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So, statt der CD des Monats – und diesen Monat ist auch nix wirklich neues reingekommen – gibt es mal einen Jahresrückblick auf die CDs, die in diesem Jahr wirklich herausragten und immer wieder den Weg in meinen Player fanden. Die Auflistung ist so sortiert, wie sie im Lauf des Jahres bei mir reingekommen sind. Eine Platte des Jahres sucht sich der geneigte Leser meines blogs also bitteschön selber.

1. Lee Fletcher – Faith in worthless things

Vielen Dank an Johannes Korn für diesen Tipp. Das ist eine ganz tolle CD, die sich erst bei mehrmaligem Hören erschließt. Ist das noch Pop? Auf jeden Fall sehr aufwendig arrangiert.

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2. Selig – Magma

Diese Band hatte ich vorher nie auf dem Schirm. Und dann kommt diese CD und ich merke, das ist ganz wunderbare Musik, fein arrangiert, fett klingend und mit toller unaufgeregter Gitarrenarbeit

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3. Drew Holcomb & the Neighbors – Chasing Someday
Wenn Melancholie dieses Jahr das bestimmende Element meiner musikalischen Reise ist, dass ist dieser Track hier sicherlich der Gewinner. Die musikalische Grundidee ist recht unspektakulär (die Akkorde hatte ich sofort rausgehört), aber was da an sphärischem Arrangement drüberliegt und dieses total entrückte Gitarrensolo (mit soooo wenigen Tönen) ….das berauscht mich jedesmal wieder von neuem …

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4. Lifesigns – Lifesigns

Ich sag einfach mal: Wohlfühlprog. Ich mag dieses epische.

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5. Rhys Marshand the Autumn Ghost – The Blue Note

Melancholie Teil 2. Auch ein Album, was ich immer wieder gehört habe.

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6. Iamthemorning – ~

Aufwendig arrangierter Pop (?) aus Russland. Da schimmert ein bisschen Kate Bush durch, aber auch Renaissance.

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7. Kristoffer Gildenlöw – Rust

Die Solo-CD vom Ex-Pain of Salvation Bassisten ist keine Prog. Das ist ja nicht mal mehr Rock-Musik. Dafür noch so ein Kandidat für den Preis der Melancholie. Großartig !

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8. W.I.N.D. – Temporary Happiness

Die Italo-Jam-Rocker auf den Spuren von Gov’t Mule. Großartiges Album mit vielen Gitarrensoli. Langen Gitarrensoli. GEIL !
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9. Haken – The Mountain

Progressive Rock darf ja auch nicht fehlen. Und dieses Album ist der Hammer. Viel spannender als zB das (gefühlt) 793. Album von Dream Theater. Und das Video ist ja wohl auch obercool.

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10. Trixie Whitley – Firth Corner

Wenn ich die Namen Chris Whitley und Daniel Lanois fallen lasse, ist ja wohl klar, dass das hier auch weit mehr, als simple Pop- (oder Rock-) Mucke ist. Lief auch das ganze Jahr über immer wieder im Auto.

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11. Dhafer Youssef – Bird Requiem

Ich habe alle Alben dieses Künstlers und schon Digital Prophecy gehört in den kleinen Kreis der spirituell erhabenen Platten (wäre vielleicht mal ein gesonderter blog-Beitrag fällig…). Was der hier (das heißt wohl Sufi-Gesang) abliefert, ist unmenschlich. Und die Schnittmenge zwischen orientalischer Musik und Jazz könnte nicht genialer sein.

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12. Nemo – Le Ver dans le fruit

Zuerst dachte ich ja, Mensch, Du hast schon zwei CDs von dieser Gruppe, reicht das nicht … Neee, reicht nicht. Diese DoCD ist der Hammer. Und dieser Track hier passt doch auch wieder wunderbar in meine Melancholie, oder ?

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13. Flying Colors – Live in Europe

Diese Supergruppe der Prog-Giganten verliert sich nicht in endloser Frickelei oder in (für mich undurchschaubaren Monster-Longtracks …wie zB Transatlantic). Das sind immer wunderbare Songs mit großen Melodien. Dass ich die live (die waren in Berlin) verpasst habe …..*ärger*

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14. Seventh Key – I will survive

Ja, ich stehe auf AOR-Prog. Auf die Schnittmenge von Frickelei und epischen Melodien. Halt auf Kansas. Und alles, was es in diesem Genre so gibt. Und da macht der Ex-Kansas Bassist nach vielen Jahren das dritte Album seiner Band und dann wird das soooo ein Kracher.

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So viel Spaß beim Stöbern, Entdecken, Genießen.  Music rulez !
Und wo ich dieses Jahr schon auf 14 Platten gekommen bin …. nächstes Jahr mach ich dann einen Atzventz-Kalender draus *g*

Diesen Monat kam wieder mal ne ganze Menge gutes Zeugs rein. So teile ich auch den Monat in Progressive Rock und Sonstiges. Hier erst mal die Prog-News:

CD des Monates wird ganz klar Flying Colors – Live in Europe. Schon bei Erscheinen des Studioalbums war ich ja ganz begeistert, dass trotz der Hintergründe der beteiligten Musiker erstaunlich mitsingbare Musik entstanden ist, was nicht zuletzt an Casey McPherson als Sänger gelegen hat. Alle Highlights der StudioCD werden hier mit noch mehr Spielfreude zelebriert und das ganze Programm ergänzt durch Nummern aus dem Backkatalog der Musiker. Hervorragend dabei die Version von Odyssey (von den Dixie Dregs). Gewüöhnungsbedürftig das von Casey gesungene Hallelujah, welches für mich zu weit von der Orginalmelodie weg ist und mir daher Probleme macht. Aber allein das Material der CD wird hier so toll umgesetzt. Und so kangsam kann ich das Zeug sogar im Auto mitsingen …. (wenn ich allein drin sitze  höhö).

Gewohnt gute neue CDs gibt es von Big Big Train – English Electric Pt.2, Flower Kings – Desolation Rose (wenn auch hier nix neues weltbewegendes), Nemo – Le ver dans le fruit, Poor Genetic Material – A day in June, Subsignal – Paraiso und Toxic Smile – 7.

Karfagen – Aleatorica ist eins von mehreren Projekten des ukrainischen Keyboarders Anthony Kalugin und bietet sehr abwechslungsreiches Material, wobei der Zuhörer schon einem gewissen folkigen Einschlag nicht abgeneigt sein sollte.

Folklorige, hier orientalische, Einflüsse findet man auch auf Orphaned Land – All is one, wobei mir persönlich die Verbindung Oriental mit harten Rock teilweise etwas zu klischeehaft, zu plakativ geraten ist. Oriental World Music i.V.m. Jazz in Vollendung gibt es weiter unten.

Mike Keneally – You must be this tall scheint weit zappaesker zu sein (Jazz from hell lässt grüßen) als einige Vorgängeralben, aber die Zeit reichte nicht aus für eine detaillierte Hörprobe.

Seventh Key – I will survive ist nach Jahren das dritte Album des Ex-Kansas-Bassiten Bily Greer und für Freunde der AOR-Progs mit klasse epischen Melodien ist das ein Tipp. Ganz starkes Album (auch wenn ich gerade bei diesem Werk in die 80ger gebeamt scheine).

Teil 2: Alles außer Prog  *g*

Gasandji – Gasandji ist afaik das erste Album des aus dem Kongo stammenden Sängerin und für alle Freunde afrikanischer Musik ein Anspieltipp. Gefällt mir sehr.

Lake Street Dive – Lake Street Dive habe ich über youtube entdeckt. Das ist sehr unaufgeregte Musik, die viel Raum für Pausen lässt, sprasam arrangiert ist und vielleicht gerade daher wirkt. Kann man das angejazzten Pop nennen? Leute, youtube gucken, dann wisst ihr Bescheid !

Hans Platz – Timestamps hat unter Mitwirkung toller Musiker an Bass und Drums ein Instrumentalalbum mit Gitarrenmusik rausgebracht, welches sich hinter den üblichen Verdächtigen (Satriani, Vai, Lukather) nicht verstecken braucht. Hier hat jemand, der sein Handwerk mehr als versteht, sehr abwechslungsreiche und spannedne Musik auf Band gebracht.

Dhafer Youssef – Birds Requiem  wäre beinahe CD des Monats geworden. Das, was da mal wieder unter Beteiligung u.a. von Eivind Aarset und Nils Petter Molvaer aus den Boxen klingt, ist ganz großes Kino und reiht sich in die Handvoll wahrlich spiritueller CDs, die ich so kenne, nahtlos ein. Ganz ganz großes Ohrenkino. (und hätte ich nicht die Flying Colors im AUto komplett mitgesungen …..höhö)

So, hoffentlich wird der Dezember bzgl. Neuerscheinungen mal was ruhiger (denn die Hälfte der neuen CDs im November hab ich hier gar nicht aufgelistet, weil ich sie noch gar nicht gehört habe.

Viel Spaß beim Entdecken !

ich mag ja italienische Musik. Allen voran Pino Daniele und Pipoo Pollina. Und die Tage hörte ich im Radio (MDR Figaro, der einzige Sender, den man hier in der Region wirklich hören kann) ein Stück von G. Testa. Das war schön. Und ja, die CD ist toll. Ein oder zwei Nummern sind mir etwas zu ruppig, dafür sind die Balladen umso traumhafter. Reinhören und entdecken !

Bley, Sheppard, Swallow – Trios ist auch eine ganz wunderbare CD. Kein Gefrickel, sonden Jazz mit ganz viel Luft zum Atmen.

Wolfgang Niedecken – Zosamme alt ist für mich natürlich Pflichtkauf. Schöne Arrangements bekannter Songs von ihm, alle seiner Frau gewidmet. Ich persönlich finde, wenn es denn Akustisch sein soll, die Radio Pandora – Unplugged allerdings nach wie vor unerreicht.

Ron Spielman – Swimming in the dark ist nicht CD des Monats geworden. Alles von Ron ist klasse. Aber: die neue CD reicht an den Vorgänger nicht ran. Da sind immer wieder Momente, wo mir Details einfach nicht gefallen. Da ist eine Nummer, da klingt die Gitarre wie aus dem Kofferradio. Das ist ja ein netter Effekt, aber das geht viel zu lange. Oder der Abschlusstrack mit einem Gitarrensound, der wie eine Trasitorsäge klingt. Das ist in meinen Ohren gräuslich …und dann ist die CD mit diesem Eindruck zu Ende. Sorry, Ron, das hast Du schon besser gemacht.

So, und was ich sonst noch reinbekommen/testgehört habe, hat diesen Monat keinen bleibenden Eindruck hinterlassen …

Diese CD geistert schon was länger auf dem USB-Stick in meinem Auto rum und mit jedem Hören gefällt sie mir besser. Ist ihr Debutalbum, was auch so nicht wirklich stimmt. Es gibt nämlich schon einige EPs und eine CD von Black Dub (feat Daniel Lanois, Brain Blade und Daryl Johnson). Und mit dem Namen Lanois ist auch schon klar , dass hier Songs beoten werden, die eigenwillig und anspruchsvoll sind. In Wikipedia werden Stilrichtungen aufgelistet, aber da tu ich mich schwer mit. Reinhören !

Dream Theater – Dream Theater Das so hochgelobte Dramaticturn of Events ist irgendwie total an mir vorbeigegangen. Das war wohl die Phase, wo ich an DT übersättigt war. Die neue CD gefällt mir gut, ohne dass das jetzt der Oberkracher wäre. Vielleicht liegt es an den immer wieder vorkommenden Rush-Bezügen …

Gov’t Mule – Shout ist auch ein starkes Werk. Gute Songs drauf. Die Idee, Gastsänger einzubeziehen finde ich auch klasse. Allerdings hätte es dazu imho nicht einer DoCD bedurft. Viele der Gastsänger sind vom Grundtimbre her dem Warren Haynes gar nicht mal unähnlich. 3 bis 5 der Sänger und dann als Gastartisten auf der regulären CD hätten es auch getan. CD 1 (ohne die Sänger) werde ich jedenfalls viel häufiger einlegen als die Zweite.

Layla Zoe – The Lily ist die zweite Zusammenarbeit mit Hendrik Freischlader und bietet gewohnt gute Kost. Einige sehr starke Titel drauf.

Weitere neue CDs, die ich aber noch nicht besprechnungsreif gehört habe: Timo Gross – Landmark, Greg Koch – plays well with Others, Aleks Sever – Danger Girl und The Rides – Can’t get enough.

Jaja, diese CD ist schon vor drei Jahren erschienen, aber irgendwie an mir vorübergegangen. Keine Ahnung, warum. Jetzt läuft sie seit Tagen und macht gute Laune. Französischer Chanson, Swing, Zigeunerjazz, von allem ein bisschen. Cool.

Blues Rock und verwandtes:
Marcus Bonfanti – Shake the Walls und Mike Zito – Gone to Texas sind zwei Tipps. Keiner erfindet das Rad neu, aber beides solide Scheiben. Tedeschi Trucks Band – Made up Mind ist auch ne richtig coole CD. Die ersten zwei Tracks zünden noch nicht so ganz aber danach kommt ein Highlight nach dem anderen.

Progressive Rock:
Haken – The Mountain sowie Shadow Circus – On a dark and stormy Night habe ich beide erst einmal gehört. Daher kann ich dazu noch nicht so viel sagen, dafür ist die Musik zu vielseitig. Interessant, ohne beim ersten Mal schon ein Aha-Erlebnis bereitzuhalten. Portnoy, Sheehan, MacAlpine, Sherinian – Live in Tokyo frickeln bis der Arzt kommt. Die Version von Stratus (eine meiner Lieblingsnummern) ist eine der imho blödesten, die ich kenne.

Dann haben noch drei Gignaten des Jazz-Rock neues rausgebracht:
John Scofield – Überjam Deux empfinde ich als gepflegte Langeweile. Es groovt sehr relaxed und John spielt ein Solo nach dem anderen. Ähm, ja …
Chick Corea – The Vigil ist teils elektrisch, teils akustisch, klingt wie immer typisch nach Chick, zündet aber auch nicht wirklich. Die Nummer mit der Sängerin ist grässlich. Also, ein Klassiker in seinen Katalog wird das nicht.
George Duke – Dream Weaver ist sein letztes Album. Anfang der 70ger richtig jazzig, dann ein Pionier das Fusion-Jazz bzw Latin (Brazilian Love Affair !) wurde er dann immer poppiger, und teilweise schon recht süßlich. Zwischendurch gab es immer wieder Perlen  wie z.B. Face the Music von 2003. Die CD hier ist ok, ohne an die großen Klassiker ranzureichen.

Ich dachte ja schon, diesen Monat gäbe es nix neues, weil ich ja im Prinzip meine eigene CD in Dauerrotation im Auto hatte. Weit gefehlt, da ist doch ne ganze Mange Zeugs reingekommen, was eine Erwähnung lohnt.

Dana Fuchs – Bliss Avenue hat mich zuerst enttäuscht. Fällt für mich weitgehend wieder in die Retro-Ecke. In mag die Songs nicht, den Groove nicht, den Sound …aber die CD war fast zu Ende, da kamen die letzten drei Tracks, und die fand ich gut. Und dass Dana Fuchs richtig gut singen kann, ist ja eh nix neues. Muss ich nochmal durchhören.

Kristoffer Gildenlöw – Rust wäre fast CD des Monats geworden. Eine recht ruhige, melancholische Musik. Gibt es noch bei weiteren Hördurchgängen viel bei zu entdecken. Sehr starkes Album. Hat imho aber mit Pain of Salvation nicht mehr viel zu tun.

In The Silence – A fair dream gone mad. Tja, diese Kategorisierungen, die Vergleiche. Progressive Metal soll das sein? Ok. Cleane Gitarren treffen auf Bratgitarren. Epischer Gesang auf richtig gute Songs. Und das Ganze im Breitwandsound. Für ein Debutalbum eine ganz starke Leistung. Auch so ein Kandidat für den Monatssieg.

Aynsley Lister – Home. Hier gilt das gleiche wie bei Dana Fuchs: hier wird das Rad nicht neu erfunden. Aber: diese Songs gefallen mir. Da ist alles so, wie es meinen Ohren schmeichelt. Diese Songs sind gut, der Groove, die Gitarrenarbeit sowieso …ok, auch auf dieser CD gibt es hier und da Sachen (HonkyTonk Piano), die kein Mensch, ähm, also ich nicht brauche, ähm, nicht mag, aber insgesamt ne schöne CD.

Scorpion Child – Scorpion Child. Ok: 70ger Jahre Rock. Zeppelin trifft Rainbow. Nicht die erste Band, die sowas macht. Nicht die Schlechteste.

The Tangent – Le Sacre du Travail  Ein Konzeptalbum. In der Tradition von Bands, die Rock mit Klassik verschmolzen haben. Muss man sicherlich mehr als zweimal hören. Hier und da kommen The Tangent durch, wie man sie kennt, aber immer, wenn es “schön” wird, kommt das nächste Thema oder ein Wechsel zur Orchestermusik … tja, schwierige Wertung.

Pat Travers – Can Do. Jaaaa, der Held meiner Jugend, mein größeter Einfluss, “Go for what you know” eine der geilsten Live-Scheiben aller Zeiten. Und jetzt macht P.T. wieder Rock. Da war die Erwartungshaltung hoch. Extrem hoch. Aber stop ! Nach Heat in the Street und der Live CD wurden die Alben eher durchschnittlich und dann später sogar richtig schwach. Wieso sollte da jetzt wieder der Überhammer bei rausgekommen sein? Und richtig. das Album ist ganz ok, hier und da werden Erinnerungen wach, aber insgesamt ist das die Enttäuschung des Monats.

Jochen Volpert – Session 50.1 Ein Guitarworld-Forum-Kollege von mir macht zum gleichen Zeitpunkt seine erste CD wie ich. Aber mit einem ganz anderen Konzept. Mit einer wunderbaren Songauswahl (Jimi Hendrix, Jeff Beck, Billy Cobham, Bill Withers und andere große Klassiker) einer sehr relaxed groovenden “Begleit”band (denn das ist schon ein Gitarrenalbum) und zwei sehr schön intonierenden Sängerinnen wird das Ding in drei Tagen live im Studion eingespielt und tönt sehr präsent, aufgeräumt und wunderbar relaxed aus den Boxen.  Leute, wer Gitarrenmusik in der Schnittstelle zwischen Blues und Fusion und Rock mag, für den gilt: KAUFEN !

W.I.N.D. – Temporary Happiness. Diese Band kannte ich noch gar nicht. Southern-Groove-Jam-Rock aus Italien. Für Freunde von Gov’t Mule ein Muss. Coole Mucke !

The Winery Dogs – The Winery Dogs waren ja aufgrund der vorab schon konsumierbaren youtube-Videos als Monatssieger schon abonniert. Drei Musiker, die wirklich über jeden Zweifel erhaben sind, geile Songs und Instrumentalarbeit vom Feinsten. Kotzen ist inzwischen ein wirklich großartiger Sänger geworden, seine Songs sind eh klasse und die beiden “Tiere” an Bass und Drums …was soll da noch schiefgehen? Für meinen Geschmack sind die Gitarrensoli insgesamt – wenn man die CD am Stück hört – too much. Das ist ein Gefrickel ….als hätten die Jungs der Rhytmusgruppe Richie dazu getrieben, den Shredder raushängen zu lassen. Klitzekleiner Kritikpunkt – jammern auf allerhöchstem Niveau.

Und die folgende CD hab ich schon im Januar reinbekommen, aber bis heute nicht wirklich wahrgenommen. Lee Fletcher – Faith in worthless things (feat. Lisa Fletcher & markus Reuter) sagt im Besetzungs-Titel ja schon, dass hier mit weiblicher Stimme und dem Chapman Stick gearbeitet wird. Was soll ich sagen? Oberflächlich betrachtet klingt das erstmal nach einer Mischung aus Pop und Songwriter. Konzentriert man sich aber beim Zuhören, gibt es sehr viel zu entdecken. Das ist alles sehr chic arrangiert, sehr abwechslungsreich und weit jenseits banalem Pop-Kommerz. Ich kann mich da gar nicht satt dran hören !

Und zu guter letzt finde ich natürlich The Pack Reloaded – Never too Late sehr gelungen ….und ca. 400 Stück davon sind auch noch käuflich zu erwerben 😉

Lieber Uli,

vielen Dank für diese tolle CD.
ich bin wirklich absolut begeistert und ich würde gerne zu jedem Song was schreiben was mir spontan dazu einfällt (ohne klugzuscheißen)….

1) are you ready:
Guter Opener. geht lebendig los, cooles Strophenriff, schöne Bridge, geiler Chor. Gelungen, dass die Hook auf das Strophenriff kommt – gefällt mir. Sehr interessanter Einstieg in das Solo, dynamische funky Gitarrenbegleitung, wieder zurück in die Bridge – yeah das passt..

2) don`t you need anymore:
Lässiges Introriff mit cooler Melodie, sehr groovig gespielt – spricht mich gleich an. Super Bassbegleitung über die Hook, für mich eine der besten Hooks von der ganzen CD. Hammer Solo – Hut ab vor Martin Schnella….echt geiler Sound – würde mich interessieren, was er da verwendet…..

3) visions:
Einer meiner Favorits. Die Mehrstimmigkeit (ich tippe auf 3 Stimmen) erinnert mich sofort an “Little River Band”. Lässiger “flow” in der Strophe und ja jetzt kommt ne richtig amtliche Hook, vor allem die beiden Auflösungsakkorde bevor es wieder in die Strophe zurückgeht – Hammer Junge – wo war der Song bisher…? Gute Steigerung hin zum Solo, gelungener Einstieg in das Solo mit der None….Dass der Bass da so 8telt ist etwas ungewöhnlich hat aber was. In der 2. Hälfte gibt der Andreas Oberhofer noch etwas mehr Gas, das finde ich richtig geil gespielt.

4) still on fire:
Sehr schönes Intro – ein bißchen “Queensryche Chords”….wobei sobald die Flöten einsetzen bekommt es einen ganz anderen Charakter – sehr schön…..Das hätte für meinen Geschmack sogar noch länger sein dürfen (aber wollen wir nicht gierig werden)….Chordchanges in der Strophe gefallen mir und der Harmoniechange in den Refrain finde ich wirklich gelungen. Hier gefällt mir besonders die Oktavierung der Stimme und die Gesangslinie. Toller Soloeinstieg mit schöner Melodielinie über die ersten beiden Chords. Keyboardsolo gefällt mir auch, klingt ein bißchen nach MMEB…..Die Rückkehr in die Strophe ist harmonisch schon gewagt…aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Schön! Der Song gefällt mir mit am besten.

5) song for you:
Wieder etwas “Little River Band”….Lässige Strophe – kommt gut.
Bridge wieder wunderbar – oder ist das bereits der Refrain….Rätsel?
Da bin ich mir jetzt etwas unschlüssig, ob es noch gut gewesen wäre einen Hook dranzuhängen…aber das ist nur spontane Empfindung. So wie es ist, ist es stimmig. Schönes Saxsolo, passt sehr gut dazu. Cooler Soloeinstieg von Michael Hassemer….was spielt der da für Töne – muss ich nachher gleichmal checken . Klingt jazzig – das ist jazzig. Insgesamt ist der Song sehr verspielt, was einen guten Kontrapunkt setzt zu den ersten 4 Stücken…..Mir gefällt er.

6) don`t say:
Das ist jetzt ein Riff-Thema das natürlich sehr vertraut ist, aber gut gemacht und sehr passend “besungen”. Super Hookline Uli…gefällt mir sehr gut. Gesangarrangements über die Hook – geil! Ab 1:48 wirds experimentieller….wie kommst du auf dieses Thema…..;-)…finde ich cool…Beim Solo macht es wieder schön auf, gutes Solo vom Thomas Jordt. Ab 3:50 abrupter Change….mal hören was da noch kommt….Synthisolo…..da kommen jetzt die 70er durch: Emmerson, Lake…..Der Thomas Jordt steigt wieder ein, jetzt mit viel Legato bietet einen guten modernen Gegenpart….sehr virtuos gespielt…..Ein abwechslungsreiches Stück Musik….

7) it`s too late:
das kenn ich schon ….gutes Abgehriff, mehr traditional als die anderen Stücke. Jetzt versteh`ich auch den ruhigen Part – das finde ich mal ne gelungene Abwechslung, darauf den Refrain zu setzen…..muss man sich erstmal trauen, kommt aber gut. Die Strophenvocals hätten vielleicht etwas mehr aus dem Schema “rausbrechen” dürfen…..Zum Solo sag ich jetzt mal nix….;-) (Anm.: der Oliver hat das Solo selber gespielt). Insgesamt jetzt nicht das stärkste Stück, aber ein guter Albumtitel der wieder etwas “Erdung” reinbringt….

8) common ground:
Lässiges Riff (ein bißchen Van Halen), Der Einstieg in die Strophe als Halftime kommt unerwartet – aber das ist gut so….! Der Refrain wirkt auf mich instrumental etwas überladen, ich denke es ist der Bass….werd`ich mir wahrscheinlich öfters reinziehen müssen….Aber der Song beweist wieder, was ein guter Gesang ausmacht. Solo gewagt, wird befinden uns im “harmonisch Moll Modus” oder phrygian Mode”….bin ich mir jetzt nicht ganz sicher…..das macht es interessant, wenn auch gewöhnungsbedürftig (aber nur für mich jetzt). Solo finde ich gut gespielt. Insgesamt ist der Song nicht so meines…..aber was heißt das schon….;-)

9) Don`t talk to aliens:
Das kannte ich bereits vom “Prelistening”….Die Melodielinie über das Riff finde ich kreativ. Macht wirklich was her. Gut gemachte rhythmische Verschiebungen. Geile Sologitarrenarbeit, das erste Solo gefällt mir gut. Das 2 . Solo (mit Harmonizer…?)….schräg, sehr eigen, sehr rhythmisch – haut mich fast um  ! Geiles Abschlussstück der E-Session!

Die Unplugged Versions finde ich alle 3 gelungen, kreativ instrumentiert, die Stimme macht sich auch sehr gut….dazu schreib ich jetzt aber nicht mehr so viel…

Insgesamt ein Album auf das du wirklich stolz sein kannst. Alle Zeit und Energie, die du da reingesteckt hast, haben sich imho gelohnt. Ich wünsche Dir noch viel Spaß damit und dass du ein würdiges Feedback dafür bekommst, denn das hast du verdient!

LG
Oliver Zangl

Urlaubsbedingt fallen die CD-Tipps diesen Monat etwas knapper aus. Ich war zwei Wochen in Italien und hab da nur Pino Daniele und Pippo Pollina gehört.

Wenn die Begriffe Alternative oder emocore fallen, nehme ich normalerweise reissaus, höre ich mehrstimmigen Gesang, akustische Gitarren und hier und da eine Slide, denke ich an Westcoast, Amaricana oder Roots Rock. Und so klingen A Rocket to the Moon – Wild and Free. Schöne Mucke für die sommerliche Autofahrt.

Black Sabbath – 13 sind ja Titelstory auf allen Musikmagazinen. Da braucht man also gar nicht viel zu zu sagen: Ja, die klingen, als hätten sie direkt nach Sabbath Bloody Sabbath weitergemacht. Ja, starkes Album.

Tja, und wo wir beim Kategorisieren sind …. was ich je eigentlich nicht mag, aber wie soll man ohne Hörproben erklären, was für eine Musik man gearde bespricht. Geht mir ja in den Magazinen auch oft so…..wenn da die Namen mir gefallender Bands als Referenzen auftauchen …. wird die Cd gekauft HAHA.
Also: Cyril – Gone through Years. Ist das nun Prog? Im klassichen Sinne? So Retro oder Neo ….nööö. Keine wirklichen Longtracks, keine epische Breite, keine ….ach egal. Ist das nun deshalb aber Pop? Ähm, nöö…dazu ist das viel zu abwechslungsreich und … ähm … intelligent. Wie alles, wo Marek Arnold mitmischt (und entgegen allen Rezensionen hat er mir versichert, bei diesem Projekt nicht unbedingt der “Kopf” sein zu wollen), ist da neben Prog und Pop immer auch etwas Jazz mit drin. Die Musik ist weder zu kopflastig, noch zu “oberflächlich”…. nein, das schöne ist, die Musik gefällt sofort und gleichzeitig gibt es mit jedem Hören wieder neue Details zu entdecken, so dass man diese CD immer wieder mit Freude in den CD-Schacht schiebt. Tolles Album.

Ausführlichere Besprechungen dann – hoffentlich – wieder nächsten Monat !

So, die CD ist da und kann für einen Unkostenbeitrag von 15 € incl. Versand bestellt werden bei:
muelrich(at)yahoo(dot)de

http://www.youtube.com/watch?v=GK6Szhp42wY&feature=em-upload_owner

 

www.hans-ulrich-mueller.de/music2/ThePackReloadedAppetizer.mp3

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