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Rock History: 2004

Abydos – Abydos ist ein Nebenprojekt des Sängers von Vanden Plas. Und da das einer der wenigen Prog-Sänger von internationalem Format ist, ist das klasse. Zu der Zeit stand ich eh auf Vanden Plas.

Carl Carlton & the Songdogs – Cahoots and Roots Live Irgendwann schnekte mir meine Frau eine CD von Carl Carlton. Zuerst dachte ich noch, das träfe ja gar nicht meinen Geschmack. Aber falsch gedacht. Der macht richtig coole Musik und die Live-CD ist ebenfalls klasse.

Dead Soul tribe – The January Tree ist wieder einmal eine Entdeckung aufgrund der CD-Beilgae im Empire-Magazin. Fand ich damals extrem gut, hab ich drei CDs von und alle schon länger nicht gehört.

Evans-Brecker Soul Bop Band – Live ist groovender Jazz(-Rock) und sehr geil. Naja, Bill Evans, Randy Brecker und die übrigen Mitwirkenden von ähnlichem Kaliber.

Frank Gambale – Raison d’etre. Mit der Frickelei von Gambale hab ich inzwischen arge Probleme. Kann ich nicht mehr hören. Hier jedoch hat er ne dicke Jazz-Gitarre vorm Bauch und spielt mit cleanem Jazz-Sound. Immer noch Gefrickel, aber nicht so schlimm wie sonst.

Hideous Sun Demons – Hideous Sun Demons. Drei Japaner (g, b, dr) frickeln sich instrumental einen ab, bis der Arzt kommt. Hab ich damals geil gefunden.

K2 – Book of the Dead Projekt des Bassisten Ken Jacques unter Mitwirkung u.a. von Shaun Guerin und Allan Holdsworth. Also ist es Retro Prog mit Jazz-Rock Elementen. Entdeckertipp !

Richie Kotzen – Get up. Die ganz frühen Soloplatten von R.K. sind ja übles Gitarrengeschredder (Mike Varney Schule). Dann irgendwann hat sich Richie sowohl zu einem sehr geilen Sänger (Coverdale, Hughes) als auch zu einem sehr guten Songwriter entwickelt, so dass auf einmal das Komplettpaket aus tollen Songs mit Hooklines plus exzellenter Gitarrenarbeit dazu führte, dass R.K. eine Zeit lang mein Lieblingsmusiker war.

Magma – K.A. ist nach der für mich epochalen Live 75 inzwischen meine Lieblingsplatte von Magma. Und ich habe (fast) alles.

Petrucci / Rudess – An Evening with … Rudess am Flügel und Petrucci an E- und A-Gitarre. Immer noch hoher Frickelfaktor. Deutlich anders als bei der Stammband.

Sleepytime Gorilla Museum – Aiming to answer common questions. Eine einzigartige Band mit einzigartig schräger Musik. Ist mir heutzutage zu abgedreht. Seinerzeit mit der heißeste Shice *g*

Soilwork – Stabbing the Drama Eigentlich mag ich weder Metal noch Gegrunze. Doch wenn dann plötzlich diese elegischen (cleanen) Refrains kommen, dann ist es sowas von geil. Ist aber auch die einzige Platte von dieser Band.

The Tangent – The World that we drive through. Die ersten drei Tangent CDs und alles ist gut. Und dann ist genug.

Umphree’s McGee – Anchor drops Diese Jam-Band mit ihrer Mischung aus fast allem ist cool. Das hier war meine Entdecker-CD

Susan Weinert – Running out of Time Susan Weinert ist oft akustisch mit ihrem Mann Martin am Kontrabass akustisch unterwegs. Hier jedoch ist es elektrisch, mit Drums und Gesang und erinnert sehr stark an Allan Holdsworth. Cool.

1. Smalltape – The Ocean

Für den Monatssieger verweise ich auf meine Einzelrezension hier im blog: Smalltape

2. Dean Watson – Sum of Parts

Der Keyboarder und Gitarrist hat auch ein neues Werk am Start und das ist gewohnt exzellente Musik irgendwo zwischen Preogressive und Jazz Rock.

3. Tatran – Shvat (2014) Schon etwas älter, grad entdeckt, ist das ein Gitarrentrio und bitet im wesentlichen jazz-rockige Instrumentalmusik.

Amarok – Hunt liegt irgendwo zwischen Lunatic Soul und Riverside, eher bei ersterem. Schön.

Aurora Project – World of Grey (2016) könnte dem ein oder anderen progaffinen Hörer gefallen.

Cowboys from Hell – Big Fish (2012) ist genau so ein Tipp eines FB-Bekannten (Charlie Heidenreich) wie Benoit Martiny – Jazz goes Garage (2005)  und erfreut die etwas experimentierfreudigeren Jazz-Ohren.

Marbin – Aggressive Hippies (2015) ist ein israelischstämmiges Quartett (sax, g, b, dr), die ziemlich frickeligen Jazz bieten. Cool !

Sky Architect – A billion Years of Solitude (2013) ist Prog, der mich beim Erstdurchgang auch nicht wirklich geflasht hat.

Soup – Remedies wird in Prog-Kreisen hoch gehandelt. Erreicht mich nicht.

Rebecca Tresscher – Floating Food ist kammermusikalischer Jazz. Braucht mehrere Durchläufe, bis es zündet.

Und neben einer 13 CD Box von Focus, die mir bewies, dass ich die essenziellen Alben eh schon hatte, war diesen Monat nix ….

Rock History: 2003

Allman Brothers – Hittin’ the Note Konnte ja damals keiner ahnen, dass das ihre letzte Studio-Veröffentlichung werden sollte. Und die hat alles, was die Allman Brothers über die Jahrzehnte auszeichnete. Und von der zugehörigen Tour gibt es auch eine DVD, wo man sich von der überzeugenden Spielfreude dieser Band zu dieser Zeit überzeugen kann.

Rebekka Bakken – The Art of how to fall ist eine schöne Platte aus dem Grenzgebiet zwischen Jazz und Pop. Tolle Stimme. Tolle Songs.

Beady Belle – Cewbeagappic ist etwas moderner im Sound, geht aber in die ähnliche Richtung.

Discus – … tot licht! Ich hatte als Quelle für progressive Musik zu der zeit vorrangig das empire-Magazin, was ja eher dem klassischen, symphonischen Neo- und Retro-Prog frönt. (ok, den PNL hab ch damals auch gelesen). Das hier – Prog aus Indonesien – passt gar nicht in diese Kategorie. Das ist instrumental sehr vielseitig und total abgefahren. Was die Jungs an Stilistiken (von indonesischer Musik über Jazz bis Prog) in einen Song packen, das reicht bei anderen Bands für ne ganze Platte …

Dream Theater – Train of Thought Ein großer Dream Theater Fan seit Images and Words und vermutlich einer der wenigen, der den Vorgänger “Six Degrees …” klasse fand/findet, war ich zunächst von ToT enttäuscht, weil ich viele Songs relativ eindimensional empfunden habe. Als ich die Jungs zu der Tour dann live sah – und mir bei den geballten Unisono-Passagen (Gitarre, Keyboard UND (!) Bass) die Kinnlade mehrfach runterklappte, zündete auch dieses Album und ist bis heute in meinem persönlichen Ranking weit oben.

George Duke – Face the Music Bei Zappa grandios, dann eher jazzig, in den späteren 70gern dann sehr funky (für einige Hörer schon zu seicht, für mich nicht) ging es ab den 80ern dann ganz weit in die Fjuschen-Schmuse-Ecke ….. und dann plötzlich dieses Album mit begeisternder Musik. Groove, Spielfreude, alles noch vorhanden bzw. plötzlich wiederentdeckt. Eins der wichtigen Alben aus seinem Katalog.

Frameshift – Unweaving the Rainbow war auch eine Empfehlung aus dem Empire-Magazin. Lange nicht gehört.

Green – Life. Dito.

Shaun Guerin – The epic Quality of Life ist auch eher “normaler” Prog mit leichten Erinnerungen an Geneis (aus der guten Zeit). Wers nicht kennt, hört mal rein. Das finde ich auch heute noch klasse.

Trey Gunn – Untune the Sky ist jetzt schon das dritte Album von Gunn in dieser Serie. Muss ich wohl eine Zeitlang sehr intensiv gehört haben.

Ritual – Think like a Mountain. Ich habe kein schlechtes Album dieser Band. Prog mit Einflüssen aus schwedischer Folklore. Geile Band. Leider seit längerer Zeit nix mehr veröffentlicht.

Schandmaul – Hexenkessel. Ich hatte mal eine heftige Schandmaul Phase und hab die mit meinen beiden Jungs live in Berlin gesehen. Die einzige “Mittelalterband”, die es in meine playlists geschafft hat.

Corey Stevens – Bring on the Blues Bei dem vielen Prog darf es ab und zu auch mal was aus dem weiten Feld Blues rock bis Americana sein. Da ist Corey Stevens ein guter Mann.

Taal – Skymind stammt auch als Tipp aus dem empire-Magazin, obwohl es stranger ist als vieles andere, was da vorgestellt wird. Wer das nicht kennt, unbedingt mal reinhören !

Steve Winwood – About Time. Auch so ein Künstler, der in den 70ern bereits Großtaten vollbracht hat, dann in den 80ern sehr kommerziell-poppige Sachen (wenn auch auf hohem Niveau) gemacht hat. Das hier groovt ganz einfach sehr lässig. Cool.

Dhafer Youssef – Digital Prophesy war die erste CD, die ich von ihm kennenlernte. Großes Kino in der Schnittmenge (arabischer) World-Music und (skandinavischem) Jazz. Die Bestzungsliste spricht auch für sich.

Rock History: 2001

Ambeon – Fate of a Dreamer Dieses Nebenprojekt von Ayreon fand ich schon immer außergewöhnlich. Und während ich heute mit Symphonic Prog a la Ayreon, Lana Lane, Eric Norlander usw nicht mehr viel anfangen kann, könnte diese CD glatt mal wieder gehört werde.

Archetribe – Earthtones World Ambient u.a. mit Chapman Stick. Ruhig, meditativ. Wunderschön

Joe Bonamassa – A New Day Yesterday Einer der wenigen Künstler, bei denen ich das Frühwerk deutlich spannender finde als den übertriebenen Output jüngerer Zeit.

Eva Cassidy – No Boundaries Diese leider viel zu früh verstorbene Sängerin ist neben Judie Tzuke meine Lieblingssängerin. Schlechte Platten von ihr kenne ich nicht.

Creed – Human Clay Habe ich seit ca. 15 Jahren nicht mehr gehört. Kommentar dazu: ähm?

Pino Daniele – Medina Pino ist eh mein Lieblingsmusiker, weil bei ihm fast alle Zutaten, die Musik für mich interessant sind in seiner Musik vereint und auf höchstem Niveau präsentiert werde. Groove, Hooklines, Arrangement, Gitarrspiel und und und … Und diese CD gehört zu meinen fünf Favoriten aus seinem umfangreichen Katalog

Trent Gardner – Leonardo the absolute Man Der Magellan-Mastermind mit einem Solowerk im Rock-Oper-Format. Großes Kino, wenn man auf sowas steht.

Gov’t Mule – The deep End Vol. 1 Wie sollte es mit dieser Band nach dem Tode ihres Bassisten weitergehen? Bevor die sich als Quartett neu formierten, haben die erstmal zwei CDs mit einer ganzen Reihe renomierter Bassisten als Gäste eingespielt. Da ich zu der Zeit sehr großer Haynes-Fan war, war das Pflichtprogramm. Auch wenn ich heutzutage die Phase mit Allan Woody bevorzuge.

Trey Gunn – Live Encounter Tapping-Gitarre mit Crimson-Touch. Cool.

Nikolo Kotzev – Nostradamus Noch eine Symphonic-Prog-Rock-Oper. Habe damals wohl zuviel das Empire-Magazin gelesen. *grins*

Marcus Miller – M2 Miller gehört sicherlich zu den großen Namen des Jazz-Basses. Schlechte Platten sind Fehlanzeige. Ob das hier nun seine beste ist …. weeß ick niche ….

Michel Petrucciani – Conversation A bisserl normalen Jazz gefällig? Zu lange nicht mehr gehört, um da noch was kommentieren zu können.

Prince – The Rainbow Children Eine seiner (fast) unbekannten Veröffentlichungen ist mein absoluter Favorit von ihm. Wer diese Cd nicht kennt, sollte … flasch, MUSS das nachholen.

Seventh Key – Seventh Key Das (Neben)-Projekt des Kansas Bassisten bietet angeproggten AOR mit vielen schönen Hooklines.

Shakira – Laundy Service Ab und zu schleicht sich auch mal radiokompatibles Teufelszeuch in meine playlisten. Was hab ich da dran gutgefunden? Dazu müsste ich das nochmal hören …. muss das sein ?

Derek Sherinian – Inertia. Keyboard-Prog-Jazz-Rock mit hohem Frickelfaktor und extrem guten Beteiligten. Ich sage nur Zakk Wylde, Steve Lukather und und und …. Wenn man diese eine CD hat, reicht das aber auch. Alle weiteren kochen den gleichen Brei weiter …

Judie Tzuke – Queen Secret Keeper Seit den frühen 80ern ist das meine Lieblingssängerin, die hierzulange mal mit I am the Phoenix Airplay hatte, aber nie wirklich bekannt wurde. Diese CD hier ist ihr Spät-Meisterwerk. Da stimmt auch wieder alles dran.

Stevie Ray Vaughan – Montreux 82&85 Habe ich auch erst posthum wirklich schätzen gelernt und diese Live-Aufnahmen demonstrieren das Ausnahmekönnen dieses epochalen Blues-Rock-Gitarristen.

Michelle Young – Marked for Madness war auch eine Empfehlung auf dem CD-Sampler des Empire-Magazins. Tolle Platte, auch wenn ich von der Künstlerin nie wieder was gehört habe.

Doch erstaunlich viel Prog dabei.
Und beim Schreiben dieser Liste fällt mir extrem auf, wie viele der genannten Knstler nicht mehr unter uns sind  *traurig*

Rock History: 1999

BAP – Comics & Pin Ups Als BAP-Fan der frühen Stunde gab es dann irgendwann Alben, die ich nicht mehr so toll fand. Mit diesem Album, auf dem wirklich sehr gute Songs drauf sind, habe ich diese Band dann quasi wiederentdeckt.

Black Label Society – Sonic Brew. Auch wenn mir diese Band nicht so überragend gefällt, eine CD darf auch hier auftauchen, weils halt Zakk Wylde ist.

Bruce Cockburn – Breakfast in New Orleans … ist eins von vielen wirklich guten Alben dieses Songwriters, der neben John Martyn zu meinen Favoriten in diesem Genre gehört.

Shannon Curfman – Loud Guitars, big suspicious ist das Erstwerk dieser damals erst 13-jährigen Blues-Rock-Gitarristin und gefällt mir heute noch sehr gut.

Pino Daniele – Come un gelato all’ equatore gehört zu den imho 4 großen Werken der Phase zw. 1995 und 2001. Pflichtkauf.

Landmarq – Thunderstruck. Habe 2 CDs dieser Band. Klassischer Prog mit weiblichem Gesang.

Steve Reich – Music for 18 musicians (Ensemble Modern). Ich habe bewusst jegliche Klassik aus dieser Liste rausgehalten. Schließlich lautet die Reihe ja “Rock History”. Da dies jedoch zum einen eine meiner absoluten Lieblingsplatten ist und zum anderen der Einfluss auf die Rock- und Jazz-Musik dieses Werkes nicht unerheblich ist, mache ich hier mal eine Ausnahme. Das muss jeder mal sehr bewusst und konzentriert auf sich einwirken lassen.

Santana – Supernatural. Bin seit jeher ein riesengroßer Santana-Fan. Und ja, in seinem Werk gibt es viel Licht und mdst. ebenso viel Schatten. Als diese Platte rauskam, war ich gerade eine Woche auf Mallorca. Das Hotel hatte die erste Woche auf. Die Poolbar war unbesetzt, aber aus der Musikanlage dudelte eine Woche in Dauerschleife diese CD von Santana. Das bleibt haften. Ich mag diese Paltte. Die beiden Nachfolger finde ich unerträglich.

David Sylvian – Dead Bees on a Cake habe ich erst vor wenigen Jahren entdeckt. Es gibt sehr viele tolle CDs von ihm. Diese hier ist allein schon wegen “I surrender” Pflichteintrag in dieser Liste.

Und mit diesem recht überschaubaren Jahr habe ich auch die 90er komplett abgehandelt. Die folgenden Rock-History-Beiträge werden somit nur noch 2000 und neuer umfassen.

Rock History: 1996

Rabih Abou-Khalil – Arabian Waltz ist eines der schönsten Alben dieses Oud-Spielers, der arabische Musik mit Jazz verknüpft und für mich – nach Dhafer Youssef – der bedeutendste Vertreter dieser Art von Musik ist.

Bruce Cockburn – The Charity of Night. B.C. ist für mich nach John Martyn mein Lieblingssongwriter, zudem ein exzellenter Gitarrist. Viele seiner Alben sind klasse (ich hab auch fast alle).

Flower Kings – Retropolis ist Album Nr. 3 dieser grandiosen Band. Danach begann es aber mit Overflow, weil der Output enorma war und eine persönliche Sättigung eintrat.

Glaz – Ar Gest hab ich in Quimper ausm CD-laden geschleppt, weil Cover und Besetzungsliste vielversprechend aussahen. Bretonischer Folk mit leichtem Jazz-Anklang.

Gov’t Mule – Live at Roseland Ballroom ist eine frühe Live im Tro-Format mit der imho geilsten Version von “Mule”.

Eric Johnson – Venus Isle ist Veröffentlichung Nr. 3 und auch hier beginnen die Wiederholungen und Abnutzungserscheinungen.

Yngwie Malmsteen – Inspiration. Stehe ich nicht mal wirklich drauf. Ist am Anfang sehr imposant, was der Typ das spielen kann (obwohl das heutzutage viele können). Diese Platte gefiel mir wegen der Coverversionen.

John Martyn – and. Mein Lieblingssongwriter war im Verlauf seiner Karriere immer wieder zu sehr gute Platten fähig. Das hier ist eine davon. Die darauffolgende and.-Live bietet einen tollen Querschnitt seines damaligen Programmes.

Molly Hatchet – Devil’s Canyon. Diese Band hatte ihre Hochzeit auch viel früher. Nach Umbesetzungen, Pausen und einem für Southern Rock sehr spärlichen Jahrzehnt (80er) hier mal wieder eine Platte, auf der M.H. klingt, wei es klingen muss.

John Scofield – Quiet. Ob Jazz-Rock, Jazz oder laid-back-Jazz (wie auf der A go go), Scofield hört man immer raus. Das ist einer der Gitarristen unserer Zeit, der einen ganz eigenen Ton hat. Wenn der aber zur Nylon-String greift und sich dann von einem mittelgroßen Bläsersatz begleiten lässt, dann ist diese Platte einer der eigenständigsten in seinem Katalog. Ganz großes Ohrenkino !

Sieges Even – Sophisticated. Das cleane Gitarrenriff in “Dreamer” fällt mir immer als erstes ein, wenn ich diese Platte sehe. Gar nicht mal klassischer Prog, kommt diese Musik doch sehr überzeugend aus den Boxen.

Zakk Wylde – Book of Shadows. Der Ozzy-Gitarrist, der es bei seiner Band Black Label Society fett krachen lässt, kann auch akustisch und lyrisch. Und gefällt mir da noch viel besser. Tolle CD, die eher nach unplugged Southern Rock  klingt.

Ziryab Trio – Mashreq Classics Eines meiner Alben aus dem arabischen World-Music Katalog einer Band, von der ich weder vorher noch nachher jemals was gehört habe. Tolle Musik.

Und das wars dann auch schon in diesem Jahr.

Angeregt durch die sehr positive Rezension im eclipsed-Magazin, wo sogar Superlative wie „der deutsche Steven Wilson“ bemüht wurden, habe ich die CD bei Spotify vorgehört und dann sofort bei smalltape.net geordert.
Um es vorwegzunehmen: dieses Füllhorn an Ideen, Stilistiken und Instrumenten ist schlicht der Oberhammer. Stilistische Bandbreite kann ja auch bedeuten, dass man bei einer CD den Zusammenhang vermisst. Hier weit gefehlt. Das ist alles wie aus einem Guss. Instrumentelle Vielfalt, insbesondere, wenn der Protagonist, hier also Philipp Nespital, fast alles alleine einspielt. Kann ja auch zu suboptimalen Ergebnissen führen. Ich kenne da auch Beispiele, wo ich bei jedem Hören denke „hätte der sich mal nen Schlagzeuger gegönnt …..“. Hier auch weit gefehlt. Ob Keyboards, Gitarre, Gesang, oder Gitarre: alles wirklich klasse.
Zu den Texten kann ich zur Zeit nichts sagen, ich habe zwar gesehen, dass es die auf der homepage gibt, hab da aber noch nicht gelesen (davon abgesehen bin ich eh nicht so der Texteinterpretierer).
Außerdem finden sich inzwischen Rezensionen im Netz, die sich mit dem textlichen Konzept auseinandersetzen und auch das lohntsich, mal zu lesen.

So, fangen wir mit diesem Werk und seiner Musik mal an:

01. When the waves devide

00:00 Irgendwas baut sich da langsam auf und wird lauter
00:47 ein Cello dringt zaghaft durch den Sound“Nebel“ und spielt eine ruhige Melodie.
01:30 Da sind noch mehr Streicher
01:55 Der „Nebel“ ist weg und es wird klar: hier agiert ein Streichquartett (und das sind richtige Musiker, keine Synth-Konserve)
02. The Ocean Pt. 1

00:00 Fast ohne Übergang geht es weiter, die Streicher werden heftiger, ein Piano, ein Bass, Drums setzen ein
00:45 Das Piano führt den rhythmischen Reigen an
01:06 alles stoppt und eine „wütende“ Gitarre übernimmt. 01:21 jetzt auch mit Rhythmusgruppe
01:36 Der Hauptriff des Stückes beginnt, im wesentlichen Gitarre, Bass und Drums. Das sind Riffs, die man seit Porcupine Trees In Absentia schätzt.
02:05 das Piano kommt hinzu
02:26 ein kleiner Drumfill unterbricht, dann wirde der Riff wieder aufgenommen, zu den bisherigen Instrumenten kommen noch (synth- ?) Streicher.
03:00 Ein B-Teil mit elegischer Streichermelodie unterbricht
03:15 ein neuer Drumgroove
03:36 Piano und Bass grooven über einen Grundton, schon fast jazzig, das Arrangement ist sehr luftig
04:35 Im gleichen Groove gibt es jetzt eine aufsteigende Basslinie
04:58 jetzt wird es wieder heavy und dramatisch, mit tollem Chor, langsame Dynamiksteigerung
06:05 der Groove hört auf. Das fadeout bildet das Piano mit Hintergrundgeräuschen
03. The Shore

00:00 Nahtlos geht es weiter. Eine Akustikgitarre übernimmt
00:17 Der erste richtige Gesangseinsatz
00:48 zur zweiten Strophe kommt ein weiteres Instrument hinzu, eine cleane E-Gitarre.
01:38 wieter ohne Rhythmusgruppe ertönt nun ein Saxophonsolo
02:25 Pianoarpeggien kommt hinzu
02:50 die Strophe klingt in einer Hallfahne aus. Jetzt wird es sphärisch. Die Akustikgitarre bleibt, diesmal gezupft.
03:30 eine cleane Gitarre spielt eine Melodie …
04:00 Sphärische Klänge beenden den Song
04 The Mirror

00:00 Weiter geht es mit einer rhythmischen Pianophrase
00:30 Die Rhythmusgruppe setzt ein und es groovt sehr cool
01:01 Der Bass funkt !
01:19 Weiter geht’s mit dem Groove wie bei 00:30, eine Leadgitarre kommt dazu
02:05 wieder der Funkbass
02:22 anderer Rhythmus, eine elegische Pianomelodie, dann aufgegriffen, von einer cleanen E-Gitarre
03:14 Gesang übernimmt
03:39 instrumentales Zwischenspiel
03:50 weiter mit Gesang
04:18 dynamische Steigerung, hier deutet sich ein Refrain an, jedoch nach kurzer Zeit geht es weiter mit dem Strophenrhythmus, hier jedoch mit Gitarrenmelodie
05:00 ein an Minimoog erinnernder Synth soliert auf dem tollen Groove.
05:35 Staccato-Gitarren übernehmen. Die Rhythmusgruppe groovt wie Hölle.
06:07 Der Funkbass ist wieder da. Auch hier exzellenteste Drums-Arbeit.
06:25 das elegische Piano zu den tollen Harmonien ist wieder da.
07:00 Gesangsstrophe zu Pianosolo, bis 7.25 baut sich die Band wieder auf
07:25 Das, was man Refrain nennen könnte, bildet den dynamischen Höhepunkt
07:52 Eine Pianomelodie, aufgenommen vom MiniMoog bildet den Ausklang.
Und bevor ich jetzt diese CD komplett seziere: es folgt noch ein wahrlich reiches Füllhorn an Ideen und Überraschungen. Nylonstringgitarren mit spanisch/Arabischen Melodien, fette Brachialgitarren, E-Piano-Solo über ostinatem Bass im JazzGroove, Sax-Solo, usw. usf.

Und immer wieder diese elegischen Melodien, in denen ich baden könnte !
Entdeckt es bitte selber.

Das ist ganz, ganz großes Art-Prog-Kino und nebenbei bemerkt muss man das Ding über eine bessere Stereoanlage LAUT hören. Das ist dermaßen fett und gleichzeitig transparent abgemischt, dass es ein audiophiler Hochgenuss ist.

Und wem ich mit dieser Rezension nicht den Mund wässrig machen konnte, dem ist dann leider auch nicht mehr zu helfen  *muhaha*

Rock History: 1995

The Corrs – Forgiven, not forgotten. Ich mag irische Musik. Und wenn Irish Folk auf Pop trifft, zugleich diese engelsgleichen Stimmen hat, dann war das beim Erstling 1995 was neues und aufregend. Nach vie Platten dieser Band hab ich das dann auch nicht weiterverfolgt.

Pino Daniele – Non calpestare i fiori nel deserto. Es war bei meinem damaligen Lieblingsitaliener, wo eines Abends statt der üblichen Italo-Schnulzenmucke eine Nummer vom Pio lief. Und da war es um mich geschehen. Inzwischen habe ich (fast) alles von ihm und insbesondere die Phase 1995 – 2001 hat es mir angetan. Das ist perfekte Musik, wo alle Zutaten, die mich an Musik faszinieren aufs genialste vereint sind !

Peter Finger – Between the Lines Fingerpicking habe ich nie begriffen. Ich bin da – bessere gesagt meine rechte hand – eher der Bewegungslegastheniker … ich brauche halt ein Plektrum in der Hand. Aber hören tue ich das immer wieder aml gerne. Und der Finger ist schon ein Virtuose.

Flower Kings – Back in the World of Adventures ist für mich das Zweitwerk, obwohl ja der Erstling noch unter Roine Stolt lief. Und 1994 bis 1997 ist für mich die Hochphase, wo diese Band für mich aufregende Musik gemacht hat und mit Dream Theater und Spock’s Beard um den Rang der Lieblingsband konkurrierte. Wobei es imho kein FloKi Album gibt, welches durchgängig weltklasse ist. Auf jedem Album sind so ein bis zwei Tracks, die so 10-13 Minuten sind, die der absolute Überhammer sind. Diese Tracks auf einer Kompilaton, das wäre dann so ein 16-von-15-Punkte-Album.

Gov’t Mule – Gov’t Mule ist auch eine von mehreren exzellenten Platten aus der Hochpahse dieser Band. Und damit meinte ich persönlich alles bis zum Tode von Allen Woody.

Glenn Hughes – Feel ist mein persönliches Lieblingsalbum aus seinem Solowerk. Gerade, weil er hier nicht einfach nur Rock drauf hat, sondern sehr soulig unterwegs ist.

The Immigrants – One Planet under one Groove. Die Musik dieser Band um Jennifer Batten und Michal Sembello ist weniger frickelig, als es die Namen vermuten lassen.

Laurence Juber – LJ ist wieder eine Platte zum Thema akustische Gitarre, Fingerstyle, hier mit sehr schönen Songs mit Open tuning.

John Martyn – Live ist ein fantastisches Tondokument, wie die Songs live zu ausgedehnten Improvisationen dienten. Und wenn genau das in der Musik fehlt ….. hats es weniger Chancen, mir zu gefallen *grins*

John Martyn – The Island Anthology ist für alle, die diesen unterschätzten Musiker erstmalig entdecken wollen, der geniale Einstieg. Für mich im Prinzip ein überflüssiges Album, weil ich eh alles von John Martyn habe.

Van Morrison – Day like this. Van Morrison ist einer der Songwriter mit großer Bandbreite. Das führt dazu, dass es von ihm Platten gibt, die ich gar nicht mag und andere finde ich genial. Auf jeden Fall schreibt niemand schönere und melancholischere Balladen. Und die vorliegende Platte finde ich durchgängig klasse.

Oregon – Beyond Words Diese Band um Ralph Towner fand ich schon immer gut. Akustischer World-Music-Kammer-Jazz. Immer toll, immer audiophil. Eine der besten Platten unter vielen guten.

Pekka Pohjola – Heavy Jazz. Pohjola ist imho auch einer der am meisten unterschätzten Musiker. Wer die Schönheit dieser Musik, die zwischen Jazz-Rock, Progressive und finnischer Symphonik liegt, entdecken will, mag das gerne mit dieser Live-DoCD tun.

Ranging Honkies – We are the best band ist das nächste Bandprojekt von Michael Landau, diesmal rauher als bei Burning Water. Erreicht auch nicht die Klasse.

Red Hot Chili Peppers – One Hot Minute ist der oft unterschätzte Nachfolger zu Blood Sugar Sex Magik und imho das letzte wirklich gute Album dieser Band.

Rite of Strings – Rite of Strings. Das sind Jean Luc Ponty (violine), Al DiMeola (Akustikgitarre) und Stanley Clarke (Kontrabss). Akustik-Jazz mit hohem Frickelfaktor. Die Nummer Renaissance gehört zum Repertoire meiner Band.

Ritual – Ritual. Ich mag diese schwedische Progressive band mit Folkanleihen. Und das Erstwerk ist gewiss nicht die schlechsteste Veröffentlichung, wenn nicht sogar ihre beste …

Tower of Power – Souled Out. Nach dem Oberhammer T.O.P. war Tower of Power schwer angesagt und der Nachfolger ist kaum schechter. Mit der Zeit wünscht man sich etwas mehr “Schmutz” im Sound der Band.

Various Artists Sampler – Tales from Yesterday ist ein Sampler mit Covermucke von Yes. Allein die Versionen von Roundabout (Robert Berry) und Siberian Khatru (Stanley Snail aka Brian Beller, Kevin Gilbert, Mike Keneally und Nick D’Virgilio) sind der Oberhammer !!!

Zucchero – Spirito DiVino erreicht nicht ganz die Klasse von Oro, Incenso e Birra, ist aber immer noch einer der wirklich guten, besseren CDs.

Rock History: 1993

Dan Ar Braz – Theme for the Green Lands. Kurz bevor die Pahse “Heritage des Celts” begann, die uns vier wundervolle CDs der bretonisch/keltischen Folk-Rock-Musik bringen würde, hat Dan Ar Braz in der Besetzung E-Gitarre / Dudelsack / Bass / Drums ein wunderschönes Instrumentalalbum rausgebracht, bei dem nicht nur das Titelstück ein Klassiker im Repertoire ist.

Dominique Bertram – Bass Now! Zu der Zeit war ich ja mehr als Bassist denn als Gitarrist unterwegs und habe ziemlich viele CDs aus dem Hot Wire Katalog bestellt. Angeblich war der Bertram auch mal bei Magma, was afair aber auf keiner Platte nachzuvollziehen ist. Das hier ist Jazz-Rock-World-Fusion und alles sehr abwechslungsreich und klasse gespielt.

Burning Water – Burning Water ist für mich die beste Veröffentlichung von Michael Landau, die je erschienen ist. Damals gabs die nur im Japan-Import und ich hab da 70 DM für auf den Tisch legen müssen …

Alain Caron – Le band ist die erste Soloplatte des UZEB-Bassisten nach deren Split. Toll, aber ohne je die Magie von UZEB zu erreichen.

Randy Coven – Coven, Pitrelli, Reilly. Noch so ein Flitzefinger-Viersaiter. Und dann noch der Al Pitrelli an der Gitarre. Hoher Frickelfaktor. Die von Zakk Wilde (!) gesungene Coverversion von Stevie Wonder’s “I wish” ist die geilste Version ever. Bitte sosofrt auf Youtube hören !

Frank Gambale – The Grest Explorers hat mich so geflasht, dass ich mir das Songbook dazu gekauft habe. Spielen kann ich das bis heute nicht, aber zumindest die ersten 2 Tracks haben mich so intensiv beschäftigt, dass ich bis heute im Kopf jede Note mitsingen kann.

Trey Gunn – One Thousand Years. Ich liebe ja den Chapman Stick (bzw. die Warr-Guitar). Und KC liebe ich auch. Daher ist Trey Gunn Pflichtprogramm. Von vielen guten CDs imho die beste.

Harem Scarem – Mood Swings Stadion-Hard-Rock mit geilen Hooklines ….. Igendwie war mit den hairspray-Bands dann aber auch igrnedwann mal gut ….

Warren Haynes – Tales of Ordinary Madness Oft übersehenes erstes Soloalbum, noch bevor Gov’t Mule das Licht der Welt erblciekn sollte. Sollte man als Souther-Blues-Rock Fan mal gehört haben.

Hooters – Out of Body  Vier Jahre nach dem Vorgänger erscheint Album Nr. 4. Viele sagen, das taugt nix. Und in den Charts kackte das ja auch ab. Ich mag das Album trotzdem.

Janis Joplin – Janis Auch wenn das eine Compilation ist, Janis finde ich großartig und das hier ist ne tolle Zusammenstellung.

Mike Keneally – Hat Wer sollte nach dem Tode Zappas das Vermächtnis weiterführen. Das hier ist gewiss im Geiste Zapps. Allerdings habe ich das Schaffen von M. Keneally irgendwann aus den Augen verloren.

M. Walking on the Water – Pictures of an Exhibitionist Ich libe Cover, die ganz anders sind. Und wenn es sich dann um sechs Klassiker von z.B. Caravan, Genesis, Yes, Jethro Tull und Deep Purple handelt …. dann ist das schon vielversprechend. Und was diese Band mit diesen Songs macht: Child in Time mit Kontrabass, Quetschebüggel (!) und eine Stimme, die so rein gar nichts mit Rock-Shouting zu tun hat … das ist ganz großes Kino.  Unbedingt hören !

Neville Brothers – Live Ich liebe diese Band für ihre groovige Musik. Und wenn ein Livealbum vom ersten bis zum letzten Takt mich Tanz-Legastheniker dazu animiert, meine Körper in Bewegung zu verstezen ……

Alain Stivell – Again Zwei Jahrzehnte nach seinen großen Werken wir Renaissance of the celtic Harp ein Album, was einfach nur Spaß macht.

James Taylor – Live. Grandioser Songwriter, von dem ich viel zu wenig habe, nämlich genau dieses eine Live Album.

Tower of Power – T.O.P. Noch so ein Groovemonster und imho ihre beste Platte.

Triton – Triton Instrumetaler Fickelkram im Gitarrentrio-Format.

Steve Vai – Sex & Religion. Geniales Werk vom zumeist doch überexaltierten Saitenhexer, mit einem damals noch langhaarigern Devin Townsend am Gesang.

Frank Zappa – The Yellow Shark ist – eingespielt vom Ensemble Modern – die letzte Zappa-Veröffentlichung vor seinem Tode und imho sein musikalisches Vermächtnis. Deswegen, und weil einige Klassiker im Orchesterformat neu interpretiert und aufgrund der bereits bekannten Melodien leichter konsumierbar als einige andere orchestralen Outputs, gehört das in meine Liste.

Rock History: 1989

Nun zum letzten Jahr der “unseligen” 80er:

Aerosmith – Pump. Allein Love in an elevator ist schon ein Hammersong (mit schlüpfrigem Intro *grins*). Das geht dann aber mit Janie’s got a gun oder Don’t get mad, get even und weiteren tollen Nummern. Imho einer der besten Platten von Aerosmith.

Bad English – Bad English. Das Gespann John Waite / Neal Schon war zwei Platten lang für exzellenten AOR mit Orhwurmcharakter und Schmachteballaden gut.

Blowbeat – Blowbeat. Diese bekloppten, ähm humorvollen Holländer hab ich live in Bonn gesehen und neben wirklich ausgefallenen Texten, einem sehr tollen Sologitarristen hatte diese Band eine fantastisch groovende Rhythmusgruppe. Bis heute eine meiner weit oben rangierenden All-Time-Favorites und ganz gewiss Platte des Jahres.

Bonham – The Disregard of Timekeeping. Von der Band des Drummers Jason Bonham gibt es zwei Platten, die zum härteren AOR gezählt werden können. Gute Mucke, versierte Musiker, gute hooklines.

Randy Coven – Funk me Tender Aus dem Mike Varney Umfeld diesmal ein Flitzefinger-Bassist. Was habe ich das seinerzeit geil gefunden !

Diving for Pearls – Diving for Pearls Als ich das in der Datenbankliste fand, dachte ich: ähm, wasn das? Ganz gewiss im weitesten Sinne AOR. Bestimmt 25 Jahre nicht mehr gehört.

Gloria Estefan – Cuts both Ways. Ok, das ist Pop. Aber mit Latin Groove. Auch gefühlte 100 Jahre nicht mehr gehört.

Kevin Eubanks – The Searcher Gitarristischer Smooth-Fusion. Auch eine Stilrichtugn, die kurze Zeit später aus meinem Bewusstsein – GsD – verschwinden sollte.

Giant – Last of the Runaways. Auch das AOR. Aber Dann Huff gehört neben Lukather und Landau schon zu den ganz Großen der Gitarrenzunft. Das finde ich heute noch geil.

Deborah Henson-Conant – On the Rise. Das GRP-Label war ja bekanntermaßen auf Fusion eingestellt. Hier mal mit einer harfespielenden Protagonistin. Vermutlich würde ich das heute auch nicht mehr goutieren …

King’s X – Gretchen goes to Nebraska. die ersten vier bis fünf King’s X gehören alle in meine persönliche Liste. Ich liebe diese Band bis heute für ihre einzigartige Kombination aus härteren Grooves und beatlesequen Gesangsharmonien. COOL !

Richar Marx – Repeat Offender. Ja, auch die zweite Platte von Herrn Marx wurde damals (!) viel gehört. AOR-Pop.

Kim Mitchell – Rockland Der ehemalige Max Webster Sänger/Gitarrist ist in Kanada ein Superstar und das zu Recht. Seine erste Soloplatte (Akimbo Alogo, vgl. an anderer Stelle) und diese hier sind meine Favoriten.

Mr. Big – Mr. Big Diese Supergroup des Hard-Rock hatte nicht nur virtuose Flitzefinger an Gitrarre und Bass, sondern auch richtig coole Songs. Das kann man auch heute noch auflegen. Und live waren die damals ne Bank.

Allanah Myles – Allanah Myles. Ich kann mich nuran einen einzigen Song erinnern, “Black Velvet”, der ja auch heute noch oft im Radio gespielt wird und mir inzwischen auch aus dem Halse hängt …. an den Rest der LP kann ich mich kein Stück erinnern und vermutlich ist das auch nicht weiter erwähnenswert.

John Patitucci – On the Corner. Das ist ein toller Bassist. Ob man genau diese Platte heute rauskramen sollte, oder ob es die erste Chick Corea Electric Band als Referenz für 80er Jahre Jazz-Rock vollkommen tut, muss jeder für sich entscheiden. Patituucis Soloplatten habe ich jedenfalls auch bestimmt 20 Jahre nicht mehr gehört.

Poco – Legacy. Ich mag Westcoast. Und wenn ich diese Jahresliste hier sehe, ist das doch echt mal was erfrischend anderes. Allerdings habe ich auch diese Platte richtig lange nicht mehr gehört …

Rush – A Show of hands Jede Live-DoCd von rush markiert irgendwie das Ende einer Phase und ist daher im Prinzip unverzichtbares Dokument. Und mehr oder weniger neigt sich die essenzielle zeit von Rush mit Ablauf der 80er auch definitiv dem Ende zu.

Blues Saraceno – Never look back  ist auch aus dem Mike Varney Umfeld. Dieser Typ war damals noch sehr jung (afair 17) und schon genau so ein Flitzefinger wie der Satriani. Und wie gewiss nicht alle dieser Virtuosen hat der ein unhemiliches Feeling dabei. Auch die Mucke mag ich haute noch.

Joe Satriani – Flying in a blue dream Wie bei vielen Acts gibt es eine Hochphase von 3-4 Platten und danach finde ich das dann zunehmend redundant. Das hier gehört bei Satriani gewiss noch zur Hochphase.

Steps Ahead – N.Y.C. Diese Band des Vibraphonisten Mike Mainieri hatte im Laufe der Zeit viele Besetzungswechsel. Bei dieser Platte besticht die Rhythmusgruppe mit Tony Levin (auch am Chapman Stick !) und Steve Smith.

Steve Stevens – Atomic Playboys Solowerk des Billy Idol Gitarristen. Und der Typ gehört auch zu den wirklich guten Gitarristen mit eigenem Stil.

Tears for fears – The Seeds of Love hätte ich spontan einige Jahre früher eingeordnet. Ganz großes Kino der ambitionierten Pop-Musik.

UZWB – Club. Auch wenn für mich die Live aus dem Filgejahr das Referenzwerk ist, ist das hier unter vielen guten Studioplatten vermutlich die beste. Und mit das Beste, was der Jazz-Rock in dieser Zeitzu bieten hatte.

Whitesnake – Slip of the Tongue. Auch die amerikanisierten Whitesnake konnten seiner Zeit überzeugen. Wenngleich dieser Stadion-Rock nichts mehr mit dem bluesigen Hard-Rock früherer tage zu tun hatte.

Die Zöllner – 1 Was ist Dirk Zöllner für ein toller Sänger und was ist das für eine soulig groovende Band. Da kann vermutlich nur noch Edo Zanki mithalten.

Zucchero – Oro, Incenso e Birra Ein Kumpel von mir, der lange in Italien lebte und die Sprache beherrschte, war riesengroßer Zucchero Fan und das habe ich dann übernommen. Und das hier ist imho seine mit Abstand beste Platte. “il mare imptuoso al tramonto salì sulla luna e dietro una tendina die stelle … se la chiavo !

Fazit: bis auf 3-4 Ausnahmen ein aus heutiger Sicht echt schlimmes Jahr. Anders formuliert: was hatte ich da für einen Scheiss-Geschmack …. was es aber auch nicht trifft, denn in etlichen meiner bevorzugten Stilistiken war da halt tote Hose: Null Prog dabei. Null Southern-Blues-Rock …. und einige der damals angesateren Stilrichtungen haben mir ja nie gefallen …

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