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Rock History: 1981

Weiter gehts mal wieder mit dem Jahrzehnt, wo es mehr gute Musik gab, als ich immer denke, und das sogar ohne Stilrichtungen, die in meiner Sammlung schlicht nicht vorhanden sind.

David Bendeth – Just Dessert

Seit vielen jahren als erfolgreicher Produzent unterwegs begann David Bendeth zunächst als aktiver Musiker. Auf seinen Platten spielten Cracks wie Marcus Miller, Lenny White oder Billy Cobham. Es ist allerdings Smooth-Fusion-Pop. Eine Nummer dieser LP hier hatten wir mal gecovert.

Miles Davis – The Man with the horn

Dieser Mann war so stilprägend, dass oft übersehen wird, wenn es einfach nur ein richtig gutes Album gewesen ist. Das hier ist für den klassischen Jazz-Rock Fan verdaulicher als Bitches Brew oder einige der späteren Sachen.

Les Dudek – Gypsy Ride

Gewiss nicht das beste der frühen fünf Alben. Aber da ich zu der Zeit riesiger Les Dudek Fan war, war auch hier heavy rotation angesagt.

Japan – Tin Drum

Mit den früheren Werken tue ich mich als Nicht-New-Waver wirklich schwer. Und es hat lange gedauert, die Stimme David Sylvians zu mögen. Aber dieses Album ist für mich eines der 15-Punkte Werke. Da ist jede Note genau da, wo sie hingehört.

Journey – Captured

Wenn jemand sagt, er möchte genau eine Journey-CD haben, dann muss es diese sein. AOR in Bestform. Live und alle wichtigen Songs sind drauf.

King Crimson – Discipline

Eine meiner großen Heldenbands der 70er pausiert jahrelang. Und dann kommt das hier. Was trotz 50% der Red-Besetzung mit den 70ern so gut wie nichts mehr zu tun hat. Und doch so dermaßen geil, weil ganz neu ist.
Und nie wieder war ein Output dieser Band so gut wie diese Platte !

Level 42 – Level 42

Auch wenn Stanley Clarke nicht der Erfinder der Slap-Technik gewesen ist, so wird dieser Bass-Stil doch immer mit ihm assoziiert. Und dann komt Mark King, führt das ganze in eine funky-Pop Richtung. Und der Bassist meiner damaligen Band war riesengroßer Fan davon.

Lounge Lizards – Lounge Lizards

Ich bin mir ganz sicher, dass ich diese Band zum ersten Mal in der WDR-Radiosendung “In between” gehört habe. Fake Jazz wurde das von John Lurie, dem Saxophonisten und Bandleader genannt. Das war echt ne spannende Sache. Habe ich danach aber aus den Augen. ähm Ohren verloren.

Pat Metheny – As falls Wichita …

Akustischer Jazz, gelegentlich an der Grenze zum New Age. Aber imho eines der Ausnahmewerke von Pat Metheny

Police – Ghost in the Machine

Police waren auch so angesagt, dass ich glaube, dass nach Abschluss dieser Blog-Reihe alle fünf regulären Alben hier auftauchen. War auch eine der drei Lieblingsbands meines Bassisten.

Lee Ritenour – Rit

Auch das ist funky-smooth-jazz-pop …. aber mit exzellenten Musikern, gut komponiert und arrangiert, mit geilen hooklines (man höre mal Mr. Briefcase) und schöner Gitarrenarbeit.

Rush – Exit Left Stage

Rush haben immer nach einer gewissen Anzahl von Studio-Alben ein Live-Doppel-Album gemacht. Sozusagen als Abschluss einer Phase. Auch hier, nach Permanent Waves und Movings Pictures ein wunderbarer Abschluss, bevor es 1982 mit Signals synthielastiger werrden sollte.

Saga – Worlds Apart

Auch hier ist dieses Album quasi das Ende einer Phase. Die ersten vier Saga-Platten bilden den klassischen Kern. Bevor es sich stilistisch dann langsam wandelt.

Bob Seger – Nine Tonight

Ich höre nicht besonders viel diese Spielart der Rockmusik (so wie auch Springsteen oder Petty). Wenn es ein Live-Album mit Spielfreude ist, kommt das aber gut.

Triumph – Allied Forces

Zu damaliger Zeit eine meiner absoluten Lieblingsbands und zusammen mit Pat Travers gewiss der wichtigste Einfluss für das, was irgendwann mal die Musik von “The Pack”, sprich meine eigenen Kompositionen werden sollte. Und mit Fight the goodfight DEr Song, bei dem ich im Auto IMMER mitsingen muss, was durchaus peinlich ist, komme ich auch nicht anstazweise so hoch …. *grööl*

Tubes – The Completion Backward Principle

Eins von zwei Tubes Alben in meiner Smmlung. Haben wir beide damals rauf und runter gehört. Auch oder vermutlich weil das mit der früheren Punk-Attitüde nur noch wenig gemein hat.

Judie Tzuke – I am the Phoenix

Ich hörte den Titelsong im Radio und dachte zuerst: hohe Stimme, ist das was neues von Joni Mitchell. Recherchiert. Wars nicht. Judie Tzuke? Nie gehört. Platte gekauft und heute habe ich 20 CDs von dieser, hierzulange leider zemlich unbekannten Sängerin. Weil es meine Lieblingssängerin ist. Und das hier ist eines meiner 2-3 Lieblingswerke.

Andreas Vollenweider – Behind the Gardens …

Vorher war das Instrument Harfe klar verknüpft mit Alain Stivell und bretonischer Folklore. Und dann das hier. Mit drums und percusssions sehr groovy und stimmungsvoll. habe ich in Bonn in den Rheinterrassen live gesehen. Bewusstseinserweiternde Substanzen waren (afair) auch im Spiel. Großes Ohrenkino

Und das war dann ein Jahr, wo ich für die Wahl der top 3 eigentlich ne Top 5 bräuchte !

Ich habe diesen Monat 30 “neue” Platten durchgehört. Da ich recht wenig Zeit hatte, habe ich kaum eine dieser Platten mehr als einmal gehört. Bin mal gespannt, was sich davon am jahresende in die Gehörgänge gegraben haben wird.

1. Soen – Lykaia

Wie im Vormonat macht es eine Platte aus dem Genre Progressive Metal. Die Band um den früheren Opeth Drummer Martin Lopez habe ich erst kürzlich entdeckt (das Vorgängeralbum) und diese Band ist gut. Auch wenn in den Netzwerken die auf der neuen CD enthaltene Ballade teilweise zerrissen wird. Ich finde diese Nummer sehr gelungen. Tolle Musik

2. Jonas Lindberg & the Other Side – Pathfinder

Das ist klassischer Prog. Die Songs bewegen sich alle unterhalb der 10-Minuten-Marke und sind in sich schlüssig und fett produziert. Der Frickelfaktor ist recht moderat und da es sich um Schweden handelt, sage ich mal: das ist das neue Flower Kings Album, auf das ich schon länger warte.

3. Wille & the Bandits – Grow

Diese Band war mir bis dato unbekannt und bis das neue Album auf Spotify antestbar ist, musste ich mit einem älteren Werk vorlieb nehmen. Ein Gitarrentrio, wobei der Gitarrist seine Acoustic durchaus verzerrt spielt. Das erninnert ein wenig an Monte Montgomery, ohne, dass die Songs jetzt so melodie-schön sind und ohne dass die Jams auf ne Viertelstunde ausgedehnt werden. Das ist frich, rotzig und roh. Geile Band. Anchecken dringend empfohlen

Und dann noch

Black Star Riders – Heavy Fire ist der dritte Output dieser Band und während die Fanzines das als ihr bisher bestes Album preisen (aber sind die neuen Alben nicht immer die besten? *grins*), fängt diese Band/Musik an, mich zu langweilen.

The Mute Gods – Tardigrades will inherit the Earth

Ich bin ja schon mit dem Erstling nicht klargekommen, weil da nach mehrfachem Hördurchgang einfach nichts (wirklich nichts) bei mir hängen bleiben wollte. Und ich den Gesang als Schwachpunkt ansehe. Das ist bei der neuen CD genau so. Und dabei ist es nicht mal störend, wie die Fachleute schreiben, dass das unter dem Banner Prog läuft aber keiner ist. Die Musik ist einfach nicht fesselnd genug.

My Sleeping Karma – Mela Ananda Live

Auch wenn Kollegen von mir behaupten, die spielten ja immerzu das gleiche Stück … ich mag diese traneartige Musik und das ändert sich auch mit dieser Live Platte nicht. Eigentlich fehlen da einige für mich wichtige musikalische Zutaten: keine hooklines, keine “intellektuellen” Harmoniewechsel, keine frickelige Gitarrenwichserei …. und dennoch zieht mich das in seinen Bann.

Pippo Pollina – Il sole verrà

Wenn der deutsche Titel singt mag ich das nicht (ohne, dass ich es erklären kann), italienisch ist alles paletti. Hier gibt es ausschließlich italienische Küche. Feine Musik, schöne Sache.

Corrado Rustici – Aham

Seit Jahren im Bereich Jazz-Rock-World-Fusion einer meiner Lieblingsgitarristen. Die neue CD habe ich leider erst einmal gehört. Der Ersteindruck ist, dass es hier etwas ruhiger zugeht. Schaun mer mal …. gilt genau so für seine CD Blaze and Bloom live, die ich auch erst diesen Monat entdeckt habe. Wobei es da schon rockiger zur Sache geht.

Steffen Schackinger – Fire Dance

Gitarristenmucke. Klasse gespielt. Verdient auch mdst. einen zweiten Durchlauf.

Markus Segschneider – Playground

Den hatte ich eher als Akustikgitarrist auf dem Schirm. Hier mit Band (key, b, dr) und jazz-rock-fusion Mucke. Lege ich auch nochmal auf.

Sons of Noel and Adrian – Turquoise Purple Pink

Wenn es darum geht, aus den mehr angenehmen musikalischen Ingredienzien ein vollkommen neues Gericht zu kredenzieren, es also musikalsich für mich wirklich was spannendes zu entdecken gibt, dann ist das hier definitiv die Netdeckung des Monats  (vielleicht sollte ich das ranking umschreiben *grins* …) Neee, ich bin davon überzeugt, diese CD am Jahresende wiederzufinden.  Check it out !

Und dann habe ich noch eine ganze Reihe wirklich alter Sachen ausgegraben, die ich entweder vor Jahren mal auf Cassette oder überhaupt noch nicht hatte. Eleventh House – Level One und Aspects mit dem gerade verstorbenen Larry Coryell bieten feinsten Jazz-Rock mit Funkeinflüssen (Brecker Brothers). Hatfield & the North – same ist natürlich Canterbury pur und die Namen Dave Stewart, Pip Pyle und vor allem Richard Sinclair stehen ja wohl für sich.

Und dann wäre da eine Platte eigentlich CD des Monats gewesen, wenn es um die Häufigkeit des Hörens gehen würde: Return to Forever – Musicmagic. Das ist 1977 vollkommen an mir vorbeigegangen. Nach vier Platten war die klassische (elektrische) RTF-Besetzunge Geschichte und das hier hat damit nichts zu tun. Aber mit Stanley Clarke, Joe Farrell (sax, fl), Gayle Moran (voc, keyb) sowie drums und vier weiteren Bläsern ist das aus heutuger Sicht ein wirklich exzellentes Album. Wer das vom Chick noch nicht kennt, hat was verpasst.

Puh, nächsten Monat muss ich einige Sachen von dieser Liste echt noch internsiver checken !

Rock History: 2007

2007 war für mich persönlich ein schwieriges Jahr. Deshalb habe ich da auch ziemlich viel “wütende” Musik gehört. Aber zum Glück nicht nur …

Abigail’s Ghost – Selling Insincerity

Art Rock a la Porcupine Tree gerät zunehmend in mein Bewusstsein und wird immer häufiger und immer lieber gehört. Der Erstling dieser Band ist ne feine Sache.

Airtime – Liberty Manifesto

Der ehemalige Triumph Gitarrist Rik Emmett hat mit seinem Solowerk bei mir nicht viel Aufmerksamkeit erregt. Diese Kollaboration hier ist die Ausnahme. Gute Rockmusik, gute Songs. Hab ich 2007 viel gehört. Dann aber lange nicht.

Beardfish – Sleeping in Traffic: Part One

Wie so oft ist das eine Band, die plötzlich in meinem Dunstkreis auftaucht, von denen es einige wirklich tolle Platten gibt und es für mich danach langweilig, weil redundant wird. Die bärtige Fische sind so eine Band, von der es ganu drei wirklich tolle Alben gibt. Das hier ist das mittlere davon.

In This Moment – Beautiful Tragedy

Keine Platte hat in diesem Jahr meine innere Wut so gut ausgedrückt wie diese hier. Das war der Dauerbrenner auf meinem Plattenteller. Ich bin frog, heute ein ausgeglichenerer Mensch zu sein *g*

Magma – Mythes et Légendes Epok 3

Keine Platte, aber eine extrem wichtige DVD. Die wohl jazz-rockigste Live, die es von Magma gibt. Daher imho die beste.

Loreena McKennitt – Nights from the Alhambra

Auch hier braucht es die DVD, um die Erhabenheit dieses Konzertes mit allen Sinnen erfahren zu können. Ganz ganz großes Kino. Und wunderschöne Musik sowieso.

Ritual – The hemulic voluntary band

Auch eine Band mit diversen wirklich erstklassigen Alben. Ich mag diese folkige Retro-Prog-Spielart gerne.

Ron Spielman – Absolutely Live

Für einige Zeit war Ron Spielman mein Lieblingsmusiker. Ich finde den auch heute noch extremst gut, weil “komplett”. Das ist ein guter Sänger, ein fantastischer Gitarrist und ein super Songwriter. Und wenn Songs mit hooklines interessante Akkordverbindungen und -voicings haben und dann im Gitarrensolo der Jazz-Rock ausgepackt wird, dann bin ich halt begeistert. Hier live und in diesem Trio mit dem unglaublichen Benny Greb an den Drums habe ich das auch 2 x live gesehen.

Ron Spielman – Hilltop Garden

Diese Cd drückt eher die Songswriter-Seite aus. Ist aber genauso schön wie die andere.

Fab Tranzer – Riviera

Keine Ahnung, wo ich das her hab (afair kam das in einem der Videokanäle im TV, der, der mit Erwachsenenmusik wirbt). Herrlich entspannte Songs in schönen Arrangements. Musik zum wohlfühlen.

Zappa plays Zappa – Zappa plays Zappa

Dweezil Zappas Projekt mit der Musik des Vaters. Eine 3erCD mit nahezu allen wichtigen Songs. Kann man als Zappa-Fan garnichts mit falsch machen.

Rock History: 1972

Und wieder ein Jahr aus der allerbesten der besten Zeit *g*

Allman Brothers – Eat a peach

Auf dieser Doppel-LP ist nicht nur mit der auf zwei Plattenseiten verteilten Mountain-Jam fehlendes Material von der Fillmore Live, sondern auch einige sehr beachtenswerte Studio-Songs, die später im Live-Repertoire auftauchen sollten.

Amazing Blondel – England

Was hier auf der ersten Seite geboten wird, ist feinster altenglicher Folk. Das höre ich auch heute immer wieder mal gerne.

America – Homecoming

Ventura Highway und andere Songs sind ideales Material für lange Autobahnfahrten im Sommer. Satzgesang, der sich nicht hinter CSN&Y verstecken muss. Ein 15-Punkte-Album

Beggar’s Opera – Pathfinder

Ein Coversong, “McArthur Park”, wird im Proggewand zur Hymne. Das hat (fast) die Klasse von “Father of day, father of night” von MME. Auch die anderen Titel sind gut. Eine von zwei BO, die man haben sollte.

Birth Control – Hoodoo Man

“Gamma Rey” ist Kult.

J.J. Cale – Naturally

Einer der Künstker, von denen man ein, zwei LPs braucht und dann reicht es auch. Das hier ist eine davon.

Chick Corea – Return to Forever

Chick Corea gehört zu den wenigen Künstlern, die es mit mehreren Veröffentlichungen in die “ganz große” All Time Liste schafft. Weil sein Schaffen viele Spielarten des Jazz abdeckt. Und sein Pianospiel immer erkennbar ist. Das hier hat noch nichts mit der gleichnamigen und elektrifizierten RFT Band zu tun. Mit Stanley Clarke am upright-Bass und Flora Purim am Gesang ist auch das hier ein 15 Punkte Album. Auch wenn mit La Fiesta “nur” Klassiker Nr. 2 drauf ist (Nr. 1 ist Spain und das ist auf der Light as a feather aus dem gleichen Jahr)

Cream – Live Vol. 2

Es gibt ja viele, die dieses Cream-Werk als Resteverwertung betrachten und es als schwächstes Album der Band bezeichnen. Finde ich gar nicht. Hier sind wesentliche Songs der Band live drauf. Meine Lieblings-CD von Cream.

Deep Purple – Machine Head

Gilt für viele ja als DER Klassiker der Band. Sehe ich nicht so. Dennoch habe ich auch diese LP bei Erscheinen sofort gekauft und in Dauerschleife auf dem Plattenteller gehabt. Bin halt ein Purple-Maniac.

Emerson, Lake & Palmer – Trilogy

Vielleicht auf den ersten Blick die unscheinbarste der essenziellen fünf ELP-Platten. Aber vllt. eine der schöneren.

Rory Gallagher – Live in Europe 72

Steht auch – unberechtigterweise – im Schatten der Irish Tour. Nach Taste und den ersten beiden Studioplatten hier die erste von (regulär) drei Livealben und (damals auf jeden Fall) meine liebste. War doch nicht Richie Blackmore mein Gitarrenheld sondern Rory. Das war der erste Gitarrist, wo ich so klingen wollte wie …. (es folgten Les Dudek, Eric Johnson und Warren Haynes).
Allein der Start der Platte mit “Messin’ with the kid” ist einfach nur GEIL.

Grand Funk Railroad – E pluribus funk

Gehört mit den ersten drei Platten zum essenziellen Werk dieser leider sehr unterbewerteten Band. Das rockt und groovt wie Sau. Heute noch.

Bo Hansson – Magician’s hat

“Lord of the Rings” ist sicherlich das bekanntere Werk. Hier gibt es vom Keyboarder eine Fusion von Prog, Jazz und Folk. Muss ich mal wieder rauskramen. Hatte Hippie-Charme.

Leo Kottke – Greenhouse

Der Kottke hat nicht nur als 12-Saiten-Virtuose beeindruckt, er hat auch mit tiny Island und Louise zwei wunderschöne Songs auf dieser Platte.

Livin’ Blues – Bamboozle

Blues aus Holland in der Besetzung voc, harm, g, b, dr. Gibt es mehrere gute Platten von.

Mahavishnu Orchestra – Inner Mounting Flame

Der Urknall. Klein-Uli sitzt Sonntag mittags vor der Glotze und im ZDF-Sonntagskonzert kommt Mahavishnu Orchestra live. Meine Eltern hatten keine Chance, dass ich an den Mittagstisch komme. Ich saß gebannt und mit offenem Mund vor dem Kasten. Der Erstling ist imho nicht die bester ihrer Scheiben, dennoch essenziell.

Rare Earth – In Concert

Es gibt wenig Musik, wo ich visuelle Assoziationen zu habe. Das Sax-Intro von Get Ready lässt mich an eine Szene denken: Großstadt, mitten in der Nacht, Lichter spiegeln sich auf dem regennassen Asphalt ….. keine Ahnung, wieso ….
Jedenfalls gehört diese Live-DoCD zu den 20 geilsten LivePlatten überhaupt. Nur starke Stücke. Groove ohne Ende.

Steely Dan – Can’t buy a thrill

Die Gesburt einer der essenziellsten Bands amerikanischer Westcoast-Popkultur. Becker, Fagen und die versaamelte Elite der L.A. Studio-Szene schaffen es wie kaum eine andere Band, eingängige Melodien groovend in “intelligente” Pop-Musik zu verwandeln. Das hat definitiv nix mit dreckigem Rock ‘n’ Roll zu tun. Das ist aus der musikalischen Gourmet-Küche.

Uriah Heep – Demons and Wizards

Jaja, DP für Arme ….. immer diese Schmähungen. David Byron warein geiler Sänger, Ken Hensley ein toller Songwriter (man höre nur seine Ballade “Rain”) und die CDs von Look at Yourself bis Sweet Freedom sind nun mal Klassiker in meinem 70er Regal.

Uriah Heep – The Magician’s Birthday

Hier gibt es sogar einen longtrack *g*

Yes – Fragile

Die Yes-Platte, auf der “Roundabout” drauf ist, mag nicht die  beste der Band sein, ist aber unverzichtbar.

Yes – Close to the edge

darf natürlich nicht fehlen. Ist für viele ja DAS Yes-Album.
Neil Young – Harvest

Ich habe zwei Platten von Neil. Das hier ist die spätere und somit die letzte, die ich bewusst gehört habe.

Frank Zappa – The Grand Wazoo

Ja, einige werden sagen, Zappas Jazz-Rock-Phase begann mit Hot Rats. Diese hier – mit dem großen Bläsersatz – mag ich noch etwas lieber.

Und auch das ein Jahr, wo ich Schwierigkeiten habe, die TOP 3 zu benennen. Zu viel wirklich gutes dabei.

Tante Edith sagt:

Grant Green – Live at the Lighthouse

Grant Green ist Jazz-Gitarrist. Und zwar einer der guten. Seine Linien klingen sehr geschmeidig und flüssig. Das macht Spaß. Und hier wird sehr modal improvisiert. Das ist also nicht das typische Zwei-Akkorde-pro-Takt Gejazze. Sehr cool.

Rock History: 1998

Nach 2008 direkt mal ein Rückblick zehen Jahre zuvor (auch da wird es kaum üppiger und die Erstellung einer Top-3-Liste fällt sehr schwer, weil da nur ein All-time-favorite-Werk dabei ist.

Dan Ar Braz & Héritage des Celts – Zenith

Die vier Alben der Heritage Reihe sind alle eine feine Sache für Freunde keltischer/bretonischer Folk-Rock-Musik.

Dakota Moon – Dakota Moon

Ich kann mich sogar noch dran erinnern, wo ich das entdeckt habe: Jürgen von der Lippes “Geld oder Liebe”. Das stand sogar als Sticker auf der CD. Vier Schwarze, die Satzgesangarrangements drauf haben wie CSN&Y. Sehr schön. Einer von denen zappelt sich aktuell einen ab als Leadsänger einer Retro-Soul-Band …. deren Name mir grad nicht einfällt, weil ich die Mucke doof finde … grad gegoogelt: Vintage Trouble (und korrekterweise möchte ich erwähnen, dass mir in den youtube-Videos das exaltierte Gehampel des Sängers auf den Sack geht und cih deshalb da nicht weiter lauschen kann …. komisch, wie sich Sinne beeinflussen) … aber hier geht es ja auch nicht um Vintage Trouble

Dr. John – Anutha Zone

Ich habe drei CDs aus der Zeit zw. 1998 und 2004, die alle sehr schön sind. Es groovt halt locker flockig.

Eilsa – Pipes & Flowers

Oberflächlich gehört ist das Pop. Wäre vermutlich auch nicht weiter der Rede wert. Aber: Produziert, arrangiert und mit einigen sehr feinen Gitarrensoli verziert von … tataaa: Corrado Rustici. Give it a try !

Explorer’s Club – Age of Impact

Ein Projekt des Magellan-Chefs Trent Gardner, gespickt mit hochkarätigen Musikern u.a. aus dem Dream Theater Umfeld. Frickeln bis der Arzt kommt.

Gov’t Mule – Dose

Alles von dieser Band mit Allen Woody am Bass ist Pflichtprogramm.

Headhunters – Return of the Headhunters

25 Jahre später und ohne Herbie Hancock funkt diese Truppe noch genau so klasse.

Lana Lane – Garden of the moon

Es gab eine Zeit, da mochte ich diese Art Symphonic Rock ….. trallala …

Liquid Tension Experiment – L.T.E.

Was soll dabei rauskommen , wenn John Petrucci (Dream Theater), Mike Portnoy (Ex- Dream Theater), Jordan Rudess (ab 1999 Dream Theater) und Tony Levin (nicht Dream Thater *lol*) eine instrumentale CD einspielen? Frickeln, bis selbt der Arzt nicht mehr helfen kann …. und das sagt einiges darüber aus, was ich heute über diese Art von Musik denke …. trallala

Pain of Salvation – One hour by the concrete lake

Die ersten vier PoS-Alben sind alle klasse. PE1 ist wohl mein persönlicher Favorit. Aber alle vier hab ich durchaus häufig gehört.

Saga – Detours

In ihrem zweiten Frühling (oder so ähnlich) haben Saga durchaus einige CDs hinbekommen, die an die hervoragenden Arbeiten der Frühphase anknüpfen können, ohne jedoch wirklich essenzielle Werke zu sein.

John Scofield – A go go

Es ist die erste Zusammenarbeit mit dem Trio Medeski, Martin & Wood und später lief das dann ja auch nicht mehr unter dem Label Scofield. Es ist die Geburt einer jazzigen Spielart, die so locker und laid-back groovt, dass es eine Wonne ist. Und “Jeep on 35″ gehörte auch schon in mein Repertoire. Aus diesem jahr übrigens die einzige CD, die die in meiner “Gallery of the Great” vertreten ist.

Rock History: 2008

Nach dem Hammerjahr 1978 springen wir genau 30 Jahre nach vorne.

Agog – Some frump punk

Als ich noch regelmäßiger “Gitarre&Bass” Leser war, hab ich die Plattenempfehlungen nach interessanten Jazz-Veröffentlichungen durchsucht und bin hin und wieder auf sehr interessante Sachen gestoßen. So auch hier: ein Gritarrentrio aus den Niederlanden. Sehr eigenständige Musik im Jazz-Rock Genre. Es gab wohl auch eine CD mit Interpretationen von Songs der Band Radiohead. Die kenne ich aber nicht.

BAP – Radio Pandoa unplugged

BAP habe ich seit den ersten Tagen dieser band auf dem Schirm. Und auch wenn viele leute behaupten, diese Band wäre ja nur in der Zeit von Major Heuser gut gewesen, so halte ich dagegen, dass der Niedecken immer (!) exzellente Gitarristen in der Band hatte. Und das Konzept, Songs gleich auf zwei CDs (plugged und unplugged) rauszubringen, hat auch einen gewissen Charme. Wenn denn die Songs stimmen, was hier definitiv der Fall ist. Imho ist die unplugged die schönere der beiden.

Michael Burks – Iron Man

Das Jahr war ich auf dem Schöppinger Blues Festival. Einer der Acts war Michael Burks. War für mich die Entdeckung dort (denn einige andere Acts wie Bonamassa oder Freischlader kannte ich ja schon).

Carl Carlton – Songs for the lost and brave

Diese CD hat mir meine (Ex)Frau geschenkt. Zuerst dachte ich, das wäre ja ein Fehlgriff gewesen. Den Carlton kannte ich nur als Sidemann vom Maffay …. und wenn da auf der Bühne drei Gitarristen stehen, die alle die gleichen Chords schrammeln, finde ich das als alter Fan des klassischen Rock-Trios doof. Aber der Carlton ist nicht nur ein feiner Gitarrist, der schreibt auch tolle Songs.

Iona – Live in London

Folk-Prog mit ganz leicht keltischen Anklängen und elfengleichem Gesang. Diese Band hat einige sehr hörenswerte CDs im Katalog.

It Bites – The Tall Ships

Definitiv die Platte des Jahres. 20 Jahre später reformiert sich diese Band und klingt nach It Bites, obwohl das prägende Element, die Stimme von Francis Dunnery, nicht mehr dabei ist. Das ist unglaublich. Und noch dazu sind die Songs fasntastisch. Und zwar ohne Ausnahme.

Richie Kotzen – Live in Sao Paolo

Für einige Zeit war das mein Lieblingsmusiker und ich sage bewusst Musiker, weil der nicht nur ein fantastischer Gitarrist ist sondern im Laufeder Jahre auch ein fantastischer Sänger (in der Tradition von Coverdale u.ä.) geworden ist und fantastische Songs schreibt. Und 2008 hatte der auch noch einen geilen Gitarrensound (was auf den jüngsten Veröffentlichungen nicht mehr der Fall ist). Auf dieser Live-CD sind dann auch (fast) alle wichtigen Songs drauf.

The Reign of Kindo – Rhythm, Chord & Melody

Der Band heftet das Etikett “Indie Rock” an. Ich finde, das sind zunächst sehr schöne, mitsingbare Songs, die jedoch sowohl rhythmisch als auch harmonisch eine interessante Komplexität aufweisen. Kopf und Bauch werden gleichermaßen angesprochen. Schöne Musik.

Ten Years After – Evolution

Es müsste ja eigentlich 40 Jahre danach heißen. Ohne Alvin Lee, dafür aber mit dem wirklich guten Joe Gooch wird hier Blues Rock von Qualität geboten. Etwas später formiert sich darua Hundred Seventy Split, die ja in meinem Musikkosmos auch eine Rolle spielen.

Thieves’ Kitchen – The Water Road

Diese Band soll (weil ich vorher nichts kenne) früher JazzProg gespielt haben. Das hier ist RetroProg mit analogen Keyboardsounds. Rezensenten bemängelten diesen Stilwechsel als Rückschritt. Für mich war es der Erstkontakt. Und ab und zu in Mellotronsounds baden, ist ja auch was feines.

Und damit bin ich mit 2008 auch schon durch. Ich stelle fest: hätte es damals meine Top15-Reihe schon gegeben, hätte ich ein Problem gehabt.

Rock History: 1978

Wieder mal das “goldene” Jahrzehnt. Und auch das hier ein Jahr mit unsterblichen Klassikern !

Bill Bruford – Feels good to me

Allan Holdsworth (g), Jeff Berlin (b), Dave Stewart (dr) und die unglaubliche Anette Peacock (voc). Das hier ist noch Jazz Rock und keine (Smooth-)Fusion. Die ersten vier Brudfors-CDs gehören eh in jeden Haushalt.

Chic – C’est chic

Disco-Mucke war klar doof. Aber was dieses Team (insbesondere Nile Rogers an der funky-Gitarre) an stilbildender Musik geschaffen hat (ich denke da auch an We are family von Sister Sledge), das war schon “Tank”-Mucke erster Klasse.

Dixie Dregs – What if

Die Band um Steve Morse vereinte Jazz-Rock ala Mahavishnu mit progressiven Anklängen sowie Klassik und sogar Country. Auf dieser LP sind einige unsterbliche Klassiker wie Odyssey, Night meets light, Take it off the top, Ice cakes oder What if. Top10 Album !

Peter Green – In the Skies

Nach Fleetwood Mac ein Solowerk. Durchaus durchwachsen in der Gesamtqualität, aber einige sehr tolle Nummern (z.B. Slabo days) drauf.

Nina Hagen Band – Nina Hagen Band

White punks on dope auf deutsch. Aber bis auf die rotzige Attitüde ist das hier alles andere als Punk. Die Band (später Spliff) ist technisch versiert undstilistisch breit aufgestellt. Und was Nina Hagen auf der CD phrasiert und moduliert, istschlicht einzigartig. Gehört auch in jeden Haushalt.

Dale Jacobs – Cobra

Nicht erst die 80er brachten (smooth-)Fusion hervor. Das ging hier schon los. Aber bevor diese Musikrichtung mit Fahrstuhlmusik a la Kenny G. assoziiert wurde, gab es für den jazz-funk-pop affinen Hörer durchaus Qualitätsware, hier ein eher unbekannterer Musiker. Höre ich heute immer noch gerne !

Neil Larson – Jungle Fever

Und wieder Latin-Fusion. Aber da ist mit Sudden Samba ein Titel drauf, den ich bis heute immer wieder im Repertoire meiner Latin-Jazz-Rock-Projekte habe.

Pat Metheny – Pat Metheny

Ein Gitarrist betritt als Solist/Bandleader die Szene, an dem sich viele reiben und der gewiss eine einzigartige und somit immer erkennbar Stimme gefunden hat. Ich mag das meiste von ihm. Und hier begann es.

Mother’s Finest – Another Mother Further

Ist das Funk Rock? Oder gehört das in die Sparte Crossover ( wie Living Colour)? Egal, war auf jeder Freitagsdisco in unserer Stadt der Tanzflächenfüller.

Alphonse Mouzon – In search of a dream

Auf der Schnittstelle zwischen (klassischem) Jazz-Rock und (Smooth-)Fusion gibt es von A.M. einige Werke mit sehr Mahavishnu-orientierten Sachen drauf.

The Outlaws – Bring em back alive

Von allen Southern-Rock Bands, die ich so gehört habe, sicherlich die, die am nächsten an Country ist. Dennoch mit der Drei-Gitarren-Armada live ein rockiges Feuerwerk mit ausufernden Soli abgeliefert hat. Daher ist das hier ein Klassiker und auch alles, was man von dieser Band braucht.

Police – Outlandos d’amour

Eine der wenigen Bands mit eher new-wavigem Ursprung, die jedoch so eingenständigen Sound bei individueller Klasse der Musiker “entworfen” hat, dass die fünf regulären Police-Alben alle in diese Liste gehören.

Steve Reich – Music for 18 musicians

Ich glaube, dieses Werk ist gar nicht mal in diesem Jahr entstanden und diese LP-Version ist gewiss nicht meine Referenz. Aber es ist die erste Berührung mit diesem Stück, welches ich zu den größten Werken überhaupt zählen möchte. Auflegen, sich hinlegen und wegdriften ……

Lee Ritenour – The Captain’s Journey

Dieser Gitarrist, der auch zur angesagtesten L.A.-Studioszene (wie Larry Carlton oder der pre-Toto Steve Lukather) gehört(e), hat in den frühen Werken durchaus noch Jazz Rock gemacht, bevor es dann eher smoother wurde.

Saga – Saga

Der Beginn eines ganz neues Sounds in der Progressive Welt. Und einige Klassiker (wie z.B. Humble Stance) sind schon auf dem Erstling.

Styx – Pieces of eight

Bevor diese Band kommerzielle Schnulzen verbrochen hat, hat die durchaus guten AOR mit sogar ganz leicht proggigen Anklängen fabriziert.

Toto – I

Auch wenn hier mit Hold the Line einer der drei totgedudelsten Toto-Songs überhaupt drauf ist, ist das der Beginn der imho größten AOR-Band überhaupt. Und wenn Girl Goodbye mit seinem Bombast nicht proggige Anklänge hat, weiß ich auch nicht mehr weiter …

U.K. – U.K.

Eine neue Prog-Supergroup betrifft mit einem Urknall die Szene. Die ehemalige King-Crimson-Rhythmusgruppe (Wetton, Bruford) zusammen mit Eddie Jobson (keyb, vio) und Allan Holdsworth (g). Und mit was für einem Überalbum. Das ist Prog und JazzRock. Das ist Weltklasse. Jeder einzelne Song. Jede einzelne Note.

Van Halen – 1

Ich war als Gitarrist nie auf dem Trip, Van Halen als Vorbild zu haben oder seine Sachen nachzuspielen uzu versuchen. Dennoch eine essenzielle Band fürs Genre und sehr häufig gehört.

Gino Vannelli – Brother to Brother

Ist das noch Pop? Ist das Jazz-Rock mit Gesang? Auf jeden Fall ist das Titelstück ein grandioses und einzigartiges Stück Musik. Das groovtwie Hölle, das ist klasse arrangiert, da sind breaks drin vom feinsten …. ich komme aus dem Schwärmen nicht mehr raus.

Vitesse – Out in the Country

Holländische 2-Gitarrenband mit schönen Songs, feinem Groove und feiner Gitarrenarbeit. Mein einziges Album dieser Band. Aber ein für mich (als Gitarrist) wichtiges.

Eberhard Weber – Silent feet

Ein Jazz-Quartett mit sax, p, b, dr gehört normalerweise nicht zu meinen favorisierten Besetzungen. Wenn jedoch der einzigartige Stil Eberhard Webers am elektrifizierten 5-string-Kontrabass zusammentrifft auf das lyrische Sopransaxophon von Charlie Mariamo, dann kommt da was ganz besonderes bei raus.

Rock History: 1969

Wo wir grad bei den 60ern sind, komplettieren wir schnell mal. Und jetzt wird deutlich, dass schon dieses Jahr weit deutlicher ns Bewusstsein des jungen Müllerburschen gekommen ist als die Vorjahre.

Beatles – Abbey Road

Meine erste Plallte überhaupt (sieht mal mal von “Beat 66″ ab….). Ein Meisterwerk. Wie heißt das immer so schön: all killer, no filler. Trifft hier zu.

Brainbox – Brainbox

Jan Akkerman hatte vor Focus auch schon was gemacht und allein wegen der genialen Version von Summertime isr das hier Pflichtprogramm. Diese Hard-Rock-Version ist für mich die beste Version, die ich je gehört habe. Und was der Akkerman da an Solo spielt, geht über klassischen Hard Rock weit hinaus.

Eric Burdon – Declares War

Eigentlich ist diese Platte allein wegen Tobacco Road erwähenswert. Dieser Song lief Jahre später in unserer Dorfdisco jede Woche. Und jede Woche hotteten wir uns dazu einen ab. Diverse “Substanzen” waren auch im Spiel *g*

Colosseum – Valentyne Suite

Nicht so epochal wie die Live, dennoch ein oft gespieltes Werk dieser Band, die den Begriff “Fusion” (spell it german) von Rock, Blues und Jazz verkörpert.

Crosby, Stills & Nash – 1

Auch wenn die Deja vu (da dann mit Young) ihr Meisterwerk ist, ist der Erstling bereits mit jeder Menge klasse Songs gefüllt.

Deep Purple – Deep Purple

Das letzte Werk ohne Gillan und Glover. Mit dem Klassiker April. Für mich, da DP meine Lieblingsband war, ebenfalls Pflichtkauf.

Family – Entertainment

In Wikipedia steht: “diese experimentierfraudige und schwer kategorisierbare Band”. Und das trifft es genau. Mdst. drei Platten dieser Band sind sehr hörenswert.

Grand Funk Railroad – On Time

Diese imho sehr unterschätzte Band war (und ist bis heute) einer meiner Favoriten. Ungeachtet der tatsache, dass die damalige Presse der Meinung war, dass die einfach nur ungeheuer lauten Krach machen, ist es so, dass diese Band diejenige im Hard-Rock-Format war, die den größten Anteil an Soul, Funk und Groove in ihrer Musik hatte. Für mich ist das somit der Vorläufer der Crossover-Musik, was Jahre später von Bands wie Living Colour oder RHCP gespielt werden sollte. Und mdst. 4 Platten von GFR sind absolut ohne Füllmaterial.

Grateful Dead – Live/Dead

Für den Fan von Southern Rock, insebseondere der Allman Brothers, standen die Dead natürlich auch auf dem Zettel. Mit den ausufernden und sich z.T. auch sich verlierenden Jams hab ich mich als Jugendlicher aber recht schwer getan.

It’s a Beautuful Day – It’s a Beautuful Day

Mit Songs wie White Bird, Bombay Calling, A hot summer day ist diese Platte ein Klassiker. Mehr von dieser Band hab ich nicht.

James Gang – Yer Album

Die Band um den späteren Eagles Gitarristen Joe Walsh hat als Gitarrentrio auch Musik gemacht, die teilweise sehr funky war.

King Crimson – In the court of the crimson king

Bis auf die zweite Hälfte von Moonchild (und leider hatte KC ja auf fast allen Platten immer so eine 6-10 minütige Strecke, die für mich redundanter Freestyle war) ist das hier jede Note ein Meilenstein. Mit “I talk to the wind”, “Epitaph” und dem Titelstück sind da auch drei meiner absoluten Favoriten dieser Band drauf.

Led Zeppelin – 1

Ein Erstling, auf dem keine Gefangenen gemacht werden. Auch wenn dieses Album nicht mein persönlicher Favorit ist.

Led Zeppelin – 2

Das war die Zeit, als viele Bands noch zwei Platten pro jahr rausgebracht haben. Auch noch nicht mein Favorit, aber sehr nahe dran.

John  Mayall – Empty Rooms

Kein Klassiker dieses einflußreichen Bluesmusikers, aber mein Einstieg, weil zu dieser Zeit “Room to move” mein erster Song von ihm war.

Pink Floyd – Umma Gumma

Pink Floyd gehörte zu keiner Zeit zu meinen großen Lieblingsbands. Live at Pompeji haben wir natürlich alle mehrfach gesehen. Und daher wurde auch diese DoLP sehr oft gespielt.

Santana – 1

Die Blaupause des Latin-Rock. Gewiss nicht die beste oder essenziellste Platte von Carlos, dennoch gehört sie in diese Liste.

Who – Tommy

Auch eine Band, die nicht zu meinen großen Favoriten zählt. An dieser Platte kommt man aber nicht vorbei.

Yes – Yes

Der Erstling ist noch meilenweit vom klassischen Yes-Sound entfernt, der sich auf The Yes-Album rausschälen sollte. Das spricht aber nicht dagegen, dass hier richtige gute Mucke drauf ist.

Und ja, ich habe bestimmt was vergessen.

Boah, was war das schwierig ….

1. Pain of Salvation – In the passing light of day

Vollkommen unabhängig von der zugrundeliegenden Story und ob das jetzt texlich herausragend umgesetzt wurde, finde ich diese Musik einfach nur fantastisch. Dieser druckvolle Sound, diese krummen, verschachtelten Takte, diese Wucht.

2. Ka Ma Quartet – A love supreme / Universal tone

Das Quartett um die Saxophonistin Katharina Maschmeier interprteiert DAS große Werk des Jazz: John Coltrane’s “A love supreme”. Und wie diese Band das tut, macht süchtig. Sofort nach Ende der CD die Replaytaste zu drücken. Großes Kino. Im Prinzip genau so auf Platz 1 wie der Sieger. Fotofinish.

3. Stephan Bormann – Over the years

Der Stephan ist ein begnadeter Gitarrist und das nicht nur, weil er das ja auch studiert hat. Musik in Schönheit erstrahlen zu lassen, ist schon eine besondere Gabe. Und wenn er Esbjörn Svenssons “Elevation of Love” auf seiner Aliquotgitarre arrangiert/interpretiert, dann ist das ganz großes Soundkino. Nicht zuletzt, weil es wieder mal eine umwerfende Produktion aus dem Waldhofstudio von Mohi Buschendorf ist. Für mich DIE Referenz, wenn es um akustische Musik geht.

Ganz knapp runter von Treppchen und einzig, weil es keine CD sondern eine DVD ist, ist Magma – Emehntehtt Re Trilogie.  K.A., Köntarkösz und Emehntehtt-Re live an einem Stück ist schon essenziell im Werk dieser einzigartigen Band !

Gnidrolog – Lady Lake ist unbekannter Früh-70er-Prog aus England. Interessant, dass hier der spätere Pat Travers Band Bassist Peter “Mars” Cowling mitwirkte.

Moulettes – Preternatural ist Folk-Prog-Pop in der ungewöhnlichen Besetzung voc, cello / voc, fagott / voc, g / b / dr. Der mehrstimmige Gesang sowie die außergewöhnliche Instrumentierung führen dazu, dass viele Besprechungen hier eine Nähe zu Gentle Giant sehen. Das höre ich so nur ganz wenig raus. Sehr eigenständig. Sehr interessant. Nach zweimaligem Durchhören am Stück brauchten die Ohren dann aber definitv was anderes.

Marja Nuut – Une meeles. Die estnische Musikerin singt, spielt Violine und beides kombiniert mit loops. Estnische folkloristische Melodien treffen auf Ambient-Jazz im Stile eines Eivind Aarset. Trifft es vllt gar nicht mal so präzise. Selber hören, bitte !

Burnt Belief – Emergent und Shaman Elephants – Crystals sind zwei CDs aus dem weiten Feld der progressiven Musik, die ich bei dem vielen tollen Zeugs diesen Monat leider noch nicht so oft gehört habe, wie sie es verdient hätten.

Und da ich ja im Dezember mit dem Jahresrückblick beschäftigt bin, ist da auch einiges liegengeblieben:

Big Big Train – A stone’s throw … hat es ja noch in die Top-15-Liste geschafft

Inglorious – Inglorious machen RetroRock im Stile der 70er. Gute CD. So wie Last in Line – Heavy Crown, die (als Dio-Begleit-Band verständlich) dem Classic Rock der 80er zuzuordnen sind.

Aus dem progressiven Bereich gab es CDs von Machines Dream, Oblique Rain, Oddland, Perihelion Ship und Second Relation, die aber alle dem Jahresabschluss geschuldet nicht beim ersten Höreindruck so nachhaltig in Erinnerung geblieben sind. Muss ich mir noch mal geben ….

Und dann haben zwei Bekannte von mir was auf Silberlinge gepresst, was auch jeweils ne schöne und runde Sache geworden ist:

4 Souls – 4 Souls. Das sind Wulli Wullschläger und Sonja Tonn, ergänzt um den sehr versierten Gitarristen Jürgen Hoffmann und den Sänger Christian Pöllmann. Und die haben live ein sehr schön arrangiertes Programm schöner Coversongs eingespielt.

Jochen Volpert – Split Personality Nach zwei CDs mit Coverversionen bekannter Rock- Blues- und Soulklassiker hat der Jochen jetzt eine CD mit eingenen Songs rausgebracht. Es ist eine feine Mischung aus den genannten Stilen und die Gitarristen, die den Jochen geprägt haben, erkennt man schon wieder. Feine Sache.

Rock History: 1968

Schon bei meiner Liste für das Vorjahr zeichnete sich ab, dass vor 1970 eigentlich nicht meine Zeit war. Das, was ich von den Spätsechzigern – zumeist wesentlich später – für mich entdeckt habe, sind zumeist Bands, die Vorläufer des Classic Rock waren. Klar hab ich auch 60er Soul gehört, aber nicht in Dauerrotation und nicht essenziell. 1968 ist aber schon a bisserl länger als 1967. So here we go:

The Band – Music from the big pink

Hat gar nicht mal so eine heavy rotation erfahren, ist aber dennoch wichtig.

The Beatles – White Album

Obwohl es das inhomogenste (oder gerade deswegen ?) Album der Beatles ist, ist es für mich eines des besten. Habe ich auch, nachdem ich Abbey Road und Let it be hatte, rauf und runter gehört.

Jeff Beck – Truth

Für mich sind ganz klar Blow by blow und Wired DIE Jeff Beck Alben schlichthin. Da macht er ja auch Jazz-Rock. Der frühe Solo-Jeff Beck ist aber für die Entwicklung der härteren Rock-Musik unverzichtbar.

Blood, Sweat & Tears

Während sich der Jazz-Rock mit den ehemaligen Miles Davis Musikern eindeutig von Jazz her kommend entwickelte, gab es eine Gegenrichtung vom Rock kommend, die (seltsamerweise) Rock-Jazz genannt wurde und durch Bands charakterisiert wurde, die der klassischen Rockbesetzung Bläsersaätze hinzufügten. BS&T ist eine der wichtigsten bands dieses Genres.

Walter Carlos – Switched on Bach

Bach auf dem Moog-Synthesizer interpretiert. Damals genau so bahnbrechend wie die Pictures von ELP. Und vielfach – auf nicht immer gleichwertigem Niveau – kopiert.

Cream – Wheels of Fire

Ich muss echt mal drüber nachdenken, wieso diese Band (so) häufig hier auftaucht. Soo toll fand ich die gar nicht …

Deep Purple – Shades of Deep Purple

Deep Purple in Rock und der Somng Black Night war ja meine Initialzündung dafür, dass ich mit dem Gitarrespielen angefangen habe und aus mir so ein Musikbessessener wurde. Daher war DP (Mark II) auch lange meine Lieblingsband. Also wurde auch alles taschengeld zusammengespart, um die vorigen LPs kaufen zu können. Das ist zwar ohne Gillan und Glover noch eine andere Band. Dennoch habe ich auch die ersten drei DP-LPs geliebt und bis zum Erbrechen auf dem Plattenteller rotieren lassen.

Deep Purple – The Book of Taliesyn

Im Kanon der ersten drei Platten imho das unterschätzte Werk.

Iron Butterfly – In a gadda da vida

Das Riff ist Kult. Der Drumsolo auch.

Janis Joplin – Cheap Thrills

Als ich anfing, mich intensiv für Musik zu interessieren, lief im Radio gerade “Me and Booby McGee”. Mochte ich damals nicht. Erst viele Jahre später habe ich für mich festgestellt, dass Janis eine der größten Sängerinnen aller Zeiten war.

Nice – Ars longa vita brevis

Da ich riesengroßer ELP-Fan war, war die Vorgänger-Band auch Pflichtprogramm. Außerdem hatte die angesagteste Schülerband auf meiner Penne “Hang on to a dream” im Programm, was ich bis heute liebe.

… und dann kommt schon 1969 …

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