in 2014) bin ich Fan dieser Band, die Progressive Rock mit hohem Melodieanteil und Satzgesang bietet und Vergleiche mit Queen und ELO durchaus angebracht sind. Hierzu habe ich diesen Monat ja auch schon eine Einzel-Rezi geschrieben. Einziger Kritikpunkt: das Teil ist eine EP mit iwas unter 25 min. Das ist a) viel zu wenig und b) finde ich den aufgerufenen Preis von 13,99 unverschämt. Musikalisch ist das jedoch über jeden Zweifel erhaben. Geile Mucke. Könnte ich in Dauerrotation hören.

3. Wheel – Moving Backwards. Von den wirklich sehr vielen Prog-Veröffentlichungen in diesem Monat ist das hier vermutlich einer der Kandidaten für weiteres Hören in diesem Jahr. ProgRock mit RetroRock Anteilen.

Darkwater – Human verfehlt ganz knapp Platz 3.  Progressive Metal für Freunde von Dream Theater, Pain of Salvation oder Vanden Plas.

Nguyen Le – Streams Sein neuestes Werk in der Besetzung g, vib, b, dr. Schöne Musik in der Schnittmenge von Jazz und JazzRock.

The Mute Gods – Atheists & Believers. Mit den ersten beiden CDs dieser Band habe ich gefremdelt. Trotz prominenter Besetzung war das irgendwie nicht zündend. CD No. 3 hat beim Ersthören (und zu mehr bin oich diesen Monat wirklich kaum gekommen, bei den allermeisten CDs) einen überraschend positiven Eindruck hinterlassen.

Not Otherwise Specified – Deadweight. Noch ein Prog-Album, bei dem die Zeit zeigen wird, ob da was hängenbleiben wird.

T – Solipsystemology. Ja, ich weiß: einmal hören ist zu wenig.Mir ist dabei allerdings aufgefallen, warum ich mit den bisherigen drei CDs von „t“ so meine Schwierigkeiten habe:
Grund 1: Die CDs von t sind wie Filme. (Das ist daher gewiss ganz großes Kino). Ich bin (leider ?) etwas simpler gestrickt und vermisse Vers-Chorus-Bridge Strukturen.
Grund 2: Auch hier wieder großes Kino, sprich Symphonie vs Streuchquartet. Diese Musik hat so viele Spuren…. dass ich „Transparenz“ vermisse. Ok, es handelt sich weder um ein Blues-Rock-Gitarrentrio noch um ein Jazz-Quartett. Aber auch im Prog gibt es deutlich „übersichtlichere“ Arrangements…. Soll nur meine Schwierigkeiten beschreiben….

Tal Wilkenfeld – Love Remains. War der Erstling von 2007 noch „normaler“ JazzRock, gibt es hier Singer/Songwriter mit instrumentaler Finesse. Auch nur einmal gehört. Kein abschließendes Urteil möglich

The Windmill – Tribus. Mittelmäßiger Gesang und alles iwie von 1000x gehört. Das ist höchstens 3. Liga ….. (sorry)

The Winstons – Pictures at an Exhibition. Ich warte ja senhsüchtig auf die Version von Voyager IV. Dabei lief mir das hier übern Weg und das ist klasse. Teilweise sehr nah an der ELP-Fassung, aber mit der instrumentalen Erweiterung von z.B. Streichern doch wieder eigenständig. Klasse!

Und wie jeden Monat: die Top-15 der letzten 12 Monate:

01 (01) Southern Empire – Civilisation
02 (02) Blue Poets – Live
03 (03) Nik Bärtsch – Awase
04 (05) It Bites – Live in London
05 (07) Argos – Unidentified Dying Objects
06 (08) Kraan – The Trio Years
07 (09) Lazuli – Saison 8
08 (10) Subsignal – La Muerta
09 (12) Malady – Toinen Toista
10 (15) Fido plays Zappa – Atlantis …
11 (13) Kamasi Washington – Heaven and Earth
12 (-) Here on Erath – Thallium
13 (-) Joe Jackson – Fool
14 (-) Dream Machine – Breaking the Circle
15 (-) Mad Fellaz – III

Im Jahr 2014 hörte ich erstmalig von der schwedischen Proegressive Rock Band A.C.T. Das Album „Circus Pandemonium“ ist bis heute das letzte Studiowerk. Beim Ersthören habe ich das recht schnell in die Ecke „Jahrmarktsmucke“ geschoben, was ein großer Fehler war. Das Album war auf meinem USB-Stick fürs Auto und lief somit immer wieder mal. Und nach und nach habe ich mich für diese Musik begeistert. Ich bin ja eh ein Fan von melodischem Prog. Und hier gibt es wunderschöne epische Hooklines. Eine gewisse Nähe zu „theatralischer“ Musik a la Queen oder Electric Light Orchestra ist grundsätzlich vorhanden. Was ja nichts negatives sein muss. Die Musik ist klasse arrangiert, schöne Gitarrensoli sind auch dabei ….. und das ist jetzt schon 5 Jahre her. Aber bald hat das Warten ein Ende. Ende Maärz escheint endlich was neues von A.C.T. Und ich hab da schon reinhören können. Und alles oben genannte wird auch im Jahr 2019 erfüllt. Das ist wieder sowas von geil ! Allerdings gibt es auch einen Wehrmutstropfen. Es handelt sich nämlich um eine EP mit grade mal 5 Tracks mit 22 Minuten Spieldauer ….. naja, muss man die halt zweimal hintereinander auflegen 😉

 

In 2014 I heard first from the Swedish Proegressive rock volume A.C.T. The album „Circus Pandemonium“ is till this day the last studio work. By the first hearing I have pushed rather fast in the corner „fair midge“ what was a big mistake. The album was on my USB-Stick for car and ran therefore once again. And bit by bit I have been enthusiastic about this music. I am anyhow a fan of melodic Prog. And here there are wonderful epic Hooklines. A certain nearness to more „theatrically“ music a la Queen or Electric Light Orchestra basically exists. What nothing must be the negative. The music is arranged first-class, nice guitar solo work also, besides….. and now this is already 5 years ago. But the waiting soon has an end. At the end of March, finally, something new from A.C.T. And I have already listenend to it. And all abovementioned is also fulfilled in 2019. This is some real cool stuff! Indeed, there is also a military courage drop. It concerns because EP with just 5 tracks with 22-minute play duration….., well, one must put on them just twice 😉

1. Joe Jackson – Fool
Erstes Hören: Ja, ne neue Joe Jackson. Sowas hast Du doch mal in den 80ern gehört. Ich fand es gar nicht mal sooo toll. Doch mit jedem Hören wchst diese Platte. Da ist kein schlechtes Stück drauf. Und „Strange Land“ hat die Chance, Song des Jahres zu werden. Abwechslungsreiche, toll arrangierte, niemals überladene Musik. Grandioses Album.

2. Mad Fellaz – III
Diese italienische Prog-Band hat jetzt drei Alben am Start. Der Erstling ist (weitgehend?) instrumental und testet irgendwie noch aus. Nr. 2 mit weiblichem Gesang ist schon toll und jetzt mit dem Sänger ist das Musik, wo AOR-Hooklines ProgRock trifft. Klasse.

3. Dream Theater – Distance over Time
Nach Octavarium die erste DT, die mich zumindest so weit interessiert, dass diese Platte noch einige Hördurchgänge verdient hat.

Karfagen – Echoes from within Dragon Island hat schöne Momente, sit als Doppelalbum aber einfach viel zu lang. In der Summe plätschert das ziemlich belanglos vor sich hin (oder war das jetzt als Urteil zu hart?)

Last in Line – II emanzipiert sich als Band vom Vorbild Dio. Ob das nachhaltig bleibt in diesem Jahr, wird sich zeigen.

Rhys Marsh – October after all. Von R.M. ist ja die „Blue Hour“ mein absoluter Favorit. Diese Platte finde ich schlicht großartig. Da wird das neue Werk sicher nicht ranreichen.

Motorpsycho – The Crucible hab ich einmal gehört. Das ist bei dieser Band für ein Urteil zu wenig. Aber viel hängengeblieben ist nicht.

O.R.k. – Ramagehead. Für diese exquisit besetzte Rhythmusgruppe groovt es erstaunlich selten und der Gesang nervt, wenn geschrien wird. Not my cup of tea …

Soen – Lotus. Den Vorgänger mochte ich, ohne dass das zu vorderen Plätzen reichte. Das wird auch hier nicht anders sein.

Telegraph – Mir. Totaler Camel-Klon. Also schöne Musik. Mehr nicht.

The Night is still Young – Universal Boundaries. Dieser Songwriter hat gewiss Jonathan Wilson gehört. Im letzten der nur vier Titel klingt die Gitarre auch mal kratzig nach Neil Young. Wobei der Typ hier besser singt.

Thumpermonkey – Make me young, etc Nach dem Ersthören hatte ich nen Tag später keinerlei Erinnerung mehr. Habs nochmal gehört. Nett ….. bleibt aber nix hängen.

Fazit: Ich habe mich diesen Monat quer durch die Rush-Live Diskographier gehört sowie im Auto dauernd It Bites – Live in London. Hat mir beides besser gefallen als fast alles, was hier so neu auf den Markt kam ….

Zum Abschluss wieder die Top-15 der letzten 12 Monate (und da gibt es nächsten Monat deutliche Verschiebungen, weil etliche der hier gelisteten CDs von März 2018 sind, somit nächsten Monat rausfliegen….)

01 (01) Southern Empire – Civilisation
02 (03) Blue Poets – Live
03 (02) Nik Bärtsch – Awase
04 (04) Christina Lux – Leise Bilder
05 (07) It Bites – Live in London
06 (06) Gleb Kolyadin – GK
07 (08) Argos – U.D.O.
08 (11) Kraan – The Trio Years
09 (13) Lazuli – Saison 8
10 (10) Subsignal – La Muerta
11 (12) Põhja Kõnn
12 (14) Malady – Toinen Toista
13 (15) Kamasi Washington – Heaven & Earth
14 (-) Perfect Beings – Vier
15 (-) Fido plays Zappa – Atlantis & Elsewhere

1. Here on Earth – Thallium (2018)
ist Prog aus Polen. Und wenn da sofort die Assoziation „Riverside“ kommt, liegt man gar nicht mal so falsch. Wer die oder Anathema oder Procupine Tree mag, sollte das mal antesten.

2. Dream Machine – Breaking the Circle (2017)
In der Prg-Community wurde eine Band namens Dream Machine besprochen. Hab ich dann bei Spotify gesucht und bin auf das hier gestoßen. Ist wohl ne andere Band. Hier wird 60er psychedelic mit bisserl Canterbury und Hippiemsucke gemischt. Die haben in 2017 zwei Alben rausgebracht und beide sind keine 40 Minuten lang. Aber tolle Musik.

3. Dan Mangan – More or Less (2018)
Singer Songwriter Musik. Weiß schon gar nicht mehr, woher der Tipp kam. Manchmal sind es auch Zufallsfunde in Spotify. Bevor dieses Medium immer wieder verteufelt wird: Es ist mir schon häufig passiert, dass eine CD zu Ende ist und mir dann einfach was vorgeschlagen wird. Und das war nicht erst einmal ein richtig guter Tipp.

Laurence Jones – The Truth ist schöner Blues Rock, der auch schon mal in die Songwriter-Ecke geht. Recht kurzes Album, aber Ersteindruck war ok.

Weend’ô – Time of Awakening war in Facebook auf einer französischen Prog-Seite bei der Wahl des Album des Jahres zusammen mit Southern Empire im Finale. ProgMeatl, Symphonischer Bombast, weiblicher Gesang. Wer bei den Stichwörtern anfängt zu sabbern, sollte das mal hören. Ich brauche das nicht.

Joe Jackson – Fool habe ich einmal auf Spotify gehört. Musikalisch klasse, erinnert mich bei einer Nummer an den Groove von Steely Dan. Ich habe allerdings immer wieder mal Probleme mit der Stimme. Mag ich nicht so. Ist mir damals in den 80ern gar nicht so bewusst gewesen …

 

Ansonsten habe ich im Januar eher Sammlungsvervollständigung betrieben mit Sachen aus den 70ern.

 

Und hier wieder die Top-15 der letzten 12 Monate (ist grad im Umbruch, da Jahreswechsel….)

01 (02) Southern Empire – Civilisation
02 (01) Nik Bärtsch – Awase
03 (03) Blues Poets – Live
04 (05) Christina Lux – Leise Bilder
05 (04) Frank Zappa – Roxy Performances
06 (06) Gleb Kolyadin – GK
07 (09) It Bites – Live in London
08 (08) Argos – Unidentified Dying Objects
09 (07) Frank Zappa – Halloween 77
10 (10) Subsignal – La Muerta
11 (-) Kraan – The Trio Years
12 (11) Põhja Kõnn
13 (15) Lazuli – Saison 8
14 (12) Malady – Toinen Toista
15 (13) Kamasi Washington – Heaven and Earth

Diesen Monat gab es noch so viel neues zu hören, dass es außer den Jahres-Top-15 auch noch eine Monatsliste gibt:

1. McLaughlin & Herring – Live in San Francisco
John McLaughlin und Jimmy Herring gehen auf Tour. Jeder mit seiner Band. Und am Ende des Abends spielen beide Bands gemeinsam einen Set mit Titeln des Mahavishnu Orchestra. Das ist so geil. Frickeln bis der Arzt kommt. Aber wenn das Wort „Mahavishnui Orchestra“ fällt, fange ich eh an zu sabbern

2. Fido plays Zappa – Atlantis and Elsewhere
Diese Band habe ich ja vor einiger Zeit live gesehen. Ist für mich einer der besten Acts, wenns um Zappa-Interpretationen geht. Geil !

3. Mau & Schnella – Pieces to remember
CD Nr. 4 aus dem westlichen Harz. Und wie immer absolut gelungene Coverversionen.

Und sonst noch:

Dewa Budjana – Mahandini ist Ethno-Jszz-Rock der Spitzenklasse. Marco Minnemann spielt eh derzeit überall mit. Am Bass: Mohini Dey…love it

Damanek – In Flight
Wo Marek Arnold mitwirkt, ist Qualität drin 😉

King Crimson – Meltdown
Die gefühlt 793. Live CD der aktuellen Band. Hört man rein, denkt man auf einmal: was für geile Versionen… und die Tracklist ist auch sehr geil.

Wolfgang Petry – Genau jetzt
Ja, SCHOCK ! … habe ich für meine „Stief“Tochter getaped … und da sind so 2-3 Nummern drauf, wo es richtig rockt. Das ist nicht nur (doofer) Schlager …

Rush – A Farewell to Kings 40ths Anniversary
Diese Platte war die erste Rush, die ich je gehört habe. Und jetzt weiß ich auch wieder, warum ich das so geil fand. Und immer noch finde !

Gerd Weyhing – SubTerraMachineA
Hier wird in einschlägigen Kreisen der Bezug u Oldfield hergestellt. Ich habe es erst einmal gehört. Aber spätestens Track 3 hat mich voll gepackt. Das wächst garantiert mit jedem Hören.,

Wullschläger & Tonn – Herzensland
Tolle Singer-Songwriter-Mucke aus dem Frankenland. Meine „Von ganz weit weg“ Gäste der Live Stage 2019

Und damit es kontinuierlich bleibt, hier die Top-15 der letzten 12 Monate (und wer Abweichungen zu meinen Jahres-Top-15 findet … die unten stehende Liste bildete nur einen Teil meiner Jahresreflektion …)

01 (01) Nik Bärtsch – Awase
02 (04) Southern Empire – Civilisation
03 (05) Blue Poets – Live
04 (02) Zappa – Roxy Performances
05 (03) Christina Lux – Leise Bilder
06 (06) Gleb Kolyadin – GK
07 (07) Zappa – Halloween 77
08 (08) Argos – Unidentified Dying Objects
09 (12) It Bites – Live in London
10 (11) Subsignal – La Muerta
11 (09) Pöhja Konn
12 (10) Malady – Toinen Toista
13 (13) Kamasi Washington – Heaven and Earth
14 (14) Perfect Beings – Vier
15 (-) Lazuli – Saison 8

5. Christina Lux – Leise Bilder.
Christina Lux hat uns Fans lange (seit 2011) auf ein neues Studioalbum warten lassen. Diesmal ist es ein Album ganz in deutsch geworden.
Und auch diesmal ist es wundervoll geworden. Live oft gesehen und dabei zumeist als Solokünstlerin, liebe ich Ihr Songwriting, ihre Grooves und die zuhörneswerten Texte.
Was dem ganzen dann noch das Sahnehäubchen aufsetzt, ist, wenn es im Studio kongeniale Partner gibt, die aus den Songs Arrangements überbordender Fülle machen.
Ohne jetzt die Essenz zu verschleiern. Also bereichernd statt zukleisternd. 2011 gelang dies in Zusammenhang mit dem wundervollen Reentko Dirks.
Und das Album Playground ist auch bis heute mein Favorit. Bei der aktuellen CD ist es Oliver George, der eine ganze Band an Instrumenten bedient und eine absolut hervorragende Arbeit abgeliefert/beigetragen hat. Des weiteren gibt es Gäste, aber bitte entdeckt dieses Album selber. Zu bestellen bei Christina.

4. Frank Zappa – The Roxy Performances
Das ist auch nix neues, aber diese 7CD Box beinhaltet Material der Zappa-Band-Inkarnation, die ich nach wie vor für die beste von allen (!) halte. Die Setlisten gehen auch weit über das hinaus, was uns bisher als Roxy & Elsewhere bekannt war.

3. The Blue Poets – Live Power.
Marcus Deml kenne ich von Errorhead oder dem Projekt Electric Outlet. Beides war eher dem Jazz Rock zu verorten. Seine neue Band spielt Blues Rock und ich bruachte bei der Studio-CD schon eine gewisse Zeit, das zu goutieren. Jetzt habe ich vor kurzem die Blues Poets live in Berlin gesehen. (Und dann war ich im November bei ihm zum Gitarrenseminar) Ich kenne keinen Gitarristen, der dynamischer spielt. Großes Gitarrenkino !

2. Nik Bärtsch – Awase.
Ich mag diese Band generell. Aber was die hier im Bereich Minimal Jazz wieder abgeliefert haben, ist sensationell. Und schön, dass ich das bei einem Gewinnspiel der progrock-dt – Community gewonnen habe.

1. Southern Empire – Civilisation.
Der Vorgänger war 2016 CD des Jahres. Hier werden jetzt statt extrem griffiger 7-Minüter 4 Longtracks geboten.
Im Juli schrieb ich: „Ob das am Ende des Jahres wieder für den Sieg reicht, weiß ich noch nicht. Aber im Gegensatz zu den Longtracks von Neal Morse, mit denen ich nichts anfangen kann, finde ich hier Crossroads gelungen, schlüssig und schlicht episch.“
Und ja, es reicht. Ich finde auch diese CD wieder so was von geil.

Und weiter gehts:

10. Kraan – The Trio Years Live
Kraan ist auch im Trio ein Garant für Groove. Natürlich ist die Kraan Live (75) DER Meilenstein und imho war kraan auch mit Saxophon am besten.
Dennoch funktioniert diese einzigartige Musik auch im Trioformat. Geile Mucke. Immer noch …

https://www.youtube.com/watch?v=UhiRKs5-Urc

9. Subsignal – La Muerta
ist viel eher A.O.R. als Prog. Aber wenn man die Progbrille absetzt, ist das richtig geile Mucke.
Hätte im Montasblog einen Platz auf dem Treppchen verdient und seinerzeit mochte ich nicht ausschließen, dass das am Jahresende noch auftauchen wird. Recht hatte ich.

https://www.youtube.com/watch?v=Oe5C14kaKno

8. Gleb Kolyadin – Gleb Kolyadin
Der Pianist von Iamthemorning hat ein Solowerk herausgebracht, welches konzertanten Progressive mit Elementen des Jazz Rock verbindet,
eine fantastsiche Band bietet mit zahlreichen bekannten Namen und tolle, spannende Musik enthält.

https://www.youtube.com/watch?v=9H8vnYTaJW4

7. Argos – Unidentified Dying Objects
Das ist Canterbury, wie ich ihn mag. Gute Musik aus deutschen Landen. Fand auch häufiger den Weg in den Player als andere Alben dieses Genres.

https://www.youtube.com/watch?v=wtg_vtL1k_E

6. It Bites – Live in London
Diese 5CD-Box präsentiert drei Konzerte aus den Jahren 86 / 88 und 90, also jeweils zu den drei Plattenveröffentlichungen.
Dementsprechend fallen auch die Setlisten aus. Wobei das 86er Konzert mit knapp 40 Minuten recht kurz ausgefallen ist.
Da ich seit dem Opener der ersten It Bites Platte FanBoy bin, finde ich diese Box einfach nur großartig.

https://www.youtube.com/watch?v=nuWmVnrKou4

So, und morgen gibt es dann die Plätze 5 – 1 ….

15. Perfect Beings – Vier
Im März schrieb ich: „hab ich jetzt fünfmal gehört und ich weiß immer noch nicht, was ich davon halten soll.
Das fängt so dermaßen geil an … und verliert sich dann in einer stilistischen Vielfalt, die mich, ja was? Überfordert?“
Und es hat lange gebraucht, bis diese Platte gezündet hat. Zu lange, um im Ranking weiter nach vorne zu kommen.

https://www.youtube.com/watch?v=tbRSVJfJoPs&list=PL8lD9lyQ0uVGEiu0Q6JrEQ4gNDRZ-9b3K

14. Frank Zappa – Halloween 77
beinhaltet insgesamt über 15 Stunden Musik mit 6 kompletten Konzerten. Hier sind z.B. die ersten vier Konzerte mit absolut identischer Setliste.
Das ist also schon für den Hardcore Fan. Insgesamt aber auch exzellentes Futter, weil die Performances dieser Band ebenfalls über jegliche Kritik erhaben sind.

https://www.youtube.com/watch?v=F5ZDVirmfnk

13. Lazuli – Saison 8
…kam im Mai. Habe lange gebraucht, um da mal reinzuhören. Hatte diese Band aus den Augen verloren. Grober Fehler. Das ist richtig geil.
Auch wenn die acht Tracks dynamisch weitgehend dem gleichen Muster folgen (verhaltener Beginn, Steigerung in den Strophen und dann der (solistische) Höhepunkt am Schluss), ist das tolle Musik.

https://www.youtube.com/watch?v=sZtjpbVihao

12. Kino – Radio Voltaire
… kam im März. Wird in Prog-Kreisen ja sehr kontrovers diskutiert bzw. tlw. richtig niedergemacht. Kann ich nicht nachvollziehen.
Es gibt jede Menge gute hooklines, schöne Keyboard-Arbeit von John Beck (It Bites) und auch einige nette Gitarrensoli. Das ist keine Platte des Jahres, aber durchaus hörbar.
Wer AOR mit einer Prise Prog mag, sollte da reinhören.

https://www.youtube.com/watch?v=zSEhyBbQbYM

11. Malady – Toinen Toista.
Malady machen Canterbury. Und mit Canterbury assoziiere ich immer sofort „In the Land of grey and pink“ von Caravan.
Und wenn irgendwas auch nur annähernd wie diese Platte klingt, mag ich das.

https://www.youtube.com/watch?v=HjAWl_WqHuw

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und mein Jahres-Ranking ist fertig. Und heute liste ich mal die fünf Platten, die auf den Plätzen 16-20 die Endausscheidung knapp verpasst haben (ohne Platzierung):

Big Big Train – Merchants of Light
Schon wieder eine Live-Veröffentlichung. Aber ich mag BBT. Für mich derzeit die beste Band, wenn ich auf klassischen RetroProg mit Schönklang und Melodien stehe.

Mile Marker Zero – The 5th Row
wurde mir in der Prog-Community vorgeschlagen. Im März schrieb ich: „Leider stehe ich derzeit nicht auf Frickel-Gedengel. Das ist technisch hervorragend, berührt mich aber nicht.“ Habe ich dann aber doch entdeckt und ist vermutlich das beste Prog-Metal Album. Womit vorab klar sein dürfte, dass Prog Metal in den Top-15 fehlen wird.

Põhja Konn – Põhja Konn
aus Estland klingen wie die wiederauferstandenen Gentle Giant. Wobei mich am meisten der Sänger daran erinnert. Und da das eine meiner ewigen Lieblingsbands war/ist, finde ich diese CD klasse.

Riverside – Wasteland
Die erste Platte nach dem Tod ihres Gitarristen. Die erste Platte nach Love, Fear…. welche bei mir CD des Jahres gewesen ist.
Und letztere hat definitiv die stärkeren Einzelsongs. Die neue funktioniert imho aber als Gesamtplatte sehr gut.

Kamasi Washington – Heaven and Earth
Wie bereits beim Vorgänger wird hier das Jazz-Rad gewiss nicht neu erfunden.
Die Mischung der Zutaten und die Fülle des Albums machen es allerdings groß. Ich mag das sehr.

Und ebenfalls noch weiter abgeschlagen:
Steven Wilson – Home Invasion
Opeth – Garden of the Titans
Tangent – Proxy
Swindlers – Talk
Finally George – Life is a Killer
Gungfly – Friendship
Pineapple Thief – Dissolution
The Sea Within
und viele andere mehr.

Und auch wenn die ein oder andere Box mit alten Aufnahmen den Weg in die Top-15 gefunden hat, eine Box ist soooooo groß, dass die außer Konkurrenz gelaufen ist (die habe ich bis heute nicht mal fertig gehört): Kind Crimson – The Sailor’s Tale

Und morgen geht es dann los mit den Plätzen 15 – 11 …

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