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Das war’s …

So, der Gig beim SESS in Dessau ist Geschichte. Hat Spaß gemacht. War zwar zu warm an diesem Nachmittag und etwas mehr Publikum hätte es auch sein können, aber was soll’s. Wir haben  zumindest zu unserer Zufriedenhiet eine halbe Stunde von der Bühne gerockt und uns somit gebührend verabschiedet.

Vielen Dank an Josien van Kampen und Silvan Maeker, dass ihr Teil dieser tollen Band wart.

Jetzt gilt es, nach vorne zu schauen. Mal sehen was mein Engagement als Gitarrist bei bacabi bringt und mal sehen, ob ich wieder einen Job als Bassist bekomme.

SESS 07 – Die Details

So jetzt isses amtlich:

Close … but no cigar ! spielt etwa gegen 17:00. Für ca. 30 min. könnt ihr uns zum letzten Mal live erleben. Dann wird diese Band Geschichte sein. Sehr schade, fing ja gerade mal an, Spaß zu machen.

Ab 20:00 gibt es dann Bacabi live. Dabei werde ich dann für einen Song (”Die du so” von Rivo Drei) dabei sein. Sozusagen als neuer Gitarrist vorgestellt. Eigentlich hat der Song ja gar keine Gitarre, aber der Groove liegt mir total, so dass der Song umarrangiert wurde, jetzt rockiger (und somit dynamischer) daherkommt. Außerdem haben wir auch noch ein Gitarrensolo eingebaut (hahaha…..)

Tja, von Planet X kannte ich bisher nur die Live-CD und ich muss zugeben, dass soagr mir (dem selbsternannten Frickelbeauftragten, haha) diese Scheibe “too much” ist. Kann ich irgendwie nicht hören. Geht mir nach sehr kurzer Zeit extrem auf die Nerven.

So, nun habe ich das neue Werk der Herrn Derek Sherinian und Virgil Donati in die FInger bekommen. Tony MacAlpine ist ja als Gitarrist nicht mehr dabei. Dafür waren zwei meiner Lieblingsgitarristen beteiligt, beides wunderbare Legato-Monster….: Allan Holdsworth und Brett Garsed.

Vielleicht liegt es genau daran, dass mir Quantum auch wesentlich bessser gefällt. Klar, der Frickel-Faktor ist extrem hoch und was sich der Donati da zusammentrommelt, ist nicht nur jenseits von gut und böse, sondern auch jenseits meines musikalischen Verständnislevels (*g*)….. aber immer, wenn die Gitarrensoli kommen, geht wieder die Sonne auf und ich kriege genau das auf die Ohren, was ich gerne in den Fingern hätte: Holdsworth und Garsed …..

Naja, da alles eine Sche der Hörgewohnheiten ist, sollte ich Planet X vielleicht mal in eine Endlosschleife im Auto legen ….
..entweder kapiere ich dann irgendwann das Gefrickele …. oder they’re comin# to take me away haha hoho hihi ….

Also: Immer dran denken: ich höre seit 30 Jahren Mahavishnu und Zappa und heutzutage Sleepytime Gorilla Museum oder Taal…. und selbst für mich ist Planet X heftigstes Overkill-Material. Also: nur unter ärztlicher Aufischt zu genießen….lol

Diese Tage kam nun der dritte Teil dieser Konzertreihe aus dem Jahr 2005. Und ich muss sagen, dieses Konzert hat mich schlicht umgehauen. So geil….

Woran liegt das nun, dass Vol. 3 bei mir wesentlich besser ankommt als die ersten beiden?

Ein Grund ist sicherlich die Trackauswahl. Ich habe ja viele Jahre lang einzig das 75er Live-Album von Magma gehabt und war mir immer bewusst, das das was ganz besonderes ist. So startet auch Vol. 3 mit einer ca. 33-minüten Version von Köhntarkösz. Vielleicht ist es das mir bekannteste der großen Longtracks und daher auch das, welches mir am besten gefällt. Ein Monster mit dramatischem Aufbau. Höhepunkt hier das bei etwa min. 25 beginnende Minimoogsolo von Benoit Wiedemann (der übrigens auch schon auf der o.g. Live die Tasten bedient hat.) Wahnsinn.

Dann Lihns. Auch von der 75er Live. Eines der lyrischsten und schönsten Stücke, die ich von Magma kenne.

Hhai. Na klar, ist auch auf dem Live Album. Hier in einer 16minütigen Version, bei der sich Gitarrist James Mac Gaw und Benoit Wiedemann am Minimmog duellieren, dass man an die wahnsinnigen virtuosen Sachen vom Mahavishnu Orchestra erinnert wird.  Das ist sowas von geil. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass neben den typischen Magma-Ingredienzien diesmal der Jazz-Rock-Faktor höher ist als auf den Vorgänger-DVD’s.

Auch Stücke aus der imho schwächeren Spät-70ger Phase wie Zombies, Nono oder the Last seven minutes fügen sich in diese Setliste aufgrund des für die aktuelle Besetzung überarbeitetenen Arrangements bestens in dieses Set ein.

Volle Punktzahl !

Hallo Allerseits !

Am 17. Juli findet das alljährliche SESS im Liborius Gymnaisum Dessau statt. Dort werden wir live spielen. Unser aktuelles Programm findet ihr auf der Close … but no cigar ! Seite.

Im übrigens wird das die letzte Möglichkeit sein, diese umwerfende aufstrebene “junge” Band live zu erleben.

Nicht nur Josien wird nach bestandenem Abitur Zerbst / Dessau verlassen, auch unseren Gitarristen zieht es (aus beruflichen und privaten Gründen) wieder in die baden-württembergische Heimat.

Das war’s dann wohl.

Ob es im eclipsed Magazin oder doch im Just for kicks Newsletter war …. ich weiß es gar nciht mehr. Aber vor gar nicht all zu langer Zeit kam das neue Album von Iona, einer Band , die ich vorher gar nicht kannte.

Naja, wie der muelrich so ist, kann der ja nie genug bekommen und so habe ich mir das Live Album bestellt. Wusste allerdings nicht, dass das schon von 1997 ist. Macht aber nix.

Iona ist Folk Prog mit irischen Einflüssen. Also sozusagen The Corrs in schön (LOL). Äh, also ohne den Pop-Anteil.

Folk Rock und keltischen Folk fand ich ja eh schon immer gut (Clannad und Pentangle fallen mir grad ein, lang isses her). Und hier wird munter drauf los musiziert, die Melodeien stimmen, die Instrumentierung geht von folkloristischen Instrumenten bis hin zu elektrifiziertem und so verwundert es kaum, dass da auch Einlagen dabei sind, wo es richtig rockig abgeht (Anspietipp: Inside my heart) oder auch mal mit dem Sax als Leadinstrument durchaus jazzigere (canterbury ?) Momente geboten werden.

Schöne, abwechslungsreiche Mucke, die nie wehtut (also kein Avantgarde gedöns haha) und knapp 2 Stunden gute und entspannende Unterhaltung bietet.

Bleibt garantiert nicht mein letztes Album von dieser Band.

Feiertag im Hause Müller. Eine neue CD meiner Lieblingsband !

Aber nach zweimaligem Hören will sich keine Feierstimmung breitmachen. Was ist los.

Dream Theater kenn ich seit Images and Words. Aber erst seit Metropolis oder besser noch Six degrees of inner turbulence ist das meine Lieblingskapelle. Wie gesagt: die Außerirdischen Monster, die 200 Jahre geübt haben. Auch Train of thoughts (mit der ich mich am Anfang recht schwer getan habe) ist ein Hammeralbum. Besonders, seit ich die Burschen live gesehen habe.

Eigentlich kann ich an der neuen Scheibe auch nicht viel aussetzen. Viel Gefrickel, heftiges Geriffe, Tasten- und Saitenakrobatik bis zum Abwinken, epische Momente und hier und da auch mal was “neues”, wie z.B. mal ein kleinerer Grunzer, der mich spontan an Soilwork erinnerte, die ich ja auch gelegentlich recht gerne höre…..

Und dennoch beschleicht mich so langsam das Gefühl, das die Tage von DT als meiner Lieblingsband gezählt sind. Irgendwie (wenn auch auf brachial hohem Niveau) kochen die auch immer wieder die gleiche Soße.

Das muss ich aber an dieser Stelle auch mal einflechten: “Meine Lieblingsband” ist immer ein temporäres Thema, bis mich die Langeweile einholt und ich unterwegs zu neuen Ufern, sprich Sounderlebnissen bin.

Seit Anfang der 80ger erging es etlichen Kapellen so: Dixie Dregs, Rush, Eric Johnson, Flower Kings, Gov’t Mule (nur mal so auf die Schnelle, da fehlen bestimmt noch ein paar Acts….) Alles Band, die ich irgendwann mal innovativ und damit geil fand, die mich aber irgendwann dann doch mehr oder weniger langweilten … zumindest reichte es nicht mehr zur “Libelingsband”. Und möglicherweise befindet sich das Raumschiff DT genau in dieser Umlaufbahn, auch abgelöst zu werden.

Gleichzeitig erworbene neue CD’s finde ich spannender und zZ höre ich viel lieber Porcupine Tree……

Fazit: Ein gutes Album, immer noch besser als vieles Andere (btw: die Vergleiche mit Metallica finde ich doof. Bis die auf einem ähnlichen Niveau spielen, vergehen nochmal 200 Jahre….), aber die Begeisterung bleibt grad mal aus. (vielleicht denke ich da später mal anders drüber…….)

Die 80ger Jahre sind ja nun nicht gerade eine Hochburg für Progressive Freunde gewesen. Naja, das ist schon relativ. Denn erstens waren in diesem Jahrzehnt andere Stile (Jazz Rock, Southern Rock) mindestens genau so “tot” und zweitens mag dieser Eindruck auch täuschen, denn auch wenn dieses Jahrzehnt eher für einige damals populärere (in meinen Ohren “unsäglichere”) Sachen wie Punk oder New Wave steht, so waren etliche meiner damaligen Lieblingsacts doch dem progressiveren Lager zuzuordnen, wie z.B. Rush, Saga, Dixie Dregs oder Pekaa Pohjola.

Rush hatten sich über ein eher Hard-Rock spielendes Trio über eine longtracks-produzierendes Progressive-Band bis 1980 zu dem entwickelt, was bis heute in meinen Augen die Hochphase dieser Band war. Obwohl stets im Trio agierend, wurde mittels Taurus Pedalen und diverser Synthesizer ein Bombast Sound vom feinsten geboten, der auch mal Passagen mit akustischer Gitarre beinhaltet, aber im wesentlichen vom zumeist extrem hohen Gesang Geddy Lee’s und der extrem geil agierenden Rhythmusgruppe (Geddy Lee, bass und Neil Peart, drums) lebt. Wer heute mal das Drumspiel eines Mike Portnoy unter die Lupe nimmt, der hört schon raus, das der sich den Peart reingezogen hat.

Aber zurück zu Permanent Waves. Sechs Tracks (zwischen 4:37 und 9:16) sind auf der CD und jeder einzelne ist einfach nur perfekt. Dies ist auch eine der wenigen Platten, die irgendwie in der TOP 10 (oder 20) Liste der Platten gehört, die ich Note-für-Note im Ohr habe. Mag sein, dass das Nachfolgewerk “Moving Pictures” keinen Deut schlechter ist, aber Permanent Waves ist mein All-Time-Favorite von Rush.

Sollte jeder Proggie im Schrank stehen haben !

Sehr merkwürdig. Eigentlich stehe ich weder auf New Wave noch auf Roxy Music bzw. die seltsame Stimme eines Brain Ferry.

Aber trotz diverser Ähnlichkeiten haben wir es bei Japan immerhin mit einer Band zu tun, deren Mitglieder auch später bei ihren getrennten Wegen sehr beachtliche Sachen gemacht haben, sei es David Sylvain, Mick Karn oder der bei Porcupinme Tree gelandete Richard Barbieri.

Tin Drum verknüpft englische Melancholie mit buddhistischer Weite. Songs wie Still life in mobile homes oder Sons of pioneers, vor allem aber Ghosts und Visions of China leben von einer spröden und sparsamen, dennoch sehr interessanten Instrumentierung (ja klar, da ist fretless bass dabei). Gänsehautmelodien inbegriffen.

Eine für meine üblichen Hörgewohnheiten (was ist das schon?) eigenwillige Platte, die aber immer noch gerne in den CD-Player eingelegt wird und auch heute noch (26 Jahre später) ein Meisterwerk darstellt.

Corrado Rustici? Schon mal gehört?

In der zweiten Hälfte der 70ger war C.R. Gitarrist bei der italienischen Jazz-Rock Formation Nova. Mit Gitarre, Bass, Keyb , Drums sowie Sax/Fl/Voc irgendwas zwischen Mahavishnu Orchestra und Brand X. Sehr geil. Später dann war Herr Rustici jahrelang Gitarrist, Producer und Musical Director von/bei Zucchero oder der hierzulande leider unbekannten italienischen Sängerin Eilza (singt aber in englisch). Somit haben wir es nicht nur mit einen ausgezeichnten Gitarristen mit Jazz-Rock-Background zu tun, sondern auch mit einen exzellenten Producer, dessen Gespür für Arrrangements und Instrumentierung man im Ergebnis der o.a. “intelligenten” Pop-Musik wiederfinden kann.

All diese Eigenschaften machen das vorliegende Album relativ schwer kategorisierbar. Da finden sich einige Vokal-Stücke (u.a. mit Eiliza), die man als super produzierte Pop-Musik mit geschmackvollem Gesamtsound definieren könnte (wobei die drei Vocal-Tracks alle eher Balladen sind, dennoch sehr geile Gitarrenarbeit aufweisen.
Da findet sich ein Stück mit Begleitung von Akustikgitarre, Kontrabass und Perkussion, wo die Melodie von Gitarre und Whistle (jawoll, der Herr pfeift sich eine !) getragen wird und das ganze ausgeschmückt wird von einem Streichquartett.
Neben einem verfrickelten Jazz-Rock-Kracher (Gastsolist: Allan Holdsworth) finden sich mehrere lyrische kammermusikalische Jazz-Pretiosen u.a. mit Paul McCandless(Oregon) am Sopransax.
Neben C.R. agieren im wesentlichen Peter Vettesse (keyb), Michael Manring (bass) und Setve Smith (Drums).
Und immer wieder allerfeinste Gitarrenarbeit, supergeile Sounds und stellenweise technische Kabinettstückchen, die sich nicht hinter den allseits bekannten Akrobaten verstecken müssen, aber nie ins “Ich zeig Euch mal, was ich kann” abdriften, sondern immer sehr geschmackvoll und dem musikalischen Kontext angepasst daherkommen.

Sehr feines Album (übrigens in all den Jahren erst die zweite Solo-CD von Herrn Rustici)

Unbedingt empfelenswert.

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