CD des Monats (2026.09): Warren Haynes – Dreams and Songs (Live)
Sep. 30th, 2026 by muelrich
01 Warren Haynes – Dreams And Songs (Live)
ich dachte ja schon, dass diesen Monat so rein gar nichts ansprechendes mehr rauskommt … und dann war ich skeptisch, ob gearde Blues- Und Southern Rock im Orchestergewand funktionieren könnte. Aber was Warren Haynes aus diesem Umfeld rausgeholt hat, ist ganz großes Kino. Ob Allman Brothers (Whipping Post, Dreams …) oder Gov’t Mule (Thorazine Shuffle): großes Kino. Ok, die Coverversion von One hätte er sich sparen können, aber den Titel mag ich sowieso nicht …. (20.09)
02 Exit Stage Left – Gentle Otherworld
Aus dem JFK-Katalog: schwedische Prog-(Pop)-Band, soll nach A.C.T klingen, was ich nicht höre, dafür aber ab und zu mal was Rush (wobei der Gesang ganz anders ist). Sicherlich keine neue Rad-Erfindung, aber abwechslungsreich und gut zu hören. (23.09.)
03 Fuzz Kitchen – Fuzz Kitchen
dieses englische Sextett spielt Canterbury. Ich höre da etwas Camel (in der Richard Sinclair Phase), etwas Jazz Rock a la Nucleus, aber auch – und das ist für mich etwas störende – Freiformmusik, wie sie fast jede der frühen Kind Crimson LPs zu bieten hatte (und diese Platte für mich leider keine 15 Punkte Platten sind). Wie oft sich das im CD-Schacht, wiederfindet, weiß ich noch nicht, aber es gibt ja immerhin eine Skip-Taste ……. (30.09.)
Artificial Silence – Hollow Drift
Der Vorgänger von 2018 schaffte es in meine Top-15. Ob das dieses Mal der Fall sein wird, wage ich zu bezeifeln, dafür bin ich derzeit viel zu wenig prog-affin …. (07.09.)
Bywater Call – Broken Souvenirs
Vielleicht tue ich der Platte ja unrecht, wenn ich nach dem Ersthören sage, dass das vor vor sich hin plätschert …. (04.09.)
Crimson Roots – Open Roads
Die Sängerin und der Leadgitarrist kommen aus Albanien, die Band hat ihren Standort aber in Deutschland. Retro Rock. Der Gesang ist angenehm, einige Momente des Aufhorchens gab es beim Erstdurchlauf auch, aber insgesamt weiß ich ncoh nicht, wie sich das entwickeln wird. (20.09.)
Europe – Come This Madness
Die letzten Scheiben dieser Band, die ich auf ewig mit dem finalen Countdown (*würg*) verbinde, waren ja auch schon sehr stark. Das hier ist purer Hard Rock und mdst so gut wie die neue Deep Purple. (25.09.)
Isobar – V
Ähm, ja, was sich bei den babyblauen-seiten anhört wie “ mühelose Verschmelzung der polyphonen Gentle-Giant- und komplexen Post-Crimson-Progs … mit Jazz-Prog-Fusion und … Canterbury“, müsste mich in Verzückung treiben. Ich finde das eher anstrengend ….. (30.09.)
Senri Kawaguchi – E-Magination (Live From Blues Alley Japan)
Hab ich nicht aufmerksam genug gehört beim ersten Mal ….. (01.09.)
Pure Reason Revolution – Terrifying Angels
Ähm, ja, das sollen lieber Leute beurteilen, die mit dieser Musik was anfangen können … (26.09.)
Eric Steckel – Sandstorm
Einer von vielen Protagonisten im weiten Umfeld des Blues Rock. Da gibt es Platten, die ich mag. Was mich an der aktuellen Platte stört, ist die stilistische Inkonsistenz. Von Blues Rock bis Balladen ist ja ok, aber wenn es zwischendurch brät wie bei Zakk Wylde, dann ist das für mich inhomogen … (22.09.)
Telegraph – Topography Of Mind
Vier longtracks um die 11 Minuten. Viel Einfluß von Camel (Flöte, Gitarre), aber auch mal frühe Pink Floyd. Tut nicht weh, kann man hören. (25.09.)
Notes from the past:
Richie Arndt – Tennessee & Alabama (Songs from the Road #2) (2024)
Ganz nette Songauswahl, holt mich aber nicht so wirklich ab. Das tat auch der erste Teil schon nicht …. (01.09.)
Conolly Hayes – Remeber Me (2024)
Das ist eine englische Band, deren Mischung aus Blues Rock und Soul durchaus amerikanisch klingt. Einer der Songs erinnert vom Groove her an die Tedeschi Trucks Band (auch hier singt eine Frau und auch hier gibt es Slide Gitarre). Und wenn jemand „Love the one you’re with“ covert, gibt das eh n Bonuspunkt. Schade, dass Mucke aus dem Vor-Vorjahr in den Top-Listen nix mehr reißen kann. Das gefällt mir gut. (01.09.)
Anthony Gomes – Peace Love & Loud Guitars (Remix) (2015)
Manchmal finde ich Blues Rock Alben richtig cool und manchmal lassen die mich völlig kalt. Das hier ist letzteres … (07.09.)
Jethro Tull – J-Tull Dot Com: Another Cast Of The Net Deluxe (1999/2026)
Lange nicht mehr gehört und ich muss sagen, dass das definitiv nicht die schlechteste JT-Platte ist. Ob die Bonustracks jetzt nun essenziell sind, muss der Sammler für sich entscheiden … (22.09.)
Mister Inglish – Short Stories (2013)
„Is this Blowbeat recording under a different name in a last ditch attempt to get their crudy music on the radio? (and drop that FZ-MOI aroma once and for all?)“
Ja, das ist kwasi eine Blowbeat CD, die ich auf dem Merchandise-Stand gefunden habe und die mir bis dato unbekannt war. Insgesamt ist die Musik hier etwas „zugänglicher“ als die Blowbeat Sachen, was es aber nicht schlechter macht(14.09.)
The Sunday Goose – Where My Heart Lies (2014)
Wird beworben für Freunde von Camel. Und ja, da könnte was dran sein. Ist jetzt nicht der Überflieger. Aber schön und angenehm zu hören. (08.09.)
Und wie jeden Monat, die Top-15 der letzten 12 Monate:
01 (01) Fearful Symmetry – I’ve Started…
02 (02) Minor Gold – Way To The Sun
03 (05) Spock’s Beard – The Archeoptimist
04 (06) Green Desert Tree – Fighting Dragons
05 (09) Brons – The Fellowship
06 (07) Tedeschi Trucks Band – Future Soul
07 (11) Mike Finnegan – Mike Finnegan
08 (08) Steve Morse Band – Triangulation
09 (15) Stefano Panunzi – Caravaggio
10 (10) Marcus Deml – Pure
11 (-) L.J. Kennedy – Synthetic
12 (12) Big Big Train – Woodcut
13 (13) Moron Police
14 (-) Solstice – Clann: The Stable Gathering
15 (14) The Sheepdogs -Keep out of the Storm