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So, diesen Monat etwas pünktlicher ….

Lubomyr Melnyk – Corollaries. Nein, Herr Melnyk meint, das wäre keine minimal music. Aber so ein bisschen Steve reich und Philip Glass ist da doch drin. Interessant, anstrengend und gewisse nicht für jeden Tag.

Nosound – Afterthoughts Dazu las ich in einer Kritik, es wäre eine schöne CD, böse könnte man auch sagen: gepflegte Langeweile. Und ja, das stimmt. Da sind tolle Melodien drin, da gibt es ein wunderschönes Gitarrensolo (track 8 ) und dann gibt es fürchterlich verhallte Gesangspassagen und auch Teile, die irgendwie nicht zünden. Das ist alles ganz nett (irgendwo zwischen Pink Floyd und Porcupine Tree), aber an die Klasse der Alben von Fjieir oder Stefano Panunzi kommt das definitiv nicht ran.

Iamthemorning – ~ Ja, ich höre da auch etwas Kate Bush und ab und zu etwas Renaissance (was daran liegt, dass ich die zuletzt auch wieder mal rausgekramt habe). Viel Piano, elfengleicher Gesang, tolle Arrangements und Songs, die weit mehr von einem verlangen als Strophe refrain. Ganz großes Kino und sicherlich erst nach wiederholtem Hören in Gänze erfass- bzw. erlebbar.

TesseracT – Altered State Ok, hatte ich noch nie von gehört und der Begriff Djent war mir auch fremd. Hypnotische Rhythmen, fette Gitarren und epische Gesänge (GsD kein Gegrunze !) Das ist einfach nur geil. Und typische Songstrukturen sind auch nicht so offensichtlich. Definitiv ein Album zum Kompletthören. Meine Fresse- was ist das für eine geile CD.

Thin Lizzy Black Star Riders – All Hell breaks loose. Ok, das ist ja immer so eine Sache, wenn bands von früher ihr Erbe verwalten. Das wird dann ofr zu einer XY-Tribute Band. Jatzt haben die Mannen um Scott Gorham gemerkt, dass Songwriting immer noch funktioniert und aus Respekt vor Phil Lynott beschlossen, die neuen Songs nicht unter dem alten Namen zu präsentieren. Allerdings ist das so gut gelungen, dass man sagen muss: wo Black Star Riders drauf steht, ist Thin Lizzy drin. Starkes Album !

Und zum Schluss möchte ich noch zwei Alben vergleichen: Ana Popvic – Can you stand the heat und Beth Hart & Joe Bonamassa – Seesaw.
In beiden Alben soll Soul/Funk drin sein. Ok, dann mal los: Joe Bonamassas Gitarrenspiel gefällt mir besser als das das von A.P. Ebenso ist Beth Hart eine begnadete Sängerin und der kann Frau popovic schon mal gar nicht das Wasser reichen. Aber (Ja, jetzt kommt das große Aber !): die Songauswahl auf der Hart/Bonamassa ist sowas von schlaff. Vielleicht ist es gar nicht mal die Songauswahl, sondern die Arrangements (und ja, auch hier sind Bläser drauf) …das ist alles so “retro” (und das habe ich ja schon mehrfach kritisiert: Gregg Allman: schlaff, Eric Clapton: schlaff  usw. usf.) und: SCHLAFF. Boah, watt schlafen mir da die Füße ein ) nicht, dass das soundtechnisch schlecht wäre, aber es gefällt mir nicht. Und auf der anderen Seite, Frau Popovic? Da knallt die erste Nummer schon so groovend aus den Boxen und der Bläsersatz erinnert SOFORT an die Tower of Power Hornsection. Da wippen die Füße, da will der Tanzlegastheniker Uli M. plötzlich mit zuckenden Gliemaßen…lassen wir das, scheiss Kopfkino … Jedenfalls zieht sich das groovende Element quer durch diese CD. Wären diese Arrangements und dieser Groove kombiniert mit Stimme/Gesang von JB/BH, boah, was wäre das für ein geiles Album. So sind beide …nee, das von A.P. ist ganz ok, das von JB/BH finde ich (bis auf 2 Nummern) schlichtweg überflüssig.

Mit etwas Verspätung …. gelegentlich findet man ja einfach keine Zeit ….
Was kam denn diesen (vergangenen) Monat auf den Plattenteller?
Haha…Plattenteller …manche Worte halten sich ewig, obwohl das doch seit 20 Jahren der CD-Schacht ist …*g*

Les Dudek – Delta Breeze. Ja, mal wieder was neues eines meiner früheren Lieblingsgitarristen. Klingt wie immer, also ne gute Scheibe. Ist aber auch nix aufregend neues. Mir gefällts.

Grand General – Grand General. Norweger um den Drummer von Motorpsycho und den Violinisten Ola Kvernberg spielen in der Besetzung des Mahavishnu Orchestra und machen auch Musik, als hätte es diese Band ins 21. Jahrhundert per Zeitmachine versetzt. Hätte ich diese Scheibe häufiger gehört, hätte es ein Siegerkandidat werden können.

Long Distance Calling – The Flood Inside. Kannte ich noch nicht, diese Band. Für mich irgendwas zwischen New Art Rock und Psychedelic Rock. Ist wohl die erste CD dieser band, wo es auch Gesang gibt. Der wertet die CD aber deutlich auf, was nicht heißen soll, dass die Songs / Arrangements / Instrumentalleistungen nicht auch Qualität abliefern. Schöne Mucke.

Spock’s Beard – Brief Nocturnes and Dreamless Sleep. Von dieser Band war ich seit Anfang an ein Fan. Die Alben ohne Neal Morse fand ich allerdings bei weitem nicht so gut. Nun, mit neuem Drummer und neuem Sänger gibt es mal wieder ein richtig tolles Album. Auch definitiv ein Anspieltipp.

Nach vielen Jahren gibt es auch mal wieder eine neue CD von Deep Purple – Now What!? Und das ist ein durchaus gutes Album geworden. Ok, Gillan kommt einfach nicht mehr so hoch wie früher, aber dafür kann man ja die Gitarren tiefer stimmen. Was mir positiv aufgefallen ist, ist einerseits die sehr gute Arbeit des Keyboarders. Aber vor allem hat sich Steve Morse (endlich !) besser integriert. Früher hatte ich da immer ein sehr gespaltenes Verhältniss zu: obwohl Steve Morse einer meiner Lieblingsgitarristen ist, fand ich das permante Abfeuern seiner Trademark-Licks bei DP irgendwie immer nervig. Auf der neuen CD halten sich diese licks in Grenzen und es ist sehr viel Gitarrenarbeit zu hören, die man so vordergründig nicht Steve Morse zuordnen würde. Schön.

So, Album des Monats ist aber letztendlich Brian Aiger – Live Oblivion Vol. 1&2 geworden. Dieses Doppelpack vereint die beiden ursprünglich getrennt erschienenen CDs dieser Band und damit gibt es in einem erschwinglichen Paket alle wichtigen Nummern dieser grandiosen Band in Liveversionen und damit als Dokument unbändig groovender und improvisierender Spielfreude. Ein Muss im CD-Regal (auch wenn die Aufnahmen ursprünglich von 1974/75 stammen).

So, bei mir gelandet ist noch viel mehr, aber ich hatte echt wenig Zeit für intensives Hören. Vielleicht tuacht das ein oder andere ja in meinem nächsten Beitrag auf. Der Mai ist ja auch schon fast rum und da ist bis dato nicht allzuviel neues/interessantes eingetrudelt ….

Wie immer: viel Spaß beim entdecken. May the groove be with you

Backstage:

Born in 1959, I have been influenced by different music styles like Hard Rock (Deep Purple, Uriah Heep, Grand Funk), Progressive Rock (Gentle Giant, King Crimson, Yes, ELP) and Jazz Rock (Return to Forever, Mahavishnu Orchestra, Weather Report and Frank Zappa).
In 1980 – while studying in Bonn  – I started to write songs influenced by Thin Lizzy, Whitesnake, and – more than anything else – Triumph and Pat Travers.
One day I met very young bass player Marc Eberhard. He was only 15 and  committed to the funky bass playing of Mark King from Level 42. Marc should become a companion for many years.
During my studies, I went to Egypt for 4 months in 1983. The band broke up as did my relationship. This story is reflected in “Song for You”, “Don’t Say” and “Too Late” …
Back in Germany, “The Pack” was formed by Marc and me, with Dicki Fliszar on drums (who later became a pro, for instance drumming a tour for Bruce Dickinson), and Ecki Georgi on vocals.
Dicki’s heavy drumming and Marc’s funky bass playing made our music sound like a genre soon coming up named Crossover, with bands like Living Colour and later on Red Hot Chili Peppers.
But soon – we never saw a stage – this band broke up.
I don’t know, what Ecki is doing now, but Marc became an orthopedic surgeon, I am a land surveyor and Dicki went to the States.
Many years have passed since the good old days … and now it’s about time to do it again. Because it is

Never Too Late
Hans Ulrich Müller, Zerbst, April 2013

Eigentlich war das ja vorprogrammiert, dass Steven Wilson – The Raven that refused to sing CD des Monats wird. Das Album wird ja allen Ortens über den Klee gelobt. SW als Heilsbringer einer ganzen Musikgattung …und so. Aber seien wir doch mal ehrlich. Was ist denn auf diesem Album drauf, was nicht auch schon auf dem Vorgänger war. Klar, das ist supertolle Musik. Auf beiden Alben. Aber ein Meilenstein? Weiß nicht …

And now for something completely different …: dann bekam ich zwei Alben in die Finger von Drew Holcomb & the Neighbors: Chasing Someday (von 2011) und das aktuelle Good Light. Damit sind wir irgendwo zwischen Singer/Songwriter und RootsRock/Americana, falls diese Kategorisierung überhaupt sein muss. Und auf beiden Alben finden sich – teilweise sehr sparsam, fast sphärisch arrangierte Pretiosen. Ja, das könnte CD des Monats werden ….aber der Monat war ja noch gar nicht um.

Nun wieder zurück in progressivere Gefilde: Lifesigns – Same ist ein Projekt dreier Musiker (Keyb/Voc, bass, drums), von denen ich nur Nick Beggs (der ja auch auf der Steven Wilson mit von Partie ist) kenne. Gastmusiker an Gitarren, zB Jakko Jakszyk oder Flöte (Thijs van Leer) bereichern den Klang. Melodische epische Longtracks (5 Titel, ca. 50 Minuten) sind hier Programm. Geile Scheibe.

Und dann, zu guter letzt: Rhys Marsh & the Autumn Ghost – The Blue Hour. Songs voller Melancholie, leichter Prog-Einschlag, orchestral arrangiert und gelegentlich leicht an David Sylvian erinnernd. Außergewöhnliche Musik. Und für mich eine Neuentdeckung (obwohl das wohl nicht die erste CD ist).

Und bei so vielen CDs des Monats bin ich gar nicht dazu gekommen, die neuen Platten von Eric Clapton, Joe Bonamassa, Jeff Healey, Björn Berge und David Bowie zu hören …

Ach ja: die neue Voodo Circle – MOre Than One Way Home ist auch klasse. Irgenwo hab ich gelesen, dass der Vorgänger nach Rainbow geklungen hat und diese hier nach Whitesnakes 1987. Wenn das so ist, mag ich Rainbow mehr …. aber insgesamt hab ich die CD noch zu selten gehört.

Wie immer: viel Spaß beim entdecken 

Eigentlich stand die CD des Monats ja schon fest: Pinnick, Gales & Pridgen – Same. Was für ein Hi-Energy-Rock-Abräumer. Eric Gales ist eh klasse, Doug Pinnick (KIng’s X) sowieso und der mir bis dato unbekannte Drummer Thomas Pridgen (Ex Mars Volta) groovt wie Schmitz’ Katze. Was ne hammergeile CD !!!!!

Und dann krieg ich zwei Tage vor Monatsende diese CD hier rein:  Sarah Jarosz – Follow me down. Die ist zwar schon von 2011, aber manchmal bin ich halt auch was langsamer  LOL. Und dann gucke ich mir die youtube-Videos dazu an. Mann, ist das SCHÖNE Musik. Das bewegt mich. Rein vom Klang her. Ok, für Musik, die man im weitesten Sinne “Americana” nennen kann (um den Begriff Country zu vermeiden haha) und dann mit singenden Mädels stehe ich sowieso (Amy Speace, Lucy Kaplansky, Naomi Sommers, um nur einige zu nennen). Live oft in Triobesetzung mit voc/Madola, violine und Cello ergibt das einen ganz speziellen Sound. ICH LIEBE ES !!!!

Eine sehr abwechslungsreiche Rock-Platte ist (obwohl auch schon alt) Doug Aldrich – Alter Ego. Songs mit Gesang wechseln sich mit Instrumentalnummern ab und nie artet es in sinnlose Fuddelei aus. Für Freunde härteren AOR (und drüber hinaus) ein Anspieltipp.

Und was mir auch gefallen hat, obwohl ich die Band vorher nie auf dem Schirm hatte (und den Sänger auch immer noch nicht wirklich gut finde…ich steh halt auf Rock-Shouter *g*) ist: Selig – Magma. Tolle Songs, super arrangiert und klingt richtig fett. Coole CD.

Die neue CD von Pino Daniele – Vai Mo Live in Napoli war zunächst erst mal ne Enttäuschung. Nach dem Meisterwerk “La grande Madre”, weclhes für mich eine seiner besten CDs überhaupt ist, freute ich mich in der Vorankündigung auf diese Live-CD. Tja, nur ist die Aufnahme schon von 2009 (afair), also VOR La Grande Madre. Und dort werden Songs gespielt, die vermutlich großen Heimatbezug haben, singt doch das Napoletanische Publikum das alles mit. Keine schlechte CD (sowas gibt es von Pino eh nicht !), aber weit entfernt vom Meisterwerk.

Da war diesen Monat noch viel mehr ….aber vieles ist nur mal so an mir vorbeigerauscht …. vielleicht nächstes Mal, oder zwischendurch.

Viel Spaß beim Entdecken

Bevor meine monatlichen CD-Tipps hier niedergeschrieben werden, mal gesondert ein paar Anmerkungen zu CDs, die mir nicht gefallen:

Ich nenn das ganze Thema jetzt mal Retro-Kacke. HAHA. Dieser Drang back to the roots kann ja auch ausgelegt werden wie: ich such mir die ausgenudeltesten Nummern raus ……Gähn.

Also mal ein paar Beispiele:
Ich stehe total auf Eva Cassidy. Alles total wunderbare Musik. Aber die CD mit Chuck Brown zusammen geht gar nicht.
Ich stehe total Auf John Scofield. Einer der eigenständigsten Jazz-(Rock)-Gitarristen auf diesem Planeten. Aber sowohl seine “Ray Charles”-CD als auch die Gospel-CD …. nein Danke !
Ich stehe auch total auf die Allman Brothers und die SoloAlben von Greg Allman sind auch fein. Aber die “Low Countra Blues”. Gähn.

Und nun komme ich zu einigen CDs, die mir diesen Monat in die Finger gekommen sind und wo ich ebenfalls sage: eigentlich ein Guter und normalerweise freue ich mich auf die neuen Sachen, aber diesmal…..nööö:

Und das sind sowohl Robben Ford – Bring it back home als auch Robin Trower – Roots and Branches.

Und die Neue von Eric Burdon finde ich ebenfalls musikalisch durchschnittlich und gesanglich eher schwach.

Aber genug abgelästert …. gleich gehts weiter mit 2 richtig tollen CDs in der Rubrik CD des Monats ….CU

Semantic was ? Diese CD ist ein Projekt des Gitarristen Shant Hagopian, feat. Derek Sherinian, Ric Fierabracci, Virgil Donati und (bei einem Track) Andy Kuntz. Ok, jetzt könnte man ja befürhcten, dass das ganze so eine Frickel-bis-der-Arzt-kommt Nummer geworden ist, aber ich wurde angenehm überrascht (und damit erinnert mich die CD an die Solo CD von John Petrucci): bei aller Virtuosität sind es doch Songs geworden und stilistisch abwechslungsreich ist das auch noch. OK, nix für Blues-Puristen, das ist schon Prog-Metal. Aber richtig gut gemacht.

Die neue CD von Steve Lukather – Transistion ist auch angekommen. Vllt frickelt er etwas weniger und die Soli sind melodiöser aber ansonsten liefert Luke auf gewohnt hohem Niveau ab. Guter Mann.

Riverside – Anno Domini High Definition habe ich beim Erscheinen nicht gekauft. Jetzt, wo gerade die neue rausgekommen ist, hab ich mir die gleich mitorganisiert. Für mich durch die recht einseitige Betonung der harten Stilanteile dieser Band die bis dato schwächste CD.

Riverside – Shrine of new Generation Slaves bietet dafür wieder gewoht abwechslungsreiche Musik und beinhaltet alle Stilmerkmale, die die Musik dieser Prog-Band einzigartig macht.

Argus – Cruel Symmetry ist auch gerade angekommen. Hab ich erst einmal gehört. Der Opener ist ein longtrack mit über 20 Minuten und den habe ich erstmal als anstrengend empfunden. Die Band wandelt insgesamt auf Canterbury-Pfaden und das macht es schon interessant. Aber so ein spontaner Earcatcher war das beim Ersteindruck nicht. Dafür finde ich auch den Gesang insgesamt (häufiges Manko deutscher Bands) relativ schwach. Aber wer weiß, wie ich nächsten Monat darüber denke.

Im Zuge der Rekonstruktion meiner zuletzt abgerauchten Festplatte *hier bitte Wutsmiley einsetzen* habe ich noch das ein oder andere ältere Werk entdeckt. Colosseum – The Complete Reunion Concert gefällt mir ausgesprochen gut. Diese Band hat eine einzigartige Melnage aus Blues, Rock, Classic und Jazz entwickelt und auch 1994 zündete das noch ordentlich.
Und da heute noch Sachen angekommen sind u.a. von Nine Horses, Steven Wilson, David Sylvian, Eberhard Weber, Alesini & Andreoni, u.v.m. hab ich nächsten Monat sicherlich einiges zu berichten. Wie immer viel Spaß beim Entdecken

Jou, diesen Monat gibt es ganz viel Wohlfühl-Prog … LOL

Mystery – The world is a game sollten, da ja Benoit David der Sänger ist, ziemlich an Yes erinnern. Mein erster Gedanke und das betrifft möglicherweise nicht vordergründig den hohen Gesang sondern auch Instrumentierung und Akkordstrukturen, war eher, dass es mich an Rush erinnert. Ist aber auch egal. Schöne Mucke, schön gespielt, mit schönen Arrangements und tut keinem weh. Also, Ecken und Kanten sucht man da vergeblich. Macht aber nix. Ist ja auch der Weihnachtsmonat.

Kompendium – Beneath the Waves geht in die gleiche Ecke. Da tut auch nix weh. Das ist ein großes Sammelsorium von Prog, Symphonic, Chor, keltischen Instrumenten und gaaaanz viel Pathos (und schrappt zuweilen verdammt nah am Schmalz vorbei). Macht aber auch nix. Und Steve Balsamo ist ein begnadeter Sänger !
XII Alfonso – Charles Darwin ist ebenfalls wieder eine bunte Mischung diverser Stile, von Prog bis Folk, hier verteilt auf 3 CDs (und das ist vermutlich auch schon der größte Kritikpunkt. Längen sind unvermeidbar, ne DoCD hätte es auch getan.

Retrospective – Lost in Perception Prog aus Polen und eine Nähe zu Riverside mag sein. Klingt gut, ohne überragend zu sein, was imho am Sänger liegt. Nicht so sehr, dass ein nicht-anglophiler Akzent zu vernehmen wäre, aber mir gefällt er halt nicht ganz so toll (ich bin, was Sänger betrifft, aber auch überkritisch).

Und dann waren da diesen Monat noch Reentko – Le Cirque. Ich nenn diese Musik ja immer WorldMusic. Viele extravaganze Gitarren und Soundspielereien eines wirklich einzigartigen Musikers.

Und Bill Evans – Soulgrass ist zwar nicht neu, fand aber auch diesen Monat den Weg in meinen CD-Schacht. Und wie der Titel sagt, Jazz, Soul, Bluegrass … nette Mixtur.

Viel Spaß beim Entdecken.

Ich bin ja seit vielen Jahren Fan der Gruppe Japan und deren Album Tin Drum gehört zu meinen All-Time-Favorites. Und so mag ich auch David Sylvian. A Victim of Stars ist eine Compilation und umfasst sein Schaffen der letzten 30 Jahre. Für Neueinsteiger absolut emfehlenswert. Die Fans werden eh so gut wie alles haben (und ich mir das ein oder andere noch besorgen müssen).

Nik Bärtsch & Ronin – Live bietet diese sehr minimalistische Version einer Musik, die man schwerlich noch Jazz nennen kann und zeigt deutlich, wie sich diese Magie vor allem live entfalten kann. Grandios.

Motorpsycho & Stale Storlokken – The Death Defying Unicorn. Schwere Kost. Anders ausgedrückt: schwermütige Musik. Passt gut in meine diesjährige Favoriten. Oh Mann, was für ein Monolith an Klang ! (das ist E-Musik !)
Paul Gilbert – Vibrato. Das Soloschaffen dieses Gitarristen habe ich irgendwie nicht wirklich verfolgt, nachdem ich Mr. Big im “Endstadium” auch nicht mehr wirklich gut fand. Sehr überraschend: da wird nicht nur gefrickelt, das sind richtig coole Songs. Der Humor von Zappa blitzt da genau so hervor wie der Groove und die Lässigkeit von Steely Dan. Und ja: hier und da wird da auch gefrickelt …

Wer mehr Frickel braucht: Neal Schon – The Calling. Hab ich aber erst einmal gehört und ist nicht hängengeblieben.

Uli Kringler Trio – Road Movie bietet World Jazz mit Anklängen von Oregon, Pat Metheny und dem instrumentalen Bruce Cockburn. Nett.

Da war noch mehr, aber ist bis dato nicht hängengeblieben ….. ich hab zu wenig Zeit.

MIJ Tele

Irgendwann habe ich mir in der e-Bucht diese Gitarre rausgefischt. Hab da einen imho moderaten Preis für angesetzt und die Auktion dann vergessen. Und zack, da war ich der Höchstbietende. Nach ein paar tagen kam das Teikl an und war sowas von verranzt. Ganz abgesehen davon, dass da fünf (!) total verrostete Saiten drauf waren, einer der pickups war ebenfalls total verrostet und der Pickup-Wahlschalter war so komisch verlötet, dass da sogar ne Mute-Schaltung dabei war  (höhö).
Ich also den Verkäufer kontaktiert und ihm klargemacht, dass es nur zwei Optionen gibt: entweder Geld und Gitarre wechseln wieder die Richtung oder er kommt mir mit dem Preis gewaltig nach. Letzteres wurde zufriedenstellend gelöst und so hatte ich ein Bastelobjekt:
MIJ Tele in seafoamgreen mit Häussel Pickups

Diese Tele hat die beiden strat-typischen shapings und von mir einen Satz Häussel-Pickups spendiert bekommen:
Desperado (Neck); Classic Alnico 5 (Middle) und Hot Chilie (Bridge)
Eine tolle Tele mit Charakter und sehr tollem Ton.
3,5 kg, normale Fenderbünde, Hals eher C als V, kein Baseballschläger.

Inzwischen habe ich noch die Brücke gegen eine “klassische” mit kompensierten Reitern getauscht sowie lockingtuner spendiert. Meine Lösung für einen stratfreien Haushalt *g*

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