Feed on
Posts
Comments

Rock History: 1979

Mit diesem Blog-Beitrag wären dann die tollen 70er komplett.

Blackfoot – Strikes

Von 1979 bis 1982 erschienen von Blackfoot drei Studio- und eine Live-Cd, die für den Südstaaten-Fan unverzichtbar sind. Irgendwo zwischen Lynyrd Skynyrd und Molly Hatchet. Und mit Highway Song hat auch diese Band eine der großen Southern-Rock-Hymnen am Start.

Bill Bruford – One of a Kind

Nach dem Erstling mit Annette Peacock am Gesang geht es hier instrumental wieter, immer noch mit dem göttlichen Allan Holdsworth an der Gitarre. Ein Klassiker des Jazz-Rock.

Dixie Dregs – Night of the living Dregs war glaub ich die erste Platte, die ich von den Dregs hatte. Meist sind das dann ja später auch die Lieblingsalben. Ich finde What if vom Vorjahr insgesamt noch etwas besser. Dennoch waren die Dixie Dregs mit irhen ersten vier Veröffentlichungen längere Zeit meine Lieblingsband

Dan Fogelberg – Phoenix ist die einzige Platte, die ich von diesem Songwriter habe und die lief eine Zeitlang recht häufig. Wer die Eagles mag, macht mit dieser Platte auch nichts falsch.

Fresh Air – Fresh Air war eine Band aus dem Umfeld der Bonner Jazz Gallerie. Ich habe keinen Plan, wer da mitgemacht hat. Im Netz findet sich (auf die Schnelle) nichts …. Jazz-Rock-Fusion mit Gesang. Ich habe irgendwann die MusicCassette digitalisiert. Mehr Infos habe ich nicht.

Gamma – 1 mit dem Gitarristen Ronnie Montrose war ein Hard-Rock Knaller. Geiler Sänger, geiler Gitarrist. Einige der Songs auf der Platte gehören auf einen Sampler fürs Auto.

Rickie Lee Jones – Rickie Lee Jones ist auch abseits des damaliegn Radio-Hits eine sehr hörenswerte Platte.

Jeff Lorber – Water Sign kann man getrost als Fusion bezeichnen. Ich habe sowas damals aber gerne gehört und einige wenige der Fusion-Platten mag ich auch heute noch. Diese hier gehört dazu.

The Police – Regatta de Blanc. Ich muss ein größerer Police-Fan gewesen sein als in Erinnerung präsent, wenn alle fünf LPs hier in der Rock History auftauchen.

Saga – Images at Twilight ist das oft übersehene Zweitwerk zwischen dem Erstling mit Krachern wie Humble Stance und den allgemein als groß angesehenen Werken Silent Knight und Worlds Apart. Ich mag die Platte trotzdem.

38 Special – Rocking into the Night Allein der Titelsong ist eine Mitgröhl-Hymne für die Autobahn. Ich mag fast alles von 38 Sp., diese Platte hier hat keine Ausfälle Großartiger Southern Rock mit Twin-Gitarren.

Pat Travers – Go for what you know ist (wer meinen blog liest weiß das) die zweitgeilste Live-Platte aller Zeiten und in der TOP-10-Liste der geilsten Platten aller Zeiten. Punkt. Ähm: Ausrufezeichen!

Triumph – Just a game war die erste Triumph-Platte für mich, enthält nicht die großen Mitgröhl- (singen, vor allem so hoch, kann ich eh nicht) Songs wie Magic Power oder Fight the good fight vom Nachfolgealbum, besticht aber durch ausnahmslos gute Songs und stilistische Bandbreite vom Stadionrock bis zum Bar-Jazz.

U.K. – Danger Money ist das sehr schöne Zweitwerk dieser Band, allerdings ohne Holdsworth und Bruford. Daher imho nicht so grandios, aber das ist auch schwer gegen einen Klassiker, der in die TOP-10-Liste gehört ….

Weather Report – 8:30 ist eine Live-DoCD und enthält etliche der großen Klassiker dieser großen Band. Sollte irgendwer diese Band noch nicht kennen, ist diese Platte hier evtl. ein guter Einstieg.

Frank Zappa – Joe’s Garage Vol. 1-3 ist ein Konzeptalbum mit durchgehender Geschichte und Erzähler.  Es enthält einige der explizitesten Lyrics und wunderbare Gitarrensongs wie Lucille has messed my mind up oder Watermelon in easter hay.

So, und damit wärs das gewesen mit den goldenen 70gern …..

Frank Zappa – Overnite Sensation (1973)

In den „babyblauenseiten“ findet sich bis dato lediglich eine Rezension zu dieser CD, welche zudem m.E. viel, sehr viel, zu niedrig bewertet.

Dazu zwei Vorbemerkungen: O.S. ist das erste Werk, welches ich je von FZ gehört habe. Das prägt. Und welches ich so oft gehört habe, dass ich die komplette CD auswendig im Kopf habe.

Dazu eine kleine Anekdote, wie ZappaManiacs ticken: 1987 war ich am Lago di Garda mit einem Kumpel zelten. Dort trafen wir drei Zappa-verrückte Schweden. Und abends, am Lagerfeuer, nach mehreren Flachen Vino Rosso und vermutlich dem Konsum anderweitiger bewußtseinserweiternder Substanzen, sangen wir die komplette Overnite a capella. Nicht nur die Texte, auch die breaks …..

Auch heute noch hab ich die Platte im Kopf. Was bei nicht sooo vielen CDs der Fall ist. Zum anderen betrachte ich die legendäre Besetzung um Napoleon Murphy Brock, George Duke und Ruth Underwood, die ab 1974, also kurze Zeit später aktiv war, bis heute als die beste Inkarnation aller Zappa-Besetzungen. Dies ist übrigens eindrucksvoll nachzuvollziehen auf YCDTOSA Vol. 2 – The Helsinki Concert. Somit ist O.S. besetzungstechnisch die Vorstufe meiner bevorzugten Besetzung und zudem der Beginn dieser Phase, die für mich mit 1975 mit One size fits all einen ähnlich genialen Abschluss findet.

Nach den Jazz-nahen-Werken wie Waka Jawaka oder The Grand Wazoo und der Besetzung um die Sänger Volman und Kaylan wird es jetzt einerseits rockiger, andererseits aber auch jazz-rock-lastiger, funkiger und souliger. Hier kommt alles zusammen, was Anfang der Siebziger in der Rockmusik angekommen ist.

Oberflächlich gehört, ist das eine Ansammlung von recht kurzen, eingängigen Songs, die oftmals sogar ein Pop-Arrangement (Vers-Refrain-Vers-Refrain-Solo-Refrain oder so ähnlich) aufweisen oder zu einem schleppenden Groove Sprechgesang darbieten, der monoton erscheint.

So startet die LP mit Camarillo Brillo, welches das kurze Rock-Song-Idiom erfüllt und außer, dass es eine typisch abstruse Zappa-Geschichte erzählt, nicht weiter spektakulär ist.

Dass O.S. alle Zutaten enthält, die Zappa ausmachen, wird schon im nächsten Song bewiesen. Politische bzw. gesellschaftskritische Statements wie in I’m the slime haben selbst heute ihre Gültigkeit nicht verloren. Und dabei entstand Zappas Abrechnung mit der Gehirnwäsche des TVs zu einer Zeit, als das Wort Privatfernsehen noch nicht mal erfunden war. Wobei der Song neben dem Sprechgesang zu einem groovigen Rhythmusteppich auch andere musikalische Qualitäten zu bieten hat, wie das expressive Gitarrensolo gleich zu Beginn oder den funky Riff, der den Song einleitet und im Refrain weitergeführt wird.

Dirty Love bietet Zappas conceptual continuity, taucht doch hier der “poodle dog” auf, der in Cheepnis (Roxy & elsewhere) gleich als Monster herhalten muss und viel später auf einer der YCDTOSA-DoCDs gar im Zentrum von Zappas Version der Schöpfungsgeschichte steht. Eine kleine straighte Rocknummer mit Groove, toller hookline, viel souligem Chorgesang (wie übrigens auf der ganzen Platte) und einem schönen Gitarrensolo des Meisters.

Fifty-Fifty ist ebenfalls eine Nummer in „normalem“ Pop-Arrangement, allerdings schreit sich Ricky Lancelotti die Seele aus dem Kopf, als wäre der Leibhaftige in ihn gefahren. Zudem gibt es gleich drei richtig tolle Soli, von George Duke auf der Orgel, Jean Luc Ponty auf der Geige und Zappa himself an der Gitarre. Wobei, wie fast auf der gesamten Platte, seine Soli noch mehr eingebettet sind in das harmonische und rhythmische Gerüst der Songs als seine späteren Soli, die oft zu modalen Grooves das darbieten, was unter dem Begriff Xenochronie beschrieben werden kann. Das instrumentale Outro der Nummer ist wiederrum ein Paradebeispiel für Zappas einzigartige Melodie-Rhythmik.

Zomby Woof ist ein Paradebeispiel für komplexeste Rhythmik und Harmonik und für mich ein Highlight der Platte. Was da musikalisch abgeht, gehört zum Besten, was jemals im Bereich der populären Musik komponiert und gespielt wurde. Die Nummer auseinander zu nehmen, würde den Rahmen einer Rezension sprengen. Eine ähnlich komplexe Nummer findet sich dann auf der One Size fits all mit Inca Roads.

Dynah-Moe Humm kommt zunächst locker flockig daher um dann über einen monoton-groovenden Teppich eine Geschichte zu erzählen. Dabei erreichen Zappas Sprachgewandheit und –witz Groucho-Marx’sche Qualitäten: „Kiss my aura, Dora, it’s real angora, right here on the flora, an‘ how ‚bout you, Fauna“. Aber auch der schon angeführte weiblich-soulige Chorgesang tritt wieder in Erscheinung und liefert einige rhythmisch doch recht interessante Dinge ab. Was in der Abschlussnummer Montana noch auf die Spitze getrieben wird.

Die plötzlichen Ausbrüche komplexest-komplizierter Melodien, wie z.B. im von Marimba und Posaune teils unisono gedoppletem Chor zw. 3:25 und 4:08 in Montana führen ad absurdum, dass dieser Songs eigentlich eine dahintreibende Persiflage auf Country ist, was allerdings nichts mit dem lässigen Grundgroove des Songs zu tun hat.

Die schon angesprochene Conceptual Continuity ist auf jeder Platte vorhanden, die „circon-encrusted tweezers“ tauchen gleich in zwei songs auf.

Fazit: hier ist 100% Zappa drin. Verpackt in vermeintliche Zugänglichkeit.

Daher ist das für mich ganz klar eine CD für die Insel.  15/15. Anders kann ich nicht.

War gar nicht mal so ein gefüllter Monat … :

1. Gov’t Mule – Revolution come … Revolution go

Ich muss ja zugeben, dass ich mich mit Gov’t Mule seit dem Tode Allen Woodys schwer tue. Ob es einfach eine Übersättigung ist oder der Fakt, dass Woodys BassSpiel so einzigrtig war und nunmehr die Band kein klassiches Trio ist? Jedenfalls sind mir die letzten Platten als ziemlich unspektakulär in Erinnerung und werden auch fast nie gehört. Und jetzt diese Platte, bei der ein Song geiler ist als der nächste ! Ich wage mal einen Vorgriff auf das Jahresende und sage: das ist die beste GM seit 2000 !

2. Erja Lyytinen – Stolen Hearts

Erja Lyytinen habe ich vor Jahren – da war sie noch blond – im Rahmen der jährlichen Blues Caravan Tour live gesehen. Dann irgendwann auch etwas aus den Augen verloren. Und jetzt kommt die neue CD und ich bin begeistert. Da sind viele klasse Songs drauf und ebenso viel geile Gitarrenarbeit. Es mag Kritiker geben, die sagen werden, das hätte man alles schon mal gehört. Das stimmt. Viele Akkordharmonien erinnern an bekannte Songs. Aber das stört mich nicht. Ich mag Musik, wo ich beim zweioten Hören irgendwelche Erinnerungsfetzen im Hirn aktivieren kann. Und wenn die ersten drei Akkorde eines Songs an eine spezielle Coverversion eines bekannten Stückes erinnern, die Akkordfolge dann aber anders weitergeführt wird, dann finde ich da nix schlimmes dran. Also: Blues (im weitesten Sinne) erfindet das Rad ja eh seltenst neu und ansonsten stimmt an dieser Platte alles.

3. Becca Stevens – Regina

Singer-Songwriterin. Ok, jetzt sparen wir uns die üblich zitierten Vergleiche. Ich höre an einigen Stellen (von der Stimme her) auch ein bisschen Joni Mitchell oder Judie Tzuke. Ansonsten sage ich: Anspieltipp ! Das ist eine richtig tolle Platte.

Brian Auger – Live in Los Angeles von 2015 zeigt, dass der Oblivion Express immer noch rollt und Songs wie Truth oder Compared to what nichts von Ihre, groovenden Charme verloren haben.

Allyn Ferguson – Pictured at an exhibition ist ein Big-Band Arrangement der bekannten Musik von M. Mussorgski und schon von 1963. Erstaunlich. Und geil. Käufloch nirgendwo erhältlich und nie auf CD veröffentlicht.

Magma – Wurdah Itah (Prima Materia) enthält neben des ursprünglichen Materials eine 25 minütige “Vor”Version des Werkes, welches Christian Vander aus dem Archiv ausgegraben hat. Nur für Fans, Verrückte und Sammler.

The Magpie Salute – The Magpie Salute war Kandidat für das monatliche Treppchen. Groovt total toll und gehört imho in eine Riege mit der Tedeschi Trucks Band. Das ist die Zukunft des Southern-Jam-Rocks.

Soft Works – Abracadabra von 2003 habe ich neu entdeckt und ist Jazz Rock mit Soft Machine Personal, incl. Allan Holdsworth (R.I.P.)

Und der bei Bandcamp für umme erhältliche Moon June Records Sampler – It must be Jazz mit ca. 3 Stunden Musik ist ganz großes Kino für Entdeckungsfreudige !

Die Liste ist vielleicht nicht lang, enthält aber definitiv Kandidaten fürs Jahresabschlussranking.

Und dann kam gestern noch eine CD rein, die mir ein ganz breites freudiges Grinsen ins Gesicht zauberte. Ich sag mal als Hinweis: das ist die Platte, die so klingt, wie Steven Wilson klingen könnte, wenn es kein PopStar sein wollte, sondern endlich wieder gute (sprich proggige) Musik machen würde …. aber dazu ausführlich im Juli …

Rock History: 1977

Dan Ar Braz – Douar Nevez. Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich riesengroßer Fan von Dan Ar Braz bin. Und das seit seiner ersten Soloplatte. Bretonischer Folk, vermischt mit Rock und Jazz-Rock. Sehr geil.

Jeff Beck – Jan Hammer – Live gehört mit Blow by Blow und Wired zu der Phase im Schaffen Jeff Becks, die bei mir ganz oben steht. Großes Frickel-Kino.

George Benson – In Flight. Viele haben ja ein Problem damit, dass ein so großartiger Jazz-Gitarrist wie George Benson auf diesen Soft-Soul-Jazz-Pop-Pfaden wandelte. Wenn das Ergebnis so ausfällt wie in Breezin’, Weekend in L.A. oder hier, dann ist das schon ok so.

Dickey Betts – Great Southern. Das Soloschaffen von Dickey Betts reichte nie an die Großtaten der Allman Brothers. Wenn auf einer Platte jedoch soclh eine Hammernummer wie Sweet Magnolia drauf ist, dann reicht es für eine Nominierung.

Carsten Bohn Bandstand – Humor Rumor. Der ehemailge Frumpy-Drummer veröffentlichte zw. 77 und 79 drei Platten unter dem Namen CB Bandstand, die in ihrer stilistischen Bandbreite beeindrucken und einen fast zappaesken Humor beinhalten. Wer das nicht kennt: givt it a try !

Gary Boyle – The Dancer. Gitarristen-Jazz-Rock aus dem Brand X Umfeld. Habe ich jahrelang gesucht, nachdem meine Music-Cassette den Geist aufgab. Cool !

Jackson Browne – Running on Empty. Gewiss ein allgemeiner Klassiker. Ich liebe dieses 15 Punkte Album von vorne bis hinten.

The Commodores – Live. Brick House lief in unserer Dorfdisco rauf und runter und sorgte für Dauereinsatz auf der Tanzfläche.

Crosby, Stills & Nash – CSN. Auch Jahre nach ihren Großtaten hat ihre Musik und der einmalige Satzgesang nichts von seiner Faszination verloren. Anspieltipp: Dark Star (auch wenn das nichts mit dem gleichnamigen Song von Grateful Dead zu tun hat)

Dixie Dregs – Free Fall. Schon der Erstling dieser Band, die für längere Zeit meine Lieblingsband war, ist ein Knaller.

Doobie Brothers – Living on the fault line. Mit Michael McDonald änderte sich der Stil der Doobies etwas und das “jazzbetonte” Werk wurde eher kritisch betrachtet. Ich mag diese CD und die gehörte damals zur Playlist dazu.

Les Dudek – Say no more. Vielleicht einen kleinen Tick “schlechter” als der Erstling, aber eine Platte eines Gitarristen, der damals mein ganz großer Held war (weil ich unbedingt so geschmeidige Dur-Pentatonik-Licks spielen können wollte), gehört einfach in diese Liste dazu.

Earth, Wind & Fire – All n’ all. Serpentine Fire, Fantasy, Jupiter ….. welch großen Tracks und vllt. das beste Album dieser Groove-Monster.

Fleetwood Mac – Rumours. Auch wenn das so gar nichts mehr zu tun hat mit der Bluesband eines Petter Green, das hier ist einer der großen Klassiker der Pop-Geschichte und einfach nur richtig gut gemachte Musik.

Gentle Giant – Playing the Fool ist eins meiner TOP-10-Alben aller Zeiten und enthält eine repräsentative Playlist in grandioser Spielfreude. Ganz großes Kino !

Ian Gillan – Clear Air Turbulence. Der große Rocksänger mit einem sehr untypischen, ja schon jazz-rockigen Album. Ich liebe die Songs da drauf.

Kansas – Point of know return ist mit Sicherheit das populärste Album der Band, und imho genau so gut wie Leftoverture. Ein Klassiker.

Lake – 1 “Do I love you much too much ….” Was für eine Hammerballade und was für ein geiler Song. Das ganze Album ist bester Pop-Rock (um nicht AOR zu sagen) einer deutschen Band auf absolut internationalem Niveau.

Nils Lofgren – Night after night ist als Liveplatte dieses Musikers eine gute Werkschau. Der eher als Sideman bekannte Gitarrist kann es auch alleine.

Lynyrd Skynyrd – One more from the Road ist ganz großes Live-Kino dieser Band aus der Phase vor den tragischen Ereignissen.

Meat Loaf – Bat out of Hell. Man kann zu dem kompositorischen Schaffen eines Jim Steinman ja stehen wie man will, diese Platte lief seinerzeit auch rauf und runter.

Nova – Wings of Love. Italienischer Jazz Rock mit dem überragenden Corrado Rustici an der Gitarre. Ein bisschen Brand X, ein bisschen Mahavishnu, aber da es Gesang und Saxophon gibt, immer eigenständig. GRANDIOS !

Santana – Moonflower. Ich mag ja sehr viel von Santana. Und dieses tlw. Live-Do-Album hat tolle Titel und allein die Eingangssequenz mit den ersten drei Stücken lässt sofort das Tanzbein zucken.

Sea Level – Sea Level Dieser Allman Brothers Ableger vermischt Southern Rock mit Fusion Elementen und damals fand ich diese Band immer viel besser als die Platten, die man mir von Little Feat vorgespielt hat. Zwar mag ich inzwischen auch die Feat, aber Sea Level hat trotz der recht kurzen Lebenszeit nach wie vor noch einen Platz in meinen Playlisten.

Steely Dan – Aja ist für mich sozusagen der Climax ihres Schaffens. Alle Platten vorher sind genau so grandios. Alles danach eher verzichtbar.

Rod Stewart – Foot losse and fancy free ist eine eher unbekannte Platte vom Reibeisen-Rod. Auch fehlen große bekannte Hits. Aber Songs we “You keep me hanging on” oder If loving you is wrong …. sind fantastisch.

Tangerine Dream – Encore. Ja, ich weiß, dass das nun nicht wirklich authentisch live eingespielt wurde. Aber es ist nun mal meine Lieblings-CD von TD und imho auch die letzte gute.

Thin Lizzy – Live and dangerous … das gleiche in grün Eine Live-Platte, die weitgehend im Studio nachbearbeitet wurde. Aber die grandisoe Trackliste und die auf Band gepresste Power ist grandios. so grandios, dass diese Platte auf Platz 1 meiner 40 geilsten Live-Platten aller Zeiten gelandet ist.

Frank Zappa – Zappa in New York Und noch ein grandioses Live-Album eines grandiosen Musikers.

Und noch eine Anmerkung sei erlaubt: in der Facebook-Gruppe [progrock-dt] wurde das Jahr 1976 so kommentiert, dass es zwar ganz nette Muscke hervorgeracht hätte, aber keine großen Klassiker mehr wie die Jahre 70-75. Es mag ja sein, dass 76 und 77 die ganz großen Klassiker im Progressive Rock und Jazz Rock keine bahnbrechenden Alben mehr gemacht haben bzw. es diese Bands nicht mehr gab. Aber was aus den in diesen Jahren entstandenen Zutaten für Neukombinationen entstanden, die sich aus Jazz-Rock, Fusion, Blues, Prog usw. bedient haben …. dann hat es in diesen Jahren sehr viel richtig gute Musike gegeben. Ansonsten wären meine beiden Listen dieser beiden Jahre nicht so lang gewesen  (was natürlich auch daran lag, dass ich zu dem Zeitpunkt 17 bzw 18 Jahre alt war und daher mehr Geld für die Plattensammlung hatte als in den Jahren zuvor).

Rock History: 1976

Wow, ist die Liste des Jahres 1976 lang geworden !

Jeff Beck – Wired ist für mich neben der Blow by blow das beste Beck-Album. Jazz-Rock vom feinsten und zu der Zeit zwar klar Jeff-Beck-Sound, aber ohne das für mich inzwischen kaum noch erträgliche Jammerhaken-Gewimmere.

Boston – Boston ist ein Klassiker des AOR, zu dem man wohl nicht viel sagen muss.

Brand X – Unorthodox Behaviour. Außer RtF, Mahavishnu und Weather Report gab es weitere exzellente Bands der Stilrichtung Jazz-Rock. Hier mit dem genialen Phil Collins an den Drums, der mit dem fretless-Bassisten Percy Jones eine fantastische Rhythmusgruppe bildete.

Stanley Clarke – Schooldays ist ja wohl auch das bekannteste Stück des Bassisten. Nach diesen ersten drei LPs war das dann aber auch genug für mich.

Chick Corea – My spanish Heart. Chick Corea gehört zu den sehr rar gesäten Musikern, die sich immer wieder neu erfinden und dabei dennoch immer sofort erkennbar bleiben. Daher verwundert es nicht, wenn insgesamt vier Platten dieses Musikers in meiner All-Time-Favorites-Liste erscheinen. Diese hier – ganz der spnaischen Musik gewidmet, ist eine davon. Großes Kino außerhalb von Return to Forever bzw. der Electric Band.

Crusaders – Those Southern Nights. Das hab ich so lange nicht mehr gehört, dass ich spontan nachdenken muss, was ich dazu schreiben soll. Grooviger Jazz-Fusion, an der Vorstufe zum Smooth Jazz?

Al DiMeola – Land of the Midnight Sun. Klar ist die Elegant Gypsy mit Tracks wie “Race with the devil…” die bekanntere. Aber auf seiner ersten Soloplatte gibt es sehr tolle Tracks, wie “Suite: Golden dawn” mit tollem Solo.

Les Dudek – Les Dudek. Ich liebe Les Dudek und insbesondere diese Platte. Southern Rock Gitarre trifft Toto-Begleitband. Das ist cool. Les Dudek war – nach Rory Gallagher – mein zweiter Gitarrenheld.

Gorge Duke – Billy Cobham – Live mit Alphonso Jaohnson und John Scofield. Auf dieser Platte sind drei so herausragende Tracks, dass es für die Erwähnung hier reicht.

Eagles – Hotel California. Da muss man doch wohl nichts zu schreiben, oder?

Genesis – A Trick of the Tail ist die erste ohne Peter Gabriel und mein persönlicher Favorit. Ist auch die letzte gute Genesis (mit Ausnahme des Live-Albums).

Gentle Giant – Interview ist imho die letzte gute Veröffentlichung, bevor die Alben ziemlich verzichtbar wurden.

Golden Earring – To the Hilt ist – glaube ich – eine recht untypische Platte dieser Band. Und weil es hier stilistische Zutaten gibt, die mir zusagen,die einzige Platte dieser Band, die ich besitze.

Jan Hammer – Oh Yeah so wie der Jazz-Rock-Fan die Solowerke der Musiker von RtF aufsugte, so traf das auch für die Musiker des Mahavishnu Orchestras zu. Und Jann Hammer Mini-Moog Sound ist schon einzigartig.

Herbie Hancock – Secrets. Eins von drei Alben aus seiner Funk-Phase, die ich richtig cool finde.

Karthago – Live at the Roxy gehört zu meinen TOP-15-Live-Platten. Groovt wie Sau und es wird improvisiert bis der Arzt kommt.

Lucifer’s Friend – Mind Explosion. Hier gilt, was schon zu Golden Earring gesagt: recht untypisches, fast jazz-rockiges Album dieser Band. Sehr geil

Malicorne – Almanach ist eine der schönsten Folk-Platten die ich habe. 12 Songs, für jeden Monat einen, mit ausführlichem Booklet mit Geschichten, Texten und sogar den Noten der Melodien. Ein großes Album, was ich auch immer wieder gerne mal wieder auflege.

Steve Miller – Fly like an eagle ist ein großartiges Album mit sehr abwechslungsreicher Musik und einem total überragenden Titelsong.

Joni Mitchell – Hejira nach oder zusammen mit Court and Spark das für mich stärkste Album einer Künstlerin, die fast nur starke Alben gemacht hat.

Alan Parsons Project – Tales of Mystery and Immagination Diese Vertonung von Geschichten Edgar Allan Poes ist großartig und für mich das einzige Album von APP, was wirklich klasse ist. Die Folgewerke waren mir alle zu kommerziell/poppig.

Jaco Pastorius – Jaco Seine erste Soloplatte ist ein Klassiker und stilbildend für alle Bassiten gewesen.

Jean Luc Ponty – Immaginary Voyage. Ich mag die früheren Soloplatten von JLP sehr gerne und dieses hier besonders. Auf “The gardens of  Babylon” ist eines der schönsten Akustikgitarrensoli aller Zeiten.

Renaissance – Live at the Carnegie Hall. Ich liebe diese Band, zumindest die Phase von 1972 bis 1978. Und da ist diese Live-DoCD ein sehr guter Querschnitt mit ausnahmslos guten Tracks.

Janne Schaffer – Katharsis. Auch in Skandinavien wurde in den 70ern guter Jazz-Rock-Fusion gemacht, hier von einem exzellenten Gitarristen.

Al Stewart – Year of the Cat. Auch wenn ich spontan nur den Titeltrack im Ohr habe, war das eine Platte, die zu damaligen Zeiten oft und gerne auf dem Teller landete. Ich habe allerdings keine Ahnung, was der Stewart sonst noch so veröffentlicht hat.

Robin Trower – For Earth below. Von 1973 bis 1976 gibt es fünf hörenswerte Alben dieses Blues-Rock Gitarristen, der mit sehr eigenständigem Sound daherkommt.

Weather Report – Black Market ist zusammen mit Mysterious Traveller meine Lieblingsplatte dieser Band, obwohl da nicht mal Jaco Pastorius am Bass dabei ist. Gibt aber insgesamt viele gute Platten dieser wichtigen Band des Genres.

Stevie Wonder – Songs in the Key of Life ist eine meiner absoluten Lieblingsplatten (TOP-10-All-Time-Favorites). Das ist so vielseitig und so gut !

FINALE ….. Tataaaa !

Platz 3: Humble Pie – Performance Rockin’ the Fillmore (1971)

Erst jetzt fällt mir auf, dass alle drei Erstplatzierten Bands in Doppelgitarrenbesetzung sind, deren Musik man weitgehend als Classic-Rock bezeichnen kann. Tja, “no keyboards – no problems”, wie es Blowbeat mal auf ein CD-Cover geschrieben haben, hat schon was *grins*. Undich bin ein Freund ellenlanger Soli. Gitarrengedengel nis zum Abwinken. Ob Get Ready von Rare Earth oder Los Angeles von Colosseum, die großen Klassiker des Live-Repertoires reichen halt schon desweilen an die 20-Minutenmarke ran. Und genau in diese Kategorie fallen Humble Pie. Zuerst gab es im Radio den Hit Natural born bugie. Daraufhin kaufte ich die LP “As safe as yesterday is” und war doch ein wenig enttäuscht, da Humble Pie in den Anfangstagen viele Songs hatten, die man eher als Folk-Rock bezeichnen könnte. Und dann hauen die diesen Hammer raus. Vielleicht bezeichnend, dass von den 7 Tracks 5 Fremdkompositionen sind. Und wenn 2 Tracks jeweils eine Plattenseite einnehmen, dann ist gewiss, dass hier dem Thema Improvisation großer Raum eingeräumt wird. Daher: großes Kino !

Platz 2: Pat Travers – Go for what you know (1979)

Das ist bestimmt eine Überraschung. Bei meinem Werdegang als Gitarrist/Musiker hatta ich ja in der ersten Hälfte der 80er meine kreativeste Phase, was das Songwriting angeht. Und was dann viele Jahre später in mein Projekt “The Pack Reloaded” münden würde. Das, was dort auf meiner CD gelandet ist, ist beeinflusst von der Musik, die ich gehört habe seit frühester Jugend und von der Musik, die ich dann versucht habe, nachzuspielen. Und ja, da hört man schon, dass ich Gallagher, Thin Lizzy und Whitesnake konsumiert habe. Aber ich behaupte immer, die drei größten Einflüsse auf meine gitarristische Entwicklung waren (im übrigen drei kanadische Bands): Max Webster, Triumph und Pat Travers. Und was Pat Travers – hier im Quartett mit Pat Thrall, Mars Cowling und Tommy Aldridge – abliefert, ist allergrößtes Gitarrenriff-Kino. Der Sound ist einzigartig, die Grooves (man achte auch mal auf die durchaus vorhandenen “krummen” Takte) sind geil und das Zusammenspiel der beiden Gitarren und des Basses …. ach ich schwärme hier immer. Das ist auch eine der Platten, die mir sofort bei TOP-10 aller Zeiten einfällt. ANHÖREN BITTE !

Platz 1: Thin Lizzy – Live and dangerous

Ja, ich weiß: an dieser Platte ist so gut wie nichts live. Ävver datt is mir e su jett von ejal ! Stichwort: Liveplatte – erster Gedanke: Thin Lizzy. Geht als Best of genau so durch. Diese CD ist einfach von der ersten bis zur letzten Note einfach nur geil. Punkt. Mehr Text braucht es dazu nicht.

Fazit:

Ja, ich habe gewiss Platten vergessen. Quer durch alle Stilrichtungen. Grant Green – Live at the Lighthouse, Brain Augers Live Oblivion Vol. 1&2, Irgendwas von Gov’t Mule, Tull’s Bursting Out, Kansas Two for the show, Rush ! …. und und und ….. naja, dann hätte ich halt eine Top 100 Liste machen müssen ….
Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Wiederentdecken oder neu entdecken. Und ganz klar: your milage may vary *lol*

So, jetzt wird es ernst. Die folgenden drei Platzierungen gehören zu der guten Handvoll Live-Platten, die mir seit vielen Jahren spontan einfallen, wenn die Frage nach richtig hammergeilen Live-Platten gestellt wird. DIe bilden seit vielen Jahren einen festen Bestandteil in meiner Sammlung und sind auch in den TOP-100 aller Platten vertreten. Zwei der drei Platten gehören auch zu Bands, von denen ich nix anderes habe (zumindest nicht physisch, dank spotify hat man ja eh – fast – alles). Und nix davon ist Progressive …. ich glaube, dass es eine Korrelation gibt, dass es bei Bands, von denen ich nahezu alles habe und wo ein Studiowerk DER persönliche Favorit ist, es das oder die Live-Alben schwerer hatte. Live-Alben, die ein Alleinstellungsmerkmal für die jeweilige Band sind, sind hier häufoger vertreten ….

Platz 6: Steppenwolf – Live (1970).

Unglaublich, diese Titelliste. Sookie sookie, Don’t step on the grass Sam, The pusher, Born to be wild oder gar die Ballade Corina Corina … diese DoLP ist vom ersten Ton an einfach nur geil. Dabei ist Steppenwolf nicht mal ne Band, von der ich damals (wie heute) irgendwelche Studio-LPs hatte/habe. ABer die Live habe ich schon als LP gehabt und iwann auch als CD gekauft. Und die ist … ich wiederhole mich. Hört Euch das Teil einfach mal an !

Platz 5: Rare Earth – In Concert (1972)

Es gibt nur ganz ganz wenige Musik, bei der ich visuelle Assoziationen habe. Ich weiß auch den Ursprung nicht. Vielleicht habe ich vor 30 o 40 Jahren mal was entsprechendes gesehen, wo diese Musik unterlegt war, keine Ahnung … jedenfalls, das Saxophonintro von Get Ready lässt mich immer eine Szene sehen: Eine Straßenszene in einer Großstadt der USA, mitten in der Nacht. Die menschenleere Straße ist feucht vom Regen. Leuchtreklame spiegelt sich ….. komisch, gell? Naja, wer Visionen hat, sollte mal zum Arzt gehen … hihi
Die ganze Platte – mit einigen Longtracks, sprich langen solistischen Improvisationen – ist auch von vorne bis hinten der Groovehammer. Auch seit Jahren gesetzt. (Naja, wie sollte es auch anders sein, dass 24 der 40 Live_Platten aus den 70ern sind)

Platz 4: Colosseum – Live (1971)

Von dieser Band habe ich auch einige Studioplatten (Valentyne Suite z.B.). Aber auch hier bei diesem Live-Doppeldecker mit Stücken, die ganze Plattenseiten einnehmen, gilt: Spielfreude ohne Grenzen. Das ist ganz einfach ein Klassiker. (Anm. für mich: Brian Auger – Live Oblivion Vol. 1-2 in die Top100LIve Liste aufnhemen, noch so ein Groove-Monster). Colosseums Mischung aus Blues, Jazz und Rock, dazu die hochkarätige Besetzung im Sextett. Das kann nur gut sein. Und ist es über die Jahrzehnte auch geblieben. Die Live Reunion ist nun auch eine wirklich sehr gute Live-Veröffentlichung.

Und morgen dann kommen die letzten drei … any suggestions?

Platz 9: Journey – Captured (1981)

Lovin’ touchin’ squeezin’, Anyway you want it, Wheels in the Sky ….. das sind die Mitgrööl-Songs für eine sommerliche Autofahrt (außerhalb des Autos darf ich nicht singen *muhaha*). Journy amg ich fast so gerne wie Toto. Sprich: AOR-Stadion-Rock mit hookline-Garantie finde ich immer wieder mal gut. Und Steve Perry ist halt – wenn man, wie ich, auf diese hohen Stimmen steht – schon extrem klasse. Quasi eine Best-Of-Scheibe, geile Performance … immer wieder gerne gehört.

Platz 8: Gentle Giant – Playing the Fool (1977)

In meiner Jugend waren wir eine Clique von 5 bis 6 Jungs, die immer wieder mit neuen Platten daherkamen. Und hatte einer die erste, dann kaufte der nächste halt die zweite usw …. und alles wurde fleißig auf Cassette kopiert. So kam es, dass meine Erstbegegnung mit GG “in a glass house” war, gefolgt von “Three friends”, die ich beide bis heute sehr gerne mochte. Ich habe mir dann die Playing The fool gekauft und das ist als Werkschau genau die richtige Wahl gewesen. Außerdem gehört diese DoCD in meine Top-10-Liste. Das ist ganz großes Live Kino. Und dann muss ich ja mal erwähnen, dass Gentle Giant damals meine Liblings-Prog-Band war, noch vor den großen Vier.

Platz 7: Kraan – Live (1975)

“Holiday am Marterhorn incl. Gipfelsturm”.  Welch krautiger Songtitel….. Kraan, insbesondere die Inkarnation mit Gitarre, Saxophon, Bass und Drums ist schon was einzigartiges. Krautiger Jazz-Rock. Und vor allem groovt es wie Hölle. Auch einer dieser Live-Platten, wo alles stimmt, Songauswahl, Spielfreude … und man “eigentlich” von dieser Band nichts anderes braucht.

Platz 12: UZEB – World Tour 90 (1990) UZEB wer? UZEb kommen aus Kanada. UZEB sind ein Gitarrentrio. UZEB erzeugen Breitwandsound, da sowohl Gitarren- als auch Bass-Synths verwendet werden wie auch über Drums getriggerte Synth-Samples. Wie? Was? Wo? Redet der über Rush? Neeee, denn UZEB machen Jazz-Rock. Jetzt könnte man natürlich denken, pahhhh, Jazz-Rock in den späteren 80ern … das war doch eher Fahrstuhl-Fusion. Neee, ist es nicht. Und das liegt unter anderen bzw. vor allem an dem Bassisten Alain Caron, der sich sowohl Stanley Clarke als auch Jaco Pastorius reingezogten hat. Der Hörer bekommt also sowohl Funk-Slap als auch Fretless als auch Kontrabass zu hören. Und was die Jungs auf diesem Doppeldecker abliefern, kann gleichzeitig als Best-of herhalten. Und dann ist dieses Werk die “jüngste” Platte in den Top-15 (als Ratehinweis für die, die rätseln, was da noch kommen mag …

Platz 11: Magma – Live 75 (1975). Das war viele jahre lang meine einzige Magma-Platte, bis mich die Sammelwut irgendwann packte. Als jugendlicher Gitarrenschöler gab es ja nicht nur die Vorbilder von den Platten. Da gab es auch eine Schülerband von Jungs einen Jahrgang über mir. Und so merkwürdig, wie der Bandname “M.Soa Dag”, so war auch diese Mischung aus Folk, Blues, Jazz-Rock und Prog ziemlich einzigartig. Und irgendwann meinte deren Bassist zu mir, ich solle mal Mekanik Zain von der Magma live hören. Was der Bassist da spilene würde, das könnte man nur auf Drogen  *hahaha*.
Und dann war das halt viele viele Jahre lang ein immerwährender Bestandteil der wichtigen Liveplatten in meiner Sammlung.

Platz 10: Karthago – Live at the Roxy (1976). Das ist gewiss die Überraschung in der Top-15-Liste. Ich kenne nichts anderes von dieser Band. Aber dieses Live-Doppel-Album, wo es gleich mehrere Titel gibt, die die 10-Minuten-Marke überschreiten, groovt ohne Ende, macht immer wieder Spaß, beim Hören gleichzeitig die Gitarrenriffs mitzuspielen und ist einfach eine für mich tolle Live-Performance. Krautrock auf internationalem Niveau.
tbc …

So, jetzt geht es los mit den wirklich absolut obergeilen und unverzichtbaren Live-Platten. Interessant dabei ist meine Prägung. 24 der 40 Platten stammen aus den 70gern, nur 2 von 15 sind nicht aus diesem Jahrzehnt. Zudem könnte man davon ausgehen, dass als weiteres “Qualitäts”-kriterium galt, dass die Liveversionen deutlich länger als die Studioversionen sein dürfen und durch lange Improvisationen (mich zumindest) begeistern. 9 der 15 Platten haben Titel mit über 10 Minuten Länge, wenn nicht gar Titel, die eine ganze Plattenseite beanspruchen.

So here we go:

Platz 15: Allman Brothers Band – Live at Fillmore East (1971)

Ich liebe die Allman Brothers. Zu fast allen Zeiten. Die Sammlung ist weitgehend komplett. Und es gibt andere, sehr starke Live-Veröffentlichungen, z.B. Live at the Beacon von 2003. Das ist jedoch (mit Warren Haynes und Derek Trucks an den Gitarren) nicht die “klassische” Besetzung. Diese gibt es hier (mit Duane Allman und Dickie Betts). Titelauswahl, Performance und Spielfreude dieses historisch wichtigen Tondokumentes sind über jeden Zweifel erhaben.

Platz 14: Deep Purple – Made in Japan (1972)

Deep Purple war meine erste Lieblingsband. Und auf dem Zenit ihrers Schaffens haben sie diese obergeile Live-Platte aufgenommen, bei der deutlich wair, was Purple live aus den Songs gemacht hat, nämlich Plattformene für ausgedehntestes Solieren bzw. duellieren (Blackmore vs. Lord). Kann mit gerade 7 Titeln nicht als Best-of-Platte durchgehen, macht aber nix. Diese Platte habe ich von den 15 Top-Platzierungen am längsten nicht mehr gehört. Vllt wäre sie sonst weiter vorne gelandet …

Platz 13: Lynyrd Skynyrd – One more from the road (1977)

Die nächste große Southern Rock Band, die ebenfalls durch personelle Verluste schwer gebeutelt wurde, sich jedoch immer wieder hochgerappelt hat (neu erfunden wäre übertrieben, die spielen heute noch die gleiche Mucke wie eh und je). Dieses Live-Dokument kann gleichzeitig als Best-of-Compilation herhalten. All killer, no filler.

to be continued tomorrow ….

« Newer Posts - Older Posts »