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Diesen Monat war ich privat ziemlich eingespannt, daher gibt es fast nichts zu berichten. Zwar gebit es in meiner Musikdatenbank 71 neue Einträge, aber das sind weitgehend Sammlungsvervollständigungen mit 70er Jahre Musik.

1. Philipp Rumsch Ensemble – Reflections. Bevor ich mir hier einen beim Beschreiben abbreche, teile ich lieber einen link. Ob diese Platte am Jahresende in meinem Top15 auftauchen wird, wage ich mal zu bezweifeln. Aktuell mag ich die gebotene Musik sehr gerne entdecken.

Philipp Rumsch Ensemble

2. The Avengers – On a Mission ist zwar auch schon von 2012, aber kam gerade frisch rein und das ist Jazz Rock, wie ich ihn mag. Der mir bis dato vollkommen unbekannte Gitarrist Beledo (und wer Henderson, Holdsworth oder Scofield mag, darf das hier gerne testhören), Adam Holzman (keyb) und die eingespielte Rhythmusgruppe Lincoln Goines (b) und Kim Plainfield (dr) frickeln sich einen ab und das gekonnt. Hier wird das (Jazz-Rock) Rad nicht neu erfunden, aber auf hohem Niveau zelebriert.

3. JCM – Heroes, das sind Jon Hiseman, Clem Clemson und Mick Clarke und somit 3/6 von Colosseum. Als Blues-Rock-Gitarrentrio sind die jetzt am Start und das ist fein. Besonders, wenn bekannte Stücke wie The Kettle (Colosseum) oder Four Day Creep (Humble Pie) interpretiert werden. Die eigenen Stücke sind solide. Auch hier gilt, dass das Rad nicht neu erfunden wird.

Sarah Kim – Dances ist Klassik, interpretiert auf einer großen Orgel. Ich denke immer, so eine Orgel, das ist Bombast und Dynamik. Und wenn ich das dann höre, fehlt mir genau diese Dynamik. Vermutlich höre ich das zu Hause zu leise ….. *grübel*

Juha Kujanpää – Niin kauas kuin siivet kantaa ist die dritte CD dieses finnischen Musikers und imho die, die mir am wenigsten gefällt. Während die beiden Vorgänger an etlichen Stellen an dem von mir geliebten Pekka Pohjola erinnern, gibt es hier nur wenige für mich zündende Momente, dafür zu viel „plärrende“ Folklore.

Und damit bin ich für diesen Monat auch schon durch.

Hier noch die Top15 der letzten 12 Monate:

01 Smalltape – The Ocean
02 Allman Brothers – Fox Box
03 Erja Lyytinen – Stolen Moments
04 Gov’t Mule – Revolution come …
05 Johannes Luley – Qitara
06 Frank Zappa – Roxy Performances
07 Steve Winwood – Greatest Hits Live
08 Frank Zappa – Halloween 77
09 Mystery – Second Home
10 Eveline’s Dust – The Painkeeper
11 Gleb Kolyadin – G.K.
12 The Tangent – Slow Rust …
13 Motorpsycho – The Tower
14 Big Big Train – The second brightest Star
15 Christina Lux – Leise Bilder

 

1. Christina Lux – Leise Bilder. Christina Lux hat uns Fans lange (seit 2011) auf ein neues Studioalbum warten lassen. Diesmal ist es ein Album ganz in deutsch geworden. Und auch diesmal ist es wundervoll geworden. Live oft gesehen und dabei zumeist als Solokünstlerin, liebe ich Ihr Songwriting, ihre Grooves und die zuhörneswerten Texte. Was dem ganzen dann noch das Sahnehäubchen aufsetzt, ist, wenn es im Studio kongeniale Partner gibt, die aus den Songs Arrangements überbordender Fülle machen. Ohne jetzt die Essenz zu verschleiern. Also bereichernd statt zukleisternd. 2011 gelang dies in Zusammenhang mit dem wundervollen Reentko Dirks. Und das Album Playground ist auch bis heute mein Favorit. Bei der aktuellen CD ist es Oliver George, der eine ganze Band an Instrumenten bedient und eine absolut hervorragende Arbeit abgeliefert/beigetragen hat. Des weiteren gibt es Gäste, aber bitte entdeckt dieses Album selber. Zu bestellen bei Christina.

2. Gleb Kolyadin – Gleb Kolyadin. Der Pianist von Iamthemorning hat ein Solowerk herausgebracht, welches konzertanten Progressive mit Elementen des Jazz Rock verbindet, eine fantastsiche Band bietet mit zahlreichen bekannten Namen und tolle, spannende Musik enthält.

3. Põhja Kõnn – Põhja Kõnn aus Estland klingen wie die wiederauferstandenen Gentle Giant. Und da das eine meiner ewigen Lieblingsbands war/ist, finde ich diese CD klasse.

Diesen Monat habe ich fast 60 neue (und alte) CDs durchgehört bzw. der Sammlung zugefügt, allerdings auch einige (Sammel)Boxen, wie von Earth, Wind & Fire oder Weather Report. Auch ne Menge richtig altes Zeug war dabei, wie zB alle CDs von Frumpy. Die aktuellen Entdeckungen in alphabetischer Reihenfolge:

Dukes of the Orient – Dukes of the Orient mit John Payne und Eric Norlander setzen da an, wo Asia feat. John Payne aufgehört haben. Das ist leicht bombastischer AOR. Gut gemacht. Nicht essenziell.

Electric Swan – Windblown ist Retro-Blues-Rock und macht Spaß.

Steve Gadd Band – Steve Gadd Band mit u.a. Michael Landau und Jimmy Johnson ist recht entspannter Jazz. Könnte imho mehr Ecken und Kanten haben.

Anna von Hausswolff – Dead Magic ist wie schon der Vorgänger (und mehr kenne ich nicht) gr0ßes Kino, allerdings nix für nebenbei. Muss ich noch mal konzentrierte durchhören.

Gregor Hilden & Richie Arndt – Moments bietet eineige Klassiker im Gitarren-Duo-Arrangement. Schön entspannt musiziert. Kenne von Richie jedoch CDs, die für mich größeres Kino bieten.

Kino – Radio Voltaire wird in Prog-Kreisen ja sehr kontrovers diskutiert bzw. tlw. richtig niedergemacht. Kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt jede Menge gute hooklines, schöne Keyboard-Arbeit von John Beck (It Bites) und auch einige nette Gitarrensoli. Das ist keine Platte des Jahres, aber durchaus hörbar. Wer AOR mit einer Prise Porg mag, kann da reinhören.

Michael Landau – Rock Bottom. Mit dem Solowerk tue ich mich schwer, solange da nicht Burning Water draufsteht. Und das Schwertun hört auch auf dieser CD nicht auf. *grübel*

Matthews Southern Comfort – Like a Radio ist nur ganz ganz knapp am Treppchen vorbeigeschrammt. Das ist große Singer-Songwriter-Kunst. Tolle Songs in tollen Arrangements. Sehr lekker !

Mile Marker Zero – The 5th Row wurde mir in der Prog-Community vorgeschlagen. Leider stehe ich derzeit nicht auf Frickel-Gedengel. Das ist technisch hervorragend, berührt mich aber nicht.

Perfect Beings – Vier hab ich jetzt fünfmal gehört und ich weiß immer noch nicht, was ich davon halten soll. Das fängt so dermaßen geil an … und verliert sich dann in einer stilistischen Vielfalt, die mich, ja was? Überfordert? Keine Ahnung, ich habe es noch nicht rausgefunden …

Und das wars im wesentlichen. Reicht ja auch, oder?

Und hier wieder die TOP15 der letzten 12 Monate:

01 Smalltape – The Ocean
02 Erjy Lyytinen – Stolen Moments
03 Allman Brothers – The Fox Box
04 Gov’t Mule – Revolution come …
05 Johannes Luley – Qitara
06 Eveline’s Dust – The Painkeeper
07 Frank Zappa – Roxy Performances
08 Mystery – Second Home
09 Steve Winwood – Greatest Hits Live
10 Frank Zappa – Halloween 77
11 The Anchoress – Confessions …
12 Motorpsycho – The Tower
13 The Tangent – Slow Rust …
14 Big Big Train – The second brightest Star
15 Becca Stevens – Regina

Diesen Monat habe ich vorwiegend Sammlungen vervollständigt, also jede Menge richtig alte Sachen im CD-Schacht gehabt, so z.B. Asia, Birth Control, Caravan, Triumph, Steve Winwood …. Daher ist Musik aus 2018 nach wie vor Mangelware.

1. Frank Zappa – The Roxy Performances ist auch nix neues, aber diese 7CD Box beinhaltet Material der Zappa-Band-Inkarnation, die ich nach wie vor für die beste halte. Die Setlisten gehen auch weit über dashinaus, was uns bisher als Roxy & Elsewhere bekannt war.

2. Frank Zappa – Halloween 77 beinhaltet insgesamt über 15 Stunden Musik mit 6 kompletten Konzerten. Hier sind z.B. die ersten vier Konzerte mit absolut identischer Setliste. Das ist also schon für den Hardcore Fan. Insgesamt aber auch exzellentes Futter, weil die Performances dieser Band ebenfalls über jegliche Kritik erhaben sind.

3. Juha Kujanpää – Tales and Travels. Dieser finnische Musiker erinnert mich an Pekka Pohjola. Da gibt es auch was aktuelleres von, aber ich habe mit dem Erstling einer Triloghie angefangen. Die beiden Folgeplatten werde ich mir auch noch besorgen.

Und dann, auch nicht ganz aktuell, groovt Dam’nco – From Paris with Love wie Sau. Die Long Distance Calling – Boundless finde ich ganz ok, aber insgesamt ist das eher nicht meine Musik. Da fehlen mir als Zutaten zwingende Hooks und Gitarrensoli  … lol

Henrik Schwearz – Instruments finde ich sehr spannend. Da wird “moderne” Dancemusic auf “klassischen” Instrumenten und ohne Drums interpretiert, wasd dem ganzen einen minimal music Touch gibt. Tolle Sache. (wäre auch in die top 3 gekommen, wenn da nicht dieses Zappa-TAGE gewesen wären.

Und – wie bereits oben gesagt, alles andere, was diesen Monat so durchgerauscht ist, waren olle Kamellen …..

Fast vergessen:  Die Top-15 Platten der letzten 12 Monate

1. Smalltape – The Ocean
2. Erja Lyytinen – Stolen Moments
3. Gov’t Mule – Revolution come …
4. Allman Brothers – Fox Box
5. Johannes Luley – Qitara
6. Eveline’s Dust – The Painkeeper
7. Mystery – Second Home
8. The Anchoress – Confessions …
9. Motorpsycho – The Tower
10. The Tangent – Slow Rust …
11. Steve Winwood – Greatest Hits Live
12. Big Big Train – The second brightest Star
13. Frank Zappa – The Roxy Performances
14. Becca Stevens – Regina
15. Frank Zappa – Halloween 77

1. King Crimson – The Sailor’s Tales. Was für eine Box. Aus den Jahren 71 und 72 nicht nur die Alben “In the Wake of Poseidon”, “Lizard”, “Islands” und “Earthbound”, sondern auf 21 CDs sowie einigen BlueRays und DVDs alles, was es noch aus dieser zeit an Live-Dokumenten gibt. Und nicht nur gehören die drei Studio-Alben zu dem besten, was diese Band je gemacht hat, auch muss man attstieren, dass die Quartettbesetzung mit Fripp, Collins, Burell und Wallace eine verdammt geile Live-Band war. Diese Box ist – für einen Crimson-Fan – ein Muss.

2. B3 – Get up! Live at the A-Trane ist für mich mehr Spielman drin als in seinem anderen Projekt, wo er in bad company ist. Und live ist as mal richtig geil.

3. Chick Corea – Steve Gadd – Chinese Butterfly ist eine tolle neue DoCD mit einigen richtig langen Songs. Allein die Neufassung von Return to Forever ist megageil. Ob diese weitgehende Jam-Musik am Ende des Jahres in meiner Top-15-Liste auftauchen wird, wage ich allerdings zu bezweifeln.

Und dann habe ich deisen Monat ziemlich viel minimal music gehört. Philip Glass’ Aguas da Amazonia gleich in der Fassung des Ensemble Uakti (1999) sowie die Orchesterfassung mit dem MDR Sinfonieorchester von 2017. Geile Musik. Jeroen van Veens “Riley in C” ist ebenfalls eine tolle Interpretation dieses Genre-Klassikers. Vaclav Zimpel – Lines wird dem minimal Fan auch gefallen dürfen.

Klassik, aber kein minimal ist Zara Levina – The Piano Concertos. Das ist tolle russische Klassik.

Und bevor ich das vergesse: Wolfgang Niedecken – Reinrassije Strooßekööter bietet ser schön neu arrangierte Songs aus dem Niedeck’schen Fundus.

Und jetzt noch monatlich was neues: die Top-15-CDs der letzten 12 Monate. Im Vergleich zu meiner Top-15-Liste aus dem Dezember fliegen hier alles CDs, die im Januar 2017 im blog erwähnt wurden, raus. Nächsten Monat finden dann alle CDs aus Feb.17 keinen Eingang mehr in die Liste … oder so ähnlich. Ist noch nicht ganz ausgegoren, was ich hier beginne.

01 Smalltape – The Ocean
02 Jonas Lindberg – Pathfinder
03 Erja Lyytinen – Stolen Moments
04 Gov’t Mule – Revolution come …
05 Eveline’s Dust – Painkeeper
06 Allman Brothers Band – The Fox Box
07 Johannes Luley – Qitara
08 SONAA – Turquoise Purple Pink
09 The Anchoress – Confessions …
10 Motorpsycho – The Tower
11 Mystery – Second Home
12 The Tangent – Slow Rust …
13 Becca Stevens – Regina
14 Big Big Train – The second brightest Star
15 Steve Winwood – Greatest Hits Live

So, jetzt kommen die Top 5. Und das sind wirklich die Top 5. Mit deutlichem Abstand zu Platz 6. Intern haben sich in den letzten Wochen noch kleine Verschiebungen ergaben, aber hier sind sie:

Platz 5: Erja Lyytinen – Stolen Moments

Ja schon klar, hier wird das Rad nicht neu erfunden. Und oberflächlich betrachtet sind die Songs aus aus dem Baukasten Blues Rock und Artverwandtes, also Soul-Blues, Ballade usw…. ABER: die Songs sind alle klasse, es sind hinreichend hooklines da und Erja singt sowohl klasse als sie auch die Gitarre beherrscht. Und auch wenn das Gitarrensolo in Black Ocean durchkomponiert ist, finde ich das bei jedem Hören grandios.

https://www.youtube.com/watch?v=Ae8SAXVJwks

Platz 4: Jonas Lindberg – Pathfinder

Ich liebe RetroProg. Wie zB die ersten 3-4 Alben der Flower Kings. Und das hier ist DAS RetroProg Album, auf das ich von den FloKis seit Jahren warte. Alles Songs klasse. Hooklines, Arrangement, Instrumentalparts, Frickelfaktor, gleichzeitig Wohlklang. Ich LIEBE diese CD.

https://www.youtube.com/watch?v=1MpXzc9AHS4 

Platz 3: Smalltape – The Ocean

DIE Entdeckung des Jahres. Ich verweise einfach mal auf meine ausführliche Einzelrezension:

https://www.hans-ulrich-mueller.de/2017/07/18/cd-einzelrezension-smalltape-the-ocean/

https://www.youtube.com/watch?v=9nTLjdO6o8I 

Platz 2: KA MA Quartet – A love supreme

John Coltrane’s Album “A love supreme” gehrört für mich zu den größten Meisterwerken, die nicht nur im Jazz je produziert wurden. Diese Platte hat eine Spiritualität, die seinesgleichen sucht. Und nun hat sich das KA MA Quartet um die Saxophonistin Katharina Maschmeier, erweitert um den Percussionisten Niipy Noya, dieser Musik angenommen und das Werk eigenständig interpretiert und geichzieitg den Geist eingefangen. Riesengroßes Kino und lange Anwärter auf die Platte des Jahres !

https://www.youtube.com/watch?v=lcMx2MRqDdM 

Platz 1: Pain of Salvation – In the passing Light of Day

Zu Beginn des Jahres knallte diese CD in meine Ohren und die Geschichte, die uns Daniel Gildenlöw hier über seine heftige Erkrankung und den Kampf zurück ins Leben schildert, finde ich schlichtweg genial umgesetzt. Und daher gab es bis Juni nichts an CDs, was der Pole Position nahe kommen konnte. Dann hörte ich immer häufiger KA MA Quartet und es pendelte. Und dann kam der 2.10. mit meiner persönlichen Diagnose und dann war es plötzlich eine persönliche Geschichte:

This passing light of day
Is not the end
Is not the end

https://www.youtube.com/watch?v=oEk-csUrQp8 

Platz 10: Johannes Luley – Qitara

Ich zitiere aus meinem blog von November: erinnert mich sofort an die Soloveröffentlichungen des von mir sehr verehrten Corrado Rustici. Auch hier wird eine wunderbare Melange von World Music bis Jazz Rock geboten. Das ganze spannend und abwechslungsreich von der ersten bis zur letzten Minute. Tolle CD (und dabei finde ich zB die beiden CDs der Perfect Beings gar nicht so umwerfend)

Platz 9: Sons of Noel and Adrian – Turquoise Purple Pink

Ich stehe ja auf so merkwürdigen und melancholischen Art Pop, wie er z.B. von Rhys Marsh präsentoert wird. Das hier hat auch so einen gewissen morbiden Charme (und war somit nix für 4. Quartal).

Platz 8: The Anchoress – Confessions of a Romance Novelist

Ist zwar schon von 2016, aber das hier war von allen Art Pop Sachen, die so reinkamen (Beatrix Players, Schooltree) wohl die, die bei mir am meisten gelaufen ist.

Platz 7: Eveline’s Dust – The Painkeeper

Ich habe ganz viele Progressive Veröffentlichungen durchgehört und vieles hat mir spontan gar nicht zugesagt (z.B. neue Wobbler), fand ich schlechter als den Vorgänger (z.B. neue Special Providence, Lunatic Soul) oder es hat halt einfach beim ersten Mal nicht sooo gezündet (Caligula’s Horse) und ist dann untergegangen. Diese CD hier hat es irgendwie geschafft, immer wieder mal durchgehört zu werden.

Platz 6: Gov’t Mule – Revolution come … Revolution go

In der Frühphase dieser Band (bis zum Tod von Allen Woody 2000) war ich glühender Fan dieser Band bzw. dieser Trioformation. Danach konnte mich Gov’t Mule nie wieder so fesseln. Das war alles nicht wirklich schlecht, aber irgendwie fand ich das halt auch nicht mehr so überragend. Und dann kommt 2017 die neue CD, ich habe eigentlich keine große Erwartungen … und dann ist die richtig gut. Die beste Platte seit vielen Jahren.

Und sorry, dass ich bis hier keine youtube-links zu den CDs beigefügt habe. Das ist mir dieses Jahr alles zu viel Arbeit. Aber bei den Top 5 wird es links geben.

Morgen gehts dann weiter. Ich hoffe ihr seid auf die Top-Platzierungen gespannt.

Vorbemerkung:

Es gab zwei Dinge, die dafür gesorgt haben, dass ich 2017 gar nicht mal so viele neuere Platten durchgehört habe bzw. vieles auch nach einem Hördurchgang in der Versenkung verschwand, was vielleicht ein Fehler war.
Nr. 1 ist spotify. Segen und Fluch zugleich. Führte bei mir aber dazu, dass ich extrem viel 70er Musik über spotify konsumiert habe. Wo dann natürlich die Zeit für Neuentdeckungen fehlt.
Nr. 2 ist meine persönliche Situation. Seit dem 2.10. hatte ich mit Diagnose, Operation und anschließender (und noch nicht abgeschlossener) Geneseung zu tun. Da war mein Kopf für Musik wirklich nicht frei. Und wenn ich Musik gehört habe, dann altbekannte Wohlfühlmusik (70er King Crimson, It Bites, Max Webster z.B.), während mir neue, also unbekannte Musik zu anstrengend war.
Daher sind hier einige CDs in die Top 15 gerutscht, die ich zwar übers Jahr verteilt recht oft gehört habe, die aber in einigen Jahren gewiss keine Rolle in meinem “Repertoire” spielen werden. Vermutlich. Naja, 2018 wird besser.
And so here we go:

Platz 15: Tangent – The slow Rust of forgotten Machinery

Ich habe ja lange geglaubt, die ersten drei Tangent CDs sind alles was man braucht (und die mag ich bis heute sehr gerne), während die danach folgenden alle überflüssig sind. Mit der 17er Veröffentlichung hat mich die Band um Andy Tillison überrascht. Gute Platte.

Platz 14: Mystery – Second Home

Ich mag diese Melodieseligkeit, diese Opulenz, diesen Bombast und dass das einfach “schöner” Prog ist. Hat mir im Krankenhaus geholfen. Punkt.

Platz 13: Becca Stevens – Regina

Einige wenige (Art-)Pop Veröffentlichungen haben mein Ohr erreicht und die ein oder andere ist irgendwie hängengeblieben. Diese hier war im Juni aufgetaucht und sammelte so viele Punkte, dass es reichte, obwohl diese CD im 4. Quartal keine Rolle mehr spielte.

Platz 12: Motorpsycho – The Tower

Ich liebe diese Band seit Jahren. Und auch wenn “The deaf defying Unicorn” das absolute Überalbum ist, haben die Jungs keine schlechte Platte am Start. Auch hier wurden genug Punkte gesammelt, dass es nicht relevant war, dass ich während der “krank”-Phase mit der Platte gar nichts anfangen konnte.

Platz 11: Allman Brothers Band – The Fox Box

2003 war ein gutes Jahr für die Brothers. Mit Warren Haynes und Derek Trucks hatten sie zwei wirklich exzellente Gitarristen am Start. Sie veröffentlichten ihr letztes Studioalbum, welches wirklich klasse ist und mit den Großtaten der 70er mithalten kann. Auch die DVD “Live at the Beacon” dokumentiert, dass diese Band voll im Saft steht. Und dann spielen die drei Abende im September 2003 im Fox Theatre, Atlanta. 55 Songs, wovon nur “Dreams an jeden Abends gespielt wurde. Ansonsten keine einzige Tracküberschneidung. Und nun auf 8 CDs veröffentlicht. Eine große Werkschau einer Band, deren Spielfreunde an diesem Abenden so groß war, dass zB “Elisabeth Reed” etwas über 40 Minuten dauert … wäre diese CD früher im Jahr gekommen, wären die Top 10 sicher gewesen. GANZ großes Kino !

Diesen Monat war ich weitgehend “out of order”, so dass die Tipps ein bisschen kurz ausfallen werden.

1. Johannes Luley – Qitara erinnert mich sofort an die Soloveröffentlichungen des von mir sehr verehrten Corrado Rustici. Auch hier wird eine wunderbare Melange von World Music bis Jazz Rock geboten. Das ganze spannend und abwechslungsreich von der ersten bis zur letzten Minute.

2. Mystery – Second Home. Diese Live DoCD hat dem ein oder anderem Progger bestimmt zu wenig Ecken und Kanten. Kann sein. Aber ich liebe diese Melodieseligkeit, diese Oppulenz, diesen Bombast. Ich mag das einfach.

3. Selig – Kashmir Karma Ich habe diese Band sehr spät entdeckt, nämlich mit dem Vorgänger “Magma”. Was ich an dieser CD mag, wird hier fortgesetzt: tolle Songs in tollen Arrangements. Gute Platte.

Allman Brothers Band – Live at Great Woods 91 (DVD) habe ich mir gegönnt und es zeigt die Band mit den Gitarristen Dickey Betts und Warren Haynes.

Kansas – Leftoverture Live & Beyond. Ähm, tja, in den FB-Progressive-Gruppen wegen sehr viel “autotune” auf den vocals sehr gescholten, muss ich beim hören jedoch gestehen, dass selbst diese CD, die nicht an die großen Live-Platten ranreicht, wieder mal bewusst macht, was Kansas für eine geile Band war und welche geilen Songs die Jungs geschrieben haben.

Von Hertzen Brothers – War is over. Als ich den Titelsong hörte, dachte ich, wow, weil geil ist das denn. Ein Longtrack mit allem, was das Progger-Herz höher schlägen lässt. Auch wenn der Rest gute, spannende, interessante Musik ist, kommts an die ersten 12 Minuten nicht wirklich ran.

Steve Walsh – Black Butterfly ist AOR. Ich habs einmal gehört, daher ist eine Beurteilung nicht wirklich möglich. Mit der Über-CD “Glossolalia” hat das hier allerdings rein gar nichts zu tun.

Yes – Topographic Drama Live. Boar, ist das peinlich.

Und das wars dann auch schon.

1. Max Webster – The Party. In dieser Box ist alles drin, was diese Band je veröffentlicht hat. Das ist nach wie vor so was von geil. Ich muss hier mal ausholen. Klar bin ich Kind der 70er Jahre und mit Deep Purple, Grand Funk, Yes, King Crimson. Mahavishnu Orchestra, Return to Forever usw. aufgewachsen. Meine kreativste Pahse als Musiker hatte ich aber in den 80gern. Da prägte mich dann die Musik der späten 70er bzw frühen 80er. Und wenn auch Progressive-Acts wie Dixie Dregs, Rush und Saga ganz weit vorne bei meinen Vorlieben waren, so waren es eher Classic-Rock Acts, die mich als Gitarrisz klingen ließen, wie ich nun mal klinge. Und da denkt man zunächst vllt an Thin Lizzy oder Whitesnake. Bei mir waren es aber definitiv drei kanadische Bands, die da ganz weit vorne lagen: Pat Travers, Triumph und … Max Webster (bzw. dann die Solosachen von Kim Mitchell). Max Webster ist großes Kino mit sehr viel Humor und einem fantastischen Gitarristen.

2. 3rd World Electric – Kilimanjaro Sectret Brew ist mal wieder die Vermutung, dass mich derzeit aktuelle Musik nicht so dolle erreicht. Ist diese CD doch auch schon von 2009. Habe ich aber (die FBGruppe [jazz-dt] sei Dank) jetzt erst entdeckt. Und wenn schwedische Musiker u.a. um Progressive-Größen der FloKis auf einmal beschließen, Jazz-Rock in der Tradition von Weather Report zu machen, dann ist das einfach nur geil !

3. The Tangent – The slow Rust of forgotten Machinery. Eine Zeitlang dachte ich, die ersten drei Tangent CDs wären alles, was man von dieser Band braucht, weil mich alle späteren Veröffentlichungen nicht mehr so begeistert haben. Die neue CD ist aber wieder richtig gut geworden.

Und in alphabetischer Reihenfolge:

Anouar Brahem – Blue Maqams ist schöner, ruhiger World-Jazz. Mir allerdings eine Spur zu ruhig. Dhafer Youssef (als Vergleichs-Oud-Spieler) finde ich einfach besser.

Kaipa – Children of the Sounds bietet schönen Retro-Prog mit longtracks, der wegen des Gesanges an Ritual erinnert. Schön, ohne das Rad neu zu erfinden.

Lifesigns – Cardington. Der Vorgänger hat bei mir richtig eingeschlagen. Diese CD hab ich erst einmal gehört. Kein Spontanflash

Lunatic Soul – Fractured gefällt mir mit jedem Hören besser. Wäre da nicht dieser unsäglich nervende Eröffnungstrack. Insgesamt sind mir da zu viele Electronica-Elemente dabei. Das mag ich nicht.

Revolution Saints – Light in the Dark. Auch erst einmal (im Krankenhaus !) gehört. Keine abschließende Wertung möglich.

Sons of Apollo – Psychotic Symphony ist gewiss nicht die von Portnoy angekündigte Neuerfindung des Progressive Metal. Ich finde die CD aber besser als viele Leute in der FB-Gruppe [progrock-dt] so schreiben.

Special Providence – Will Auch hier sind mir im Vergleich mit dem Vorgänger die “modernen” Elemente zu viel (ich bin ein ganz schön musikkonservativer Sack *shocked*)

Wobbler –  From Silence to Somewhere müsste mir als Retro-Prog eigentlich gefallen. Beim Ersthören blieb aber nix hängen und den Gesang finde ich schwach.

Und da sich das Jahr dem Ende neigt, ich im November zwei Wochen “all inclusive” in der Uniklinik Leipzig “gebucht habe …. daher wohl möglicherweise im November keinen blogeintrag schreiben werde ….. kommt hier jetzt eine neue Unterrubrik, nämlich die aktuell besten 15 Platten der letzten 12 Monate:

1. Pain of Salvation – In the passing Light of Day
2. KA MA Quartet – A Love Supreme
3. Smalltape – The Ocean
4. Jonas Lindberg – Pathfinder
5. Erja Lyytinen – Stolen Moments
6. Eveline’s Dust – The Painkeeper
7. Gov’t Mule – Revolution come …
8. Allman Brothers Band – The Fox Box
9. Motorpsycho – The Tower
10. Sons of Noel and Adrian – Turquoise Purple Pink
11. The Ancoress – Confessions …
12. The Tangent – The slow Rust of forgotten Machinery
13. SOEN – Lykaia
14. Becca Stevens – Regina
15. Schooltree – Heterotopia

1. Jannick Top – Infernal Machina. Wenn eine CD von 2009 Platte des Monats wird … gibt es dann keine neue Musik, die mich begeistert? Oder ist dieses Ding hier schlicht sooo geil? Ist es. Es baut sich gemächlich auf. Zuerst noch relativ ruhig und mit Gesängen, die an die bulgarischen Stimmen erinnern, wird diese Musik, die genau so beschwörend repetitiv ist wie die von Magma, immer eindringlicher und bedrohlicher. ein einziger langanhaltender Höhepunkt (wie bei Ravels Bolero). Das ist sooo geil, dass es – ich habe diese CD von 2009 erst diesen Monat entdeckt – zum Monatssieg gezwungen hat. Wer Magma und Zeuhl generell mag, MUSS hier mal reinhören.

2. Steve Winwood – Greatest Hits Live. Noch eine Platte mit nicht gerade tagesaktueller Musik. Aber diese Live-CD ist aufgrund der Titelwahl als Werkschau geeignet. Und Steve Winwwod ist eh geil. Und aufgrund der aktuellen Besetzung meiner Band finde ich Musik mit Hammond zur Zeit sehr inspirierend (für unsere Setliste).

3. Motorpsycho – The Tower. Seit “The death defying unicorn” bin ich großer Fan dieser Band und jede Veröffentlichung seitdem findet einen Platz in meinen Monatstipps. Auch The Tower bietet alles, was den Motorpsycho-Fan begeistert.

Und jetzt alphabetisch:

Gregg Allman – Southern Blood ist ein würdiges Abschiedswerk dieses großen Southern-Rock Musikers. Track 1 ist ganz großes Kino. Insgesamt ist hier für meinen Geschmack ein bisschen zu viel countrylastige Musik drauf, aber egal, insgesamt schon ne schöne Platte. Insbesondere vor dem Hintergrund seines Todes dieses Jahr.

Black Country Communion – BCCIV habe ich einmal gehört und es hat mich nicht spontan vom Hocker gerissen. Kann nicht mal erklären, warum …

Caligula’s Horse – In Contact. Schöner Prog. Für eine fundierte Bewertung braucht es weitere Hördurchgänge (ich hatte zu wenig Zeit)
Living Colour – Shade habe ich ebenfalls nur einmal gehört und da gilt das gleiche wie bei BCC …

Threshold – Legends of the Shires fand ich beim Ersthören ziemlich pathetisch. Bei zweiten Mal gefiel es mir dann doch immer besser.

Csaba Toth Bagi – Balkan Union hat mir – verglichen zum Erstling, den ich seinerzeit großartig fand, zuviel Balkan und zu wenig Jazz-Rock (Ersteindruck)

Zervas & Pepper – Wilderland ist (obwohl die ja gar keine Amis sind) wunderbarer Westcoast a la CSN&Y. Ich mag diese CD genau so wie den Vorgänger.

Insgesamt habe ich wenig gehört diesen Monat. Ich war einige Tage unterwegs und einige Tage im Krankenhaus. Vielleicht erklärt das die relative Begeisterungsarmut … Das wird kommenden Monat definitiv nicht anders. Aber es werden bessere Tage kommen !

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