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Hallo Freunde des gepflegten Sounds …. nach der Sommerpause quillt mein Player jetzt über. Vieles davon muss ich sicherlich erst nächsten Monat auflisten. Ich muss den Kram ja auch überhaupt erst mal hören …. *lach*

Änglagard – Viljans Öga passt sehr gut in meine musikalische Grundstimmung des Jahres 2012. Melodiöse Melancholie gewinnt eindeutig gegen verkopfte Frickelei. Diese Band hat ja nach vielen Jahren überhaupt mal wieder was veröffentlicht und der heftige Einsatz des Mellotrons erinnert schon an die frühen King Crimson. Jedenfalls gewaltige Musik, die sich einem auch erst nach häufigem Hören ganz erschließen wird. Vier Longtracks über 10 Minuten und das ganze auch noch ohne Gesang. Wahnsinnsalbum.

Für Freunde von Gov’t Mule – insbesondere der ersten Besetzung im Trio mit dem grandiosen Allan Woody am Bass – ist Gov’t Mule – The Georgia Bootleg Pflichtkauf. Drei Konzerte aus dem Jahr 1996, auf 6 CDs verteilt.

Dann hab ich mir was altes als CD gegönnt, weil ich das seit Jahren eines der 10 geilsten Livealben überhaupt finde: Karthago – Live at the Roxy 76. Diese Band hat gegroovt wie Sau !

3 der 6 Musiker der Band L’arc Six (sax, cello, perc) haben als Trio iNK – iS iT iNK? herausgebracht. Empfehlung für alle, die in der Schnittmenge worldmusic und Jazz auf Entdeckungssuche sind.

Und dann muss ich – ganz subjektiv – auch mal ablästern. Joanne Shaw Taylor – Almost Always Never ist für mich die Enttäuschung des Monats. War das Erstlingswerk noch ein Dauerbrenner in meinem Player, so ist diese – inzwischen dritte – CD vom Arrangement und vom Sound her total untransparent. Ich mag das nicht, wenn man die einzelnen Instrumente nicht absolut feingliedrig akustisch trennen kann und das, was da aus den Boxen plärrt, so ne undiffenrenzierte Matschkacke ist. So. Musste mal gesagt werden.

Die neue Donald Fagen – Sunken Condos gibt dem Steely Dan Fan das, was er – in gewohnt superber Qualität – gewohnt ist.

Freude der heftigen Frickelfraktion mögen sowohl an John McLaughlin – Now Here This als auch an  HBC (Scott Henderson, Jeff Berlin, Dennis Chambers) Gefallen finden. Ich habe beide CDs noch nicht komplett gehört.

My Sleeping Karma – Soma darf ich nicht vergessen. Das ist derart hypnotische Musik. Da passieren zwar irgenwie keine Gitarrensoli, aber die Gesamtstimmung dieser Musik ist gewaltig. Einfach mal reinhören.

Nächsten Monat mehr von meinem Plattenteller, ähm …CD-Schacht.

Tante Edith: eine CD hab ich doch glatt vergessen, die ich sehr schön finde:

Big Big Train – English Electric Part One. Musik und Gesang erinnern natürlich sofort an die Genesis der 70ger. Aber das ist ja auch nicht schlimm. Die Musik ist melodiös und sehr aufwändig arrangiert. Neben den fünf Bandmitgliedern, die fast alle Multiinstrumentalisten sind, wirken zahlreiche Gastmusiker mit, so dass auch Streicher, Flöten u.ä. zum Einsatz kommen. Und das Mellotron darf auch nicht fehlen. Wer auf 70ger Prog steht, sollte da mal reinhören.

So, Kinners …. letzten Monat fiel aus wegen Urlaub und … weils auch nix neues gab in meinem Player.

Diesen Monat gibt es neue CDs von Billy Talent, Robert Cray, Lynyrd Skynyrd und ZZ Top. Und für alle gilt: magst Du die Band, magst Du die CD. Mehr nicht.

Beardfish – The Void. Auch neu. Am Anfang ungewohnt hart, später wieder eher an das von der Band gewohnte erinnernd. Ebenfalls ne gute CD, ohne jetzt DAS Meisterwerk darzustellen.

Und dann kommt dann noch eine CD rein, wo ich denke, naja, wird wohl auch “noch so eine” von dem sein. Falsch ! Was bei Henrik Freischlader – House in the woods ab dem ersten Ton aus den Boxen tönt, ist mdst so ein Meilenstein wie die “recorded by Martin Meinschäfer”. Das ist eine erstklassig eingespielte Band, die Songs sind ausnahmslos (!) klasse und was der Henrik immer wieder für licks und Riffs abfeuert … BOAH. Was ab dem ersten Durchlauf im Player klar: das wird die CD des Monats. Und daran hat sich bis zum 30.09. auch nichts geändert. Pflichtkauf !

Auf dem 2. Soloalbum von Steve Morse habe ich zum ersten Mal den Namen Eric Johnson gehört. Kurze Zeit danach erschien dann auch dessen CD “Tones”. Eric singt und spielt nur auf einem einzigen Track mit, aber der hat es in sich. Zwischen ca. 2.00 und 3:00 teilen die beiden sich die Zeit für ihre Soli. Und an diesem einzigen Track erkennt man den jeweiligen Trademark-Stil dieser beiden Gitarristen:

Steve Morse schlägt jede Note mit erkennbarem Attack an und erweitert die übliche Pentatonik durch jede Menge chromatische Läufe. Wenn der acht Noten spielt, dann ist der Tonumfang kleiner als ne Okatve …

Eric Johnson spielt mehr legatoartig und auch in seinem Solo hört man Läufe, die eindeutig ihm zuzuordnen sind. Wie kaum ein anderer schafft er es, mit wenigen Noten um ganze 2 Oktaven zu wechseln.

Grandios, seit vielen Jahren !

http://www.youtube.com/watch?v=FwthgpVeGz0 

In vielen Bereichen ist die Menge der Veröffentlichungen ja nicht nur schwer überschaubar, sondern zum großen Teil auch von Mittelmäßigkeit geprägt. So auch im weiten Feld Blues-Southern-Jam Rock. Aber gelegentlich tauchen dann Perlen auf, die sich im Cd-Player festsetzen und richtig hängenbleiben. Die man auch nächstes Jahr noch hört (Devil’s Hollow von 2010 ist zB so eine Cd, die immer noch regelmäßig läuft). Jetzt kommt da diese Band aus Frankreich (!), hat ein Pfundament (haha) an Rhythmusgruppe und zudem Hammond vs. Gitarre. Das Album rockt. Sehr geil !

Für Pippo Pollina – Raconti Brevi  gilt das gleiche, was ich schon zu “Nuovi giorni di settembre” geschrieben habe: Tolle Songs, super Stimme, abwechslungsreiche Arrangements. Und da ich den Pollina nur mag, wenn der weder schwitzerdütsch noch deutsch singt (das erstere verstehe ich nicht, das zweite erinnert mich an irgendeinen alpinen Songwriter (Wecker, Hirsch…ich komm nicht drauf, aber ich mags nicht)), so sind auch hier fast alle songs in italienisch.

Spectrum Road – die Supergruppe mit Jack Bruce und Vernon Reid, die Tony Williams Lifetime “covert”. NUr kurz reingehört. Heftiges Grobzeug ohne erkennbare Songstrukturen….Ganz schwere Kost. Keine Wertung möglich.

Chris Robinson Brotherhood – Big Moon Ritual Ok, klingt nach Grateful Dead. Ok, ist ganz nett. Der Gesang ist, ähm, nicht so meins….auch keine wirklich Bewertung ….

Sonst war das auf meinem Plattenteller sehr leer. Sommerpause vielleicht.

Die beiden Gitarristen der Allman Brothers (falls es diese Band überhaupt noch gibt?) haben ja bereits vor geraumer Zeit neue Studio-CDs veröffentlicht.

Warren Haynes – Man in Motion ist weniger Gov’t Mule Sound als eine Rückbesinnung auf Soul.

Tedeschi Trucks Band – Revelator vereint die Eheleute Derek Trucks und Susan Tedeschi und bedient sich ebenfalls guter amerikanischer Musiktradition aus Blues und Soul.

Mit beiden CDs habe ich – mir heute unerklärlich – zunächst recht schwer getan. Die klangen mir irgendwie zu traditionell. ABer nach mehrmaligem Hören haben sich mir beide erschlossen und beide finden häufig den Weg in den Player oder werden auch gerne im Auto genossen.

Nun liegen von beiden Bands Live-DoCDs vor, die die Musik der jeweiligen Studioproduktion jetzt im Live Gewand präsentieren.

Warren Haynes – Live at the Moody Theater habe ich ja schon mal besprochen. Das ist der Hammer. Diese Live Energie. Diese Spielfreude. Die Soli der Gitarre, die Solo-Duelle mit Sax und Keyboards und – vor allem – diese endgeil groovende Rhythmusgruppe. Das kann ich immer weiter hören.

Tedeschi Trucks Band – Everybody Talking Live dagegen – in einschlägiger Presse ebenfalls für grenzenlose Live-Energie und SPielfreude gelobt – will bei mir nicht zünden. Das mag daran liegen, dass mir – obwohl ich die CDs von Susan Tedeschi alle mag – sowohl der limitierte Stimmumfang und das Grundtimbre der Stimme von Frau T. nach relativ kurzer Zeit auf den Nerv gehen. Das mag auch dran liegen, dass mir – und mir ist schon klar, das Derek Trucks, vielleicht neben Sonny Landreth, der aktuell versierteste Vertreter der elektrischen SLidegitarre ist – dieses ewige “Gejaule” der Slidegitarre ebenfalls auf den Nerv geht. Was in den songdienlichen Arrangements der StudioCD wunderbar eingebettet ist, wird live schnell exzessiv und dann mag ich es nicht mehr.

Das ist jetzt Jammern auf hohem – und ganz klar sehr subjektivem – Niveau. Alle vier CDs bieten beste “Rock”-Musik amerikanischer Prägung und wurden von exzellenten Musikern eingespielt.

Vielleicht hört ihr einfach mal selber rein ?

Céline Boncina feat. Nguyen Lê – Way of Life macht diesen Monat das Rennen. Ok, der Lê spielt nur bei einigen Titeln mit, daher ist das eigentlich ein Trio mit sax, b und dr. Ähm, Saxophon ….und sonst nix?. Ja, ist schon komisch, aber was diese Frau da, zumeist auf dem Baritonsaxophon, spielt, das sind so geile Linien und das groovt wie Hölle. Läuft nahezu in Dauerschleife.

Return to Forever – The Mothership returns (DoCD + DVD) wurde im eclipsed-Magazin als halbherzige Auferstehung und trauriger Abgesang verrissen. Frank Gambale und Jean Luc Ponty seien fehl am Platze und Chick Corea würde teilnahmslos durch die Soli navigieren. Ok, ich habe RTF 2008 noch mit Al DiMeola live gesehen und die 2011er Tour in der aktuellen Besetzung verpasst, aber wenn man die DVD guckt, sieht man schon Männer mit Spielfreude. Kann ja sein, dass diese Suppe aufgewärmt ist, aber für mich waren RTF zusammen mit dem Mahavishnu Orchestra die geilsten Suppen (ähm Jazz-Rock-Bands) die je gekocht wurden. Daher schmeckt mir die aufgewärmte Suppe immer noch weit besser als vieles, was heutzutage unter dieser Sparte so gekocht wird.

Im Bereich Progressive habe ich einige Neuerscheinungen mal angecheckt. Da ich alle CDs aber bislang nur einmal gehört habe, ist das folgende nur ein Ersteindruck.

Flower Kings – Banks of Eden. Noch ne Flower Kings. Für michsind die ersten 3 CDs eh der Maßstab. Alles spätere braucht man nicht wirklich.

Iona – Another Realm. Ähm, ebenfalls: noch eine Iona CD.

Izz – Cruch of Night. Vielversprechend. Interessante und abwechslungsreiche Mucke.

Parallel or 90 Degrees – A can of worms. Das ist eine DoCD-Compilation. Wollte doch mal hören, was der Tillison so vor The Tangent fabriziert hat. Jo, cool.

Storm Corrosion – Same. Die Zusammenarbeit von Steven Wilson und Mikael Akerfeld klingt nun weder nach Porcupine Tree noch nach Opeth. Das ist eher ein ruhig gehaltener Soundtrack. Viel zu interessant, um nach einmaligem Hören schon entdeckt zu sein.

Magma – Félicité Thösz. Ich bin ja bekennender Magma Fan und K.A. ist eine der genialsten Musiken, die ich kenne. Das vorliegende Werk ist sehr vokallastig, also Steve Reich trifft Carmina Burana. Irgendwelche Instrumental-Soli sucht man auf der CD vergeblich. Aber toll ist es trotz dem.
Was mich aber ärgert, ist die – bei normalem Verkaufspreis – Spiellänge von gerade mal 32 min. Das ist schon unverschämt.

Diesen Monat gabs noch viele andere neuen CDs zum reinhören, aber das würde den Rahmen hier sprengen. Wenn was richtig einschlagen sollte, berichte ich nächsten Monat.

Hallo mal wieder.

Die CD des Monats ist zwar schon ganz schön alt, baer von mir erst neu entdeckt und sie war definitiv die meistgehörte CD des Monats. Track 1 ist ein wunderbar elegisches Intro. Track 2 groovt so schön und könnte vom Arrangement her auch von Pino Daniele stammen, bei Track 3 denke ich im Refrain: was für eine wunderbare Stimme und so geht das zehn Songs ohne Ausfall weiter. Dann ist die CD zu Ende und da meine Player im Auto dann wieder von vorne beginnt ….hab ich gar keine Lust, die CD zu wechseln. Grandios !

Anathema – Weather Systems gefällt mir auch gut. Welch eine schwermütige, ja fast depressive Grundstimmung. Nix für Sommer im Auto, aber wunderbare Musik.

Manning – Margaret’s Children ist auch ne prima Entdeckung. Irgendwie etwas Prog, etwas Canterbury und hier und da klingt es (Flöte, Gesang) auch nach Jethro Tull.

Santana – Shape Shifter. Mein Problemkind Nr. 1. Eine CD mit Instrumentals. Prima. Das ist weit besser als die unsäglich besch…eidene “All that I am” oder diese CD mit den Coversongs, die ich mir gar nicht angetan habe. So ist hier alles drauf, wofür Santana steht. Die Latinrhythmen ebenso wie sein typisches Gitarrespiel. Fragt sich nur, ob die Welt darauf gewartet hat? Das Werk von Carlos Santana ist so umfangreich und imho weit mehr Licht als Schatten. Und von SoulSacrifice bis Yaleo gibt es so viele tolle Instrumentals. Aber was soll er denn sonst auch machen …. Habe noch keine abschließende Meinung zu der CD.

Joe Bonamassa – Driving towards the daylight. Noch son Problemfall. Der Opener “Dislocated Boy” hat nen schweren Groove und das Solo ist superb. Der Titelsong ist einer der schönsten Songs, die Joe Bonamassa je geschrieben hat. Und der Rest? (übrigens weitestgehend Coverversion) Alles irgendwie schon mal gehört. Ziemlich konventionell. Dabei sollte ich erwähnen, dass mir auch die Zusammenarbeit mit Beth Hart nicht gefallen hat. Das ist alles ganz nett und gute Gitarrenarbeit gibt es auch, aber so richtig vom Hocker reißt mich das nicht. Aber auch hier wieder die Frage: wie soll der sich auch neu erfinden?

Und die vielen Jazz-CDs, die am Monatsschluss noch reingekommen sind, die gibt es nächsten Monat.

BAP – Live in Berlin

Gestern war es endlich soweit. Mal wieder BAP Live.

Zuletzt habe ich die (afair) 2004 live gesehen, muss die Sonx-Tour gewesen sein. War damals im Prinzip die gleiche Besetzung wie gestern. Aber 2004 hat mir das Album schon nicht wirklich gefallen und das Konzert war auch nicht meins. Vielleicht verhalten sich Affinitätskurven ja sinusförmig. Mal findet man was toll, dann eher nicht, usw ….Keine Ahnung.

Gestern war jedenfalls vom ersten Ton an bis zum Schluss (über 2,5 Std.) alles bestens. Die Rhythmusgruppe ist tight wie Sau. Der Basser spielt auch mal was mehr als Grundtöne pumpen. Sehr feip arrangiert. Feine Sounds, Arrangements und suberbes Instrumentenspiel gab es vor allem aber von dem Gitarristen, Helmut Krumminga. Satte und fette Riffs, feine fills und mal Soli mit wenigen sparsamen Tönen, dann wieder kleine Explosionen, wo der Musiker merkt: Aja, Sau ! *grins*

Der Gesamtsound war auch total super. Die letzte CD (Halv su wild) war mir ja schon – neben den tollen Songs – wegen dem (upps: rheinischer Genetiv !) sehr druckvollen und dennoch transparenten Sound aufgefallen. Genau das gab es gestern in der Columbiahalle.

Die Songauswahl war auch vom feinsten. Neben Kristallnacht und Verdammt lang her gab es vorwiegend Songs der letzten beiden Alben zu hören.

Nebenbei: auch der Wolfgang war in guter Verfassung. Nach seiner Erkrankung kann man sagen: dem Herrjott sei Dank !
Insgesamt ein rundum gelungenes Konzert einer richtig gut aufspielenden Rock-Kapelle. Toller Abend !

Ich bin seit Jahren Pino Daniele Fan. Mein Lieblingsitaliener ! Am besten finde ich die CDs aus der 2. Hälfte der 90ger: Non calpestare i fiori nel deserto (1995), Dimmi cosa succede sulla terra (1997), Come un gellato all’equatore (1999) und Medina (2001). Das ist für mich perfekte Musik: Tolle Songs, tolle Melodien, interessante Akkorde und Arrangements, Spitzenmusiker, Groove ohne Ende ….
Die CDs, die danch veröffentlicht wurden, kamen da imho nicht mehr dran. Doch die aktuelle CD La grande madre beinhaltet wieder alle o.g. Ingredienzien. Und, da non dimenticare: Pino Daniel ist zudem auch noch ein fantastischer Gitarrist. Endlich wieder ne richtig geile CD von ihm. Läuft hier rauf und runter.

Diesen Monat gibt es im Prinzip zwei CDs des Monats: Warren Haynes – Live at Moody Theater (DoCD plus DVD) ist ebenfalls der absolute Oberbrüller. Als Warren Haynes seine letzte SoloCD veröffentlichte (Man in Motion) und die weder nach Allman Brothers noch nach Govt Mule klang, war ich zunächst enttäuscht. Erst nach etlichen Hördurchgängen habe ich diese CD lieben gelernt. Was W.H. jetzt live aus diesen Songs gemacht hat, bringt diese eher Soul-orientierte Musik wieder in Verbindung mit dem Genre Jam-Rock. Warren Haynes und der Sax-Player hauen ein ums andere Mal exzenllente Soli raus und die Rhythmusgruppe ist DER HAMMER. Was die beiden Jungs da grooven und an Dynamik ins Spiel bringen, ist nicht zu toppen. Wertung: Kaufrausch !

Daneben gab es diesen Monat aber noch viele weitere richtig gute Scheiben zu entdecken, wobei nicht alle auch in diesem Jahre veröffentlicht wurden:

Lee Abraham – Black & White. Episch breiter Progressive.

Druckfarben – Druckfarben. Progressiver Jazz Rock aus Canada.

RPWL – Beyond Man and Time. Melodiöser Breitwand Art Rock. (Und dabei hab ich ne ganz alte RPWL, die mir bis heute gar nicht gefällt)

Special Providence – Soul Alert. Frickeliger Jazz-Rock vom Balkan.

Vesterdays – Colous Caffé. Abwechslungsreicher “Prog”, auch vom Balkan.

Alpha Rev – New Morning. Der Flying Colours Sänger Casey McPherson mit seiner eigenen Band. Schöne Mucke !

Auf, auf Leute, es gibt viel zu entdecken !

So, viel passiert, diesen Monat. Unter anderem viel richtig gute Musik im Player:

Ron Spielman Trio – Electric Tales ist, sieht man vom Live Album ab, das erste “reguläre” Album des Trios. Edward McLean und Benny Greb sind als Rhythmusgruppe traumhaft und dass Ron Spielman es versteht, gute Songs zu schreiben, die dennoch Virtuosität (ohne Selbstzweck) bieten, gefällt mir seit langem. Pflichtkauf.

Flying Circus … oops sagte ich gerade Monty Python?????  also nochens von fürre

Flying Colors- same. Oh, schon wieder eine Supergroup. Steve Morse, Dave LaRue, Casey McPherson (mir bis dato unbekannt), Neal Morse und Mike Portnoy. Das lässt den Schluss zu, dass da gefrickelt wird, bis der Arzt kommt. Aber bei aller Virtuosität – und manch einem geilen Gitarrensolo – ist es vor allem der Gesang, die Harmonien und die Refrains, wo die Sonne aufgeht. Pflichtkauf.

Errorhead – Organic Pill. Die Gruppe wächst zusammen, der Sänger stand früher ja so ein kleines bisschen neben dem Geschehen. Tolle Songs, tolle Musiker. Rock, Funk, Jazz…alles dabei, was Spaß macht. Und der Deml ist eh ein Meister. Pflichtkauf.

Invertigo – Veritas. Ne Neuentdeckung. Der Gitarrist ist auch bei Guitarworld unterwegs. Melodic Prog. Ja mag ich, also mal die CD gekauft. Und wurde nicht enttäuscht. Für Fans bombastischer melodiöser und interessant arrangierter Musik definitiv eine Empfehlung. Mal was anderes als die üblichen Verdächtigen !

It Bites – Map of the Past. Seit Jahren eine meiner Lieblingsbands. Bei der letzten CD (”The Tall Ships”) habe ich ja noch gesagt, dass das eigentlich Unmögliche zutrifft: auch ohne Francis Dunnery klingen It Bites, wie It Bites klingen sollen. Die neue CD habe ich erst einmal gehört, aber die typischen Ingredienzien habe ich leider vermisst. Daher weiß ich noch nicht, was ich von dieser CD halten soll.

So, das waren ja fast alles die üblichen Verdächtigen. Daher gewinnt “das Unbekannte” (smile):

Open Range – The Elevator Story

1. Ich mag den Stefan Bormann (und ganz besonders seine Ibanez AS …lechz ***)
2. Ich mag den Reentko
3. Ich mag Musik in der Schnittmenge von World Music und Jazz
4. Ich mag die CDs, die bei Mohi Buschendorf im Waldhausstudio aufgenommen wurden. Die klingen soooo geil aus meinen Boxen ….
5. Und dann mag ich Musik, die mich überrascht.
Und daher ist das ganz einfach ein tolles neues Projekt dieser beiden tollen Gitarristen (plus percussion und sax ….und habt ihr nicht irgendwo auch noch einen Bassiten versteckt ? *grins*)

So, Leute: hört in diese CD und bestellt sie !

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