März 22nd, 2007 by muelrich
Electric Outlet, das sind Marcus “Errorhead” Deml (git), Frank Itt (bass), Tom Aeschbacher (keyb) und Ralf Gustke (drums). Und was die machen, bezeichnen sie als killer rock fusion instrumental power. Und das stimmt. Diese Scheibe ist groove pur. Und damit bin ich schon beim Kern der Sache. Eigentlich als Gitarrenmucke für den Gitarristen gekauft (spielt doch Herr Deml in der gleichen Liga wie Vai, Satriani, Petrucci u.ä. Virtuosen, verbindet auch stilmäßig Power Rock mit Jazz, Funk und Fusion), so haut mich bei jedem Hören diese Rhythmusgruppe vom Stuhl. Naja, Frank Itt ist mir ja ein Begriff (u.a. von den Bass Talk CD’s), aber Ralf Gustke? Hatte ich nie gehört. Ein bisschen schlau gemacht: der trommelt bei X. Naidoo und Söhne Mannheims oder auch bei Chaka Khan. Naja letzteres sagt ja wieder alles, aber ersteres? Das ist für mich doch eher grauenhafte Mucke….ich muss aber zugeben, dass ich – versehentlich – mal im TV was live von denen gesehen habe und mir da schon auffiel, dass diese Musik (obwohl in meinen Ohren immer noch grauenhaft langweilig) doch ganz schön gegroovt hat. Naja, jetzt weiß ich ja auch, wer da trommelt. Mien neuer Lieblingsdrummer.
Äh, Keyboarder kommen bei mir ja meistens zu kurz …. aber Tom Aeschbacher steht den drei gelobten in nichts nach. Will also sagen, der macht auch einen exzellenten Job.
Aber zurück zum Thema: das, was mir bei dieser Scheibe immer wieder als Vergleich einfällt, ist die Spectrum von Billy Cobham mit solchen Groove-Klassikern wie Stratus und Red Baron. Auch bei Electric Outlet nimmt Spielfreude und Improvisation einen breiten Raum ein.
Und dann muss ich (alter Frickelknabe) auch jedesmal feststellen, dass ich beim Anhören denke: Ja, genau so ne Mucke würdest Du auch gerne machen … und dabei wäre es mir sogar noch egal, ob ich da Bass oder Gitarre spiele.
Auch diese Scheibe gehört zu den TOP 3 in 2006 (wenn nicht gar DIE Top-CD 2006)
Posted in CD-Besprechung | Kommentare deaktiviert für Electric Outlet – On! – (2006)
März 15th, 2007 by muelrich
Neben dem Mahavishnu Orchestra und Weather Report wohl die Supergruppe des Jazz-Rock. Bei der Besetzung ja wohl auch klar: Chick Corea (keyb), Al DiMeola (git), Stanley Clarke (bass), Lenny White (drums). Wie auch an anderer Stelle, gibt es viele gute Alben dieser Band und einige Leute halten Romantic Warrior für besser, aber Geschmack ist nun mal immer so ne Sache. Ich weiß ja auch oft nicht, warum mir genau dieses eine Album so gut gefällt. Möglicherweise, weil es mein erstes von RTF war, weil ich es am häufigsten gehört habe, oder vielleicht, weil hier wirklich alles geboten wird, was diese Band ausmachte. Vier erstklassige Musiker und Komponisten (auch recht gleichmäßig als solche auf dem Album vertreten) und ein Band-Zusammenspiel, welches traumhaft ist. Auch diese Scheibe ein absolutes Muss in jeder Jazz-Rock Sammlung und in meiner persönlichen TOP-20 All Time Favorite Liste.
Posted in CD-Besprechung | Kommentare deaktiviert für Return to Forever – Where have I known you before (1974)
März 15th, 2007 by muelrich
Nur noch gut eine Woche bis zu unserem ersten Gig beim Abi-Ball meines Sohnes. Und gestern war Probe. Da Olaf aufgrund Arm-OP außer Gefecht ist, trommelt bei uns mal wieder Konrad Meyer (sind ja Semesterferien). Außerdem spielt bei einigen Stücken Hendrik Sollich zweite Gitarre. Und bei einer Nummer ist als Gast Karsten Born hinter der Schießbude. Das Set für den Abi-Ball wird wie folgt aussehen: 1. Bitch (Mereditch Brooks), 2. Numb (Pink), 3. Can’t stop (RHCP), 4. Summertime (Brainbox), 5. Nobody’s wife (Anouk) und als Zugabe (falls jemand das böse Wort ruft, haha) U and ur hand (Pink). Naja, noch rollt nicht alles so geschmeidig wie es sollte, aber wir haben ja auch noch ne woche Zeit……
Posted in Band | Kommentare deaktiviert für Band – Tagebuch 1
März 13th, 2007 by muelrich
Jazz Trio? Und dann auch noch in der klassischen Besetzung piano, bass, drums? Naja, da gibt es zwar einige sehr geile Sachen, aber mdst. ebenso groß ist die Gefahr gähnender Langeweile (Ich hasse Standard-Jazz). Nun ist es hier zum einem so, dass es ja mit Jody Nardone (piano), Tim Landers (fretless bass !) und Ian Wallace (drums) nicht ganz ganz die klassische Besetzung ist…und ich liebe fretless bass !. Und zum anderen spielen die Jungs King Crimson Stücke ! 21st century schizoid man ist fast kaum wiederzuerkennen, und was die Jungs über Kat food oder Starless abfeiern, das ist ganz ganz großes Kino. Klar, ich bin großer King Crimson Fan. Das gibt eh schon Pluspunkte, aber diese CD ist sagenhaft. Ohne wenn und aber unter den TOP 3 in 2006.
Posted in CD-Besprechung | Kommentare deaktiviert für Crimson Jazz Trio – King Crimson Songbook Vol. 1 (2006)
März 12th, 2007 by muelrich
Wer mich kennt oder hier mitliest, der weiß, dass ich immer auf der Suche nach Neuentdeckungen bin. Die zehnte Flower Kings finde ich genauso langweilig wie die zehnte Gov’t Mule. Irgendwie möchte ich gerne überrascht werden. Das führt ja u.a. auch zu meinem tlw. recht kranken Geschmack (Vielleicht ist das wie bei Drogen: der Stoff muss halt immer wieder etwas härter sein *g*).
So bin ich denn über den letzten Sampler des Eclipsed-Magazins auf die o.a. CD gestoßen. Allein die Besetzung ist schon alles andere als normal: Dominique Leonetti (voc, git), Gédéric Byar (git), Frédéric Juan (vibraphone. marimba, perc), Sylvain Bayol (chapman stick, warr guitar), Yohan Simeon (perc) und Claude Leonetti (leode).
Damit ist klar, dass wir es mit Franzosen zu tun haben und die singen auch französisch. Aber was zum Teufel ist eine Leode? Claude Leonetti war früher Gitarrist, hat aber bei einem Motorradunfall die Funktionsfähigkeit seines linken Armes eingebüßt. Also hat er ein Instrument erfunden, welches einem Chapman Stcik ähnelt, allerdings weder Saiten noch (wirklich) Bünde besitzt, sondern als berührungsempfindlicher Midi-Controller funktioniert. Damit ist Claude dann auch bei Lazuli der Hauptverantwortliche für die Sololinien, die oftmals im Glissandi-Stil daherkommen. Alles sehr seltsam, aber auf der beiliegenden DVD auch optisch erklärt.
Lazuli machen Musik, die irgendwo in der Schnittmenge von Progressive, Neo-Prog und World-Music liegt, gelegentlich an Trey Gunn erinnert, allerdings nicht so “strange” ist wie Taal oder Discus, und gehören zum spannensten, was ich in diesem Jahr in den Fingern gehabt habe. Ja, das Jahr ist noch jung, aber diese Scheibe wird sehr wahrscheinlich unter die TOP 10 in 2007 kommen.
Posted in CD-Besprechung | Kommentare deaktiviert für Lazuli – En avant doute (2006)
März 12th, 2007 by muelrich
Lange Zeit besaß ich von Magma nur das Live Album (Besprechung an anderer Stelle, demnächst) und wußte doch, dass das was ganz besonderes ist. Diese Melange aus John Coltrane, Carl Orff, Minimal Music und energetischem Rock, gewürzt durch den ganz eigenen Magma-Kosmos (man singt in kobajanisch, Stichwort: Zeuhl), das hat schon was. Ist aber auch nix für jederman. Inzwischen habe ich meine Sammlung nahzu komplett und da war es ja klasse, dass nach vielen Jahren, in denen man nur irgendwelche Live Aufnahmen bereits bekannter Stücke bekommen konnte, eine ungeheure Freude, endlich mal wieder ein Album mit neuem Material bekommen zu können.
In der Besetzung Gitarre, 2 x keyb, bass, drums und fünf Sänger/innen bietet diese Album auf knapp 50 Minuten Spielzeit “nur” drei Tracks, nämlich K.A. (Kohntarkosz anteria) Part 1 -3.
Was soll ich sagen? Diese Scheibe ist ein ganz großer Wurf. Was da geboten wird, ist an Intensität kaum zu toppen. Ich kenne nur eine Handvoll Platten, die für mich eine ungeheure spirituelle Kraft ausstrahlen. Da ist z.B. A love supreme von John Coltrane zu nennen oder Music for 18 musicians von Steve Reich. K.A. gehört auch dazu.
Posted in CD-Besprechung | Kommentare deaktiviert für Magma – K.A. (2004)
März 12th, 2007 by muelrich
Es muss so um 1972/1973 gewesen sein, da habe ich zufällig im ZDF-Sonntagskonzert (!) das Mahavishnu Orchestra gehört. Damals saß ich da mit offenem Mund und dachte nur: Was machen die denn da?
Ehrlich gesagt, habe ich das auch bis heute noch nicht wirklich verstanden, obwohl ich eine Partitur von drei Alben besitze und mit meinem 2005er Projekt sogar drei Songs vom M.O. gecovert habe.
Das Mahavishnu Orchestra mit John McLaughlin (git), Jan Hammer (keyb), Jerry Goodman (vio), Rick Laird (bass) und Billy Cobham (drums) war wohl neben Return to Forever und Weather Report eine der ganz großen Superbands des Jazz-Rocks. Was hier an Stilen verschmolzen wurde und mit welcher ungeheuren Energie musiziert und improvisiert wurde, das sucht bis heute immer noch seinesgleichen.
Natürlich sind Alben wie Inner mounting flame oder Birds of fire keinen Deut schlechter und wurden vor allem in Originalbesetzung eingespielt, welche es bei Visions … schon nicht mehr gab (hier dafür: Jean Luc Ponty, Michael Walden, Ralph Armstrong und Gayle Moran) … dennoch ist Visions … mein Lieblingsalbum. Für mich hat es eine extreme stilistische Bandbreite und ist irgendwie ein Konzeptalbum (ups, sowas bei Jazz-Rock ?), welches ich auch immer komplett durchhöre.
Ganz großes Kino und eine meiner All-Time-Top20 CD’s.
Posted in CD-Besprechung | Kommentare deaktiviert für Mahavishnu Orchestra – Visions of the emerald beyond (1975)
März 10th, 2007 by muelrich
Wenn ich doch nur wüsste, wo ich diesen Namen schon mal gehört habe. Auch das Stöbern auf der homepage bringt mich nicht weiter. Also: ab in den Schacht damit.
Und welch eine Freude. Irgendwo in der Schnittmenge von Jazz, Pop, Gospel, Worldmusic und ganz viel Soul & Funk, das alles sehr lecker arrangiert und vorgetragen von einer Frau, deren Stimme einfach gewaltig ist. Für mich eine neue Entdeckung. Sehr geil.
Posted in CD-Besprechung | Kommentare deaktiviert für Jocelyn B. Smith – ExpressionZZ – (2006)
März 10th, 2007 by muelrich
Das war meine erste Begegnung mit der Musik Frank Zappa’s. Und eine sehr nachhaltige. Bin ich doch ein absoluter Zappa-Maniac. Habe nahezu alle Alben von ihm und ebenso fast alles gelesen, was der deutsche und englishsprachige Buchmarkt so hergibt.
Was ist nun das besondere an Overnite sensation?
Nach den orchestralen Sachen wie 200 Motels, der eher merkwürdigen Just another band from L.A. und jazzigen, bläsergeprgten Alben wie Waka Jawaka oder The grand wazoo ist das hier Rock. Zumindest hat es die Energie des Rocks. Es hat hooklines, d.h. es ist singbar (naja, für die Verrückten !). Es sind fast nur Klassiker des Zapparepertoires auf dieser Scheibe und es ist eine neue Band, die noch solch große Alben wie One size fits all oder Roxy & Elsewhere einspielen wird und die unter nicht wenigen Zappa-Fans als die beste Band überhaupt gilt. Hierzu sei auch auf You can’t do that … Vol 2 verwiesen, wo das 1974 Helsinki Konzert genau dieser Band (Zappa, Napoleon Murphy Brock, George Duke, Ruth Underwood, Tom Fowler und Chester Thompson) verewigt ist.
Fazit: Jede Note dieser Platte ist fest in mein Hirn eingebrannt. Auch heute noch, über 30 Jahre später….
Posted in CD-Besprechung | Kommentare deaktiviert für Frank Zappa – Overnite sensation (1973)
März 9th, 2007 by muelrich
Ne, ja, is klar !’
Dem muelrich sein Lieblingskapell is’ dat Traumtheater … also muss der Kerl doch auch die Jitarr vom dem Petrutschi hann…
Naja, auch wenn ich ebenfalls noch den Yamaha John Myung Bass (aber bitte Serie 1, viele Grüße Reini *g*) haben will, sooo einfach liegt die Sache nun auch wieder nicht. Schließlich war jahrelang Steve Morse mein Lieblingsgitarrist und dessen Signaturemodell besitze ich genauso wenig wie das vom Luke.
Aber die Petrucci hatte ich irgendwann angespielt und da musste ich eine haben. Klar hätte ich die auch gerne in Mystic Dream gehabt, weil diese Farbe ist wirklich der Hammer. Aber leider auch mit einem Aufpreis versehen, der sich gewaschen hat. Also hab ich irgendwann ne dunkelrote ergattert, die sieht auch sehr lecker aus.
Die Gitarre wirkt im Vergleich mit einer Strat irgendwie zierlich, der Korpus und auch die Kopfplatte sind doch etwas “kleiner”. Was mich an dieser Gitarre am meisten begeistert, ist der Spielkomfort des Halses. Erstens fühlt der sich supergeil an (Da ist nämlich nicht so’n eklig klebriger Lack drauf, sondern das Teil hat ein Satin-Finish) und außerdem ist der Hals superschnell. Liegt wohl am Griffbrettradius von 15 “. Ich kann gar nicht verstehn, wie man irgendwas anders bauen kann? 7,5″? 9″? Sollte man für Baseballschläger benutzen, aber nicht für Gitarrenhälse….
Dann hat das Teil zwei Humbucker, die beide aus der HiGain Abteilung stammen. Trickreich ist aber die Schaltung, die in Mittenstellung jeweils nur die innere Spule aktiviert und diese dann parallel schaltet. Das gibt sehr schöne cleane funkige Sounds. Damit komme ich aber schon zum einzigen Wermutstropfen bei dieser ansonsten fantastischen Gitarre. Sie klingt clean geil und sie klingt verzerrt supergeil. Nur crunchy kennt sie nicht. Als ich mit dieser Gitarre meinen ENGL Souvereign Combo eingestellt habe, war ich fast am verzweifeln, warum dieser Amp kein Crunch kann…..bis ich meine Strat drangehangen habe.
Fazit: tolle Gitarre mit dem besten Hals der Welt, für viele Stilrichtungen einsetzbar. Für Blues Rock und Hard Rock nehm ich lieber Strat oder Paula.


Posted in Equipment | Kommentare deaktiviert für Music Man John Petrucci Signature Gitarre