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Ist Spotify nun Fluch oder Segen. Ich habe schon wieder den ganzen monat vorwiegend irgendwelchen alten Kram entdeckt. Man muss ja mal die Lücken in den Sammlungen schließen.  Oder? Denn dabei bleibt wenig Zeit für neues …. Ich muss da mal drüber nachdenken.

1. Espoo Big Band – Yesterday’s Games

Das ist auch eine Platte von 1986 … Die Espoo Big Band (und Pekka Pohjola am Bass) spielen diesen Songzyklus aus der Feder eines meiner allerliebsten Musiker/Komponisten. Kannte ich vorher noch nicht und ist großartig. Auch in dieser Besetzunge sind die typischen Melodieführungen und Harmoniewechsel des Pekka Pohjolas erkennbar. (siehe auch weiter unten)

2. AKKU Quintet – Aeon

Das ist Minimal Jazz, der ein bisschen an Nik Bärtsch erinnert. Ich mag das.

3. Gray Matters (Schnella & Mau) – Live in Concert

Die Stimmen in meinem Kopf ….. auf der einen Seite ist es natürlich live nicht reproduzierbar, welche z.T. sehr sophisticated Arrangements in den Studioversionen für Verzückung sorgen. Andererseits ist es gleichzeitig eine Freude, zu hören, dass auch solch filigran ausgeklügelten Sachen wie Miracles out of nowhere in der reduzierten Live-Besetzung immer noch funktionieren.
Und dann – das ist mir eigen und ich kann da nichts gegen machen – habe ich weitgehend eine Abneigung gegen Musik mit Getrommel aber ohne Bass. Es gibt zahlreiche Beispiele, wo ich gedanklich immer Krätze kriege, wenn der Bass fehlt …. Und dann kommen die hier mit 2 Stimmen, 1-2 Gitarren und 2 Perkussionisten …. WO ist der Bass? Gleichzeitig muss man der Aufnahme jedoch attestieren, dass die tiefen Frequenzen im Klangbild keineswegs fehlen, weil Martins Akustikgitarre mit einem großartigen Frequenzspektrum daherkommt. Und insgesamt sage ich daher: Daumen hoch !

Da ich diesem Monat nicht nur eine Pohjola-Woche, sondern auch eine Dan Ar Braz Woche hatte, habe ich mir die ersten drei Werke mal auf CD gegönnt. Die hatte ich bisher nur auf Platte. (vgl. hierzu die Dan Ar Braz Werkschau, Teil 1).

Jede Menge alter Kram von Grateful Dead, Glenn Hughes, Steve Khan, Moody Blues und und und …. sollen hier nicht weiter interessieren.

Für Freunde des italienischen Progs gab es auch gleich mehrfach neues Ohrenfutter: Il Paradiso degli Orchi – Il Corponauto, Ingrannagi della Valle – Warm spaced Blue und La Bocca della Verità – Avenoth sind alle hörenswert und bieten genug zum entdecken jenseits der Malen-nach-Zahlen-RetroProg-Formel. Für detailliertere Infos zu diesen Werken möchte ich auf Einzelbesprechungen auf www.babyblaue-seiten.de verweisen

Nova Collective – The further Side ist InstrumentalProg mit hohem Frickelfaktor. Mir derzeit zu hoch und mir fehlen die hooklines.

Pekka Pohjola – Harakku Bialoipokku von 1974 vervollständigt meine Pohjola-Sammlung, ist aber gewiss nicht seine stärkste Platte.

The Group – The Group war 1978 ein Nebenprojekt von Pohjola und gefällt mir ausgesprochen gut.

Denez Prigent – Irvi und Sarac’H ist sehr stimmungsvolle bretonische Musik. Kannte ich vorher gar nicht.

Max Schultz – plays Coltrane ist auch schon von 2007. Coltrane, interpretiert von einem Jazz-Gitarristen Hat was. Auch wenn es konventioneller erfolgt als die jüngst besprochene CD vom KAMA Quartet.

Tedeschi Trucks Band – Live at the Fox Oakland habe ich einmal gehört. Das ist nicht die Nachfolgeband der Allman Brothers. Irgendwie gefällt mir das nicht.

Pat Travers – Live at Rockpalast 76 ist ein historisches Livedokument seiner Trio-Band. Etliche der Songs erklingen imho in der Twin-Gitarrenversion mit Travers/Thrall noch besser.

1981 Acoustic

Wie der Name schon sagt, ist die Akustikgitarre hier die Basis aller Songs. Es ist aber nicht so, dass das eine Platte komplett mit Solo-Fingerpicking ist. Es gibt Instrumentals und Songs mit Gesang. Außerdem dezente Melodien von Dudelsack, Flöte oder E-Gitarre. Auch Klavierbegleitung im Hintergrund. Alles in allen eine sehr ruhige Platte. Beim Durchhören stelle ich fest, dass die hinter den für mich großen Werken immer im Hintertreffen ist und das vielleicht zu Unrecht.

1984  Musique pour les silences a venir

Neben seinem Trademark Sound (ich sag mal “fake-Dudelsack”) gibt es einen zweiten Trademarksound, den der ultracleanen Gitarre, gschuldet seinem Faible für die Musik der Sahdows). Und so gibt es, beginnend mit dieser Platte, eine ganze Reihe von Veröffentlichungen, die (fast) ausschließlich mit diesem Gitarrensound dienen. Und hier beginnt dann auch das Problem, dass diese Musik, wenn Sie gleichzeitig auch noch seine Tradeamrk-Melodieführungen vermissen lässt, ganz schnell in der Kategorie Fahrstuhlmusik landet.  Und so ist auch diese Platte eher als Hintergrund für ne Meditationsstunde / Phantasiereise zu gebrauchen ….. wäre da nich der Song Jesse Carpenter.Das ist zwar auch eine Instrumentalbalade. Die ist aber getragen von einer verzerrten Gitarre.

1988 – Septembre Bleu

Hier sind von allen Zutaten, die Dan Ar Braz’ Musik für mich so unendlich schön machen, nur noch Spurenelemente vorhanden. Homöopathie? Das ist doch, wenn ich in Bregnez in den Bodensee pullere … und Du das in Konstanz noch scmecken kannst *muhaha* Und wenn das alles ist, was mir zu dieser Platte einfällt …. noch Fragen?

1990 Songs

Wie auf Acoustic ist die Akustikgitarrenbegleitung die Basis, hier jedoch alles (?) gesungene Lieder. Auch hier wieder die Untermalung/Farbgebung mit diversen Melodieinstrumenten. Auch hier gibt es kein Schlagzeug. Vor dem Hintergrund, dass hiernach zwei absolute Highlights kommen werden (siehe Teil 3), lautet das Fazit auch hier: nett, schön, nicht überragend.

Rock History: 1974

Heute mal wieder ein Jahr aus meinem Lieblingsjahrzehnt.

Bad Company – Bad Company

War Free eine Blues Rock Band, könnte man Bad Company eher Arena Rock oder AOR nennen. Obwohl diese Bezeichnung erst etwas später aufkam. Jedenfalls gehört Paul Rodgers zu meiner 5-6 Lieblingssängern und die ersten 3-4 Platten von Bad Co. sind einfach klasse.

Barkley James Harvest – Live

Haben wir damals in unserer Jugendclique viel gehört. Mockingbird ist eine Hymne. Ist lange her und ich habe diese Band danach auch aus den Augen verloren.

Camel – Mirage

Eine der ganz großen Platten aus diesem Jahr und insgesamt. Und nicht nur wegen Lady Fantasy. Was habe ich diese Nummer damals gerne auf der Gitarre mitgespielt !

Clannad – 2

Keltische Folkmusik spielt immer wieder eine Rolle. Und nicht nur aus der Bretagne wie Alain Stivell oder Dan Ar Braz. Auch aus Irland und da ist diese Band mit ihren ersten Platten ganz weit vorne.

Eric Clapton – 461 Ocean Boulevard

Ich war nie DER Clapton-Fan. Weder bei Cream noch solo. Und doch gibt es einige Platten, die ganz einfach in so eine Liste gehören. Das hier ist eine davon.

Stanley Clarke – Stanley Clarke

Als riengroßer Return to Forever fan habe ich selbstverständlich auch das Soloschaffen der einzelnen Bandmitglieder verfolgt. Die ersten drei Clarke-Platten gehören in jede Sammlung eines Jazz-Rock Freundes.

Chick Corea’s Return to Forever – Where have I known you before

Zumeist wird ja Romativ Warrior als ihr Meisterwerk bezeichnet. Diese Platte mit Kompositionen der einzelnen Bandmitglieder wird zusammengehöaten von drei kleinen Pianosolo-Nummern. Das gibt der Platte einen konzeptionellen Touch. Undaußerdem ist hier keine Nummer drauf, die nicht grandios ist. Eine meiner TOP-10-Platten !

Deep Purple – Stormbringer

Ich mochte auch Mark-III. Coverdale – Hughes war halt auch schon ein tolles Gespann. Und beide gehören zu meinen Favoriten als Sänger. Und Stormbringer ist – für eine Hard Rock Band – erstaunlich funky.

Klaus Doldinger’s Passport – Jubilee

Diese Platte (sowie der Nachfolger Jubille 75) beinhaltet Live Aufnahmen mit einer ganzen Reihe von Gästen (u.a. Brain Auger) und da wird sich locker flockig durch das Passport Repertoire sowie Songs der Gaäste gerockt und gejazzt. Feine Sache.

Rory Gallagher – Irish Tour

Nach Live in Europa das zweite Livealbum, diesmal als DoLP und mit einer mindestens ebenbürtigen Setliste. Unverzichtbar für Rory-Fans.

Gentle Giant – The Power and the Glory

Wenn ich als Lieblingsalbum von Gentle Giant das Livealbum nicht nennen dürfte, würde vermutlich diese Platte das Rennen machen. Eine von vielen wirklich guten Platten dieser Band.

Harmonium – Harmonium

Ein Kumpel war in Montreal und brachte nach den Sommerferien zwei Platten dieser kanadischen Folk-(Rock)-Band mit. Sehr schöne und eigenständige Musik. Der Nachfolger ist noch einen tick stärker.

King Crimson – Red

Fripp – Wetton – Bruford ! Zum Trio geschrumpft laufen King Crimson noch einmal zur Höchstform auf, bevor es dann Schluss war. Zumindest in den 70ern. Bis auf die (fast) üblichen 5 Minuten FreeForm-Entbehrlichkeit ist das in jeder Note Spitzenklasse.

Gordon Lightfoot – Sundown

Als pubertierender Musik Konsument … ähm als Pubertierender, der auch Mädchen aufs Zimmer locken wollte …. und dafür war Weder Gentle Giant noch King Crimson geeignet ….. also, was ich eigentlich sagen wollte …… für die Baustelle “SchmusiMusi” war das hier genau das richtige …..*lol*

Lynyrd Skynyrd – Second Helping

Neben den Allmann Brothers war das DIE Southern Rock Institution und alle Alben der Frühphase waren Pflichtkauf.

Joni Mitchell – Court and Spark

Auf dem Weg von der Folksängerin zur von erstklassigen Jazzmusikern begleiteten Songpoetin ist das ein Werk mit fast ausschließlich großen Songs. ‘Fast’ bitte streichen.

Supertramp – Crime of the Century

Für mich DER Klassiker dieser Band. Allein schon wegen School. Wobei das halt das Überstück in einer Liste ausnahmslos toller Stücke ist.

Traffic – When the Eagles flies

Eine von mehreren guten Platten einer guten Band.

Weather Report – Mysterious Traveller

Zusammen mit Black Market meine Lieblingsplatte von Weather Report. Wobei ich eh alle habe. Neben Mahavishnu und RTF die dritte ganz große Jazz-Rock-Institution.

Frank Zappa – Roxy & Elsewhere

Die Live-Platte der Zappa-Inkarnation, die ich immer als seine beste bezeichne. Allein die Phase von Overnite Sensation bis Live in New York hat so viele herausragende Platten hervorgebracht.  Beste Phase dder besten Band !

Rock History: 2011

Und weiter gehts:

BAP – Halv su wild

Einige Jahre hab ich mich mit meiner lokalpatriotischen Lieblingsband schwer getan. Hab die auch mal live gesehen und fand das nicht so prall. Inzwischen hat sich das wieder geändert. Auch das Live Erlebnis in Berlin war wieder klasse. Und der Krumminga ist halt ein toller Gitarrist. Daher hat eigentlich jede BAP-Veröffentlichung eine Garantie auf häufiges hören.

Cody Canada & the Departed – This is indian Land

Americana at its best. Und Staring down the sun war mal in unserer Setliste. Klasse Platte.

Demon’s Eye – The Stanger within

Diese Deep Purple Cover Band hat mit dieser CD eigene Stücke herausgebracht. Und klar klingt das wie Purple oder Rainbow. Aber verdammt gut.

Fido plays Zappa – Too big to fail

Für mich eine der besten und mit dem Werk des Meisters sehr kreativ umgehenden Zappa-Cover-Bands.

Drew Holcomb & the Neighbors – Chasing someday

Auch das ist Americana. Allerdings sind da mit Live forever und Hourglass zwei Balladen drauf, die einem echt Pipi in die Augen machen. Ganz großes Kino.

Jeavestone – 1 + 1 = ok

Psychedelic, Folk, Rock, Retro. Die Finnen spinnen. Quatsch, die machen sehr eigenständige und außergewöhnliche Musik. Gute Band. Gibt es mehrere gute Platten von.

Meike Koester – Seefahrerherz

Diese Musikerin und damit auch diese Platte habe ich erst 2014 entdeckt. Da wurde das auch gleich CD des Jahres. Es gibt nur ganz wenige Musiker, die ich ertragen kann, wenn sie als Solokünstler singen und Gitarre spielen. Das ist mir zumeist viel zu eindimensional und vom Arrangement her zu langweilig. Meike Koester gehört zu den wenigen Ausnahmen. Habe ich live solo gesehen und es hat gegroovt. Und berührt. Gewaltig. Und wenn dann die Songs, die schon relativ “nackisch” so eine Wirkung haben, aals Studioversion noch von einer Rhythmusgruppe veredelt wurden, dann passt alles.

Christina Lux – Playground

Jetzt könnte ich eigentlich den Text der vorangegangenen CD wiederholen. Auch Christina Lux habe ich schon mehrfach live gesehen. Meistens solo. Und immer wunderbar. Ihre Zusammenarbeit mit dem ebenso wunderbare Reentko Dirks habe ich auch live erleben dürfen. Christina plus Reentko plus Waldhausstudio = Garantie für allerfeinstes audiophiles Ohrenfutter !

Steve Reich – Kuniko plays Reich

Ich liebe Steve Reich. Ich liebe Mallet-Instrumente. Was kann da bei dieser CD noch schiefgehen?

Marcus Rill – Wild, blue and true

Schon die dreitte CD in einem Jahr aus dem (weitgefassten) Genre Americana. Dazu noch zwei SongwriterInnen-Perlen. Das war wohl ein akustisch geprägtes Jahr. Ich habe diverse Rill-CDs. Das hier ist mein Favorit.

Slow Electric – Slow Electric

Eher Ambient als Prog ist dieses Werk mit Tim Bowness eine sehr stimmungsvolle Sache zum abtauchen.

Subsignal – Touchstones

Mein persönlicher Fayorit dieser deutschen Prog-Band.

Csaba Toth Bagi – Aved Ivenda

Jazz Rock Gitarrist mit hohem Frickelfaktor. Sehr geile Sache.

Voodoo Circle – Broken Heart Syndrome

Noch so eine “Classic-Rock” Band, die nicht verleugnet, dass Rainbow und Whitesnake Pate gestanden haben. Hier eher 70er Hard Rock und daher besser als spätere Outputs, die dann doch mehr die 80er als Vorbild hatten.

Steven Wilson – Grace for Drowning

Alle Welt hält ja The Raven bzw. Hand.Cannot.Erase für seine Meisterwerke. Mit dem er aktuell den Olymp der Progressive-Welt bestiegen hat. Und ja, Songs wie Luminol sind schon Weltklasse. Daran fehlt aber zB auf HCE weitgehend. Nach Porpupine Tree, deren Werk ich auch sehr schätze, war das hier als eklektisches Jazz-Rock-Prog DoCD (!) ein Output, der an Ideenreichtum kaum zu überbieten war. Definitiv mein Favorit von Wilson als Solokünstler.

Fazit: es sind zwar “nur” 15 CDs gelistet, aber da sind schon eine ganze Menge hochkarärige Sachen dabei. Und erfreulicherweise sieben Acts aus deutschen Landen !

Bereits auf Früh-70er-Platten von Alain Stivell taucht in der Besetzungsliste der Name Dan Ar Braz als Gitarrist auf. Da diese Platten bei mir hoch im Kurs standen/stehen, habe ich mir natürlich auch die erste Solo-Platte besorgt und ab da war ich Fan und begleite das Schaffen bis heute.

1977: Douar Nevez

Nach einem kurzen Klavierintro geht direkt die Post ab. Retour de Guerre ist ein Instrumental mit frickeliger Gitarrenmelodie und rockiger Begleitung. Da geht es sofort zur Sache. Irgendwo habe ich mal gelesen, diese Platte wäre Prog-Folk. Hier höre ich gar jazz-rockiges raus. Naissance de Dahud nimmt die Power raus. Hier wird es zu akustischer Gitarrenbegleitung und Flötenmelodie folkig. Bereits diese Melodie gibt einen Eindruck von der Ar Braz typischen Stimmung, die m.M.n. einzigartig im Kosmos bretonischer Folkmusik ist. Mort et immersion beginnt mit einer repetitiven Klavierbegleitung, gefolgt von einem ebenso sich wiederholenden Basslauf. Darüber kommt dann eine sehr getreagenen Melodie des Dudelsacks. Naissance de laville ist weitgehend akustische Gitarrenmusik, sphärisch untermalt, gefolgt von einer Nummer akustischem Fingerpicking. Seiter 2 der LP beginnt mit Orgies nocturnes. Hier wird wieder die E-Gitarre bedient, die gemeinsam mit Geige zur Rockbegleitung keltische Melodien spielt. Weiter geht es wieder mit Akustischer Gitarre, bevor in Les forces du mal von Rockbegleitung (hier: Orgel plus Rhythmusgruppe) getragen die E-Gitarre brilliert. L’appel du sage ist ein 7-Minüter mit Akustikgitarre, Dudelsack und einigen anderen akustischen/bretonischen Instrumenten. Hier steht die Stimmung im Vordergrund. Das nächste Stück wird beherrscht von der Dudelsackmelodie bevor mit Douar Nevez eine E-Gitarre über eine Akustikgitarrenbegleitung die Platte beschließt. Fazit: von Folk über Rock bis angeproggtes bzw. jaz-rockiges wird auf dieser Platte eine ungemein breite Palette an hochklassiger Musik begoten, die in sich stimmig ist. Mann kann durchaus Einzeltitel hören wie auch dieses Werk als Komplettpaket genießen.

1978 – Allez dire a la ville

Das Titelstück rockt direkt gut los. Die von der E-Gitarre gespielte Melodie dient als Intro, bevor Dan Ar Braz in französischer Sprache singt. Suite Ecossise ist Dudelsackmusik pur. L’amour kerne ist eine wundervolle vom Piano getragene Ballade, ebenfalls in französisch gesungen. Danach geht es wieder mit angejazzter Rockmusik und Gitarreninstrumental weiter. Toi fils de roi fils de rien ist eine gesungene Ballade mit rockigen Breaks und dynaischer Steigerung zum Ende hin. Hat auf 6 Minuten auch fast was proggiges. Seite 2 beginnt mit Farewell Bob Brown. Eine ruhige Nummer mit Dudelsack und E-Gitarre. Hier kann man zum ersten Mal erleben, dass Dan Ar Braz in seinem Gitarrensound die doch sehr unterschiedliche Hüllkurve eines Dudelsacksounds zu imitieren. Was auf späteren Platten durchaus als Trademark-Sound auftauchen wird. Requiem pur le jet ist wieder eine fusionartige Nummer. Mit Gesang. Les saisons ist eine akustische Gesangsnummer. L’amour lenzclaire hat in seinen Gitarrenarpeggios zu Beginn durchaus leichte Anklänge an Mahavishnu und bietet wieder instrumentale fusionbeeinflusste Musik. Abgeschlossen wird die Platte von einer Gesangsballade, die weitgehend nur von E-Gitarre begleitet ist.

1979 The Earth’s Lament

Die Platte beginnt mit einem Beatles-Cover, Rain. Jetzt singt Dan Ar Braz in englisch. Die Musik ist rockiger als bisher. Dennoch ist der bretonische Bezug durch Einsatz eines Dudelsacks gewahrt. to Rory ist wieder eines dieser fantastischen Instrumentals mit frickeliger Gitarrenmelodie. Der Fusionbezug ergibt sich hier durch den Einsatz eines MiniMoogs. Back to Life rockt wieder wie der Eröffnungssong. The piper’s glade ist eine getragene Hymne mit wunderschöner Dudelsack-Melodie und einem dynamischen Aufbau. Auch Seite 2 hält diese Bandbreite von rockiger und folkiger Musik bereit bevor die Abschlussballade The earth’s lament als E-Gitarreninstrumental zu E-Piano-Begleitung durchaus an Jeff beck erinnert.

Für alle drei Platten spreche ich unbedingte Kaufempfehlung aus.  Wer zwischen Rock mit ganz gelegentlichen Prog-Anleihen und deutlichen Fusion-Groove-Anteil und elegischer bretonischer Melancholie exzellente Musik genießen möchte, bekommt hier drei Platten, deren stilistische Bandbreite bei späteren Werken nicht mehr erreicht werden wird.

Rock History: 1990

Und munter springen wir wieder durch die Jahrzehnte.

Bruce Cockburn – Live

Diese CD, deren booklet so dürftig ist, dass ich zuerst an ein bootleg dachte, ist allein deshalb schon interessant, weil die Besetzung im trio mit Bruce (Gesang, Gitarre) sowie Chapman-Stick (!) und Drums nicht nur auf Groove hindeutet, sondern dies auch musikalisch auslebt. Eine gute Songauswahl und eine außergewöhnliche Umsetzung machten diese CD zum Dauerbrenner.

Randy Coven – Sammy says ouch

Ein virtuoser Bassist aus dem Mike Varney Umfeld. Damals habe ich die drei erschienenen CDs verschlungen und mir z.T. sogar die Songsbooks dazu reingezogen. Heute haben sich meine Hörgewohnheiten doch um einiges verschoben.

Electric Boys – Funk ‘o metal carpet ride

Den Begriff Crossover, der laut wiki ja diverse Verschmelzungsrichtungen bedeuten kann, wird von mir immer als Abkürzung für Funk-Metal-Crossover gebraucht. Bands wie Living Colour oder RHCP sind wohl die bekanntesten Vertreter. Aber auch diese Band hier hat da ein durchaus hörenswerten Output.

Extreme – Pornograffity

Und schon wieder eine Crossover-Band mit ihrem wahrscheinlich besten Album. Und der Nuno Bettencourt ist dazu noch ein sehr versierter Saitenquäler *lol*

Michael Lee Firkins – Michael Lee Firkins

Gitarrenartistik auf höchstem Niveau. Braucht sich in der Schnittmenge von Holdsworth, Vai und Satriani nicht zu verstecken.

Michael Gregory – The way we used to do

Dieser Sänger/Gitarrist, der manchmal als als Michael Gregory Jackson gelistet wird, hat mit dieser CD ein ganz einzigartiges Werk veröffentlicht, das zwischen Singer-Songwriter und funky Jazz liegt, aber einzig von Gesang und Gitarre besteht. Die CD findet man auch unter dem Titel Cowboys, Cartoons and assorted Candies.

Eric Johnson – Ah via Musicom

Gewiss nicht der Überraschungsknaller wie der Erstling, aber dennoch auf gleich hohem Niveau. Mit den beiden ersten Platten hat man dann aber auch alles, was Eric Johnson Trademark Sound ausmacht.

Steve Khan – Public Access

Steve Khan, Anthony Jackson, Dave Weckl und Mnolo Badrena spielen hier einen so locker groovenden, nach Africa klingen Jazz, dass es immer wieder eine Freude ist, diese CD einzulegen. Ganz großes Kino !

King’s X – Faith, Love, Hope

Die ersten 4-6 King’s X Platten sind alle klasse und es würde mir wirklich schwer fallen, hier einen absoluten Favoriten zu benennen. Und seinerzeit hab ich das wirklich rauf- und runtergehört.

Gary Moore – Still got the Blues

Der Mann war einer der größten. Ob im Hard Rock Metier oder beim Blues bzw. Blues-Rock. Und diese Platte hier ist ganz einfach mal ein Klassiker mit exzellentem Gitarrespiel.

UZEB – World Tour 90

So wie Rush das kanadische Progressive trio schlechthin sind, ist/war UZEB DAS kanadische Jazz-Rock-Gitarrentrio. Und allen voran Alain Caron, der, egal ob Contrabass, Fretless oder Funk-Slap, immer eine oberhammermäßige Performance abliefert. CD des Jahres !
Wer auf Jazz-Rock-Fudion steht, muss diese DoCD haben.

Rock Histroy: 1973

Kommen wir zu einem der wichtigsten Jahre überhaupt. Es sind zwar “nur” 22 Titel, die gleich in dieser Liste genannt werden, aber 12 davon tauchen auch in meiner 240 All Time Favorits Liste auf. So viele, wie in keinem anderen Jahr.

Alquin – The Mountain Queen

Die holländische Band ( sechs Leute, davon zwei Bläser) ist gar nicht so einfach zu kategorisieren. Ist das nun Rock-Jazz (a la Chicago oder BS&T?) Dagegen sprechen die beiden Longtracks. Ist das Prog? Auch nicht wirklich. Es ist auf jeden Fall sehr eigenständig, sehr geil und diese Platte ist – wenn es nur eine dieser Band sein sollte – der Pflichtkauf.

Brian Auger & Oblivion Express – Closer to it

Neben Jon Lord und Keith Emerson wohl der Hammond Spieler überhaupt, wenn auch deutlich jazziger. Die Platten des Oblivion Express sind alle gut. Eine musste ich rauspicken.

Beck, Bogert, Appice – Live

Jeff Beck hat viele geile Projekte am Start gehabt. Weils halt ein geiler Gitarrist ist. Power Rock im Trioformat ist hier die Losung.

Billy Cobham – Spectrum

Ein Meilenstein des Jazz-Rock. Auch wenn zwei Nummern in anderer Besetzung dabei sind, die vier tragenden Stücke (u.a. Red Baron und Stratus) mit Cobham, Jan Hammer, Lee Sklar und Tommy Bolin sind Klassiker. (und Red Baron sowie Stratus gehören auch zu meinem Cover-Repertoire).

Focus – At the Rainbow

Noch eine Band, von der es keine wirklich schlechte Platte gibt. Akkerman und van Leer waren schon ein Dreamteam. Auch zu Focus fällt es schwer, zu definieren, ob das proggiger Jazz Rock oder jazziger Prog oder was auch immer ist ….. Vllt. liegt das daran, dass die Holländer im CoffeShop verschiedene Substanzen konsumieren … *lol*
Das hier war mein Einstand.

Genesis – Selling England …

Gewiss nicht meine Lieblings-Prog-Band. Viele Alben enthalten grandiose Sachen, aber auch Füllmaterial. Eine Compilation DoCD von Trespass bis Selling wäre vermutlich ein 15 Punkte Album. Dennoch ist das hier (Lamb mag ich nicht !) mit Ausnahme von A Trick mein Favorit.

Gentle Giant – In a Glasshouse

Das ist ganz gewiss auch nicht das stärkste Album dieser Band, die einer der ganz großen Favoriten von mir war/ist. Es war aber die erste Paltte, die ich je von GG gehört habe.

Grand Funk Railroad – We’re an american Band

Nach vier Alben, die für mich alle Kalssiker sind und einigen etwas durchwachsenen Platten, ist das hier – jetzt mit Keyboarder zum Quartett erweitert, die letzte gute Platte dieser Band. Gut, nicht überragend.

Herbie Hancock – Headhunters

Allein wegen Chameleon (auch in meiner Playlist als Gitarrist) ein Klassiker. Die 70er Funk-Phase ist für mich eh die beste vom Herbie.

Ken Hensley – Proud Words on a dusty Shelf

Man kann von Uriah Heep ja halten was man will, Ken Hensley ist als Songwriter klasse. Was seine ersten beiden Soloalben beweisen. Die Ballade “Rain” ist einer der schönsten Stücke, die ich von ihm kenne.

Magna Carta – Lord of the Ages

Folk-Rock taucht bei mir auch immer wieder auf. Das hier ist schöne Musik einer Band, von der ich auch nichts anderes kenne.

Mahavishnu Orchestra – Birds of Fire

Musik aus einer anderen Dimension. Vermutlich ist das ihr Meisterwerk, wenn auch nciht mein persönlicher Favorit.

Manfred Mann’s Earth Band – Solar Fire

Die fünf CDs von 1973 bis 1976 sind alle toll. Allein wegen “Father of day, father of night” muss diese hier in die Liste !

Nektar – Remember the Future

Ein Top-Album jagt in dieser Liste das nächste. Und das hier ist wohl die beste Nektar.

Mike Oldfield – Tubular Bells

Und der nächste Klassiker, über den man wohl keine Worte verlieren muss. (Und Oldfield finde ich weitgehend grässlich)

Alan Stivell – Renaissance of the celtic harp

Diese Platte hat bei mir eine ganz hearuasragende Stellung. Das ist mit das beste, was keltischer FolkRock je hervorgebracht hat. Jede einzelne Note. Und ein kleineres Stück davon habe ich mal für Solo-Akustik-Gitarre transkribiert. Ganz ganz großes Ohrenkino. Auflegen, lauschen, sich entführen lassen !

Sweet Smoke – Darkness to Light

Jeder kennt die CD Just a Poke. Zwei Plattenseiten Hippie-Gefrickel und mit diesem Drumssolo im PhaserSound das nach In-a-gadda-da-vida wohl zweitbekannteste Drumsolo. Ich mag diese Platte hier lieber. Das ist charmante, leicht schräge Hippie-Mucke.

Uriah Heep – Sweet Freedom

Diese Band kam für mich seinerzeit zwar nach Deep Purple, aber die Platten waren alle Pflichtkauf. Von Look at Yourself bis dieser hier. Danach wurde es dann ganz grauenhaft ….

Wishbone Ash – Live Dates

Noch eine Band, die einen einzigartigen Sound mit Twin-Gitarren entworfen hat (und ganz anders als z.B. Thin Lizzy). Die ersten vier Platten sind alle Klassiker. Die Live Dates ist die Summe davon.

Yes – Tales from Topographic Ocean

Das kontrovers diskutierte Album dieser Band ist das Maximum an progressivem Größenwahn. Aber da Größenwahn und Genialität manchmal Hand in Hand gehen, ist das auch ganz großes Ohrenkino.

Frank Zappa – Overnite Sensation

Als ich mit 15 Jahren bei einem Kumpel diese Platte zum ersten Mal gehört habe, war nichts mehr wie vorher. Seit diesem Tag bin ich Zappa-Maniac und diese Platte ist – neben vielen, vielen anderen ganz großen Werken – immer noch mein absoluter Favorit. Gehört in die TOP 10 Alben aller Zeiten !

ZZ Top – Tres Hombres

Der legendäre Rockpalast-Auftritt war später, aber er enthielt in der Setliste einige Songs von dieser Platte. Das war noch die gute alte Zeit, als ZZ Top ein erstklassiges Blues-Rock-trio war.

Und wenn ich die TOP-3 Alben dieses jahre wählen müsste …. verdammt schwierige Kiste …

Rock History: 2010

Bevor ich mit der Reihe der Jahres-Top-15 angefangen habe, fehlen in der 10er Jahren auch noch einige Jahre, daher heute mal recht aktuelles Hörfutter:

Nik Bärtsch & Ronin – Llyria

Ich mag diese sehr eigenständige Mischung aus akustischem Jazz und Minimal-Music. Und im Prinzip sind alle CDs von dieser Gruppe gut. Hab mir halt eine rausgepickt.

Black Country Communion – 1

Joe Bonamassa und Glenn Hughes (und natürlcih Sherinian und Bonham). Was für ein Gespann. Was für eine Supergroup. Was für eine Energie.

Céline Bonacina Trio – Way of Life

Manchmal höre ich auch etwas “schrägeren” Jazz. Und wenn das Leadinstrument im Trio ein Baritone-Sax ist, ist das nicht gerade die Standard-Trio-Besetzung.

Shannon Curfman – What you’re getting into

Als diese junge Dame 199 mit 14 Jahren ihr Erstwerk rausbrachte, war das nicht nur eine Sensation, sondern richtig guter Blues-Rock. Jahre später ist das immer noch gute Musik. Aber fernab von spektakulär.

Delta Moon – Hellbound Train

Dieses (Swamp) Blues-Rock Quartett habe ich beim Blues Festival in Schöppingen gesehen. Zwei Slide-Gitarren sind die Besonderheit. Und dass ich das gut finde, wo mir Slide-Gitarren-”Gewimmere” zumeist auf den Geist geht ….

Devil’s Hollow – Devil’s Hollow

Das muss ich unbedingt mal wieder hervorkramen. Diese Mischung aus Blues, Southern, Funk und Soul könnte man durchaus mit dem Shooting Star Marcus King vergleichen. Starkes Album.

Errorhead – Live

Dass Marcus Deml zu den herausragenden Gitarristen Deutschlands zählt, muss nicht besonders hervorgehoben werden. Und Errorhead Live gehört zu den stärkeren und starken Alben.

Metrolpole Orkest – 54

Eine Bibband, geleitet von Vince Medoza, dazu als Gastsolist John Scofield. Was kann da noch schiefgehen?

Ali Neander feat. Helmut Hattler – same

Warum lecken sich Hunde die Eier? Weil sie es können. Warum spielen Musiker Jazz-Rock? Weil siees können. So einfach ist das. Und wer sich bei seinem Solo-Output so schön in der Historie dieser Musik (bei Mahavishnu Orchestra usw.) bedient, einer Stilrcihtung, die bei mir definitiv zu den bevorzugteren gehört …. der wird dann auch CD des Jahres. Bzw. ist diese Platte hier die einzige aus 2010, die es in meine 240 All Time Favorites geschafft hat.

Martin Nitsch – Playgrounds

Schöne Musik eines Jazzgitarristen, der die Tradition in modernere Bahnen führt.

Yesterdays – Colours Caffé

Progressive vom Balkan. Mit weiblichem Gesang und Flöten. Sehr eigenständig. Gefällt nicht nur mir. Bekommt auch auf bbs 12,5 Punkte.

Dhafer Youssef – Abu Nawas Rhapsody

Der tunesische Oud-Spieler, der auch durch einen einzigartigen, in islamischen Traditionen wurzelnden Gesangsstil auffällt, hat meines Erachtens noch kein schlechtes Album rausgebracht. Welches Werk nun de Favorit ist, ist auch bei mir tagesformabhängig. Für World-Jazz-Freunde von Eivind Aarset bis Tigran Hamasyan ein Muss.

Zaz – Zaz

Das hat einfach Charme (un isch bin ja suwiesu enne Franzuus …):

https://www.youtube.com/watch?v=sp3G50jBRuU

Rock History: 1982

Springen wir 10 Jahre zurück:

Alex Oriental Experience – Fairytales and Promises

Was habe ich diese Band (mit Horst Stachelhaus am Bass und Manny von Bohr an den Drums) in der Bonner Jazz Gallery oft live gesehen. Alex hat an der Saz richtig gerockt. Türk-Rock. Und das hier ist imho die beste CD. Auch, wenn es kein Live-Dokument ist. Aber die Songs sind alle stark.

Asia – Asia

Die Supergroup des Progressive Rock. Und dann ist es nicht mal (wirklich Prog). Sondern AOR. Zugegeben sehr guter. Imho hätte man da aber mehr draus machen können. Es waren halt die 80er und Prog mehr oder weniger im Koma. Was sich ja erst kurze Zeit später mit den Neo-Prog Bands wie Marillion, IQ u.a. ändern sollte.

Defunkt – Thermonuclear Sweat

Funk Jazz. Garantiert auch in der Radiosendung “In between” entdeckt. Hab ich auch verdammt lange nicht mehr gehört.

Headband – Fette Brühe

Kölner Jazz-Rock Band, sehr oft in der Bonner Jazz Gallerie aufgetreten. Wie auch Alex Oriental Experience oder der Gitarrist Rocco Klein waren das die prägenden Vorbilder für den jungen Müller.

Iron Maiden – The Number of the Beast

Ich bin ja kein Metal Fan. Aber das hier ist ein Klassiker, der auch auf meinen Plattenteller gefunden hat.

Michael Jackson – Thriller

Ich war ja 1983 für vier Monate beruflich in Ägypten. Da war es gar nicht so einfach, einen gescheiten Radiosender zu bekommen. Afair war es AFN und der dudelte damals dieses Album rauf und runter. Das ist nicht nur ein Klassiker, das ist auch exzellent arrangierte Pop Musik.

Kolbe & Illenberger – Flieger

Allein die 2-Gitarren-Version von Birdland lohnt die Anschafung dieser Platte. Sind aber noch mehr gute Sachen drauf.

Joni Mitchell – Wild Things run fast

Genau so wie der Still von Gino Vannelli sich von den 70ern zu den 80ern änderte, gab es bei Joni Mitchell – nicht zuletzt dank des Bassisten/Produzenten Larry Klein eine Wandlung im Sound. Einige haben das abgelehnt. Für mich war das immer noch besser als vieles, was in der Zeit sonst so fabriziert wurde.

Pekka Pohjola – Urban Tango

Die Tage habe ich die Meinung gehört, Steven Wilson wäre ein Genie. Ohne jetzt mal die Bedeutung von Genie nachzuguugeln …. klar ist Wilson exzelllent in dem was er macht. Letztendlich würfelt der aber – wie auch Roine Stolt – die vorhandenen Ingredienzien des Progressive Rock auch “nur” neu durcheinander. Pekka Pohjola dagegen ist ein Komponist, der für mich eine so eigenständige Melodik und Harmonik entwickelt, die sehr stringent sein ganzes Werk durchzieht, dass ich für mich das als genial bezeichnen möchte. Und nie war er (prog)rockiger als auf diesem Album.

Lee Ritenour – Rit 2

Ich verweise auf das bei Rit gesagte: Fusion Pop. Gut gemacht. Gute Gitarrearbeit. Muss man nicht mögen.

Steve Tibbetts – YrEthno-Welt-Jazz. Ein tolles Album !

Toto – IV

Jenseits von Rosanna und Africa einfach ein Toto-Album mit sehr starken Songs. Bei weitem nicht meine Lieblings-Scheibe von dieser Band

Joseph Williams – Joseph Williams

Der spätere Toto-Sänger hatte auch schon eine Soloplatte am Start, die ich als Toto-Fan natürlich dann auch gekauft habe. Guter AOR. Nicht mehr und nicht weniger.

Und wer jetzt Punk und New Wave vermisst: Pech gehabt *prust*

Rock History: 1992

Und weiter mal wieder mit den 90ern:

Be Mine or Run – Love and let live

Wie schon im Vorjahr habe ich seinerzeit die Band um den Gitarristen Ian Melrose sehr gerne gehört.

Luka Bloom – The acoustic Motorbike

Das ist eine jener Prtiosen, die immer wieder mal auf den Plattenteller kommen, die wunderschön und einzigartig sind, und wo keine andere Platte des Künstlers auch nur annährend rankommt. Singer Songwriter Musik mit schönen Songs, starker Stimme und exzellenten Arrangements.

Blowbeat – Chainsaw Melodies

Ich liebe diese verrückten Holländer und diese CD sowie der Vorgänger gehören zu den 240 AllTimeFavorites.

Bonham – Mad Hatter

Bevor er Drummer bei UFO bzw Black Countzry Communion wurde, hat Jason Bonham unter eigenem Namen einige Hard Rock orientierte CDs veröffentlicht. Wer in der Schnittmenge Hard Rock – Heavy (Metal) – Hairspray AOR sich durchaus heimisch fühlt, der wird hier, wie auch bei der Band Harem Scarem gut bedient.

Brecker Brothers – Return of the Brecker Brothers

Aähnlich wie bei Return of the Headhunters freut sich der Fan, wenn die Helden von früher wieder was produzieren. Wenns gut ist. AUch hier wird sehr solides Material geboten, ohne das Rad der eigenen Geschichte neu zu erfinden.

Dream Theater – Images and Words

Vermutlich das Album des Jahres und der Beginn der Ära des Progressive Metal. Schon dieses zweitwerk macht deutlich, dass diese Jungs Aliens sind, die auf ihrem Heimatplaneten 200 jahre ihre Instrumente üben mussten, bevor sie auf die Erde geschickt wurden. Nach diesem Album war nichts mehr wie vorher. Punkt.

Drei vom Rhein – Drei vom Rhein

Gitarrentrio mit instrumentaler Frickelmucke. War damals sehr angesagt. Lange nicht mehr gehört.

Earth Wind & Fire – The eternal Dance

Diese Band finde ich so geil, dass es einfach eine umfassende Werkschaus sein muss. Die muss dann aber auch mit auf die Insel.

Roben Ford & the Blues Line – same

Dieser vielseitige Musiker beginnt mit diesem Album und dieser Besetzung das, was ich als seinen Trademark-Sound beschreiben möchte. Jazziger Blues-Rock vom feinsten.

Giant – Time to Burn

Ebenfalls ein Zweitwerk, was genau wie der Vorgänger rauf- und runtergehört wurde. Klasse AOR mit Dann Huff als Ausnahmegitarrist.

King’s X – King’s X

Und noch eine Band, von der ich zu der Zeit nicht genug kriegen konnte. Grooviger hard-Rock mit beatlesequen Melodien/Satzgesängen. Das ist schon eine eigenständige Mischung.

Dave LaRue – Hub City Kid

Der Bassist der Steve Morse Band auf Solopfaden. Instrumentale Fusion. Exzellent gespielt. Für HardCore Jazzer zu brav. Aber ich mag das halt !

Little Village – Little Village

Ry Cooder, John Hiatt, Nick Lowe und Jim Keltner. Diese Supergroup amreikanischer Rockmusik hat nur diese eine Platte gemacht. Aber die ist großes Kino !

Kim Mitchel – Aural Fixations

Als großer Fan von Max Webster habe ich auch alles verfolgt, was deren Kopf Kim Mitchel später gemacht hat. Die Verschrobenheit der Websters weicht hier reinem AOR. Der ist allerdings von höchster Güte. Und der Mitchell ist halt ein klasse Gitarrenspieler.

Rage against the Machine – R.A.T.M.

Neben Dream Theaters Meilenstein die wohl einzige größere stilistische Neuerung in dieser Liste. Politische Wut im RAP, gepaart mit messerscharfen knallharten Riffs und der gitarristen Extravaganz von Tom Morello. Nie wieder war diese Band so herausragend wie auf diesem Erstwerk.

Toto – Kingdom of Desire

Die führenden Protagonisten des AOR haben irgendwann den Posten des Leadsängers gestrichen und weitgehend hat der Lukather jetzt gesungen. Der Gesamtsound wurde auch etwas härter. Eine der besseren von ausnahmslos guten Platten dieser Band.

Und das wars auch schon aus meiner Plattenküche. Wie immer: your milage may vary.

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