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So, jetzt sind wir kurz vor den ganz ganz großen Live-Platten. Zum letzten Mal gibt es – ohne spezielles ranking – eine Fünfer-Liste:

Richie Kotzen – Live in Sao Paolo (2008). Vor etwa zehn Jahren war ich riesengroßer Richie Kotzen Fan. Neben seinem wirklich virtuosen Gitarrespiel kommt hinzu, dass er als Sänger wie auch als Songwriter über die Jahre unheimlich gewachsen ist. Und damals hatte er auch noch einen fantstischen Gitarrensound (was mich bei einigen späteren Werken doch stark irritiert, dass es nicht mehr so ist). Und dann ist diese Live-Platte mal wieder von Songauswahl und Performance wirklich grandios.

Monte Montgomery – Live at the Caravan of Dreams (2002). Auch bei diesem Musiker gab es eine Phase, wo ich regelrecht alles verschlungen habe, was da an Platten auf dem Markt ist. Und wenn ein Songwriter mit akustischer Gitarre wirklich tolle Songs schreibt, diese dann Live auf teilweise 18 Minuten Versionen bringt, weil er seine Akustikgitarre (!) durch diverse Effekte und einen Verzerrer jagt und dabei von einer Rhythmusgruppe dynamisch unterstützt und angetrieben wird, dann ist das großes Kino !

The Outlaws – Bring ‘em back alive (1978). Auch wenn die Outlaws nicht zu den ganz ganz großen Bands der Southern Rock Szene gehören, so ist diese Live DoCD an Spielfreude, Gitarrenduellen, Songauswahl und Improvisationen (auch hier findet sich ein Titel mit fast 20 Minuten Länge und das ist kein Prog-Longtrack, sondern Gitarrengedengel !) seit nun fast 40 Jahren fester Bestandteil meiner Live-Bestenliste.

Toto – Livefields (1999). Auch eine schwierige Wahl. Von Toto (eh seit Jahrzehnten eine meiner Dauer-Lieblingsbands) gibt es natürlich viele Live-Platten und alle sind gut. Vielleicht ist gerade diese hier so weit vorne, weil zu dem Zeitpunkt mit Mindfields eine wirklich tolle Studioplatte rauskam, mit der man nicht mehr unbedingt gerechnet hatte ….

Frank Zappa – You can’t do that on stage … Vol. 2. Diese Reihe von insgesamt 6 DoCDs mit Liveaufnahmen aus allen Zeiten der Schaffens des Meisters ist eine grandiose Werkschau. Vol. 2 pickt sich jetzt (unüblich in dieser Reihe) ein einziges Konzert raus: Helsinki 1973. Und das heißt: hier ist die beste Zappa-Band aller Zeiten (imho) zugange mit Napoleon Murphy Brock, George Duke, Ruth Underwood, usw. Und daher muss diese DoCD unbedingt in diese Liste.

Ab morgen geht es dann los mit den 15 absolut obergeilsten Live-CDs … jeweils im Dreierpack.

Bald näheren wir uns den TOP-15. Wobei ich nochmals betonen möchte, dass ich die Plätze 16 bis 40 keinerlei Ranking unterzogen habe.

Jimi Hendrix – Band of Gypsies (1970). Ja, es ist nicht die Originalbesetzung der J.H. Experience, es ist nicht so epochal wie Electric Ladyland (wobei ich das eh nir so nachvollziehen konnte, die ersten beiden Alben finde ich in der Summe besser), aber es ist eine energetische Livedarbietung.

Pat Metheny – Travels (1983). Ich bin bekennender Metheny Fan, habe den ungefaähr zu dieser Zeit auch mal in Bonn live gesehen (3 Stunden oder so ähnlich dauerte das fantastische Konzert) und diese Live-Platte ist halt einfach klasse.

Neville Brothers – Live on Planet Earth(1993) Es gibt Musik, da fängt mein Körper an, sich zu bewegen. Earth Wind & Fire, Tower of Power, Manu Dibango …. oder halt Neville Brothers. Und das dauert bei dieser Live-CD halt eine komplette Platte lang. Das groovt wie Hölle, die Spielfreude quillt aus den Boxen und die Setliste stimmt auch (wenn man die Vorgänger-Alben Yellow Moon, Brother’s Keeper und Family Groove schon geil fand)

Pekka Pohjola – Heavy Jazz Live in Helsinki and Tokyo (1995) Die für mich besten Veröffentlichungen von Pekka Pohjola (einem der am meisten übersehenen wirklich genialen Musiker) liegen zwar in den 80er Jahren. Da habe ich ihn auch live in Bonn gesehen. Dennoch bietet diese DoCD aus 1995 eine gute Mischung aus den verschiedenen Phasen seines Schaffens. Wer Pekka Pohjola noch nicht kennt: unbedingt antesten. Diese Mischung aus finnischer Symphonik, Jazz-Rock und Progressive ist einzigartig !

Yes – Yessongs (1973). Es war wohl meiner erste 3-fach LP. Grandiose Setliste. Viel mehr muss man dazu auch nicht mehr sagen, oder?

Falls sich jemand wundert, warum das plötzlich (von 10) heißt: Die TOP-15 wird es in Portionen zu je 3 CDs geben, da ich da auch etwas mehr zu schreiben werde.

Rory Gallagher – Live in Europe (1972). Ich bin auch seit frühesten Tagen ein riesengroßer Fan von Rory Gallagher. Während Ritchie Blackmore mich zur Gitarre führte, war Rory der erste, wo ich eine Zeitlang dachte “genau so möchtest Du gerne klingen”. Habe auch etliche seiner Songs als junger Gitarren-Lehrling versucht nachzuspielen. Diese Live war meine erste LP von Rory und daher hat die immer einen besonderen Platz in meiner Sammlung gehabt und landet in meiner subjektiven Einschätzung auch vor der Irish Tour, wenngleich auch das eine wirklich tolle Live-CD ist.

Loreena McKennitt – Nights from the Alhambra (2007). Ich muss ja zugeben, dass sich der ganz große Zauber dieses Konzertes beim Schauen der DVD ergibt, weil das eine einmalige Location ist. Gleichzeitig ist aber auch die Musik von unbeschreiblicher Schönheit. Ganz großes (Augen- und) Ohrenkino.

Weather Report – 8:30 (1979). Merkwürdigerweise gibt es von meinen Jazz-Rock-Helden der 70er keine (Return to Forever) oder nur recht mittelmäßige (Mahavishnu, Brand X) Live-Dokumente. Das ist bei Weather Report anders. Das hier ist eine der unverzichtbaren Platten dieser Band.

Wishbone Ash – Live Dates (1973). Ich liebe Twin-Gitarren, egal ob Thin Lizzy, Allman Brothers oder zahlreiche andere Bands. Und Wishbone Ash haben dazu einen sehr einzigartigen Stil entwickelt, der weder Southern noch Blues-Rock war sondern irgendwo zwischen Folk und Prog-Elementen anzusiedeln wäre. Ihre ersten vier Platten sind Pflicht, wovon Pilgimage und Argus da nochmals rausragen. Die Live Dates dokumentiert den Abschluss dieser frühen Pahse und auch hier gilt wieder: Setliste und Performance sind herausragend.

Frank Zappa – In New York (1977). Etwas später als meine absolute Lieblingsphase bzw. -besetzung. Dennoch herausragend an Setlist und Performance. Und es sei schon verraten, dass ich mit Herrn Zappa noch nicht fertig bin !

und weiter geht es mit den wirklich richtig guten Live-Platten:

Fury in the Slaughterhouse – Acoustic Grand Cru classé (2005). Auch hier gilt: fantastische Setliste und fantastische Umsetzung. Das fängt schon bei der sehr geschmackvollen Covergestaltung an. Ein Doppelalbum, welches man mit vollem Genuss in einem Rutsch durchhören kann.

Hundred Seventy Split – The Road Live (2015). Das einzige Live-Album aus neuerer Zeit in dieser Liste. Blues Rock gehört immer wieder zu den Richtungen, die ich phasenweise viel und dann wieder ne Zeit lang gar nicht höre. (jetzt beim Schreiben wundert mich, warum es keine Live-CD von Gov’t Mule hier rein geschafft hat. Ich vermute, weil es ZU VIELE Live von dieser Band gibt ….). Jedenfalls habe ich HSS phasenweise rauf und runter gehört, live gesehen und dann war diese Live-Platte ca. ein halbes Jahr lang in Heavy Rotation.

Joni Mitchell – Shadows and Light (1980). Nicht nur die Setliste, diesmal ist es die fantastische Besetzung aus hochkarätigen Jazzmusikern, die die Songs von Joni veredeln. Ganz großes Kino. Und da ich von Joni eh (fast) alles habe, erübrigen sich weitere Erläuterungen.

Renaissance – Live at Carnegy Hall (1976). Ich liebe Renaissance. Zumindest die Phase von 72 – 78. Und da ist diese Live-DoCD wieder einmal eine gute Werkschau. Setliste und Performance sind klasse.

Frank Zappa – Roxa and elsewhere (1974). Ich bin Zappa-Maniac und klar gehören einige seiner Live-Platten hier in diese Liste. Bei Zappa ist das mit der Werkschau ja eher schwierig. Das hier fällt ja in die Phase “Overnite Sensation / One Size fits all” mit Musikern wie Napoleon Murphy Brock, Ruth Underwood und George Duke. Dennoch ist auf dieser Live-DoCD NICHTS von diesen Platten drauf. Dennoch grandiose Tracks dabei und zusammen mit ….. aber lasst Euch überraschen. Morgen gehts weiter ….

Ich habe in meiner Sammlung weit über 300 Live Platten. Aber was sind denn die unverzichtbaren davon? Klar ist die folgende Auswahl subjektiv und geprägt von der Musik, die ich in den letzten fast 50 Jahren so gehört und gern gehabt habe.

Da es mir absolut nicht möglich ist, ein detailliertes Ranking aufzustellen (das wäre vermutlich auch tagesform-abhängig), habe ich diese Liste unterteilt in 25 wirklich geile und 15 absolut unverzichtbare Platten.

Jetzt fangen wir mal mit den wirklich geilen an, jeweils im Fünfer-Pack.

Focus – At the Rainbow Focus hab ich so gut wie alles von und verdammt vieles davon ist richtig gut. Und weil hier auch die wichtigsten “Hits” vertreten sind, ist diese Live klasse.

Peter Gabriel – Live Ja, es gibt da eine spätere DVD, die auch richtig toll ist. Wobei mir da das visuelle Moment unverzichtbar erscheint. Im Frühwerk von PG ist das hier eine sehr gut interpretierte Werkschau. (und damit kommen wir auch schon zu einigen der Kriterien, die für diese 40er Auswahl relevant waren: wichtige Songs enthalten? Live-Performance außergewöhnlich? All killer, no filler?)

Sting – Bring on the Night. Da könnte ich jetzt den Text der Gabriel wiederholen. Frühwerk, gute setlist, herausragende Performance.

Tangerine Dream – Encore Ich mag die Tangerine Dream Sachen der früheren 80er, wie Phaedra, Rubicon. Das hier sind 4 grandiose Titel und für mich der Höhepunkt dieser Band.

ZZ Top – Live at Rockpalast Neben Rory Gallagher für mich DAS Rockpalast-Konzert überhaupt und diese Titelliste ist der Hammer. Und die Performance dieser “kleinen” Drei-Mann-Band hat Eier. Aber sowas von.

Lasst Euch überraschen, was da noch kommen wird

Die ersten zehn Tage war ich in Urlaub. Aber ob das die begründung dafür ist, dass ich diesen Monat nicht viel gefunden habe …. wo doch immerhin 41 CDs auf meiner playliste standen?

1. Eveline’s Dust – The Painkeeper

Diese CD ist schon seit 12.2016 auf meiner Playlist und hat auf den babyblauen-seiten.de 3 mal 13/15 Punkte bekommen. Wieso mir die durchgerutscht ist, weiß ich nicht. Jedenfalls ist das feinstes Ohrenfutter für den klassischen Prog-Fan.

2. Anneli Drecker – Revelation for personal Use

Ja, es ist sehr nahe dran an Vorbildern wie Kate Bush, ja, es lässt eine Eigenständigkeit durchaus vermissen. Aber diese auf englisch vertonten norwegischen Gedichte sind deshalb doch nicht weniger schön. Auch, ween die 8 Tracks “nur” 36 Minuten dauern. das ist einfach schöne Musik.

3. Eliza Carthy & the Wayward Band – Big Machine

Folk-Rock einer geigespielenden Sängerin mit großer Band und Bläsern. Das ist richtig geil. Allerdings habe ich mir die special edition (mit 19 statt 11 tracks) gezogen und das zieht sich dann doch etwas in die Länge. Da ist dann auch Schatten dabei. Aber eine gute Handvoll der Songs ist richtig fett und geil arrangiert. Und die immer wieder schönen Folk-Melodien der Insel sind auch vorhanden.

Ansonsten, und das trifft es vielleicht besser als die zehn Tage zu wenig Musik hören ….. vielleicht ist es “dank” Spotify auch manchmal zu viel …..

Barock Project – Detachment hab ich glatt dreimal gehört und mich gefragt, was es ist, dass da auf einmal fehlt. Jedenfalls fand ich die vorige Studio-CD um Klassen besser.

Beardfish – Destined Solitaire fehlte mir im Katalog dieser Band. Finde ich weit besser als die Spätwerke, aber essenzielles ist nach den drei großen Werken (The sane day, Sleeping in traffic 1 und 2) ist das auch nicht mehr.

Big Big Train – Grimspound habe ich auch schon mehrfach durch. Auch hier weiß ich nicht, wo das im Vergleich zu dem grandiosen Live-Album stehen wird. Fängt auch bei dieser Band die für mich sehr typische Sättigung langsam an?

Rani Chattorgoon – Samsara ist Hard Rock mit World Music Einflüssen. Nett gemacht. Nicht mehr und nicht weniger.

Force of Progress – Calculated Risk ist instrumentaler Frickel-Prog. Müsste mir eigentlich sehr gefallen. Dass ich während des Höresn auf dem Sofa eingepennt bin … lassen wir mal so stehen …

Harem Scarem – United ist was neues einer Band, deren Stil seit 25 Jahren anachronistisch ist (AOR-Stadion-Hard-Rock oder so). Gut gemacht. Aber da höre ich dann lieber die klassischen Alben.

Lonely Robot – The big Dream. Ich mag It Bites. Ich mag soagr It Bites mit John Mitchell. Ich mag auch Jophn Mitchell’s andere Projekte. Dieses neue Werk fängt mich nicht ein. Keine Ahnung warum.

Roxy Music – For your pleasure war DIE Überraschung des Monats (wenn auch sooooo alt). Eine Band, deren radiotaugliche Songs bei mir – auch wegen der Stimme, die ich erst ertragen kann, seit ich David Sylvian mag – nie wirklich angekommen ist, überrascht mit den Albentracks. Das ist richtig geile Mucke. Und die höre ich mir in den nächsten Wochen chronologisch durch.

Siena Root – A Dream of lasting Peace habe ich mich rieisig drauf gefreut. Finde ich aber bei weitem nicht so stark wie den Vorgänger.

Und die restlichen CDs, die auf der playlist standen, haben jetzt mal eher keinen bewertbaren Eindruck hinterlassen.

Insgesamt muss ich feststellen, dass mich derzeit Musik nur sehr bedingt begeistern kann. Könnte auch daran liegen, dass ich so langsam in die intersivere Vorbereitungsphase für unsere Zerbster LiveStage einsteigen, wo ich ja an einem einzigen Abend mit 5 verschiedenen Besetzungen auf der Bühne stehen werde. Da gibt es schon so einige Hausaufgaben zu erledigen ….

see bzw. hear bzw. read you/me next month ….

Da ich dieses Jahr schon recht früh in Urlaub war, hab ich nicht grad viel durchgehört und jetzt dann mal mit etwas Verspätung:

1. B3 (feat. Ron Spielman) – Memories in Melodies

Diese Cd ist zwar schon von 2015, hab ich aber neu entdeckt. Ich bin ja riesengroßer Spielman Fan und wenn es mal ein Side-Projekt ist, bin ich sehr gespannt, wie viel von den mir so am Herz liegenden Spielman-Ingredienzien sich wiederfinden. Hier stimmt alles. Sonst wäre es ja nicht die Platte des Monats, gelle?

2. The Anchoress – Confessions of a Romance Novelist

Ich mag ja Songwritermusik der etwas melancholisch-schrägeren Art und das hier gefällt mir sehr gut. Den Tipp hab ich bestimmt aus dem Eclipsed-Magazin (ich verliere manchmal etwas den Überblick)

3. Beatrix Players – Magnified

Hier weiß ich es genau, dass es das Eclipsed Magazin war *g*. Eine Sänergin, eine Pianistin, eine Cellistin und Pop-Kleinodien, die durchaus an Iamthemorning erinnern. Schöne Musik

Afroskull – To obscurity and beyond ist zwar auch scon von 2009. Määt nix. Das ist Bläser-Funk-Rock-Jazz ohne das glattgebügelte von Tower of Power. Extremst groovend. Säährr Geilll.

Deep Purple – Infinite. Ich tue mich ja mit Purple incl. Steve Morse seit Jahren schwer, obwohl jeweils einzeln das große Helden von mir waren (in den jeweiligen Jahrzehnten). Diese Platte ist auch entgegen vielen Rezensionen imho keine Jam-orientierte Platte (dafür sind die Nummern alle zu kurz). Aber bis auf den “Bonustrack” sind das alles tolle Songs, bei dennen alles stimmt. Sollte das wirklich die letzte Studio-Cd dieser Band sein, ist es ein würdiger Abgang.

Anders Johansson – Heavy Machinery ist auch schon von 1996. Aber dieses Werk mit dem kürzlich verstorbenen Allan Holdsworth kannte ich noch nicht. Hoher Frickelfaktor. Dennoch gelungen.

Für die progressiveren Freunde habe ich noch als Tipp Karmamoi – Silence between Sounds (nur einmal gehört), Universe by Ear – The Universe by Ear (feat. Gitarrist und Bassist von Fido plays Zappa), was ich auch nur einmal gehört habe, was für diese Musik definitiv nicht reicht und White Willow – Future Hopes, was mich nach einmaligem Hören ziemlich gelangweilt hat.

Your milage may vary.

Rock History: 1985

Machen wir direkt im Folgejahr weiter:

Bill Connors – Step it

Der erste Gitarrist bei Return to Forever hat in den 80ern drei CDs veröffentlicht, wo er von Sound und Phrasierung sehr stark an Allan Holdsworth erinnert. Das ist also Jazz rock mit hohem Frickelfaktor (naja, hoch für die damalige Zeit. Animals as Leader heutzutage ist noch was ganz anderes). Ich mag alle drei, das hier ist imho nicht das stärkste davon.

Heart – Heart

Jaja, das Jahrzehnt des Pop-Rock, auch AOR genannt. Hier sind Ohrwürmer drauf und damals lief das halt öfters …

Allan Holdsworth – Metal Fatigue

Holdsworth ist einzigartig und seine frühen Soloalben sind klasse. Irgendwann hab ich auch diesen Musiker nicht mehr weiterverfolgt. Aber das hier ist schon essenziell.

Hooters – Nervous Night

Die ersten drei bis vier Hooters Platten sind alle klasse. Das ist Ohrwurmmusik mit Niveau.

Grace Jones – Slave to the Rhythm

Diese Platte, die ja mehr oder weniger ein einziger Longtrack ist (naja, zumindest geht das alles irgendwie im Fluß weiter) ist Kult.

Howard Jones – Dream into Action

Sehr wenige Musiker dieses Jahrzehntes, die Synthie-Mucke gemacht haben, haben mich überhaupt erreicht. Howard Jones war einer davon. Liegt vielleicht daran, dass, wenn man diese Songs später in unplugged Versionen hört, merkt, dass die immer noch funktionieren.

T Lavitz – Expended Play

Der Keyboarder der Dixie Dregs auf Solopfaden. Fusion. Würde ich heute eher als belanglos einstufen.

Yngwie Malmsteen – Marching out

Ein Intro. Dann ein gewaltiges Gitarrenriff und dann Jeff Scott Soto (den ich nie wieder so gut erlebt habe) und I’ll see the light. Was für eine grandiose Nummer. Und ja, damals hat auch dieser Gitarrenpagannini beeindruckt.

Steve Morse – Stand up

Wie schon zum Erstwerk geschrieben: Morse solo hat mich nie so begeistert wie die Dixie Dregs. Aber auf dieser Platte taucht erstmalig der Name Eric Johnson auf. Und in Distant Star, auch von Johnson gesungen, gibt es zwei aufeinanderfolgende Gitarrensoli. Und ganz explizit kann man hier die unterschiedlichen Ansätze beider Gitarristen hören. Zuerst Morse, der jede Note anschlägt und sehr enge Melodieführungen mit sehr vielen chromatischen Durchgangstönern nutzt (das ist ja auch DAS Trademark-Lick, wenn es sowas geben sollte) und dann Johnson, der einen fast anschlagslosen violinenartigen Legatosound hat und mit wenigen Noten über zweieinhalb Okatven kommt. Für den Gitarristen in mir jedes aml wieder ein Fest, diese Nummer zu hören. Daher auch ausnahmsweise mal ein link:

https://www.youtube.com/watch?v=FwthgpVeGz0 

Mr Mister – Welcome to the real World

Richard Page ist ein fantastischer Songwriter. Dazu stehe ich auch heute noch. Auch wenn ich inzwischen zugeben muss, dass mir Mr. Mister – zumindest im damaligen Soundgewand – heute nicht mehr so zusagen. Aber damals war das ganz weit vorne (für einen Musiker in einer AOR-Band).

Pekka Pohjola – Space Waltz

Die Pohjola Platten der ersten Hälfte des 80ger (vermutlich, weil ich den da live gesehen habe) sind für mich die schönste Phase. Die früheren Sachen mit mehr Gebläse statt Gitarre hat auch ihren Reiz, aber KÄtkäävaran Lohikärme und Urban Tango sind schon die beiden geilsten Alben. Das hier kommt direkt danach.

Starship – Knee deep in the hoopla

siehe Kommentar zu Heart. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Sting – The dream of the blue turtle

Nach dem Ende von Police diese Überraschung. Sting legt den Bass weg und umgibt sich mit einer Reihe erstklassigster Jazzmusiker, um diesen Meilenstein einzuspielen. Kommt imho nur deshalb nicht in eine Top100 Liste, weil als Nachfolger das noch grandiosere Livealbum erschien.

Pete Townsend – White City

Ach wenn auf dieser Platte immer zwei Nummern ganz weit im Vordergrund stehen, nämlich Face to face und Give blood, sind auch allein diese zwei Hammersongs den Eintrag in diese Liste wert.

Judie Tzuke – The cat is out

Judie Tzuke ist eh meine Lieblingssängerin und dieses Album mag ich sehr, insbeondere auch wegen This side of heaven.

StevieRay Vaughan – Soul to Soul

Wie bereits der Vorgänger aus dem Vorjahr, habe ich diese Musik erst später für mich entdeckt und für großartig empfunden.

Viel Spaß, falls wer was entdecken kann.

Rock History: 1984

Jaja, das – vermeintlich – ungeliebte Jahrzehnt. Dabei bin ich – wie jeder – auch nur geprägt durch das, was in meinem jeweils aktuellen Umfeld für Musik konsumiert wurde. Und da ich zu der Zeit in einer Pop-Rock-Band (man könnte auch AOR sagen) gespielt habe, war das eher avantgardistische Mangelware zu der Zeit.

Bryan Adams – Reckless

Ja, in frühem Jahren soll der durchaus hörbare Musik gemacht haben. Müsste ich mir nochmal anhören. Was bei vielen Platten der 80er nicht mehr wirklich passiert.

Russ Ballard – Russ Ballard

Der ehemalige Argent-Musiker auf Solopfaden. Hat ja später dann eher für diverse “Mainstream” Acts als Komponist fungiert. Auch lange nicht mehr gehört. Habe hier aber die Vermutung, dass mir das heute noch gefallen wird.

Chicago – 17

Das ist mir heute auch eher unbegreiflich, aber einer der beiden Keyboarder unserer Band stand total drauf. Irgendwann bin ich auch aus dieser band rausgeflogen, weil ich den Sänger “kommerziellen Weichspüler” beleidigt habe …. grins

Scott Cossu – Islands

Bisschen New Age gefällig? Auf dieser Platte sind einige sehr schöne Stücke zum chillen drauf. Muss ich mal wieder rauskramen.

Dalbello – Whomanfoursays

Einer der wenigen Highlights des Jahres. In Zeiten von MTV entdeckte man das ein oder andere auch über das Medium Video. Und ich erinnere mich, dass ich Videos mochte, die etwas “strange” daher kamen. Thomas Dolby mit “I was hooked to a machine …” aka Hyperactive oder I don’t remember von Peter gabriel hatten es mir genau so angetan wie Gonna get close to you von Dalbello, dessen Video die paranoide Stimmung exzellent eingefangen hat. Ganz großes Kino. Und das gilt musiklaisch auch für den Rest der Platte.

Thomas Dolby – The flat earth

Album des Jahres. Punkt. Ganz großes Kino.
Joe Jackson – Body and Soul

Einige wenige Platten in den 80ern von Joe Jackson habe ich. Dies ist eine davon. Gutes Zeugs.

Al Jarreau – High Crime

Der begnadete JazzSänger auf Pop-Pfaden. Ich kann nichts dafür, dass ich in den 80ern auf vielen Abwegen …

Chaka Khan – I feel for you

Bevor jetzt irgendwer die Nase rümpft, weils direkt weiter mit Popmucke geht …. das hier groovt ohne Ende. Das ist geil.

Huey Lewis – Sports

Wenn Bryan Adams in der Liste ist, ist Huey Lewis auch nicht schlimmer …

Matt Bianco – Whose side are you on

Jaja, ich weiß …. aber diese Bossa-Nova-Pop-Platte war doch irgendwie charmant, oder?

Kim Mitchell – Akimbo Alogo

Ich war ja schon Fan seiner vorherigen Band, Max Webster. Solo ist es zwar AOR-mäßiger und das immer etwas skurile von Max Webster fehlt, aber die Songs sind klasse und das Gitarrespiel auch. Ein Highlight des Jahres.

Steve Morse – The Introduction

Ich habe Morse etwa zu der Zeit live im trio gesehen und das war schon faszinierend, was dieser Mann da an diversen Sounds aus der Gitarre gezaubert hat. Dennoch kommen alle Morse-Solo-Platten (und auch hier trat dann irgendwann bei mir eine Sättigung ein) nicht an die Arrangements der Dixie Dregs ran, wo mit Geige, Gitarre und Keyboard ganz einfach viel ausgeklügeltere Arrangements machbar waren.

Toto – Isolation

Bis auf die dritte LP waren alle Toto-Platten jeweils Dauergast aufm Plattenteller. Diese hier ist gewiss keines der ganz großen Alben, wird dennoch meistens etwas unterschätzt. Da sind schon n paar ziemlich gute Nummern drauf.

Stevie Ray Vaughan – Couldn’t stand the weather

In den 80ern mochte ich Blues(Rock) so gut wir gar nicht. Daher ist SRV zu Lebzeiten auch vollkommen an mir vorbeigegangen. Habe ich erst viel später entdeckt und liebgewonnen. Das war schon einer der wirklich großen Gitarristen.

So, fertig mit diesem Jahr. Und teilweise bin ich echt erschüttert, was da so in dieser Liste auftaucht …

1991: Borders of Salt

In der Besetzung Dan Ar Braz – akustische und elektrische Gitarren, Gesang / Martin Allcock – Keyboards, Bass / Patrick Molard – irische und schottische Dudelsäcke eingespielt beginnt diese Platte direkt mit einer der großen Hymnen, dem Titelsong. Mit einer traditionellen Melodie und einem Text von Dan Ar Braz fängt diese Nummer ruhig zur Begleitungder Akustikgitarre an. Nach einiger Zeit Gesang beginnt dann der Dudelsack die Melodie zu spielen. Gänsehaut pur. Magie der Bretagne inklusive. Die ganze Platte ist weitgehend ruhige Songwritermusik, geprägt von Akustikgitarrenbegleitung, Keyboarduntermalung und wenigen solistischen Ergänzungen durch Dudelsack oder E-Gitarre zum Gesang. Insgesamt ist das wunderschöne Musik.

1993 – Theme for the green lands

Im Vergleich zum Vorgänger ist hier noch ein Drummer dabei. Dafür fehlt der Gesang. Die gesamte Platte ist geprägt von der Zwiesprache zwischen Dudelsack und E-Gitarre, wobei hier, wie bei kaum einer anderen Platte Dan Ar Braz die Gitarrenphrasierungen so angelegt sind, dass die Hüllkurve sich der des Dudelsackes anpasst. Gleich das Titelstück ist Highlight. Es beginnt recht ruhig mit Akustischer Gitarre. Dann steigt der Dudelsack mit der elegischen Melodie ein. Nach einer Strophe steigt dann gleichzeitig mit dem Schalgzeug die E-Gitarre ein. Obwohl alles getragen bleibt, wird eine wunderbare Dynamik aufgebaut. Die Titelstücke dieser beiden CDs werden wir im nächsten Teil der Werkschau übrigens wiederfinden. Auch der nächste Song folgt einem ähnlichen Dynmikaufbau: die Akustikgitarre stellt das harmonische Gerüst vor. Dann wird eine Melodie eingeführt, diesmal vom Bass. Bevor dann wieder die Zwiesprache von Pipes und Gitarre beginnt. Das nächste, recht kurze Stück beginnt als Dudelsacksolo und entwickelt sich zu einem Duo mit E-Gitarre, die in der zweiten Hälfte die Dudelsackmelodie doppelt. Track 4, Farewell Bob Brown ist uns schon auf der 1978er Platte begegnet, hier arrangiert für die Besetzung dieser Platte. Genau wie Track 6 Mort et immersion de Malguen, der uns schon auf dem Erstling begegnete. Arpeggios von Klavier und Bass beginnen und dann kommt die wieder einmal elegische Dudelsackmelodie. Track 8 The Piper’s glade stammt vom 79er Album, während Track 9 vom Zweitwerk und Track 10 L’appel du sage wieder vom Erstling stammt, genau so wie der Schlusstrack (Nr. 12) Duar nevez. Hier wird also viel bekanntes Material geboten, aber immer arrangiert in der ausschließlich auf dieser Platte existierenden Besetzung. Für mich ganz klar eines der Highlights im Werk dieses bretonischen Musikers.

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