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Hallo Leute,

nach längerer Pause (private Umstände und so…) gibt es heute meine Jahreliste für 2007. Dabei sind vorwiegend CD’s, die 2007 herausgekommen sind. Allerdings gibt es auch immer wieder “Neu”entdeckungen, die schon etwas länger auf dem Markt sind. Diese sind dann mit dem Erscheinungsdatum gekennzeichnet. In alphabetischer Reihenfolge:

Henrik Freischlader – Get closer (mein neuer Blues Held. Sagenhaft geiler Gitarrenton)

Glass Hammer – Culture of Ascent (ja, mal nicht Dream Theater, Pain od Salvation oder Vanden Plas, diesmal eher Neo-Prog..ich steh wohl grad auf Melodeien..hihi)

Jeff Healey – Get me some, 2000 (meine persönlichste Platte in diesem Jahr, entspricht meiner aktuellen Lebensstimmung, vor allem der song: I tried)

In This Moment – Beautiful Tragedy (die CD des Jahres. Heftig, derb, wütend, dennoch immer wieder geile Melodien. Und diese Frontfrau und ihr geiles Tattoo…..)

Richie Kotzen – What is, 1998 (erst jetzt entdeckt, meine Lieblings-CD von meinem neuen Lieblingsgitarristen)

Lazuli – En avant doute (naja, ein bisschen Avantgarde muss doch auch diesmal dabei sein. Absolut einzigartige Musik der Franzosen)

Magma – Mythes et Legendes Vol.3 (eigentlich ne DVD, aber die Songauswahl und die Performance ist nicht mehr zu toppen)

Dave Matthews – Before these crowded streets, 1998 (erst dieses Jahr entdeckt, “Crush” war der erste Song, daher vermutlich diese CD, hab aber noch nen ganzen Stapel gekauft…in einer Reihe mit John Martyn und Bruce Cockburn)

Ritual – The hemulic voluntary band (neuer Geniestreich der Schweden)

Corrado Rustici – Deconstruction of a modern guitarist, 2006 (wenn was neues von Corrado kommt…kommts auch in die Liste *g*)

The Tangent – Going off on one (nochmal die eher melodiöse Seite des Prog….die härtere Fraktion hatte dieses Jahr keine Chance)

Umphrey’s McGee – Anchor drops, 2004 (auch erst diese Jahr entdeckt…was ist das überhaupt? Jam Rock, Jazz Rock, Southern? Keine AHnung, aber sehr witzig und überraschend)

Susan Weinert – Tomorrow’s dream (Meine Kumpel mögen weder die website noch Texte auf selbiger….ich tauche einfach ein in die Musik und genieße…außerdem hab ich’s live gesehen…siehe anderer Post)

13 waren es? Naja, egal. Das sind die Tipps vom letzten Jahr.

Obwohl dies die erste CD dieser schwedischen Band ist, bin ich da erst im Jahr 2004 drauf gestoßen, allerdings wurde die CD auch wiederveröffentlicht. Der Tipp stammt natürlich aus einer der vielen Prog-Fanzines, die ich so lese, ja, genau, aus dem Empire Magazin. Dort befand sich auf dem CD-Sampler nämlich das Stück Ordinary Man, was mich sofort mächtig angefixt hat. Also, die CD gekauft. (das ist glaub ich auch der Sinn derartiger Sampler…*lol*).

Was die vier Schweden (git, bass, keyb, drums incl. mehrstimmigem Gesang und zahlreichen folkloristischen Instrumenten) da abliefern ist nicht ganz einfach zu kategorisieren, weil es ziemlich eigenständig ist. Hier mal ein Anklang an Yes, dort mal Gentle Giant (sogar häufiger), hier ein bisschen Hard Rock (in anderen Besprechnungen wurde de Name Deep Purple in den Raum geworfen…) und immer wieder Folk-Elemente. UND: supergeiler Gesang, tolle Melodeien, die sich ins Ohr schmeicheln und dort auch hängen bleiben. Das alles sehr intelligent arrangiert, sehr abwechslungsreich und auch der progressive Anteil kommt nicht zu kurz, obwohl der “gewöhnliche” Proggie sicherlich seine longtracks vermisst. Denn kein track reicht an die zehn Minuten. Das macht aber gar nix. Die gesamte CD ist 61 Minuten Hörgenuss pur ohne ein Stück Füllmaterial.

Auch wenn ich inzwischen vier CD’s von Ritual habe (darunter auch ein Live-Album), diese ist immer noch mein Favorit.

Volle Punktzahl.

ohne Kommentar …

Jaja, trotz Prog- und Jazz-Rock-Vorliebe: ich war auch schon immer ein Folkie. Das fing mit Clannad, Pentangle und Alan Stivell an und hält bis heute vor. (z.B. Dan Ar Braz oder Luka Bloom). Außerdem stehe ich total auf keltische Musik. Die hat immer so eine relaxende Wirkung auf meine Seele. Und eine Affinität zum arbaischen Kulturkreis ist seit 1983 (da war ich vier Monate in Ägypten) auch vorhanden.

Alles gute Voraussetzungen, um das vorliegende Werk zu lieben. Und es ist toll. Eine DVD mit DoCD (komplett die gleichen tracks, also, alles, was man sieht, hat man auch auf CD)

Und Loreena McKennitt fährt großes Kino auf, sprich: eine 12-köpfige Begleitband. Das geht über das übliche Instrumentarium (Gitarre, Bass, Drums) über Violine, Cello und Percusion bis hin zu allerlei griechisch-arabischen Sachen wie Oud, Lyra oder Kanoun.

Die Trackauswahl umfasst Stücke ihrer gesamtem Karriere, bekannteres ist zu Hauf dabei und die DVD ist auch bildtechnisch klasse gemacht. Sehr sehr stimmungsvoll.

Man muss diese Musik allerdings mögen, sonst könnte es auch langweilig werden … Zitat meines Sohnes: “Spielt die schon wieder das gleiche Stück”  *g*

Meine Urteil dagegen: tolle Aufmachung, tolle Bilder, tolle Musik. Sehr schönes package.

Habe gerade so meine New Orleans Wochen. Hab zwei neue Dr. John Scheiben, aber darüber will ich hier ja gar nicht reden….Jedenfalls kam mir in diesem Zusammenhang die Idee, doch meine Neville Brothers CD’s mal wieder rauszukramen. Jahrelang nicht mehr gehört. Welch ein Fehler !

Es groovt. Von der ersten Sekunde an bis zum Finale. Ohne Unterlass. Boah, der Drang, meinen ollen Körper zu bewegen wird übermächtig….nicht nur der Fuß wippt….was ein Glück, dass grad keiner zuguckt: Uli Müller an der Luftgitarre und impossible dancing ….hahaha.

Und wo ich grad dabei bin, in ne Band mit Bläsern einzusteigen…..hach: sowas würd’ ich gerne spielen. Gilt übrigens auch für die Dr. John, aber das is’ ja ‘n andres Thema…..

Funk, Soul, Blues, Voodoo..alles was der Schmelztiegel N.O. zu bieten hat, hier wird es zelebriert. Diese Scheibe geht ab wie Schmitz’ Katze….es zuckt schon wieder….

Es kommt ja recht selten vor, dass Blues (Rock) mich anmacht. Naja, eigentlich auch wieder komisch, sind doch Rory Gallagher und Stevie Ray Vaughan zwei meiner All time Favorites. Und dann taucht plötzlich im Zusammenhang mit dieser Rorymania-Scheibe der Name Henrik Freischlader auf. Nie gehört. Laut “Gitarre&Bass” soll der aus der SRV-Schule stammen. Klingt ja vielversprechend. Könnte man sich mal anhören…..

Und jetzt gehen diese beiden CD’s (jawoll, die erste, “The Blues” von 2006 können wir in einem Atemzug gleich mit abhandeln) nicht mehr aus dem CD-Schacht…..

HEAVY ROTATION ist angesagt.

Man groovt das. Ohne Ende. Plötzlich erwachen alle Blues-Clichés zum Leben. Plötzlich gefallen mir sogar Dominant-Sept-Akkorde (ich hasse Dominant-Sept-Akkorde normalerweise, so wie Zappa das auch getan hat  LOL)….

Und dieser Gitarrensound. Der ist so geil …der ist so geil … der ist so geil….der ist aber sowas von geil..so will ich auch klingen…..;-)
Ich kann gar nicht mehr weiter schreiben, muss direkt nochmal durchhören.

Bisher eine der TOP-3 CD’s in diesem Jahr  (und dabei ist es bloß oller Blues…..hab ich den vielleicht auch gerade????)

Tja, einige Sätze zum Drumherum. Schloss/Burg Waldmannshausen liegt im Westerwald, also Grob gesehen östlich von Limburg, zwischen Hadamar und Rennerod (das mit dem rrrrrrrollenden Rrrrrrrr). Die Unterkunft war o.k. auch wenns vor der einzigen Dusche in unserem Trakt schon mal eine kleinere Warteschlange gab.

Die Verpflegung …. naja … jetzt spricht natürlich mal der diabetes-belastete Gesundheitsapostel … war ernährungstechnisch gesehen … ähm …”grenzwertig”. Wir hatten vier Mahlzeiten am Tag und sind auch sicher alle satt geworden ….naja, mal abgesehen von der allmorgendlichen Frage vom Nachbartisch: “Habt ihr noch Butter”.. ja, üppig ist halt anders und abwechslungsreich auch aber es waren ja nur vier Tage. Dieses und jenes (imho der Schmorbraten vom Samstag) war auch ziemlich lecker, aber es gab halt Null Obst (Obstsalat aus der Dose rechne ich aus diabetologischen Gründen zu den bösen Lebensmitteln, nicht zu Obst) und auch kein Gemüse. Und der Gipfel des Bösen war das täglich im großen Eimer servierte Kaltgetränk Marke “Quentsch” (oder so), welches ja wohl auch nur kaltes, gefärbtes Zuckerwasser darstellt haha.
Der tägliche Kuchen (in geringen Dosierungen darf auch ich sowas essen) war allerdings wirklich lecker. Und davon abgesehen waren wir ja auch nicht auf dem Schlemmer-Seminar, sondern zum Finger-Quälen, also Schluss mir der Nörgelei …gibt auch nur geringstfügige Abzüge in der B-Note.

Btw: Bilder vom Seminar gibt es hier.

Am ersten Tag ging der Workshop nach all den organisatorischen Dingen erst nach dem Mittagessen los. Nachdem sich Peter Wölpl vorgestellt hat, waren wir an der Reihe, was derart vonstatten ging, dass jeweils zwei Gitarristen sich und ihren jeweiligen musikalischen Werdegang vorstellten um danach kurz im Duo eine kleine Kostprobe der gitarristischen und improvisatorischen Fähigkeiten zu demonstrieren. Gar keine schlechte Idee, auch wenn man da spontan erst mal überlegen muss….was spielt man denn da….aber da reicht auch ein kurzer Akkordvamp und los gehts. Naja, wir haben dann noch so besprochen und angerissen, was wir alles machen wollen und dann war der erste Tag auch schon fast vorbei.

Naja, nicht ganz. Nach dem Abendessen gabs noch eine kleine Spontansession, bei der sich allerdings die Alpharüden erstmal austoben mussten. Und dann fing die Rotweinvernichtung (Teil 1) an. Burlwood gibt, kann mann so festhalten, am anderen Morgen einen Schädel aus massiver Eiche….sehr schweres Tonholz mit sonorer Resonanzfrequenz hahaha

To be continued …

Vom 2. – 5. August fand auf der Burg Waldmannshausen das 20. Burgseminar der Frankfurter String-Schule (visit:www.string-schule.de) statt. Lange Zeit wusste ich nicht, ob ich dort den Bass-Kurs oder den Gitarrenkurs besuchen sollte. Zum einen hat sich gerade meine Band “Close but no cigar !” aufgelöst (ich bin also als Bassist erst mal arbeitslos) und ich werde meinen nächsten Job als Gitarrist bestreiten und zum anderen ist es natürlich schon sehr verlockend, bei Kai Eckhardt Bass zu lernen, gehe ich doch mal davon aus, dass ich am Bass eigentlich nix kann.

Naja, so richtig habe ich mich eigentlich erst bei Ankunft entschieden und zwar für den Gitarrenkurs bei Peter Wölpl (ich meine DER Peter Wölpl, der schon bei Super Drumming mitgespielt hat (Mann, ist das lange her) und der ja auch schon bei Billy Cobham gespielt hat……(und uns dann Red Baron auch mal richtig beigebracht hat … haha)

War auch ne Gute Entscheidung. Aber dazu später mehr.

Das ganze war so aufgebaut:

9:00 Frühstück
10:00 Gruppenunterricht
12:00 Mittagessen / Pause
14:00 Gruppenunterricht
16:00 Kaffeepause / Kuchen
17:00 Gruppenunterricht
19:00 Abendessen
20:00 Session (freieillig)
22:00 Rotweinvernichtung (ebenfalls freiwillig)

Die etwa 20 Teilnehmer waren in drei Gruppen aufgeteilt, wie gesagt fünf Bass-Schüler bei Kai Eckhardt, darunter u.a. Dave King (*g*), die “fortgeschrittenen Anfänger” bei Peter Coura (die übrigens bereits am zweiten Tag wunderbar zusammen gegroovt haben) und die Alphawölfe und Griffbrettfuddler bei Peter, dem Oberwolf.

Des morgens haben wir zuerst einige Aufwärmübungen gemacht (äh, tlw. eher gezeigt bekommen, da war hundsgemeines Zeuchs dabei), und dann etwas Theorie, Z.B. Skalen und Akkorde.
Der frühe Nachmittag war der Technik gewidmet, z.B. Übungen zu Tonleitern, Skalen, Sweeping oder Tapping und am späteren Nachmittag wurden Vamps oder Songs intoniert, so dass jeder Teilnehmer das vorab gelernte (vernommene) in seine improvisatorischen Bemühungen einfließen lassen konnte.

To be continued …

Bilder vom SESS

gibt es bei www.erwischt.org

Z.B. das hier:

Oh je, schon wieder kein Prog …. noch nicht mal Jazz Rock. Was ist denn mit mir los? Jetzt bespreche ich hier ne ganz profane deutschsprachige Pop-CD. Hör ich auf einmal Silbermond oder Christina Stuermer? Ja, tu ich auch, aber Königwerq ist was ganz anderes.

Ich habe die Band beim ersten Bundesvision Song Contest gesehen und war sehr begeistert. Das deutsche Publikum allerdings weniger, landete deie Band doch auf einem der hinteren Plätze.

Aber was die Band um Frontfrau Dania König hier abliefert ist, ist mit den aktuell angesagten Deutsch-Pop Bands bzw. Sängerinnen nur bedingt vergleichbar, äh, eher gar nicht.

Der Titel von Songcontest fiel mir auf gleich auf wegen seines sehr funkigen grooves, den dazugehörigen Bläsersätzen und Keyboardssounds, die den 70gern entliehen sind.

Und so klasse und vielsaitig geht das ganze Album weiter. Obwohl auf der gesamten CD kein einziges Gitarrensolo zu hören ist, ist es dennoch eine Platte auch für Gitarristen. Mal ein rotziger Sound, mal was funkiges. Dann ertönen Nylon-String oder 12Saitige. Ebenso die vielfältigen Keyboardsounds, vom Piano über Streicher, 70gerSynths und Vibraphon. Sehr abwechslungsreich und vor allem mit supertollem Sound produziert. Hier wurden bestimmt alle Kanäle des Mischpultes benutzt (was allerdings als LOB gemeint ist, alles klar?)
Das ganze wird gehalten und unterstützt von einer extrem tighten Rhythmusgruppe, die obwohl alle Stücke der Stilrichtung Pop verhaftet sind, immer wieder mit richtig geilen Breaks und Fills glänzt.

Und über allem eine wundervolle Stimme der Sängerin, die zudem in fantatsichen Chorarrangements und klasse Phrasierungen agiert.

Kurzum: bei dieser CD vergeht kaum ein Moment ohne neue Wendung, ohne ein geschickt integriertes Einsprengsel, ohne einen weiteren Mosaikstein der müllerschen Verzückung.

Diese CD ist ein Paradebeispiel für traumhaft geniales Arrangement.

Das ist weit entfernt von der heutzutage ach so weitverbreiteten Eindimensionalität üblicher Gitarrenschrammel-Pop-Kultur.

Diese CD ist jedesmal wieder ein einziger Quell der Freude.

Nur weiter so, möchte man da sagen, aber die Band hat inzwischen keyboarder, bassist und drummer ausgetauscht und die bisher gehörten Schnipsel der zweiten CD lasen befürchten, dass dieses einzigartig geniale Konzept verlassen wurde und sich der neue Sound der Band an der charttechnisch besser platzierten Konkurrenz orientiert. Wäre schade, wenn Einzigartigkeit für Beliebigkeit eingetauscht würde.

Für den Erstling gibt es jedenfalls volle Punktzahl. Einfach nur geil geil geil…….(gleich nochmal hören……zum 200sten Mal sicherlich)

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